Bahnstrecke Bamberg–Hof
Bamberg–Hof
Kursbuchstrecke (DB): 512, 820, 850
Streckennummer: 5100
Streckenlänge: 127,2 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse: D4
Stromsystem: Bamberg–Hochstadt am Main:
15 kV, 16,7 Hz ~
Maximale Neigung: 23,0 
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Zweigleisigkeit: durchgehend
Legende
Strecke – geradeaus
von Nürnberg
Bahnhof, Station
0,0 Bamberg 240 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
von Scheßlitz
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Würzburg und nach Bamberg Hafen
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
2,6 Verbindungskurve von Würzburg
Straßenbrücke
2,7 Bundesautobahn 70
Bahnhof, Station
3,5 Hallstadt (b Bamberg)
Straßenbrücke
6,6 Bundesautobahn 73
Bahnhof, Station
7,6 Breitengüßbach 248 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Ebern (–Maroldsweisach) und nach Dietersdorf
Straßenbrücke
10,7 Bundesautobahn 73
Haltepunkt, Haltestelle
12,1 Ebing
Bahnhof, Station
14,3 Zapfendorf
Bahnhof, Station
20,2 Ebensfeld 254 m
   
20,5 nach Erfurt (geplant)
Bahnhof, Station
25,7 Bad Staffelstein
Straßenbrücke
28,5 Bundesautobahn 73
Bahnhof, Station
31,9 Lichtenfels 263 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Werrabahn nach Coburg (–Eisenach)
Haltepunkt, Haltestelle
36,1 Michelau (Oberfr)
Bahnhof, Station
40,2 Hochstadt-Marktzeuln 274 m
Straßenbrücke
Bundesstraßen 173 und 289
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Frankenwaldbahn nach Saalfeld
Brücke über Wasserlauf (groß)
Main
Haltepunkt, Haltestelle
45,8 Burgkunstadt
Haltepunkt, Haltestelle
51,7 Mainroth
Bahnhof, Station
56,6 Mainleus 302 m
Brücke über Wasserlauf (groß)
Weißer Main
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von (Bayreuth–) Melkendorf
Straßenbrücke
Bundesstraße 85
Brücke über Wasserlauf (groß)
Weißer Main
Bahnhof, Station
62,0 Kulmbach 304 m
Bahnhof, Station
68,3 Untersteinach (b Stadtsteinach)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Stadtsteinach
Haltepunkt, Haltestelle
70,7 Ludwigschorgast
Bahnhof, Station
74,4 Neuenmarkt-Wirsberg 348 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Bayreuth
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Schlömener Kurve von Bayreuth
Straßenbrücke
Bundesstraße 303
Strecke – geradeaus
Schiefe Ebene
Bahnhof, Station
81,1 Marktschorgast 506 m
   
86,4 Falls (ehem. Bf)
   
nach Gefrees
Bahnhof, Station
93,1 Stammbach 581 m
Brücke (mittel)
Bundesstraße 289
Straßenbrücke
Bundesautobahn 9
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von (Selbitz-) Helmbrechts
Bahnhof, Station
103,0 Münchberg 536 m
Brücke (mittel)
Bundesstraße 2
   
nach Zell
Haltepunkt, Haltestelle
109,6 Seulbitz
Brücke über Wasserlauf (groß)
Sächsische Saale
Haltepunkt, Haltestelle
113,7 Förbau 509 m
Bahnhof, Station
116,2 Schwarzenbach (Saale)
Straßenbrücke
Bundesstraße 289
Brücke über Wasserlauf (groß)
Lamitz
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Regensburg
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von (Cheb–) Selb-Plößberg
Bahnhof, Station
121,6 Oberkotzau (Keilbahnhof) 485 m
Straßenbrücke
Bundesstraße 15
Brücke über Wasserlauf (groß)
124,8 Sächsische Saale (Viadukt, 164 m)
   
125,1 Hof-Moschendorf
Bahnhof, Station
127,2 Hof Hbf 495 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Bad Steben
Strecke – geradeaus
nach Leipzig

Die Bahnstrecke Bamberg–Hof ist eine zweigleisige Hauptbahn in Bayern. Sie verläuft von Bamberg über Lichtenfels, Kulmbach, Neuenmarkt-Wirsberg und Münchberg nach Hof.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Strecke ist Teil der Ludwig-Süd-Nord-Bahn von Lindau (Bodensee) nach Hof. Sie wurde von der Königlich Bayerischen Staatsbahn in drei Etappen zwischen 1846 und 1848 erbaut. Die Erweiterung der ursprünglich eingleisigen Strecke um ein zweites Gleis erfolgte 1891, die Elektrifizierung von Bamberg nach Lichtenfels und weiter über die Frankenwaldbahn nach Saalfeld konnte am 10. Mai 1939 abgeschlossen werden. In den 1960er Jahren wurde das zweite Streckengleis zwischen Marktschorgast und Stammbach wegen zu geringem Verkehrsaufkommens rückgebaut.

Eröffnungsdaten

  • 15. Februar 1846: Bamberg–Lichtenfels
  • 15. Oktober 1846: Lichtenfels–Neuenmarkt-Wirsberg
  • 1. November 1848: Neuenmarkt-Wirsberg–Hof

Streckenbeschreibung

Verlauf

Bahnhofsgebäude von Lichtenfels

Nach dem Beginn der Strecke im Bamberger Bahnhof zweigen die bereits stillgelegte Nebenbahn nach Scheßlitz sowie die Hauptbahn nach Würzburg, die bis auf Höhe der Kleingartensiedlung parallel verläuft und dann nach Nordwesten abzweigt. Von links trifft ein Verbindungsgleis von der Würzburger Strecke auf die Trasse, die im Anschluss die Bundesautobahn 70 unterquert sowie am Westrand von Hallstadt vorbeiführt und parallel zur Bundesstraße 4 verlaufend Breitengüßbach erreicht. Nach dem Bahnhof zweigen die Nebenbahn nach Ebern sowie die bereits stillgelegte und abgebaute Nebenbahn nach Dietersdorf ab. Die Strecke unterquert die Bundesautobahn 73 verläuft parallel zum Main. Über die Bahnhöfe Ebing, Zapfendorf, Ebensfeld, an dem in Zukunft die Schnellfahrstrecke nach Erfurt abzweigen wird, und Bad Staffelstein erreicht die Strecke Lichtenfels.

Vom Bahnhof Lichtenfels aus verläuft die Strecke bis einschließlich Mainleus parallel zum Main. In Hochstadt-Marktzeuln zweigt die Frankenwaldbahn nach Ludwigsstadt und Saalfeld ab, in Kulmbach stieß bis 1993 die Lokalbahn von Thurnau und Bayreuth auf die Strecke. Über Untersteinach und Ludwigschorgast erreicht die Strecke den Bahnhof Neuenmarkt-Wirsberg, der in der Vergangenheit ein eigenes Bahnbetriebswerk besaß, welches heute das Deutsche Dampflokomotiv-Museum beherbergt. Nach dem Bahnhof zweigt die Strecke nach Bayreuth ab, von der nur wenige Meter entfernt das als Schlömener Kurve bezeichnete Verbindungsgleis auf die Strecke nach Hof trifft. In Anschluss daran führt die Strecke über die „Schiefe Ebene“ hinauf zum Bahnhof Marktschorgast, ab dessen Ende sie bis Stammbach eingleisig ist. Über Münchberg und Schwarzenbach an der Saale erreicht die Strecke Oberkotzau, vereinigt sich dort mit den Strecken aus Regensburg und aus Selb, führt bei Moschendorf über die Saale und erreicht schließlich den Endbahnhof Hof.

Ausbauzustand

Die Strecke ist von Bamberg bis Hochstadt-Marktzeuln zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert. Die anschließende Strecke bis Hof ist nicht elektrifiziert und bis auf den eingleisigen Abschnitt Marktschorgast–Stammbach ebenfalls zweigleisig. Die streckenbezogene Höchstgeschwindigkeit beträgt abschnittsweise 160 km/h.

Züge

Im Jahr 2007 fahren zwischen Bamberg und Lichtenfels InterCityExpress-Züge der Linie München–Nürnberg–LeipzigBerlin(–Hamburg) im Stundentakt. Zum Einsatz kommen ICE-T-Neigetechnikzüge der Baureihe 411.

Auf dem Abschnitt Bamberg–Lichtenfels wechseln sich stündlich die Regional-Express-Linien Nürnberg–Bamberg–Lichtenfels–Sonneberg (Thüringen) und Würzburg–Schweinfurt–Bamberg–Lichtenfels–Hof/Bayreuth ab. Das Angebot wird dort durch die Regionalbahn-Linie Nürnberg–Bamberg–Lichtenfels ergänzt.

Der Regional-Express-Züge nach Sonneberg bestehen aus für 160 km/h zugelassen Doppelstockzügen, die mit Elektrolokomotiven der Baureihe 146 bespannt werden. Die Linie Würzburg–Hof/Bayreuth wird aufgrund der engen Kurvenradien auf der „Schiefe Ebene“ und des nicht elektrifizierten Abschnittes Hochstadt-Marktzeuln–Hof von den dieselangetriebenen Neigetechnikzügen der Baureihe 612 befahren, die im Systemhalt Neuenmarkt-Wirsberg getrennt bzw. vereinigt werden.

Der zweistündlich verkehrende Regionalexpress nach Würzburg–Bamberg–Hof/Bayreuth wird durch Regional-Express-Züge zwischen Lichtenfels und Hof/Bayreuth zu einem Stundentakt ergänzt.

Die Regionalbahn-Leistungen auf dem Abschnitt Lichtenfels–Neuenmarkt-Wirsberg werden von der Regentalbahn mit Desiro-Triebwagen, die im Auftrag der DB Regio fahren, erbracht.

Zwischen Marktschorgast und Hof befahren einzelne Züge des Franken-Sachsen-Express von Nürnberg über Bayreuth nach Dresden die Strecke.

Zukunft

ABS Nürnberg–Ebensfeld

Die Strecke soll zwischen Bamberg und Ebensfeld für Geschwindigkeiten von bis zu 230 km/h ausgebaut werden, um die Fahrzeit von München nach Berlin noch weiter zu verringern.

Hauptartikel: Ausbaustrecke Nürnberg–Ebensfeld

Dieselnetz Oberfranken

Die Regionalbahn-Leistungen auf den Streckenabschnitten Lichtenfels–Neuenmarkt-Wirsberg(–Bayreuth) und Münchberg–Hof sind Teil des von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft am 8. Februar 2008 ausgeschriebenen „Dieselnetz Oberfranken“, das ab 12. Juni 2011 mit neuen Fahrzeugen und einem verbesserten Betriebsangebot starten soll. Geplant sind außerdem stündlich direkte Zugläufe WeidenBayreuth–Lichtenfels–Bad Rodach.[1]

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie: Freistaat Bayern schreibt Diesel-Zugleistungen auf dem Schienennetz in Nordostbayern aus. Pressemitteilung vom 11. Februar 2008

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