Thomas von Aquin

Thomas von Aquin (* um 1225 auf Schloss Roccasecca bei Aquino in Italien; † 7. März 1274 in Fossanova; auch Thomas Aquinas oder der Aquinate; it. Tommaso d'Aquino) war Dominikaner und einer der einflussreichsten Philosophen und Theologen der Geschichte. Thomas von Aquin gehört zu den bedeutendsten der 33 katholischen Kirchenlehrer und ist als solcher unter verschiedenen Beinamen wie etwa Doctor Angelicus[1] bekannt. Seiner Wirkungsgeschichte in der Philosophie des hohen Mittelalters nach zählt er zu den Hauptvertretern der Scholastik. Er hinterließ ein sehr umfangreiches Werk, das etwa im Neuthomismus und der Neuscholastik bis in die heutige Zeit nachwirkt. In der römisch-katholischen Kirche wird er als Heiliger verehrt.

Thomas von Aquin (postumes Gemälde von Carlo Crivelli, 1476)

Inhaltsverzeichnis

Leben

Thomas von Aquin, auch der „Aquinat“ bzw. nur „Thomas“ genannt, wurde kurz vor oder kurz nach Neujahr 1225 im Schloss Roccasecca, von Aquino 9 km entfernt, als siebter Sohn des Grafen Landulf von Aquino und Donna Theodora, Gräfin von Teate, geboren. Mit fünf Jahren wurde er zur Erziehung in das Kloster Montecassino geschickt, wo der Bruder seines Vaters, Sinibald, als Abt wirkte. Thomas' Familie folgte damit der Tradition, den jüngsten Sohn der Familie in ein geistliches Amt zu geben. Es lag im Interesse der Familie, dass Thomas seinem Onkel nachfolgte. 1244 trat er jedoch gegen den Willen seiner Verwandten bei den erst jüngst als Bettelorden gegründeten Dominikanern ein. Der Orden entsandte ihn zunächst nach Rom und später, um ihn dem politischen Einfluss seiner Eltern zu entziehen, nach Paris. Auf dem Weg dorthin wurde er jedoch von seinen im Auftrag der Mutter handelnden Brüdern überfallen und auf die Burg Monte San Giovanni Campano gebracht. Zwei Jahre lang hielt die Familie ihn gefangen. Da Thomas jedoch fest in seinem Entschluss blieb, Mitglied der Dominikaner zu bleiben, gab die Familie schlussendlich nach. Um ihr Gesicht zu wahren, wurde ein Überfall vorgetäuscht und Thomas konnte in seinen Orden zurückkehren.

Monte Cassino

1245 ging er nach Paris ins Dominikanerkloster Saint-Jacques. In den Jahren 1248 bis 1252 war er Schüler von Albertus Magnus in Köln. Nach weiteren Vorlesungen in Paris von 1256 bis 1259 lehrte er in Rom, Viterbo und Orvieto.

Ab 1269 war er als Studienpräfekt seines Ordens in Neapel tätig, wo er 1272 eine Dominikanerschule aufbaute. Der schier unglaublichen Menge seiner Schriften nach zu urteilen liegt es nahe, dem Zeugnis seines Hauptsekretärs zu glauben: Demnach hat der Aquinat drei oder vier Sekretären gleichzeitig diktiert.

Thomas starb am 7. März 1274 auf der Reise zum Zweiten Konzil von Lyon im Kloster Fossanova. Dante (Purg. XX. 69) deutet an, dass Karl I. von Anjou für seinen Tod verantwortlich gewesen sei. Villani (IX 218) teilt ein Gerücht mit („si dice“: „man sagt“), demzufolge Thomas von einem Arzt des Königs mit vergiftetem Konfekt ermordet wurde. Nach dieser Darstellung handelte der Arzt zwar nicht im Auftrag des Königs, aber in der Absicht, ihm einen Gefallen zu erweisen, weil er befürchtete, dass ein Mitglied aus dem Geschlecht der gegen Karl rebellierenden Grafen von Aquino in den Kardinalsrang erhoben werden sollte. In unterschiedlichen Versionen, die meist Karl die Verantwortung zuschreiben, wurde das Gerücht vom Giftmord auch in den frühen lateinischen und volkssprachlichen Dantekommentaren kolportiert, die in der Zeit nach Dantes Tod entstanden. Tolomeo da Lucca, ein ehemaliger Schüler und Beichtvater des Aquinaten, spricht in seiner Historia ecclesiastica (L. A. Muratori, Rerum Italicarum Scriptores, Bd. XI, S. 1168-69) nur von einer schweren Erkrankung auf der Reise bei der Ankunft in Kampanien, bietet jedoch keinen Hinweis auf eine unnatürliche Todesursache. Papst Johannes XXII. sprach Thomas 1323 heilig. 1567 wurde er in den Rang eines Kirchenlehrers erhoben. Seine Gebeine wurden am 28. Januar 1369 nach Toulouse überführt, wo sie seit 1974 wieder in der Kirche des Dominikanerklosters Les Jacobins ruhen. (Von 1792 bis 1974 waren sie in der Basilika Saint-Sernin bestattet.)

Philosophie

Rezeption

Aristoteles

Die Argumentationen des Aquinaten stützen sich zu einem großen Teil auf die sich im Hochmittelalter wieder ausbreitenden Gedanken des Aristoteles, die er – selbst Schüler des Begründers der mittelalterlichen Aristotelik, Albertus Magnus, - in seinem universitären Wirken weitergibt und in seinen Werken auch mit der christlichen Theologie verbindet. So identifiziert er den Unbewegten Beweger aus der Physik des Aristoteles mit dem christlichen Gott. Gleichwohl arbeitet er in seiner Gotteslehre die Bedeutung der Offenbarung heraus, die für philosophische Überlegungen allein unerreichbar bleibe.

Johannes von Damaskus

Thomas von Aquin und Albertus Magnus waren nicht die ersten katholischen Aristoteliker. Schon der Kirchenvater Johann Damaszenus begründete seine Dogmatik ausdrücklich mit Aristoteles und seiner Methode (er übersetzte große Teile seines Werks); dies geschah 100 Jahre vor der ersten arabischen Aristotelesübersetzung. Papst Eugen III. ließ die Werke von Damaszenus ins Lateinische übersetzen. Struktur und Inhalt der damaszenischen Dogmatik sind - neben anderen Werken wie dem des Hilarius - auch Grundlage für die Zusammenstellung autoritativer Lehraussagen durch Petrus Lombardus. Dessen sog. "libri sententiarum" wurden dem theologischen Grundstudium zugrunde gelegt und durch den Magister kommentiert; viele hunderte dieser "Sentenzenkommentare" zum Werk des Lombarden sind erhalten, darunter auch derjenige des Thomas. Auch in der thomasischen Summe der Theologie wird Damaszenus sehr häufig zitiert.[2]

Nemesios von Emesa

Thomas von Aquin zitiert zudem häufig die Schrift De natura hominis (Über die Natur des Menschen) des Bischofs Nemesius, welche er, dem Übersetzer Burgundio von Pisa (1110–1193) folgend, für ein Werk des Kirchenvaters Gregors von Nyssa hält.[3]

Metaphysik und Ontologie

Aristoteles ist der wichtigste philosophiehistorische Bezugspunkt des Thomismus

Ein Kernelement der thomistischen Ontologie ist die Lehre von der Analogia entis. Sie besagt, dass der Begriff des Seins nicht eindeutig, sondern analog ist, also das Wort „Sein“ einen unterschiedlichen Sinn besitzt, je nachdem, auf welche Gegenstände es bezogen wird. Danach hat alles, was ist, das Sein und ist durch das Sein, aber es hat das Sein in verschiedener Weise. In höchster und eigentlicher Weise kommt es nur Gott zu: Nur er ist Sein. Alles andere Sein hat nur Teil am Sein und zwar entsprechend seinem Wesen. In allen geschaffenen Dingen muss also Wesen (essentia) und Existenz (esse) unterschieden werden; einzig bei Gott fallen diese zusammen.

Auch die Unterscheidung von Substanz und Akzidenz ist für das System des Thomas bedeutend. Er folgt dabei der aristotelischen These, wonach dem Akzidens kein eigenes Sein zukommt, sondern nur ein Sein an der Substanz. Hierzu findet sich bei zahlreichen Scholastikern die Wendung "accidens (...) non est ens, sed entis"[4] Viele Kompendien zur thomasischen Summe der Theologie führen in ihrem Index ebenfalls diese Wendung und verweisen auf ähnlich lautende Stellen im thomasischen Werk.[5] Thomas nennt allerdings durchaus Akzidentien "ens" (secundum quid), auch wenn "ens" im Vollsinn und am Treffendsten die Substanz beschreibt.

Eine weitere wichtige Unterscheidung ist die von Materie und Form. Einzeldinge entstehen dadurch, dass die Materie durch die Form bestimmt wird (siehe Hylemorphismus). Die Grundformen Raum und Zeit haften untrennbar an der Materie. Die höchste Form ist Gott als Verursacher (causa efficiens) und als Endzweck (causa finalis) der Welt. Die ungeformte Urmaterie, d. h. der erste Stoff, ist die materia prima.

Um die mit dem Werden der Dinge zusammenhängenden Probleme zu lösen, greift Thomas auf die von Aristoteles geprägten Begriffe Akt und Potenz zurück. Weil es in Gott keine (substanzielle) Veränderung gibt, ist er actus purus, also reine Wirklichkeit.

Erkenntnistheorie

Zu den besonders bedeutenden Aussagen der thomistischen Erkenntnistheorie gehört ihre Wahrheitsdefinition der adaequatio rei et intellectus, d. h. der Übereinstimmung von Gegenstand und Verstand.

Thomas unterscheidet zwischen dem „tätigen Verstand“ (intellectus agens) und dem „rezeptiven oder möglichen Verstand“ (intellectus possibilis). Der tätige Verstand zeichnet sich vor allem durch die Fähigkeit aus, aus Sinneserfahrungen (sowie bereits geistig Erkanntem) universale Ideen bzw. allgemeingültige (Wesens-)Erkenntnisse zu abstrahieren. Dagegen ist es der rezeptive Verstand, der diese Erkenntnisse aufnimmt und speichert.

Hintergrund ist die auf Platon zurückgehende Lehre, dass die konkreten Dinge ihr Sein und vor allem ihr Wesen den Ideen (ideae) verdanken, durch die sie bestimmt werden (vgl. Ideenlehre). Dieser Hintergrund ist aber kaum mehr sichtbar. Während Thomas Aristoteles nie ernsthaft bemängelt, zitiert er Platon ausschließlich, um ihn zu kritisieren. Selbst für den sonst hochgeschätzten Augustinus von Hippo kann sich Thomas nicht vollständig einsetzen, weil er eben „platonismo imbutus“ („vom Platonismus benetzt“) ist.

Die Erkenntnislehre des Thomas von Aquin unterscheidet sich wesentlich von der Platons. Für Platon ist unsere Existenz nur ein Abklatsch einer Superexistenz hinter den Dingen (Höhlengleichnis). Unsere Existenz ist nur eine Beschränkung hinsichtlich dieser Superexistenz. Für Aristoteles und Thomas ist aber die Existenz die höchste Vollkommenheit und nicht wieder die Beschränkung von etwas noch Höherem. Daraus ergibt sich, dass sich die platonische Ideenlehre, wenn überhaupt, nur sehr beschränkt auf die thomistische Erkenntnislehre anwenden lässt.

Der tätige Verstand kann durch Abstraktion (wörtl.: das Abziehen) der Formen (formae) aus den einzelbestimmten Dingen, deren Wesen- bzw. „Was“-heit („quidditas“) sowie in weiteren Schritten die Akzidenzien erkennen. Als letzte bzw. erste Ursache des Seins und Soseins der Dinge erkennt der menschliche Geist Gott (siehe unten), in dessen Geist die ewigen Ideen die Vorbilder für die Formen (formae) der Dinge sind.

Anthropologie

Thomas' Anthropologie weist dem Menschen als leib-geistiges Vernunftwesen einen Platz zwischen den Engeln und den Tieren zu. Gestützt auf Aristoteles' De Anima zeigt Thomas, dass die Seele den Geist als Kraft besitzt, in der Form, dass das Erkennen die Form der Seele ist (scientia forma animae), während die Seele wiederum die Form des Leibes ist: Dies zeigt sich in der Formulierung anima forma corporis. Weil der Geist („intellectus“) eine einfache, also nicht zusammengesetzte Substanz ist, kann er auch nicht zerstört werden und ist somit unsterblich. Der Geist kann auch nach der Trennung vom Leib seinen Haupttätigkeiten, dem Denken und Wollen, nachkommen. Die nach der Auferstehung zu erwartende Wiedervereinigung mit einem Leib kann zwar nicht philosophisch, wohl aber theologisch erwiesen werden. [6]

Ethik

In der Ethik verbindet Thomas die aristotelische Tugendlehre mit den christlich-augustinischen Erkenntnissen. Die Tugenden bestehen demnach im rechten Maß bzw. dem Ausgleich vernunftwidriger Gegensätze. Das ethische Verhalten zeichnet sich durch das Einhalten der Vernunftordnung aus (Naturrecht) und entspricht damit auch dem göttlichen Gesetzeswillen. Als Kardinaltugenden werden von Thomas prudentia (Klugheit), iustitia (Gerechtigkeit), temperantia (Mäßigung) und fortitudo (Tapferkeit) bezeichnet. Unabhängig davon zu sehen seien die drei christlichen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung. (Für Glaube, Hoffnung und Liebe ist der Oberbegriff "christliche Tugenden" zwar gebräuchlich, aber richtiger sind es die "göttlichen" Tugenden, nicht in dem Sinn, als seien sie Tugenden Gottes, sondern dies meint, dass Gott das Objekt dieser Tugenden ist: Glaube an Gott, Hoffnung auf Gott, Liebe zu Gott.)

Das höchste Gut ist die ewige Glückseligkeit, die – im jenseitigen Leben – durch die unmittelbare Anschauung Gottes erreicht werden kann. Es zeigt sich daran der Primat der Erkenntnis vor dem Wollen.

Politische Philosophie und Staatsdenken

Thomas von Aquin war einer der einflussreichsten Theoretiker für das mittelalterliche Staatsdenken. Dabei sah er den Menschen als ein soziales Wesen, das in einer Gemeinschaft leben muss. In dieser Gemeinschaft tauscht er sich mit seinen Artgenossen aus, und es kommt zu einer Arbeitsteilung.

Für den Staat empfiehlt er die Monarchie als beste Regierungsform, denn ein Alleinherrscher, der mit sich selbst eins ist, kann mehr Einheit bewirken als eine aristokratische Elite. Hier müssen sich mehrere einigen, was immer nur zu einem Kompromiss, also einer Angleichung, einer Anpassung, einer Aufgabe seiner eigenen Meinung und Überzeugung führt. Außerdem ist immer dasjenige am besten, was der Natur entspricht, und in der Natur haben alle Dinge nur ein Höchstes.

Thomas stellt der Monarchie als der besten die Tyrannis als die schlechteste aller denkbaren Regierungsformen gegenüber. Dabei merkt er an, dass aus der Aristokratie leichter eine Tyrannis entstehen kann als aus einer Monarchie.

Um die Tyrannei zu verhindern, muss die Gewalt des Alleinherrschers eingeschränkt sein. Ist sie jedoch einmal eingetreten, so soll sie zunächst ertragen werden, denn es könnte ja auch noch schlimmer kommen (z. B. Anarchie). Der Tyrannenmord ist laut der Lehre der Apostel jedenfalls keine Heldentat (1 Petr 2,19 EU).

So schlussfolgert Thomas, dass es besser ist, gegen eine Bedrückung nur nach allgemeinem Beschluss vorzugehen.

Wie viele Staatsdenker des Mittelalters zieht auch Thomas von Aquin den organischen Vergleich zum Staatsgebilde heran. Hierbei sieht er den König, als Vertreter Gottes im Staat, als Vernunft und Seele für den menschlichen Körper, dessen Glieder und Organe die Bevölkerung darstellen. Seine Erfüllung findet, angelehnt an Aristoteles, jedes einzelne Glied in der Tugendhaftigkeit.

Dennoch sieht Thomas das Priestertum über dem Königtum; der Papst als Oberhaupt der Kirche steht also in Glaubens- und Sittenfragen über dem König.

Theologie

Benozzo Gozzoli, „Triumph des Hl. Thomas von Aquin über Averroes“ (1468/84). - Thomas sitzt zwischen Aristoteles und Platon, vor ihm liegt niedergeworfen Averroes

Grundsätzliches

Zu den wesentlichen Verdiensten von Thomas gehört, der Theologie den Charakter einer Wissenschaft gegeben zu haben (siehe unten). Zur Klärung der Glaubensgeheimnisse wird dabei die natürliche Vernunft, insbesondere das philosophische Denken des Aristoteles herangezogen. Thomas hat die Gegensätze aufgelöst, die zu seiner Zeit zwischen den Anhängern zweier Philosophen bestanden: denen des Augustinus (der das Prinzip des menschlichen Glaubens betont) und des wiederentdeckten Aristoteles (der von der Erfahrungswelt und der darauf aufbauenden Erkenntnis ausgeht). Thomas zeigt, dass sich diese beiden Lehren nicht widersprechen, sondern ergänzen, dass also einiges nur durch Glauben und Offenbarung, anderes auch oder nur durch Vernunft erklärt werden kann. Vor allem in dieser Synthese der antiken Philosophie mit der christlichen Dogmatik, die gerade auch für die Moderne von unabschätzbarer Bedeutung ist, liegt seine Leistung. Thomas konnte aber 1270 die Verurteilung des Aristotelismus durch den Bischof von Paris Étienne Tempier nicht verhindern.

Natürliche Theologie

Thomas von Aquin legte im Rahmen der Philosophischen bzw. Natürlichen Theologie Argumente dafür dar, dass der Glaube an die Existenz Gottes nicht vernunftwidrig ist, sich also Glaube und Vernunft nicht widersprechen. Seine Quinque viae („Fünf Wege“), dargestellt in seinem Hauptwerk, der Summa Theologica (auch Summa Theologiae), hat Thomas zunächst nicht als „Gottesbeweise“ bezeichnet, sie können jedoch als solche aufgefasst werden, da sie rationale Gründe für Gottes Existenz darlegen. Die Argumentationskette endet jeweils mit der Feststellung „das ist es, was alle Gott nennen.“

Eucharistie

Prägend wurde Thomas‘ Theologie auch für die katholische Eucharistielehre. Er wandte die Begriffe der Substanz und der Akzidenzen auf das Geschehen in der heiligen Messe an: Während die Akzidenzien, d. h. die Eigenschaften von Brot und Wein, erhalten bleiben, ändert bzw. verwandelt sich die Substanz der eucharistischen Gaben in Leib und Blut des auferstandenen Christus, der ja ebenfalls aus Seele und Leib besteht (Transsubstantiation). Charakteristisch für die thomistische Eucharistielehre ist seine strenge Beobachtung metaphysischer Prinzipien. So lehnt er die Multilokation ab. Christus ist in den heiligen Gestalten an mehreren Orten präsent. Der Ort ist aber nicht der Ort Christi (sein Ort ist jetzt im Himmel). Die örtliche und zeitliche Bestimmung der heiligen Gestalten ist weiterhin die des ehemaligen Brotes oder Weines.

Hölle

In seiner Summa contra gentiles geht Thomas u. a. auch auf die Hölle ein und übernimmt dabei die Sicht von Augustinus. Er verwirft auch die Apokatastasis:

…den Irrtum derjenigen, die behaupten, dass die Strafen der Gottlosen irgendwann beendet sein werden.

Thomas v. Aquin: Summa contra gentiles

Allerdings führt er eine neue Begründung für die angenommene Endlosigkeit und Grauenhaftigkeit solch einer Strafe ein, die aufgrund einer einzigen falschen Entscheidung über den Menschen kommen soll:

Die Größe der Strafe entspricht der Größe der Sünde […] Nun aber wiegt eine Sünde gegen Gott unendlich schwer, denn je höher eine Person steht, gegen die man Sünde begeht, desto schwerer ist die Sünde.

Thomas v. Aquin: Summa contra gentiles

Er argumentiert auch, dass die Strafen, die die Gottlosen erleiden müssen, sowohl eine psychische oder seelische Seite (Gottesferne) als auch eine physische Seite (körperliche Schmerzen) haben, so dass die Gottlosen also zweifach gestraft seien.

Spiritualität

Thomas ist in erster Linie wegen seiner Verdienste um die Theologie und die Philosophie in die Geschichte eingegangen. Darüber hinaus zeugt sein Werk aber auch von einer tiefen Frömmigkeit.

Am Nikolaustag 1273 soll Thomas während einer Feier der heiligen Messe von etwas ihn zutiefst Berührendem betroffen worden sein und anschließend jegliche Arbeit an seinen Schriften eingestellt haben. Auf die Aufforderung zur Weiterarbeit soll er mit den Worten reagiert haben:

Alles, was ich geschrieben habe, kommt mir vor wie Stroh im Vergleich zu dem, was ich gesehen habe.[7]

In der Hagiographie wird dieser Ausspruch als Reaktion auf eine Gotteserfahrung gedeutet.

Liturgie

Von ihm stammen unter anderem die Sequenz zu Fronleichnam Lauda Sion sowie die eucharistischen Hymnen Pange Lingua, dessen letzten beiden Strophen als Tantum ergo oft selbständig gesungen werden, und Adoro te devote. Er wurde mit der gesamten Verfassung des Fronleichnamsoffiziums (den Texten für Messe und Brevier) betraut.

Das Tantum ergo wird in der katholischen Kirche häufig bei der eucharistischen Anbetung gesungen.

Dreieinigkeit

Dreifaltigkeitsikone von Andrej Rubljow

Die Dreieinigkeit bzw. Dreifaltigkeit oder Trinität Gottes ist zwar ein Geheimnis (Mysterium), sie kann nach Thomas jedoch unter Zuhilfenahme der göttlichen, d. h. biblischen Offenbarung teilweise „verstanden“ werden. Demnach ist der eine Gott in drei Personen (Subsistenzen) die eine göttliche Natur und darum gleich ewig und allmächtig. Weder der Begriff der „Zeugung“ beim Sohn (Jesus) noch derjenige der „Hauchung“ beim Heiligen Geist darf im wörtlichen bzw. weltlichen Sinne verstanden werden. Vielmehr ist die zweite und dritte Person Gottes die ewige Selbsterkenntnis und Selbstbejahung der ersten Person Gottes, d. h. Gott Vaters. Weil bei Gott Erkenntnis bzw. Wille und (sein) Wesen mit seinem Sein zusammenfallen, ist seine vollkommene Selbsterkenntnis und Selbstliebe von seiner Natur, also göttlich.

Sonstiges

Zu den heute schwer nachvollziehbaren Teilen von Thomas‘ Lehre gehört es, dass er neben der Exkommunikation die Hinrichtung von Häretikern für legitim gehalten hat, da er deren Vergehen im Vergleich zu Falschmünzern, welche damals dem Tode überliefert wurden, als schwerwiegender ansieht. (Falschmünzer-Vergleich) (Summa theologiae, II-II, q. 11, art. 3). Mit dem Satz „Accipere fidem est voluntatis, sed tenere fidem iam acceptam est necessitatis (Die Annahme des Glaubens ist freiwillig, den angenommenen Glauben beizubehalten notwendig)“ lieferte er den theoretischen Unterbau für die mittelalterliche Inquisition.

Auch war er gegen das Verleihen gegen Zins, musste jedoch im Laufe seiner ökonomischen Beschäftigung mit dem Thema von einem vollständigen Zinsverbot zurückstehen.

Nachleben

Deutsche Briefmarke zum 700. Todestag (1974)

Thomas von Aquin wurde am 18. Juli 1323 von Papst Johannes XXII. heiliggesprochen. Sein Orden bemühte sich mit einigem Erfolg, seinen Lehren Verbindlichkeit zu schaffen. Die Schule von Salamanca machte seine Summa theologica zum Unterrichtsmaterial und sorgte für eine Thomas-Renaissance im 16. Jahrhundert. Sein Werk und seine Ideen wurden 1879 unter Papst Leo XIII. zur Grundlage der katholischen akademischen Ausbildung erhoben. Über Jahrzehnte stabilisierte diese Engführung die römisch-katholische Lehre. Auch das Zweite Vatikanische Konzil empfiehlt Thomas ausdrücklich als den Lehrer, nach dessen Lehre sich die Theologie sowie die Philosophie im Studium der zukünftigen Priester zu richten haben (Optatam totius). Die Enzyklika Fides et Ratio von Papst Johannes Paul II. und das neue Kirchenrecht haben diese Empfehlung erneut bestätigt.

Schon um 1300 trat der Franziskaner Johannes Duns Scotus gegen Thomas auf und gründete die philosophisch-theologische Schule der Scotisten, mit der die Thomisten an den Universitäten in Fehde lebten. Thomas‘ Anhänger verteidigten die strenge Lehre des Augustinus von der Gnade und bestritten die Unbefleckte Empfängnis Mariens, der Mutter Jesu. In der Frage der unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter hat sich die spätere Kirche von den Zweifeln, die in der thomistischen Schule häufig anzutreffen sind, abgegrenzt, wobei umstritten bleibt, inwieweit Thomas tatsächlich ein Gegner des Dogmas war.

Um 1900 herum gab es eine thomistische Renaissance (Bernhart). In Deutschland bemüht sich heute besonders die „Deutsche Thomas-Gesellschaft“ (Sitz in Berlin) um die Weiterführung des thomischen Erbes.

Auch Ramon Llull hat sich gegen die thomististische Scholastik ausgesprochen und damit indirekt die jahrelange Indizierung der Werke und die Verfolgung der Lullisten bewirkt.

Gedenktage

Werke

Im Gegensatz zu anderen großen Philosophen wie etwa Albertus Magnus, der verschiedene Ämter innehatte, gab sich Thomas ganz der Wissenschaft hin. Er schuf ein monumentales Werk, das in sechs Kategorien eingeteilt wird:

  1. Schriften, die unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unterricht entstanden sind:
    Manuskriptseite einer mittelalterlichen Kopie der „Summa Theologica“
    • Sentenzenkommentar
    • Quaestiones quodlibetales
    • Quaestiones disputatae
    1. De spiritualibus Creaturis (engl. Übers. von C. R. Goodwin, Australian Catholic University 2002, online)
  2. Kommentare zu den Schriften von Aristoteles:
  3. Kleinere Schriften und Streitschriften wie
    • Über das Böse
    • Über Lüge und Irrtum
    • Über die Vollkommenheit des geistlichen Lebens
    • Über die Herrschaft der Fürsten
    • Über die Einheit des Intellekts gegen die Averoisten
    • Compendium theologiae
  4. Systematische (Haupt)-Werke:
  5. Kommentare zur Bibel
    • Zu Hiob
    • Zu Psalmen (Psalm 1–51)
    • Zu Jeremia
    • Zu den Klageliedern Jeremias
    • Zu Jesaja
    • Katenenkommentare zu den vier Evangelien (Catena aurea)
    • Vorlesungen zu Matthäus und Johannes
    • Vorlesungen zu den Briefen des Apostels Paulus
  6. Hymnen zum Fronleichnamsfest

Die Summa contra gentiles und insbesondere die Summa theologica bilden einen Höhepunkt thomanischen Schaffens. Sein Werk wurde im 19. Jahrhundert von der römisch-katholischen Kirche zur Grundlage der christlichen Philosophie erklärt.

Literatur

Editionen und Übersetzungen

  • Kritische Ausgabe: sog. Editio Leonina: Sancti Thomae Aquinatis doctoris angelici Opera omnia iussu Leonis XIII. P.M. edita, cura et studio fratrum praedicatorum, Rom 1882ff.
  • Die deutsche Thomas-Ausgabe (Summa theologica), Übers. von Dominikanern u. Benediktinern Deutschlands u. Österreichs. Vollst., ungekürzte dt.-lat. Ausg, Graz [u. a.]: Styria, früher teilw. im Pustet-Verl., Salzburg, teilw. im Kerle-Verl., Heidelberg u. Verl. Styria Graz, Wien, Köln, 1933ff., 34 Bde. (noch unvollendet)
  • Summe gegen die Heiden (Thomae Aquinatis summae contra gentiles libri quattuor), hrsg. u. übers. von Karl Allgaier, 4 Bde, Darmstadt: Wiss. Buchges., 1974-1996, ISBN 3-534-00378-0
  • Summe der Theologie, hrsg. u. übers. von Joseph Bernhart (Auswahl), Kröner Verl., Stuttgart, Bd. 1: Gott und Schöpfung, ISBN 3-520-10503-9, Bd. 2: Die sittliche Weltordnung, ISBN 3-520-10603-5, Bd. 3: Der Mensch und das Heil, ISBN 3-520-10903-4
    • Über sittliches Handeln: Summa theologiae I – II q. 18-21, lat.-dt., kommentiert und hrsg. von Rolf Schönberger, Reclam, Stuttgart 2001 (Universal-Bibliothek: 18162), ISBN 3-15-018162-3
    • Horst Seidl (Hrsg.): Die Gottesbeweise in der ‚Summe gegen die Heiden‘ und der ‚Summe der Theologie‘; Text mit Übersetzung, Einleitung und Kommentar, lat.-dt.. 3. Auflage. Meiner, Hamburg 1996, ISBN 3-7873-1192-0 (Übersetzt und herausgegeben von Horst Seidl.).
  • Quaestiones disputatae, vollst. Ausg. in dt. Übers., 13 Bände, hrsg. von Rolf Schönberger, Meiner, Hamburg 2009, ISBN 978-3-7873-1900-8 (Bände 1-6: Über die Wahrheit, Bände 7-9: Über Gottes Vermögen, Band 10: Über die Tugenden, Band 11-12: Über das Übel, Band 13: Über die Seele)
  • De rationibus fidei, kommentierte lat.-dt. Ausg. von Ludwig Hagemann u. Reinhold Glei (Corpus Islamo-Christianum, Series Latina, Bd. 2), CIS-Verlag, Altenberge 1987
  • Über den Lehrer, lat.-dt., Meiner, Hamburg 2006, ISBN 978-3-7873-1799-8.
  • Von der Wahrheit, lat.-dt., hrsg. von Albert Zimmermann, Meiner, Hamburg 1986, ISBN 978-3-7873-0669-5.
  • De principiis naturae - Die Prinzipien der Wirklichkeit, lat.-dt., übers. u. kommentiert von Richard Heinzmann, Kohlhammer, Stuttgart 1999, ISBN 978-3-17-015633-3.
  • Über Seiendes und Wesenheit, lat.-dt., hrsg. von Horst Seidl, Meiner, Hamburg 1988, ISBN 978-3-7873-0771-5.
  • Über das Sein und das Wesen, dt.-lat., übers. u. erl.(???) von Rudolf Allers, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1980, ISBN 3-534-00024-2
  • De ente et essentia/Über das Seiende und das Wesen, lat.-dt., hrsg. von Wolfgang Kluxen, Herders Bibliothek der Philosophie des Mittelalters Band 7, Herder, Freiburg 2007, ISBN 978-3-451-28689-6
  • Über die Herrschaft der Fürsten, übers. von Friedrich Schreyvogl, Nachwort von Ulrich Matz, [Nachdr.] Reclam, Stuttgart 1994 (Universal-Bibliothek: 9326), ISBN 3-15-009326-0
  • Expositio super librum Boethii De trinitate/Kommentar zum Trinitätstraktat des Boethius, Herders Bibliothek der Philosophie des Mittelalters Band 3, 2 Teilbände, lat.-dt., hrsg. von Peter Hoffmann in Verbindung mit Hermann Schrödter, Herder, Freiburg 2006, ISBN 978-3-451-28504-2 / ISBN 978-3-451-28684-1
  • Expositio in libri Boetii de Hebdomadibus/Kommentar zur Hebdomaden-Schrift des Boethius, Herders Bibliothek der Philosophie des Mittelalters Band 18, lat.-dt., hrsg. von Paul Reder, Herder, Freiburg 2009, ISBN 978-3-451-30298-5

Einführungen

  • David Berger: Thomas von Aquins „Summa theologiae“. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004.
  • Marie-Dominique Chenu: Das Werk des Hl. Thomas von Aquin, Vom Verf. durchges. u. verb. dt. Ausg., Übers. , Verz. u. Erg. d. Arbeitshinw. v. Otto M. Pesch, Heidelberg u. a..: Kerle u. a.. 1960
  • Brian Davies: The Thought of Thomas Aquinas. Clarendon Press, Oxford 1992.
  • Paulus Engelhardt: Thomas von Aquin. Wegweisungen in sein Werk, Dominikanische Quellen und Zeugnisse Bd. 6. St. Benno Verlag, Leipzig 2005, ISBN 3-7462-1810-1.
  • Maximilian Forschner: Thomas von Aquin. C.H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-52840-6.
  • Volker Leppin: Thomas von Aquin. Zugänge zum Denken des Mittelalters. Aschendorff Verlag, Münster 2009, ISBN 978-3-402-15671-1.[8]
  • Anthony Kenny: Thomas von Aquin, Freiburg 1999.
  • Otto Hermann Pesch: Thomas von Aquin. Grenze und Größe mittelalterlicher Theologie. Eine Einführung. 3. Aufl. Matthias-Grünewald, Mainz 1995, ISBN 3-7867-1371-5.
  • Rolf Schönberger: Thomas von Aquin zur Einführung. 3. Aufl. Junius, Hamburg 2006, ISBN 3-88506-351-4
  • Eleonore Stump: Aquinas. Routledge, London 2003.
  • Jean-Pierre Torrell: Magister Thomas. Leben und Werk des Thomas von Aquin. Herder, Freiburg/B. 1995. ISBN 3-451-23652-4; im Orig. frz., engl. Übers. als Saint Thomas Aquinas: the person and his work, 2 Bände, Catholic University of America Press, Washington 2. Aufl. 2005. (Die derzeit maßgebliche Darstellung.)
  • Albert Zimmermann: Thomas lesen. frommann-holzboog, Stuttgart/Bad Cannstatt 2000. ISBN 3-7728-2005-0

Spezielle Themen

  • Gerhard Beestermöller: Thomas von Aquin und der gerechte Krieg. Friedensethik im theologischen Kontext der Summa Theologiae. (Theologie und Frieden. Band 4) J.P.Bachem Verlag, Köln 1990.
  • David Burrell: Aquinas: God and Action. Notre Dame: University of Notre Dame Press, 1979.
  • Leo Elders: The Philosophical Theology of St. Thomas Aquinas. E. J. Brill, New York 1990.
  • Norman Kretzmann: The Metaphysics of Theism: Aquinas' Natural Theology in Summa Contra Gentiles I/II. Clarendon Press, Oxford 1997/1999.
  • Christoph Mühlum: „Zum Wohl des Menschen. Glück, Gesetz, Gerechtigkeit und Gnade als Bausteine einer theologischen Ethik bei Thomas von Aquin“, (Contributiones Bonnenses, Reihe II, Band 3), Bernstein-Verlag, Gebr. Remmel, Bonn 2009, ISBN 978-3-9809762-5-1
  • Walter Patt: Metaphysik bei Thomas von Aquin. Eine Einführung. Turnshare, London 2004, ISBN 1-903343-59-3
  • Wolfgang Kluxen: Philosophische Ethik bei Thomas von Aquin. 3. Aufl. Meiner, Hamburg 1998, ISBN 3-7873-1379-6
  • Markus Schulze: Leibhaft und Unsterblich. Zur Schau der Seele in der Anthropologie und Theologie des Heiligen Thomas von Aquin. Universitätsverlag, Freiburg 1992, ISBN 3-727807-89-X
  • Markus Stohldreier, Zum Welt- und Schöpfungsbegriff bei Averroes und Thomas v. Aquin. Eine vergleichende Studie. Diss. 2008 (online); München u. a. 2009, ISBN 978-3-640-34740-7.
  • Wolfgang M. Schramek: Rechtslehre bei Thomas v. Aquin. Diss., Salzburg 1996.
  • John Wippel: The Metaphysical Thought of Thomas Aquinas: From Finite Being to Uncreated Being. Catholic University of America Press, Washington 2000.

Sonstiges

  • Jahrbuch: Doctor Angelicus. Internationales Thomistisches Jahrbuch. Nova et vetera, Köln-Bonn, 2000ff.
  • Gilbert Keith Chesterton: Der stumme Ochse. Über Thomas von Aquin. Herder Verlag u.a. 1960; Neuauflage enthalten in: Der Hl. Thomas von Aquin und der Hl. Franz von Assisi. Nova et Vetera, 2003, ISBN 3-936741-15-8.

Weblinks

 Commons: Thomas von Aquin – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
 Wikisource: Thomas von Aquin – Quellen und Volltexte
 Wikisource: Thomas Aquinas – Quellen und Volltexte (Latein)

Werke

Mehrere Werke
Theologische Summen
  • Summa Theologica (Fragen 1-11 deutsch – lateinisch, Gesamtwerk in engl. Übersetzung)
  • Summa Theologiae bei logicmuseum.com (lateinisch-englisch)
  • Summa Theologica bei newadvent.org (englisch) oder als Text-Datei downloadbar: Summa Theologica (englisch)
  • Summa Theologiae, Bände 1-4 (von insgesamt 10), Übersetzung verschiedener Fathers of the English Dominican Province, London 2. A. 1920-22 (englisch)
Sonstige Einzelwerke
Linksammlungen

Bibliographien

Biographien

Weiterführendes

Einzelnachweise

  1. Daneben z.B. auch doctor communis, doctor ecclesiae, angelus scholae, pater ecclesiae, lumen ecclesiae, alter Augustinus, (selten) doctor universalis; vgl. z.B. Friedrich Ueberweg: Grundriss der Geschichte der Philosophie von Thales bis auf die Gegenwart, Bd. 1, Berlin 1863, S. 97.
  2. Im zweiten Teil 168 mal (zum Vergleich: Augustinus 1630, Gregor der Große 439, Hieronymus 178, Ambrosius 151), vgl. die Statistik bei Servais-Théodore Pinckaers: The Sources of the Ethics of St. Thomas Aquinas, in: Stephen J. Pope (Hg.): The Ethics of Aquinas, Georgetown University Press, Washington D.C. 2002, S. 17-29, hier 17f.
  3. Ursache dafür sind inhaltliche und formale Gemeinsamkeiten mit Gregors De opificio hominis und eine Überlieferung in einem gemeinsamen Codex ohne Autorkennzeichnungen; vgl. dazu näherhin: Emil Dobler: Zwei syrische Quellen der theologischen Summa des Thomas von Aquin: Nemesios von Emesa und Johannes von Damaskus: ihr Einfluss auf die anthropologischen Grundlagen der Moraltheologie (S. Th. I-II, qq. 6-17; 22-48), Dokimion Bd. 25, Saint-Paul, Freiburg/Schweiz 2000.
  4. So etwa bei Petrus Aureoli, Sent. IV, 12, 1, 2 nach Aristoteles, Metaphysik 1028 a 18.
  5. So etwa: "Unde, secundum philosophum, accidens magis proprie dicitur entis quam ens." S. Th. Iª q. 45 a. 4 co; "Nam ens dicitur quasi esse habens, hoc autem solum est substantia, quae subsistit. Accidentia autem dicuntur entia, non quia sunt, sed quia magis ipsis aliquid est; sicut albedo dicitur esse, quia eius subiectum est album. Ideo dicit, quod non dicuntur simpliciter entia, sed entis entia, sicut qualitas et motus." Sententia Metaphysicae lib. 12 l. 1 n. 4.
  6. Über die Einheit des Geistes – De Unitate Intellectu‚‘ Lat.– dt.‚‘ Übersetzung Wolf–Ulrich Klünker‚ Verlag Freies Geistesleben‚ Stuttgart 1987 ISBN 3-7725-0820-0‘; S. 29 u. S.39
  7. „omnia quae scripsi videntur michi palee“. So der Bericht des Bartholomäus von Capua unter Berufung auf Reginald von Piperno, den Sekretär des Thomas, vgl. M..-H. Laurent (Hg.): Processus canonizationis Neapoli S. Thomae, Fontes vitae sancti Thomae Aquinatis 4, in: Revue Thomiste 38-39 (1933-34), S. 265-497, 79, S. 377; C. Le Brun-Gouanvic: Edition critique de l’Ystoia sancti Thome de Aquino de Guillaume de Tocco, 2 Bände, Montréal 1987, 47, S. 347; James A. Weisheipl: Thomas von Aquin, Sein Leben und seine Theologie, Graz 1980, 293f; Torrell 1995, 302 / Torrell 2005, 274.
  8. Vgl. Christian Rode: Rezension zu: Leppin, Volker: Thomas von Aquin. Zugänge zum Denken des Mittelalters. Münster 2009. In: H-Soz-u-Kult, 16. Februar 2010.
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