Bertrand Russell
Bertrand Russell, 1970

Bertrand Arthur William Russell, 3. Earl Russell (* 18. Mai 1872 bei Trellech, Monmouthshire, Wales; † 2. Februar 1970 in Penrhyndeudraeth, Gwynedd, Wales), war ein britischer Philosoph, Mathematiker und Logiker. Zusammen mit Alfred N. Whitehead veröffentlichte er mit den Principia Mathematica eines der bedeutendsten Werke des 20. Jahrhunderts über die Grundlagen der Mathematik. Er gilt als einer der Väter der Analytischen Philosophie. Als weltweit bekannter Aktivist für Frieden und Abrüstung war er eine Leitfigur des Pazifismus, auch wenn er selbst kein strikter Pazifist war. Bertrand Russell unterrichtete unter anderem am Trinity College der Universität Cambridge, der London School of Economics, in Harvard und Peking und war Mitglied der Cambridge Apostles. Der Liberale und Rationalist, der eine Vielzahl von Werken zu philosophischen, mathematischen und gesellschaftlichen Themen verfasste, erhielt 1950 den Nobelpreis für Literatur.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kindheit und Jugend

Bertrand Russells Vater John Russell, Viscount Amberley

Bertrand Russell wurde am 18. Mai 1872 in eine Familie der englischen Aristokratie geboren. Sein Großvater John Russell, 1. Earl Russell, dem 1861 der Titel Earl Russell verliehen wurde, war britischer Premierminister. Bertrand Russells Vater, John Russell, Viscount Amberley, starb, als Bertrand drei Jahre alt war. Die ebenfalls aus einer Adelsfamilie stammende Mutter Katherine Louisa Stanley, verstarb noch früher, 18 Monate vor ihrem Mann, an Diphtherie, ebenso wie Bertrands Schwester Rachel Lucretia Russell. Während die ganze Familie Russell den liberalen Whigs angehörte, waren Bertrand Russells Eltern besonders radikal für ihre Zeit. So hatten sie einen atheistischen Hauslehrer eingestellt, um ihre Kinder vor dem Einfluss der als Übel angesehenen Religion zu bewahren. Bertrand hatte einen älteren Bruder, Frank Russell, 2. Earl Russell, der den Titel des Earls 1878 von seinem Großvater erbte; nach dem Tod des Bruders fiel der Titel 1931 an Bertrand. John Stuart Mill, der ein Freund seines Vaters war, war – in einem nicht-religiösen Sinn [1] – Bertrand Russells Pate.

Nach dem Tod der Eltern wurde Bertrand Russell mit seinem Bruder von den viktorianischen Großeltern aufgenommen und wuchs auf deren Anwesen Pembroke Lodge, Richmond Park auf. Sein Großvater starb 1878, und so wurde Bertrand hauptsächlich von seiner Großmutter erzogen, einer religiösen Frau, die fortschrittliche Ansichten in Bezug auf Wissenschaft und soziale Gerechtigkeit hatte und hiermit einen deutlichen Einfluss auf ihn ausübte.

Bertrand Russell verbrachte eine einsame Jugend. Zu den prägenden Ereignissen zählte er ausgedehnte Spaziergänge im Richmond Park, wo er einen großen Teil seiner Zeit verbrachte. Er wurde durch Privatlehrer unterrichtet und beschäftigte sich mit Literatur und Mathematik. In seiner Autobiographie schrieb er, dass er damals unglücklich gewesen sei und mitunter an Selbstmord gedacht habe. Daran hinderte ihn jedoch der Gedanke an seine Familie und die Absicht, etwas zur Mathematik beizutragen. [2]

Studienjahre in Cambridge

Bertrand Russell 1893 als Student

Russell erhielt ein Stipendium der Universität Cambridge, der Alma Mater seines Vaters, und studierte dort von 1890 bis 1894 Mathematik. Hier fand er einen Kreis von Freunden und Gesprächspartnern, zu dem unter anderem G. E. Moore, A. N. Whitehead und J. M. Keynes gehörten. Auf Empfehlung Whiteheads wurde er Mitglied in dem konspirativen Debattierklub der Cambridge Apostles. Mit der akademischen Lehre der Mathematik („von den Vorlesungen hatte ich überhaupt nichts“[3]) und Philosophie („Den größten Teil dessen, was ich dort an Philosophie lernte, erkannte ich nach und nach als falsch“[4]) war er dagegen unzufrieden. Später erhielt er ein Fellowship, das ihm ermöglichte, von 1895 bis 1901 ohne Lehrverpflichtungen forschen zu können.

Während seiner Studienjahre traf Russell Alys Pearsall Smith, die Tochter einer amerikanischen Quäkerfamilie. Sie verliebten sich und heirateten im Dezember 1894 – gegen den Willen von Russells Familie. Zuvor hatte die Familie ihm einen Posten in der britischen Botschaft in Paris vermittelt, auch um ihn räumlich von seiner Verlobten zu trennen. Doch Russell war in Paris nicht glücklich und entschied sich – obwohl ihn schließlich auch die weltgewandte Alys zu einer Botschafterkarriere drängte – für die theoretische Arbeit als Mathematiker, Philosoph und Schriftsteller.

Der Weg zu den Principia Mathematica

Bertrand Russell, 1907

Auf einem mathematischen Kongress im Jahr 1900 lernte Russell den italienischen Logiker Giuseppe Peano und dessen Werk kennen. Russell eignete sich Peanos Methoden an, erweiterte sie und legte so den Grundstein für die Principia Mathematica, den Versuch, die gesamte Mathematik auf einen begrenzten Satz von Axiomen und Schlussregeln zurückzuführen. Die Arbeit an diesem monumentalen Werk dauerte von 1902 bis 1913, als der dritte und letzte Band erschien. Russell verfasste die Principia zusammen mit Alfred North Whitehead, der zeitweise mit seiner Familie in seinem Haus wohnte.

1911 traf Bertrand Russell erstmals den Wiener Ludwig Wittgenstein, der ein Studium in Cambridge aufgenommen hatte. Es ergab sich bald eine bedeutende Freundschaft zu dem Philosophen.

Die Ehe Russells scheiterte nach seiner Darstellung schon ab 1902. Das Ehepaar lebte schließlich getrennt voneinander. Russell fürchtete berufliche Nachteile und ließ sich erst 1921 scheiden, als seine spätere zweite Frau schwanger wurde. Er hatte während dieser Zeit mehrere Affären, unter anderem mit Lady Ottoline Morrell, mit der er bis zu ihrem Lebensende in Freundschaft verblieb, wie zahlreiche erhaltene Briefe bezeugen.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts war Russell politisch aktiv. Er setzte sich für das Frauenwahlrecht ein und kandidierte bei einer Nachwahl im Jahr 1907 – wenn auch erfolglos – für das House of Commons.

Erster Weltkrieg

Ein einschneidendes Ereignis in Bertrand Russells Leben war der Erste Weltkrieg. Ab 1914 stellte Russell seine mathematische Forschung zurück und begann, sich als Aktivist und Autor für den Frieden und für Kriegsdienstverweigerung einzusetzen. Dass er wegen eines Flugblattes zu einer Geldstrafe verurteilt worden war, nahm die Universität Cambridge zum Anlass, ihm seine Professur zu entziehen. Er wurde später zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt, weil er in einer Anti-Kriegsdienst-Zeitschrift die Möglichkeit erwogen hatte, dass amerikanische Soldaten in England als Streikbrecher eingesetzt werden könnten. Allerdings wurde ihm ermöglicht, im Gefängnis zu lesen und zu schreiben, und so verfasste er mehrere Bücher während seiner Haft. Russell störte seine Inhaftierung kaum, weil er so seine „Selbstachtung“ behielt und Gelegenheit bekam, „über Dinge nach[zu]denken, die weniger schmerzlich waren als die allgemeine Zerstörung.“ [5]

Zwischen den Kriegen: Reisen und zweite Ehe

Nach dem Weltkrieg unternahm Russell mehrere Reisen. 1920 besuchte er mit einer Delegation der Labour-Party die Sowjetunion und hatte unter anderem die Möglichkeit zu einem Gespräch mit Lenin, welcher ihn stark enttäuschte. Bertrand Russell kehrte von der Reise desillusioniert zurück und äußerte sich äußerst negativ über den russischen Sozialismus. So schrieb er in einem Brief: „Bis zum einfachsten Bauern herunter sind sie ein Volk von Künstlern; die Bolschewiken haben sich zum Ziel gesetzt, sie so weit wie möglich zu industrialisieren und zu Yankees zu machen.“ [6] Russell, der zuvor mit dem Sozialismus sympathisiert hatte, war fortan ein ausgesprochener Gegner des sowjetischen Kommunismus bzw. des sowjetischen Staatskapitalismus.

1920/21 unternahm Russell eine Reise nach China und Japan. Die Universität Peking hatte ihm, der in Cambridge entlassen worden war, eine Gastprofessur angeboten. Russell, den viele Aspekte der chinesischen Kultur tief beeindruckten, fasste die Erlebnisse seiner Reisen in mehreren Büchern zusammen.

Begleitet wurde Russell auf seiner Asienreise von seiner damaligen Geliebten Dora Black. Sie pflegte ihn gesund, als er in China mit einer Lungenentzündung dem Tode nah war. Bei der gemeinsamen Rückkehr nach England war Dora schwanger, woraufhin sich Bertrand Russell 1921 von Alys scheiden ließ und kurz darauf Dora Black heiratete.

Gemeinsam gründeten sie für ihre Kinder Kate und John Russell 1927 die libertäre experimentelle Beacon Hill School. Während dieser Jahre arbeitete Russell größtenteils als Schriftsteller und verfasste Bücher zu philosophischen und pädagogischen Themen, aber auch populärwissenschaftliche Abhandlungen über aktuelle physikalische Theorien wie Quantenphysik und Relativitätstheorie.

Auch Russells Ehe mit Dora Black scheiterte schließlich, und 1936 heiratete Russell – bereits 64-jährig – Patricia Helen Spence („Peter“ genannt). Mit ihr hatte er einen Sohn, Conrad Russell. Die Familie zog in die USA, wo Russell zunächst an den Universitäten von Chicago und Los Angeles lehrte.

Zweiter Weltkrieg, Lehrverbot und Rehabilitation

1939 verließ Russell Los Angeles, um am City College of New York eine Stelle als Dozent anzunehmen. Obwohl er in New York bereits zum Professor ernannt worden war, wurde die New Yorker Universität 1940 dazu gezwungen, ihre Ernennung zurückzuziehen. Grund hierfür waren Proteste von fundamentalistischen Christen und Politikern, die der Ansicht waren, Russell würde sich in seinen Schriften gegen Religion und für die Unmoral aussprechen und sei deshalb ungeeignet für die Aufgabe, Logik und die Grundlagen der Mathematik zu lehren. Besonders wurde sein Buch Ehe und Moral kritisiert.

Studenten, Mitglieder der Fakultät und mehrere bekannte Intellektuelle (darunter John Dewey und Albert Einstein) protestierten gegen diese Einmischung in die Freiheit der Lehre. Es kam zu einem Prozess gegen die Universität, den die Mutter einer Studentin angeregt hatte. Das umstrittene Urteil untersagte der Universität eine Berufung Russells, weil dieser die Moral der Studenten gefährde, Ehebruch und das „Verbrechen der Homosexualität“ befürworte. [7]

Dies brachte Bertrand Russell, der – wie er in seiner Autobiographie schrieb – zeitweise den Eindruck hatte, nicht mehr öffentlich auftreten zu können, ohne einen „katholischen Lynchmob“ hervorzurufen [8], in eine finanziell schwierige Situation, da er für die Ausbildung seiner Kinder aufkommen musste. Ihm half in dieser Zeit Albert C. Barnes, der ihm eine Stelle als Dozent bei der Barnes Foundation gab. Allerdings überwarf sich Russell schon bald mit dem exzentrischen Barnes, der die Qualität seiner Vorlesungen bemängelte und ihn deshalb vorzeitig aus seinem Fünfjahresvertrag entließ. Barnes scheiterte später vor Gericht und musste Nachzahlungen leisten. Die kritisierten Vorlesungen dienten als Grundlage für einen Großteil des 1945 veröffentlichten Werkes History of Western Philosophy (Denker des Abendlandes. Eine Geschichte der Philosophie), das sehr erfolgreich war und für viele Jahre Russells Einkommen sicherte.

Anders als im Ersten Weltkrieg nahm er im Zweiten Weltkrieg keine pazifistische Position ein. Kurz nach Kriegsende sprach er sich für einen Präventivkrieg gegen die Sowjetunion aus, welche noch nicht über Atomwaffen verfügte. Damit wollte er einen die Menschheit vernichtenden Atomkrieg verhindern. (siehe Politisches und gesellschaftliches Engagement).

1944 kehrte Russell zurück nach England, um wieder am Trinity College in Cambridge zu lehren. In den folgenden Jahren arbeitete er zudem für die BBC an Rundfunkübertragungen.

1949 erhielt Russell den Order of Merit, und 1950 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen, insbesondere für Ehe und Moral, für das er wenige Jahre zuvor noch stark kritisiert worden war.

Letzter Lebensabschnitt

Nachdem auch Russells Ehe mit Patricia Helen Spence mit einer Scheidung geendet hatte, ging er 1952 seine vierte Ehe mit Edith Finch ein, die bis an sein Lebensende hielt.

Der mit 78 Jahren weltweit bekannte und vielfach ausgezeichnete Russell zog sich nach 1950 nicht aus der Öffentlichkeit zurück. Ihn bewegte vor allem ein möglicher Dritter Weltkrieg, den er als eine große Gefahr für die Menschheit ansah. So war er die treibende Kraft hinter dem Russell-Einstein-Manifest und engagierte sich in verschiedenen politischen Krisen des Kalten Krieges als Vermittler zwischen den Staatschefs. Er war zeitweise Präsident der Campaign for Nuclear Disarmament. Mit einigen anderen Mitgliedern der Organisation wurde er 1961 angeklagt, zum Widerstand gegen die Staatsgewalt aufgerufen zu haben und – mit 89 Jahren – zu einer zweimonatigen Freiheitsstrafe verurteilt. Diese Strafe wurde „auf Grund ärztliche[r] Atteste auf eine Woche herab“[9] gesetzt.

1963 gründete er die Bertrand Russell Peace Foundation. Im Russell-Tribunal untersuchte er US-amerikanische Kriegsverbrechen in Vietnam.

Hochbetagt schrieb er seine Autobiographie, die 1967-1969 in drei Bänden erschien.

Am 2. Februar 1970 starb Bertrand Russell mit 97 Jahren in Penrhyndeudraeth (Wales) an Influenza.

Werk

Bertrand Russells Werk lässt sich grob in drei Themengebiete aufteilen, auf die er – trotz vieler Überschneidungen – in verschiedenen Phasen seines Lebens den Schwerpunkt seiner Arbeit legte. Während er in der ersten Hälfte seines Lebens hauptsächlich an den Grundlagen der Mathematik arbeitete, wandte er sich nach Fertigstellung der Principia Mathematica mehr philosophischen Themengebieten zu. Im letzten Drittel seines Lebens spielte sein politisches Engagement die Hauptrolle.

Mathematik und analytische Philosophie

Bei seiner Arbeit auf dem Gebiet der mathematischen Logik stützte sich Russell unter anderem auf Leibniz, Peano und Frege. Sein erstes mathematisches Werk, An Essay on the Foundations of Geometry, war durch Immanuel Kants Begriff von Zeit und Raum beeinflusst, der zu jener Zeit unumstritten war. Später distanzierte sich Russell von diesem Werk, das viel mehr Lob hervorgerufen habe als verdient [10], und auch von Kant, dessen Philosophie er für unvereinbar mit dem Raumzeitbegriff der Relativitätstheorie hielt.

Russellsche Antinomie und Typentheorie

In Bezug auf die Mengenlehre wurde Russell durch das nach ihm benannte Paradoxon (Russellsche Antinomie) berühmt. Dieses Paradoxon tritt auf, wenn man die Menge aller Mengen betrachtet, die sich nicht selbst als Element enthalten. Diese Menge enthält sich genau dann selbst, wenn sie sich nicht selbst enthält, was ein Widerspruch ist, der zur Folge hat, dass die Menge aller sich selbst nicht enthaltenden Mengen nicht existieren kann. Eine populäre Version dieses Paradoxons ist unter dem Namen Barbier-Paradoxon bekannt.

Mit dieser Entdeckung war Gottlob Freges Grundannahme, jedem Begriff entspreche eine Menge als Begriffsumfang, widerlegt, weil es zu dem Begriff sich selbst nicht enthaltende Menge keine entsprechende Menge gibt. Das bedeutete das Ende der naiven Mengenlehre. Um die von ihm entdeckte Antinomie zu beheben, entwickelte Bertrand Russell die Typentheorie, die in einer ersten Version in Principles of Mathematics (1903) veröffentlicht wurde und die er in seinem Werk Principia Mathematica (1910-1913) weiterentwickelte. Seine Typentheorie hat sich in der Mengenlehre nicht dauerhaft durchgesetzt, da sich die Zermelo-Fraenkel-Mengenlehre als leistungsfähiger erwies.

Principia Mathematica

Zusammen mit Alfred North Whitehead schrieb Russell mit den Principia Mathematica eines der wichtigsten Werke mathematischer Grundlagenforschung nach den Erschütterungen der Mathematik Anfang des 20. Jahrhunderts. Ziel der drei Bände umfassenden Principia Mathematica ist es, alle mathematischen Wahrheiten aus einem Satz von Axiomen und Schlussregeln zu konstruieren. Der Schwerpunkt Russells lag auf philosophischen, der Whiteheads auf mathematischen Problemen. Ein vierter Band über die Grundlagen der Geometrie wurde nie vollendet.

Nach dem im Gefängnis verfassten Buch Introduction to Mathematical Philosophy (1919), in dem er hauptsächlich frühere Arbeiten und deren philosophische Bedeutung erklärt, wandte sich Russell von Problemen der Mathematik und Logik ab. Später zeigte Gödel mit seinem Unvollständigkeitssatz die Grenzen jedes Versuches der Axiomatisierung der Mathematik auf.

Analytische Philosophie

Bertrand Russell gilt zusammen mit G. E. Moore als einer der Gründerväter der Analytischen Philosophie. Sein erster bedeutender Beitrag zur Sprachphilosophie war die Kennzeichnungstheorie, die er 1905 im Essay On Denoting vorstellte. Darin vertrat er eine Philosophie der idealen Sprache und beeinflusste damit den Logischen Positivismus.

Ein weiterer Beitrag Russells ist die Entwicklung in Richtung des Logischen Atomismus innerhalb der Analytischen Philosophie. Seine Hauptaussage dazu ist, dass es eine grundlegende Sprache gibt, auf die gewöhnliche Gesetze zurückgeführt werden können und die aus atomischen, nicht weiter reduzierbaren logischen Fakten besteht. Sein Aufsatz The Philosophy of Logical Atomism (1918/1919) sowie der Tractatus Logico-Philosophicus Ludwig Wittgensteins waren die grundlegenden Werke des logischen Atomismus.

Ludwig Wittgenstein war zunächst Russells Schüler in Cambridge gewesen, später wurde er zu seinem Gesprächspartner und Freund. Russell erkannte das Genie Wittgensteins rasch und motivierte ihn in Phasen des Selbstzweifelns, seine Arbeit weiter zu treiben [11].

Religion und Ethik

Zwar hatte Russell mehrere Bücher über Ethik und Moral veröffentlicht, erkannte aber Ethik nicht als Gebiet der Philosophie im eigentlichen Sinne an, da ihre Erkenntnisse nicht als Wissen bezeichnet werden könnten.[12] In jungen Jahren durch G. E. Moores Principia Ethica beeinflusst, wonach ethische Fakten objektiv sein können, war er später eher ein Anhänger David Humes subjektiverer Ethik und vertrat die Ansicht, dass die Ethik sich von den „Leidenschaften“ ableite. Es gebe keine zuverlässige Methode, von Leidenschaften zur Erkenntnis zu gelangen. [13] Er schätzte sein Leben lang das methodische Vorgehen der modernen Wissenschaften als zuverlässige Quelle von Erkenntnis. Aufgrund veränderter Umstände änderte er verschiedentlich seine Meinung. So gab er angesichts des Zweiten Weltkrieges seinen rigorosen Pazifismus auf. Das erste der 1951 in der New York Times veröffentlichten Zehn Gebote eines Liberalen [14] lautete: „Fühle Dich keiner Sache völlig gewiss.“

Obwohl Russell anfänglich von seiner gläubigen Großmutter erzogen wurde, fühlte er sich nie als Christ. Er glaubte aber in seiner Jugendzeit – in einer Phase, als er sich zu Hegels Philosophie hingezogen fühlte – an die Existenz Gottes. Dies änderte sich, unter anderem durch den Einfluss der Philosophie John Stuart Mills, und bald wurde Russell in der Öffentlichkeit als Agnostiker bzw. Atheist bezeichnet. Er selbst betrachtete sich als Skeptiker und stellte klar, er sei Agnostiker in dem Sinne, dass man die Nichtexistenz irgendeines Dinges – also auch eines „Gottes“ oder etwa der homerischen Götter – nicht beweisen könne.[15] Es sei allerdings die Aufgabe einer Religion, ihrerseits zu beweisen, dass Gott existiert (vgl. dazu seine bekannte Analogie „Russells Teekanne“).

Seine Ansichten über Religion hat er in seinem Essay Warum ich kein Christ bin (1927; erw. 1957) zusammengefasst. Religion, insbesondere das Christentum, hielt Russell für ein Übel, eine „Krankheit, die aus Angst entstanden ist“. [16] Er kritisierte auch in weiteren Texten die Christliche Ethik, insbesondere die Sexualethik scharf, die er als „Vergewaltigung der menschlichen Natur“ [17] bezeichnete.

Im Alter von achtzig Jahren machte Russell jedoch noch eine Erfahrung, die ihn zu einer sehr überraschenden Selbsterkenntnis führte. Anlässlich eines Griechenlandbesuchs empfand er unzweideutig, dass er sich in einer alten christlichen Kirche „weit mehr zu Hause“ fühlte als in Gebäuden der „heidnischen Antike“. Dabei wurde ihm „klar, dass christliches Lebensgefühl (Christian outlook) weit mehr Einfluss auf mich besaß, als ich geglaubt hatte.“ Den wesentlichen Unterschied zwischen antiker und christlicher Welt sah Russell im „Fehlen jeglichen Sündenbegriffs“ bei den alten Griechen. Er schrieb: „Ich bemerkte nunmehr überrascht, dass dieser Begriff auch meine Gefühle beherrschte.“ Einen Einfluss auf seine Anschauungen (beliefs) verneinte er jedoch. [18]

Politisches und gesellschaftliches Engagement

Wahlplakat Bertrand Russells bei seiner Kampagne für das Frauenwahlrecht (1907)

Schon in frühen Jahren befasste sich Bertrand Russell mit gesellschaftlichen Themen. So schrieb er sein erstes Buch nicht etwa über ein mathematisches Thema, sondern über die zu der Zeit revolutionäre deutsche Sozialdemokratie (1896) nach einer Berlinreise, auf der er unter anderem mit August Bebel und Karl Liebknecht zusammengetroffen war. Im Verlauf seines Lebens veröffentlichte er noch viele weitere gesellschaftskritische und philosophische Studien; schließlich wurde ihm „als eine Anerkennung für seine vielseitige und bedeutungsvolle Verfasserschaft, worin er als Vorkämpfer der Humanität und Gedankenfreiheit hervortritt“, 1950 der Nobelpreis für Literatur verliehen.

Doch Russell beließ es nicht bei der Theorie. Er setzte sich im frühen 20. Jahrhundert für das Frauenwahlrecht und für soziale Gerechtigkeit ein. In Proposed Roads to Freedom: Socialism, Anarchism and Syndicalism (1919) sprach er sich für eine moderate Form des Syndikalismus, den englischen Gildensozialismus, aus.[19]

Als Pazifist und Friedensaktivist war Russell seit dem Ersten Weltkrieg bekannt. Ein prinzipieller Pazifist, der Gewalt grundsätzlich ablehnte, war der jeder Ideologie gegenüber kritisch eingestellte Russell jedoch nicht. Er engagierte sich aber in pazifistischen Organisationen, schrieb einen offenen Brief an den amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson und setzte sich später für eine Organisation zur Unterstützung von Kriegsdienstverweigerern ein. Wegen eines Artikels für eine Zeitschrift dieser Organisation verbüßte er eine Haftstrafe von 6 Monaten. Seine Anstellung am Trinity College hatte er aufgrund seiner politischen Aktivität schon vorher verloren.

Nach dem Krieg kandidierte er bei Wahlen 1922 und 1923 für die Labour Party, blieb aber erfolglos. Seine gesellschaftliche Aktivität konzentrierte sich bald auf die 1927 mit seiner damaligen Frau Dora Russell gegründete libertären Internatsschule Beacon Hill School, ein ehrgeiziges Projekt, das der Unzufriedenheit der Russells mit allen damaligen Schulmodellen entsprang. Bertrand Russell sah das in der Öffentlichkeit vielbeachtete Experiment der neuen Schule, die nach der Trennung von seiner Frau alleine weitergeführt wurde, im Rückblick äußerst kritisch und konstatierte, dass die Freiheit der Kinder in der Schule geringer war, als es vorgegeben wurde.[20]

Bertrand Russell hatte sich 1935 in Which way to peace (ein Buch, dessen Wiederauflage er bis an sein Lebensende untersagte) noch für eine Appeasement-Politik gegenüber Nazideutschland ausgesprochen. Von dieser Position rückte er ab 1940 ab, weil er einsah, dass Adolf Hitler besiegt werden musste („Ich stelle fest, dass ich in diesem Krieg meine pazifistische Einstellung nicht beibehalten kann“.[21]).

Er gehörte zusammen mit Victor Gollancz, George Bell und anderen zu den Unterzeichnern eines am 12. September 1945 in mehreren Londoner Tageszeitungen erschienenen Aufrufs gegen die Vertreibung von Deutschen aus Ostmitteleuropa.

Ein wichtiges Ereignis für Russell, das sein weiteres Leben stark bestimmen sollte, war der Abwurf der ersten Atombombe im Jahr 1945. Russell sah die Existenz der gesamten Menschheit bedroht, wenn die kommunistische Sowjetunion ebenfalls über die Technologie verfügen würde. Er sagte voraus, dass die Atombomben billiger werden und dass es in nicht allzuferner Zukunft eine Wasserstoffbombe geben würde. Seiner Meinung nach (und nach der einer Reihe weiterer westlicher Intellektueller jener Zeit) war es notwendig, eine Weltregierung unter Führung der USA zu bilden.[22][23]

In mehreren Artikeln – unter anderem in der Abhandlung Humanity's last chance in der Zeitschrift Cavalcade im Oktober 1945 erschienen – schlug er vor, mit Hilfe der Atombombe einen Präventivkrieg gegen die Sowjetunion innerhalb der nächsten zwei Jahre zu führen, um diese zu zwingen, eine Weltregierung unter amerikanischer Führung zu akzeptieren. [24] Als 1949 die ersten sowjetischen Atombombentests erfolgreich waren, änderte sich die Situation und damit auch Russells Position drastisch. Nun sah Russell die einzige Chance zum Überleben der Menschheit darin, einen Dritten Weltkrieg zu verhindern, und widmete diesem Ziel einen Großteil der ihm verbleibenden Lebenszeit.

1955 verfasste er zusammen mit Albert Einstein und anderen namhaften Wissenschaftlern das Russell-Einstein-Manifest, in dem zur Verantwortung in Wissenschaft und Forschung aufgerufen wurde. Hierauf basierten 1957 die Pugwash Conferences on Science and World Affairs, wo renommierte Wissenschaftler Fragen der atomaren Bedrohung und Vorschläge zur globalen Sicherheit debattieren.

Als Präsident der 1958 gegründeten Campaign for Nuclear Disarmament engagierte er sich in vielen Interviews, Schriften und Vorträgen für den Frieden. Er versuchte in Briefwechseln, die Präsidenten Eisenhower und Chruschtschow zur Kooperation und zur Abrüstung zu bewegen.

1962 griff er durch Telegramme an Kennedy, Chruschtschow, den UN-Generalsekretär U Thant und den britischen Premier Macmillan in die Kubakrise ein, als die Welt am Rand eines Atomkrieges stand. Chruschtschow schrieb Russell einen langen Antwortbrief, der durch die Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht wurde und eigentlich an Kennedy und die westliche Welt gerichtet war. Chruschtschow lenkte schließlich ein, wodurch ein Atomkrieg abgewendet wurde.[25]

1962 forderte Russell in einem Telegramm an Chruschtschow, das von François Mauriac und Martin Buber mit unterzeichnet wurde, die Wiederherstellung sämtlicher Bürgerrechte für sowjetische Juden. Russells privater Briefwechsel mit Chruschtschow zu diesem Thema wurde im Februar 1963 in der britischen und der sowjetischen Presse sowie von Radio Moskau veröffentlicht.

Überdies gründete Russell 1963 die Bertrand Russell Peace Foundation, die auch nach seinem Tod sein Eintreten für Frieden und Menschenrechte fortsetzen sollte. Er gehörte zur Opposition gegen den Vietnamkrieg und untersuchte noch im hohen Alter im Rahmen der Russell-Tribunale seit 1966 unter anderem mit Jean Paul Sartre Kriegsverbrechen der USA in Vietnam.

Auszeichnungen

1908 wurde Russell als Mitglied („Fellow“) in die Royal Society aufgenommen, die ihm 1934 die Sylvester-Medaille verlieh.[26] Weitere Auszeichnungen:

Ausgewählte Schriften

Bertrand Russell hat in seinem Leben eine große Anzahl von Büchern, Essays, Pamphleten und Briefen veröffentlicht, die hier nicht komplett wiedergegeben werden kann. Für eine detaillierte Bibliographie siehe Literatur.

  • 1896: German Social Democracy. London (dt: Die deutsche Sozialdemokratie. Dietz, Bonn/Berlin 1978 ISBN 3-8012-1115-0)
  • 1896: The Logic of Geometry. Mind 5, S. 1 - 23.
  • 1896: The A Priori in Geometry. Proceedings of the Aristotelian Society 2, S. 97 - 112.
  • 1897: An Essay on the Foundations of Geometry. University Press, Cambridge.
  • 1890: Sur les Axiomes de la Géométrie. Revue de Métaphysique et de Morale 7, S. 684 - 707.
  • 1900: A Critical Exposition of the Philosophy of Leibniz. University Press, Cambridge.
  • 1902: Geometry, Non-Euclidean"". Encyclopedia Britannica 28, S. 664 - 674.
  • 1903: The Principles of Mathematics. University Press, Cambridge.
  • 1905: On Denoting. In: Mind Nr. 14 ISSN: 00264425
  • 1908: Mathematical logic as based on the theory of types, in: American Journal of Mathematics 30 (1908), Seite 222-262
  • 1910–1913 Principia Mathematica (mit Alfred North Whitehead). 3 Bände, University Press, Cambridge ISBN 3-518-28193-3
  • 1912: The Problems of Philosophy. Williams & Norgate, London. (dt. Probleme der Philosophie ISBN 3-518-10207-9)
  • 1914: Our Knowledge of the External World. Open Court, Chicago/London (dt. Unser Wissen von der Außenwelt. Meiner, Hamburg 2004. ISBN 978-3-7873-1685-4)
  • 1916: Justice in War-time. Open Court, Chicago/London.
  • 1917: Political Ideals. The Century Co., New York 1917.
  • 1918: On the notion of a cause, in: B. R.: Mysticism and Logic, London: Longmans Green 1918, auch in: H. Feigl / M. Brodbeck (Hgg.): Readings in the Philosophy of Science, Appleton-Century-Crofts, New York 1953.
  • 1918, Roads to Freedom: Socialism, Anarchism, and Syndicalism. George Allen & Unwin, London. (dt. Wege zur Freiheit. Sozialismus, Anarchismus, Syndikalismus. Suhrkamp, Frankfurt 1971 ISBN 3-518-00447-6)
  • 1918-19: The Philosophy of Logical Atomism, in: The Monist
  • 1919: Introduction to Mathematical Philosophy. George Allen & Unwin, London. (dt. Einführung in die mathematische Philosophie., hg. von Johannes Lenhard, Michael Otte, Meiner, Hamburg 2006. ISBN 978-3-7873-1828-5)
  • 1920: The Practice and Theory of Bolshevism. George Allen & Unwin, London. (dt. Die Praxis und Theorie des Bolschewismus ISBN 3-87139-087-9)
  • 1921: The Analysis of Mind. George Allen & Unwin, London. (dt. Die Analyse des Geistes Übers. v. Kurt Grelling. Meiner, Hamburg 2000. ISBN 978-3-7873-1707-3)
  • 1922: The Problem of China. George Allen & Unwin, London.
  • 1925: The ABC of Relativity. Kegan Paul, Trench, Trubner, London. (dt. Das ABC der Relativitätstheorie. Fischer 1997, ISBN 3-596-26579-7)
  • 1925: What I Believe. Kegan Paul, Trench, Trubner, London.
  • 1926: On Education, especially in early childhood. George Allen & Unwin, London. (dt. Erziehung, vornehmlich in frühester Kindheit. Meridian Verlag, Düsseldorf/Frankfurt 1948 )
  • 1927: The Analysis of Matter. Kegan Paul, Trench, Trubner, London.
  • 1927: An Outline of Philosophy. George Allen & Unwin, London.
  • 1927: Selected Papers of Bertrand Russell, New York: Modern Library.
  • 1927: Why I Am Not a Christian, London: Watts. (dt. Warum ich kein Christ bin, Kreis der Freunde monistischen Schrifttums, Dresden [1932])
  • 1928: Sceptical Essays. George Allen & Unwin, London.
  • 1929: Marriage and Morals. George Allen & Unwin, London. (dt. Ehe und Moral. Verlag Darmstädter Blätter, Darmstadt 1984. ISBN 3-87139-082-8)
  • 1930: The Conquest of Happiness. George Allen & Unwin, London. (dt. Eroberung des Glücks. Neue Wege zu einer besseren Lebensgestaltung, Holle, Baden-Baden 1951; Suhrkamp, Frankfurt 1977ff ISBN 3-518-36889-3)
  • 1931: The Scientific Outlook. George Allen & Unwin, London.
  • 1932: Education and the Social Order. George Allen & Unwin, London.
  • 1934: Freedom and Organization, 1814–1914. George Allen & Unwin, London.
  • 1935: In Praise of Idleness. George Allen & Unwin, London. (dt. Lob des Müßiggangs. ISBN 3-423-30851-6)
  • 1935: Religion and Science. Thornton Butterworth, London.
  • 1936: Which Way to Peace?. Jonathan Cape, London.
  • 1937: The Amberley Papers (mit Patricia Russell). Leonard & Virginia Woolf at the Hogarth Press, London.
  • 1938: Power: A New Social Analysis. George Allen & Unwin, London. (dt. Macht. Europa-Verlag, Hamburg 2001 ISBN 3-203-81530-3)
  • 1940: An Inquiry into Meaning and Truth. W. W. Norton & Company, New York.
  • 1946: A History of Western Philosophy. Simon and Schuster, New York. (dt. Philosophie des Abendlandes – Ihr Zusammenhang mit der politischen und der sozialen Entwicklung. ISBN 978-3-89340-080-5 / ISBN 3-492-24208-1 )
  • 1948: Human Knowledge: Its Scope and Limits. George Allen & Unwin, London.
  • 1949: Authority and the Individual. George Allen & Unwin, London.
  • 1950: Unpopular Essays. George Allen & Unwin, London. (dt. Unpopuläre Betrachtungen ISBN 3-85665-512-3)
  • 1951: New Hopes for a Changing World. George Allen & Unwin, London.
  • 1952: The Impact of Science on Society. George Allen & Unwin, London.(dt. Wissenschaft wandelt das Leben, Paul List Verlag, München 1953)
  • 1953: Satan in the Suburbs and Other Stories. George Allen & Unwin, London. (dt. Satan in den Vorstädten, Holle, Darmstadt 1953)
  • 1954: Human Society in Ethics and Politics. George Allen & Unwin, London.
  • 1954: Nightmares of Eminent Persons and Other Stories. George Allen & Unwin, London.
  • 1956: Portraits from Memory and Other Essays. George Allen & Unwin, London.
  • 1956: Logic and Knowledge: Essays 1901–1950 (ed. R. C. Marsh). George Allen & Unwin, London.
  • 1957: Why I Am Not A Christian and Other Essays on Religion and Related Subjects. Edited and with an appendix on The Bertrand Russell Case by Paul Edwards. George Allen & Unwin, London. (dt. Warum ich kein Christ bin, Szczesny, München 1963; Rowohlt, Reinbek 1968ff ISBN 3-499-16685-2)
  • 1958: Understanding History and Other Essays. Philosophical Library, New York.
  • 1959: Common Sense and Nuclear Warfare. George Allen & Unwin, London.
  • 1959: My Philosophical Development. George Allen & Unwin, London.
  • 1959: Wisdom of the West (ed. P. Foulkes). Macdonald, London. (dt. Denker des Abendlandes. Eine Geschichte der Philosophie. ISBN 3-8112-2515-4 )
  • 1960: Bertrand Russell Speaks His Mind. World Publishing Company, Cleveland/New York.
  • 1961: The Basic Writings of Bertrand Russell (ed. R.E. Egner und L.E. Denonn). George Allen & Unwin, London.
  • 1961: Fact and Fiction. George Allen & Unwin, London.
  • 1961: Has Man a Future?. George Allen & Unwin, London.
  • 1963: Essays in Skepticism. Philosophical Library, New York.
  • 1963: Unarmed Victory. George Allen & Unwin, London.
  • 1965: On the Philosophy of Science (ed. C. A. Fritz Jr.). The Bobbs-Merrill Company, Indianapolis.
  • 1967: Russell's Peace Appeals (edited by Tsutomu Makino and Kazuteru Hitaka), Japan: Eichosha's New Current Books.
  • 1967: War Crimes in Vietnam. George Allen & Unwin, London.
  • 1967–1969: The Autobiography of Bertrand Russell, 3 Bände. George Allen & Unwin, London.
  • 1969: Dear Bertrand Russell... A Selection of his Correspondence with the General Public 1950–1968 (ed. B. Feinberg/R. Kasrils). George Allen & Unwin, London.
  • 1973: Bertrand Russell. Essays in Analysis (ed. Douglas Lackey). George Allen & Unwin, London.
  • 1984 ff.: The Collected Papers of Bertrand Russell, George Allen & Unwin, London.

Literatur

  • Ernst R. Sandvoss: Bertrand Russell. ISBN 3-499-50282-8
  • Denis Vernant: Quine & Russell. In : W. V. Quine et la méthode de l’analyse. J.-M. Monnoyer éd., Paris 2006 (Éd. de l’Éclat), S. 89–158
  • Denis Vernant: Bertrand Russell. Garnier-Flammarion, Paris 2003, 470 S., ISBN 2-08-071192-X.
  • Kenneth Blackwell, Harry Ruja: A Bibliography of Bertrand Russell. Routledge, London 1994
  • Ray Monk: Bertrand Russell: 1872–1920 The Spirit of Solitude. 1997, ISBN 0-09-973131-2
  • Ray Monk: Bertrand Russell: 1921–1970 The Ghost of Madness. 2001, ISBN 0-09-927275-X
  • Achim von Borries: Rebell wider den Krieg – Bertrand Russell 1914 – 1918. Verlag Graswurzelrevolution, Nettersheim 2006, ISBN 978-3-939045-01-4
  • Apostolos Doxiadis, Christos H. Papadimitriou, Alecos Papadatos, Annie Di Donna: Logicomix: An Epic Search for Truth 2009, ISBN 978-1-59691-452-0

Weblinks

 Commons: Bertrand Russell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Materialien
Werke
Sekundärliteratur

Einzelnachweise

  1. C.D. Broad: Critical Notices. Mind 1947, S.355
  2. Bertrand Russell: Autobiographie. Bände I-III. Frankfurt/M: Suhrkamp 1972-1974, S. I/73 (Originalausgabe: The Autobiography of Bertrand Russell. London : Allen & Unwin, 1967-1969. 3 vol.)
  3. Autobiographie, S. I/93
  4. Autobiographie, S. I/104
  5. Autobiographie, S. II/38
  6. Autobiographie, S. II/183
  7. Ernst R. Sandvoss: Bertrand Russell, S. 90
  8. Autobiographie, S. II/339
  9. „Autobiographie“, S. III/167
  10. Autobiographie, S. I/198
  11. Autobiographie, S. II/150f
  12. Autobiographie, S. III/35
  13. Autobiographie, S. III/36
  14. http://www.dreyer.ch/Neue_Dateien/The%20Liberal%20Decalogue.pdf
  15. Warum ich kein Christ bin, S. 179
  16. Warum ich kein Christ bin, S. 35
  17. Warum ich kein Christ bin, S. 93
  18. Autobiographie, S. III/92
  19. Peter Hoeres: Krieg der Philosophen: die deutsche und britische Philosophie im Ersten Weltkrieg, Ferd. Schöningh GmbH & Co KG, 2004, S. 351.
  20. Autobiographie, S. II/235
  21. Sandvoss, S. 95
  22. William Poundstone: Prisoner's Dilemma: John von Neumann, Game Theory, and the Puzzle of the Bomb, Anchor/Random House, 1992, S. 69 ff.
  23. I. F. Stone: Bertrand Russell as a moral force in world politics, http://digitalcommons.mcmaster.ca/cgi/viewcontent.cgi?article=1604&context=russelljournal
  24. Douglas P. Lackey: Russell's contribution to the study of nuclear weapons policy, [1]
  25. William Poundstone: Prisoner's Dilemma: John von Neumann, Game Theory, and the Puzzle of the Bomb, Anchor/Random House, 1992, S. 210
  26. Eintrag im Archiv der Royal Society.


Vorgänger Amt Nachfolger
John Francis Stanley Russell Earl Russell
1931–1970
John Conrad Russell

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