Bochum-Altenbochum
Wappen von Bochum

Bochum-Altenbochum
Stadtteil von Bochum

Lage von  im Mitte
Koordinaten 51° 28′ 15″ N, 7° 14′ 47″ O51.4709057.246342120Koordinaten: 51° 28′ 15″ N, 7° 14′ 47″ O
Höhe 120 m ü. NN
Fläche 4,33 km²
Einwohner 12.099 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 2794 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Apr. 1926
Postleitzahl 44803
Gliederung
Bezirk Mitte
Gemarkungen

Goy

Quelle: [1][2]
Die große Trauerhalle auf dem Friedhof Freigrafendamm

Altenbochum gehört zum Stadtbezirk Bochum-Mitte, und liegt östlich in direkter Nachbarschaft zur Bochumer Innenstadt. Die Eingemeindung nach Bochum erfolgte am 1. April 1926.[3] Durch Altenbochum führt die Ausfallstraße nach Witten, auf der die Stadtbahnen 302 und 310, sowie die Buslinie 345 verkehren.

Hier liegt auch der Hauptfriedhof von Bochum, der Friedhof Freigrafendamm. Die Bauten im Eingangsbereich wurden in der Zeit des Nationalsozialismus errichtet und haben, weitgehend unbeschadet, den Zweiten Weltkrieg überstanden. Sie geben deutlich den Baustil der Nationalsozialisten und ihr Verhältnis zur Totenverehrung wieder.

Weiterhin findet sich hier eine der höheren Bildungseinrichtungen von Bochum, die Evangelische Fachhochschule.

An der Straße „Glockengarten“ findet sich das gleichnamige städtische Altenpflegeheim. Es ist das größte Altenpflegeheim in Bochum, und hat 2006 einen so genannten Demenzgarten eröffnet, der die Pflege von Alzheimer-Patienten verbessern soll. Dieser Garten fand weitreichende Beachtung.

Die Scharoun-Kirche
Historische Ansicht der Wittener Str. in Höhe der Lukaskirche, Blick nach Norden

Ebenfalls im „Glockengarten“ steht ein wenig bekanntes architektonisches Kleinod, der einzige Sakralbau vom Architekten Hans Scharoun. Gebaut zwischen 1966 und 1968 steht die Johanneskirche in Altenbochum seit 1999 unter Denkmalschutz. Schon während seiner Studienzeit hat Hans Scharoun erste Entwürfe für Sakralbauten gezeichnet. Erst viele Jahre später wurde dann durch eine zufällige Querverbindung zwischen der Familie Schmincke und der Johannesgemeinde in Bochum aus erneuten Entwürfen eine Realität. Bei der Innenraumgestaltung wirkten auch weitere Mitglieder des Bauhauses durch Gemälde und die Altarleuchter mit. Auf dem Gelände des alten Pappelhofes steht nun seit mehr als 40 Jahren dieses einzigartige Bauwerk. Auch wenn der Zahn der Zeit hier genagt hat und nun eine grundlegende Restauration erforderlich ist, stellt die Johanneskirche immer noch einen imposanten Bau dar. Hierzu hat sich die „Initiative Scharounkirche“ als Stiftungsfonds innerhalb der GLS Treuhand gegründet.[4] Als Auftakt der groß angelegten Spendenaktion zum Erhalt dieses besonderen Bauwerkes der Moderne fand ab Mai 2009 eine Fotoausstellung des jungen, bereits international ausgezeichneten Fotografen Jonas Holthaus statt. Die Scharoun-Kirche kann jeden Sonntag ab 11:45 Uhr oder nach Anmeldung besichtigt werden.[5]

Früher gab es hier ein Herrenhaus, das Haus Goy, ein kleiner aber bis zu Napoleons Zeiten eigener Gerichtsbezirk. Es wurde in den 1960er Jahren abgerissen. Altenbochum wurde schon 890 zum ersten Mal im Heberegister der Abtei Werden genannt.

Zwischen der Velsstraße und der Wasserstraße befand sich vor dem Zweiten Weltkrieg ein Steinbruch, in dem in der Nachkriegszeit die Trümmer der Bochumer Innenstadt gekippt wurden. Heute ist an dieser Stelle der Velspark angelegt, an den Steinbruch und den Wiederaufbau erinnert ein Gedenkstein.

Sport

In Altenbochum finden die sportlichen Aktivitäten Am Pappelbusch statt. Der Sportverein Sportfreunde Altenbochum 1928 e.V. beheimatet die Sportstätte. Die Basketball- und Volleyballabteilung des VfL Bochum 1848 e.V. tragen ihre Heimspiele in der Sporthalle am Lohring aus.

Weblinks

 Commons: Bochum-Altenbochum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Jahrbuch der Stadt Bochum 2006 (pdf)
  2. Die Einwohnerzahlen sind nach statistischen Bezirken und nicht nach den Gemarkungen angegeben, die Zahlen hierfür sind im Artikel Einwohnerentwicklung von Bochum
  3. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817 – 1967. Aschendorff, Münster (Westfalen) 1977, ISBN 3-402-05875-8.
  4. Stiftungsfonds „Initiative Scharoun-Kirche“, abgerufen am 17. August 2009
  5. Tom Tritschel, H. v. Donop: Johanneskirche Bochum, Glockengarten 70

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