Bornholm
Dänemark Bornholms Regionskommune
Wappen von Bornholms Regionskommune Lage von Bornholms Regionskommune in Dänemark
Basisdaten
Staat: Dänemark
Verwaltungsbezirk: Hovedstaden
Einwohner: 41.802 (2011[1])
Fläche: 588 km²
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Sitz der Verwaltung: Rønne
Anschrift: Ullasvej 23
3700 Rønne
Bürgermeister: Winni Grosbøll
(Socialdemokraterne)
Website: www.brk.dk
Kirchspiele der Kommune
Die bekannteste Variante der inoffiziellen Flagge Bornholms: die Bornholmer Flagge, die auch Touristenflagge (Turistflaget) genannt wird
Klimadiagramm von Sandvig auf Bornholm
Felsabbruch im Ekkodalen
Felsküste bei Jons Kapel

Bornholm [-ˈhɔlm] (dänische Aussprache: [bɔʀnˈhɔlʔm]) ist zusammen mit sechs unbewohnten kleinen Nebeninseln (insgesamt 11 Hektar) die östlichste Insel und Gemeinde Dänemarks. Die Ostseeinsel liegt zwischen dem schwedischen Schonen und der polnischen Woiwodschaft Westpommern, etwa 150 Kilometer südöstlich von Kopenhagen und 80 Kilometer nordöstlich von Rügen. Die Südküste Schwedens ist etwa 40 Kilometer entfernt. Die Insel hat 41.802 Bewohner (1. Januar 2011[2]).

Die nahegelegenen Inseln Christiansø und Frederiksø gehören zu keiner Kommune, sondern werden als einzige Gebiete Dänemarks direkt vom Verteidigungsministerium verwaltet.[3]

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Insel Bornholm ist 588 km² groß[4]. Sie ist in Nordwest-Südost-Richtung 40 Kilometer lang. Die größte Breite in Südwest-Nordost-Richtung beträgt 30 Kilometer. Die Insel bildet mit der Ostsee eine 158 Kilometer lange Küste. Die Oberflächenform der Insel entspricht einem leicht gewellten Hügelland, das allseits zu seiner höchsten Höhe im Inselinneren, dem 162 Meter hohen Rytterknægten, ansteigt. Der höchste Wasserfall Dänemarks ist der 22 Meter hohe Døndalfald im Nordosten Bornholms.

Die Landschaftsformen wurden weitgehend im Quartär während der vergangenen Kaltzeiten durch den Einfluss der Gletschereismassen gebildet. Das Vorrücken der Gletscher nach Süden führte zu einem starken Gesteinsabtrag und zur Herausbildung der heutigen Wellenform der Insel.

An das Vorhandensein von Gletschern erinnern noch die teilweise zentimetertiefen Kritzungen im Gestein, die durch Gesteinsmaterial entstanden, das von den Gletschern mitgeführt wurde. Einzelne Blöcke, die der Gletscher nach dem Abschmelzen hinterließ, sogenannte Findlinge, sind ebenfalls an vielen Stellen der Insel zu finden. Manche wackeln auf ihrer Unterlage und werden daher Rokkesten (deutsch: „Wackelstein“) genannt.

Durch den stärkeren Abtrag an Gesteinsklüften, Gesteinswechseln und Verwerfungen entstanden zahlreiche Schluchten, die meist in Südwest-Nordost-Richtung verlaufen. Prägnante Beispiele für Schluchten sind das Ekkodalen unterhalb des Rytterknægten, das Kløvedal nördlich der Almindingen und das Dovredal südwestlich Paradisbakkerne. Die Schluchten Bornholms wurden nach dem Gletscherrückzug durch Schmelzwasser erweitert.

Gesteinsbedingt ist die Küste Bornholms meist Steil- und Felsküste. Die Felsen brechen oft senkrecht ins Meer ab. Die Helligdommsklippen bei Tejn erreichen bis zu 22 Meter Höhe. Über 20 Meter hoch sind auch die Granitklippen von Jons Kapel bei Vang. Ausgedehnte, flach ins Meer auslaufende helle Sandstrände befinden sich nur an der Südostecke bei Dueodde.

Geologie

Der Gesteinsaufbau Bornholms wird im Gegensatz zum gesamten Rest Dänemarks überwiegend von präkambrischen Grundgesteinen geprägt. Diese bilden eine geologische Einheit mit Südschweden.

Der oberflächennahe geologische Untergrund des Zentrums und des Nordens der Insel wird von präkambrischen Gneisen und Graniten gebildet. Bei den Graniten sind Hammergranit, der den Hammeren im Norden und Bereiche des Inselinneren westlich von Vestermarie bildet, Vanggranit in einem Gürtel südlich des Hammeren, Svanekegranit an der Nordostspitze sowie Paradisbakkegranit am Paradisbakkerne im Osten der Insel zu unterscheiden. Kleine Areale im Süden der Insel werden auch vom dunklen Rønnegranit eingenommen. Das geschätzte Alter wird mit 1,4 Milliarden Jahren angegeben. Die meisten dieser Gesteine sind als Leitgeschiebe auch in Norddeutschland und Nordpolen sehr häufig zu finden. Der größte Findling Norddeutschlands, der Buskam auf Rügen, besteht aus Hammergranit.

Die Gesteine im Süden Bornholms sind Verwitterungsreste und Sedimentgesteine jüngeren Datums. Der Südosten wird von paläozoischen Schiefern gebildet. Dabei handelt es sich um marine Sedimentgesteine aus dem Kambrium, Ordovizium und Silur. Deren Alter liegt somit zwischen 540 und 430 Millionen Jahren. Mesozoische Lehme und Sandsteine bilden den Übergang zum Grundgestein bei Nexø und Åkirkeby bzw. den gesamten Südwesten der Insel bei Rønne. Sie entstammen überwiegend der Jura- und Kreidezeit vor 190 bis 70 Millionen Jahren. Großflächige quartäre Ablagerungen treten vor allem in Form von Sanddünen im Südosten Bornholms bei Dueodde auf. Kalkstein ist auf Bornholm selten und tritt kleinflächig in Form des Arnagerkalks aus der Oberen Kreidezeit im Süden der Insel auf.

Fossile Reste der Lebewelt des zur Zeit des Kambrium und Ordovizium bestehenden Meeres finden sich zahlreich in den Schiefern im Inselsüden. Verbreitet treten Graptolithen und Trilobiten auf. Im Jahre 2006 wurden an der Westküste zwischen Hasle und Rönne die 170 Millionen Jahre alten Spuren von zwei Dinosaurierarten gefunden.[5] Bereits 2002 fanden Forscher den 135 Millionen Jahre alten Zahn eines Velociraptor[5].

Vegetation und Flora

Potentielle natürliche Vegetation des größten Teils der Insel Bornholm sind Rotbuchenwälder bodensaurer Standorte (Luzulo-Fageten). Insbesondere auf Felsen in Südhanglage sind Buchen und Traubeneichen-Trockenwälder bodensaurer Standorte zu erwarten. An steilen Nordhängen und in Schluchten mit luftfeuchtem Klima treten von Natur aus Schluchtwälder aus Bergahorn, Bergulme und Gemeiner Esche auf. Nadelholz ist von Natur aus außerhalb der Kiefernwälder auf den Dünensanden bei Dueodde nicht zu erwarten.

Küstenheide auf Hammeren
Nadelholz-Forst am Hallebakke (Almindingen)

Durch die intensive Landnutzung wurde die natürliche Vegetation stark verdrängt. Naturnahe Wälder sind bis auf wenige Reste von Bornholm verschwunden. Intensiv genutztes Ackerland bildet seit Jahrhunderten einen Ring um das Inselinnere. Dort, auf der ehemaligen Allmende (Almindingen), wurde früher das Vieh gehütet. Durch die Waldweide wurde der Wald immer weiter zurückgedrängt. Ebenso durch die Ausbeutung des Waldes für den Schiffbau. Dennoch ist der Almindingen noch immer das zweitgrößte zusammenhängende Waldgebiet Dänemarks. Die entstandenen Heideflächen wurden erst später, nach Entstehen einer geordneten Forstwirtschaft, mit nicht standortgerechten und meist fremdländischen, aber schnellwüchsigen Nadelhölzern wieder aufgeforstet. Daraus sind die Plantagen, die Forste der Insel, hervorgegangen. Nur kleine Heideflächen, natürliche Niedermoore und Moorseen (beispielsweise Bastemose und Olene) sind im Almindingen übrig geblieben. Ein großes zusammenhängendes Küstenheidegebiet ist der Hammeren im Norden.

Gemeinden und Verwaltung

Das Amt Bornholm (Bornholms amtskommune/amt) wurde Ende 2002 abgeschafft. Das Amt und die früheren fünf Kommunen wurden in eine Einheit, Bornholms Regionskommune, zusammengelegt, und diese Kommune hatte zwischen dem 1. Januar 2003 und dem 1. Januar 2007 den Status einer kreisfreien Gemeinde und stand somit auf einer Stufe mit Kopenhagen und Frederiksberg. Die früher selbständigen Kommunen Aakirkeby, Allinge-Gudhjem, Hasle, Neksø und Rønne sind Teilgemeinden von Bornholm geworden. Diese Gebietsreform war Ergebnis einer Volksabstimmung vom 29. Mai 2001. Verwaltungssitz ist nach wie vor Rønne. Seit 2007 gehört Bornholm wie Kopenhagen und Frederiksberg zur Region Hovedstaden und hat seinen Amtstatus verloren.

Ortschaften in der Kommune

Auf dem Bornholm liegen die folgenden Kirchspielsgemeinden (dän.: Sogn) und Ortschaften mit über 200 Einwohnern (byer nach Definition der dänischen Statistikbehörde), bei einer eingetragenen Einwohnerzahl von Null hatte der Ort in der Vergangenheit mehr als 200 Einwohner:

Bornholm und Christiansø (Erbseninseln) mit fünf alten Kommunen (1970–2002) (grüne Farben) und älteren Kommunen
Bevölkerungsentwicklung Bornholm
Nr. Kirchspiel Einwohner[6] Ortschaft Einwohner[1]
18 Aaker Sogn 3.354 Aakirkeby 2.100
02 Allinge-Sandvig Sogn 1.765 Allinge-Sandvig 1.723
19 Bodilsker Sogn 956 Balka 277
01 Christiansø Sogn 94
06 Gudhjem Sogn 696 Gudhjem[A 1] 724
07 Hasle Sogn 1.834 Hasle 1.722
14 Ibsker Sogn 1.259 Årsdale
Listed
461
226
08 Klemensker Sogn 1.711 Klemensker 684
11 Knudsker Sogn[A 2] 2.803
20 Nexø Sogn 3.785 Nexø 3.762
10 Nyker Sogn 1.701 Muleby
Nyker
547
726
17 Nylarsker Sogn 922 Lobbæk
Nylars
371
228
04 Olsker Sogn 1.445 Tejn 1.013
21 Pedersker Sogn 671 Pedersker 251
22 Poulsker Sogn 1.146 Snogebæk 736
03 Rutsker Sogn 657
05 Rø Sogn 451
16 Rønne Sogn 11.675 Rønne[A 2] 13.904
15 Svaneke Sogn 1.009 Svaneke[A 3] 1.100
12 Vestermarie Sogn 1.452 Vestermarie 274
09 Østerlarsker Sogn 945 Østerlars 269
13 Østermarie Sogn 1.504 Østermarie 485
  1. Die Stadt Gudhjem erstreckt sich auch auf das Kirchspiel Østerlarsker Sogn.
  2. a b Das Besiedlungsgebiet der Stadt Rønne erstreckt sich mittlerweile auch auf das Kirchspiel Knudsker Sogn.
  3. Teile der Stadt Svaneke liegen auf dem Gebiet des Kirchspiels Ibsker Sogn.

Bevölkerungsentwicklung

  • 1850: 27.927
  • 1901: 40.889
  • 1950: 48.134
  • 1970: 47.239
  • 1971: 47.241
  • 1972: 47.033
  • 1973: 46.964
  • 1974: 47.035
  • 1975: 47.017
  • 1976: 47.126
  • 1977: 47.207
  • 1978: 47.342
  • 1979: 47.605
  • 1980: 47.780
  • 1981: 47.499
  • 1982: 47.357
  • 1983: 47.313
  • 1984: 47.243
  • 1985: 47.164
  • 1986: 47.039
  • 1987: 46.839
  • 1988: 46.642
  • 1989: 46.105
  • 1990: 45.900
  • 1991: 45.690
  • 1992: 45.541
  • 1993: 45.224
  • 1994: 45.067
  • 1995: 44.936
  • 1996: 45.196
  • 1997: 45.018
  • 1998: 44.786
  • 1999: 44.529
  • 2000: 44.337
  • 2001: 44.126
  • 2002: 44.197
  • 2003: 43.956
  • 2004: 43.673
  • 2005: 43.347
  • 2006: 43.245
  • 2007: 43.040
  • 2008: 42.817
  • 2009: 42.563 [7]
  • 2010: 42.154
  • 2011: 41.802

Source: statistikbanken.dk Statistical Yearbook 2009: Area and population. Regions and inhabited islands



Bornholm.

Geschichte

Vor- und Frühgeschichte

Bornholm wurde landschaftlich von der Eiszeit geprägt. In der Gletscherschmelzphase bildete sich östlich Rönnes ein großes Flussdelta. Durch Aufschwemmen erheblicher Sandmengen entstand eine größere Ebene. Auf Bornholm breitete sich nach dem Abschmelzen der letzten Gletscher zunächst Tundra aus, auf der Rentiere lebten. Erste Jägergruppen erreichten ungefähr 8000 v. Chr. die heutige Insel. Die Wohnplätze der Jäger- und Fischergruppen fand man am Hammer im Norden, in Melsted bei Gudhjem und in Grisby südlich von Svaneke an der Ostküste der Insel. Aus dem Inselinnern kennt man Wohnplätze an den Flüsschen Baga (Baggeå) und Blykobbeå. Aus dem Moor von Vallensgard, das damals noch ein See war, konnte man Jagdgerät und Fischspeere aus Wildknochen bergen. Sogar eine Flöte aus Knochen, Dänemarks ältestes Musikinstrument, fand man in dieser Gegend. Das Rengeweih von Klemensker ist im Museum in Rønne zu besichtigen.

Das Klima erwärmte sich weiter. Nun kamen Elche, Kronhirsche und Wildschweine ins Land. Etwa ab 7500 v. Chr. (im Präboreal) konnten Kiefer, Birke und Hasel Einzug halten. Fischer holten aus 40 Meter Tiefe Kiefernstubben aus der Ostsee, die als Beweis für die Landverbindung mit Rügen angesehen werden. Diese riss vermutlich vor 7000 Jahren ab. Mit dem Rückzug der Gletscher war das Land angestiegen. Gleichzeitig stieg auch der Meeresspiegel, dieser aber schneller als das Land, so dass etwa 5000 v. Chr. große Teile des alten Landes mit Wasser bedeckt waren und die heutige Insel entstand. Laubwälder hauptsächlich aus Linden und Eichen breiteten sich aus. Die Auerochsen wurden selten, während Hirsche und Wildschweine sich auf die veränderten Klimabedingungen umstellen konnten. Der letzte Kronhirsch wurde 1770 auf Bornholm geschossen. Die Jäger lebten jetzt in Küstennähe an Bodden und Buchten, im Landesinnern in Waldnähe, an Bächen und Flüssen und bedeckten Sumpflandschaften.

Bautasteine an der Küste bei Svaneke

Dann erreichten Ackerbauern die Insel. Vor etwa 6000 Jahren begann man die Wälder zu roden, Äcker zu bestellen und sesshaft zu werden. Aus der Zeit stammen die Hünengräber (14 Ganggräber[8] und elf Dolmen), von denen keines/keiner weiter als 2,5 Kilometer vom Meer entfernt ist. Spuren, die die Bronzezeit (1700–500 v. Chr.) hinterließ, sind Felsritzungen und zahlreiche Röser sowie Bautasteine, Runensteine, Steinkisten, Steinkreise und Schiffssetzungen (Egeby, Stammershalle, Trodeskoven und der Galgebakken östlich Vester Marie). Diese Denkmale sind auf Bornholm in einer Vielzahl anzutreffen, die sämtliche vergleichbar großen Regionen in Dänemark bei weitem übertrifft. Bornholm ist nach fast 20 Jahren Forschung des „Stenalderprojekts“, mit dem auch die Siedlungsgeschehen im Neolithikums untersucht wird, ein sehr gut untersuchtes und beschriebenes Gebiet in Mitteleuropa.

Funde von Luxusgegenständen zeugen von intensiven Handelskontakten in der Eisen- und Wikingerzeit (ca. 500 v. Chr. bis 800 n. Chr.). Es muss eine ausgeprägte soziale Hierarchie gegeben haben, wahrscheinlich sogar ähnlich wie in Gudme auf Fünen einen lokalen Herrscher. Die Landwirtschaft entwickelte sich mit den noch heute anzutreffenden Nutztieren und Strukturen weiter.

Der Name Bornholm leitet sich vom altnorwegischen Burgundarholmr („Insel der Burgunden“) ab. Die Insel galt in der Antike als Urheimat des ostgermanischen Stammes der Burgunden (oder als Zwischenstation auf deren Abwanderung von Skandinavien ins Weichselgebiet). Die burgundische Tradition einer skandinavischen Herkunft wird gestützt durch Ortsnamen und archäologische Zeugnisse: Etwa um 300 verschwand der größte Teil der Bevölkerung von der Insel. Die meisten Gräberfelder wurden nicht mehr weiter benutzt, auf den verbliebenen nur wenige Bestattungen vorgenommen.

Mittelalter

Burgruine Hammershus im Norden von Bornholm
Rundkirche Østerlars Kirke
Ostküste Bornholms

Die ersten schriftlichen Quellen um 890 berichten von Bornholm als Königreich, das allerdings schon um 961/985 vom dänischen König Harald Blauzahn erobert wurde. Zahlreiche Runensteine markieren den Beginn der Schrift auf der Insel. Von der Gamleborg („alten Burg“) aus wurde Bornholm verwaltet, allerdings wurde die Insel schon bald zum Spielball zwischen Staat und Kirche, da der König Svend Grathe 1149 große Teile der Insel dem Erzbischof von Lund vermachte. Der dänische Staat verwaltete seinen Inselteil danach von der Lilleborg (Kleinen Burg) aus, die Kirche ihre von der um 1250 errichteten Hammershus. Streitigkeiten zwischen beiden führten 1259 zur Gefangennahme des klerikalen Inselverwalters und im Gegenzug zur Zerstörung der Lilleborg. Die Anfeindungen gingen mit einer Übereinkunft 1362 zu Ende, 1522 endete die kirchliche Herrschaft endgültig.

Frühe Neuzeit

1525 verpfändete der König die Insel an die Hansestadt Lübeck, um Schulden zu begleichen. Die Bornholmer Bevölkerung hatte unter Steuern, Abgaben und Zwangsarbeit schwer zu leiden. 1535 scheiterte ein Aufstand, die Insel kam wieder als Lehen zu Dänemark und wurde von einem Lübecker Beamten als Vogt und dänischem Lehnsmann verwaltet. Die Verpfändung Bornholms an Lübeck endete 1576. Insgesamt regierten während dieser 50 Jahre nacheinander sechs Lübecker Vögte die Insel, wovon der erste, Bernt Knop, in seiner Amtszeit von 1525-43 die zerstörte Festung Hammershus ausbaute und Schweder Ketting in seiner Amtszeit von 1556-72 während des Dreikronenkrieges den wichtigen Lübecker Flottenstützpunkt in der Ostsee gegen die Schweden erfolgreich zu sichern wusste.[9] Zwischen 1643 und 1658 wurde die Insel im Krieg mehrmals von den Schweden besetzt. Die Bevölkerung setzte der schwedischen Herrschaft 1658 jedoch selbst ein Ende. Unter Führung von Jens Kofoed befreite sich die Insel selbst. Bornholm kam, mit zahlreichen Privilegien ausgestattet, endgültig zu Dänemark.

Für Bornholm begann eine lange Friedensperiode. Die Festung Hammershus wurde unwichtig und schließlich geschleift, dafür wurden im späten 17. Jahrhundert auf den Erbseninseln (Ertholmene) Festungsanlagen errichtet. Ihren einzigen Einsatz hatten sie beim Bombardement durch die Briten in den Koalitionskriegen 1808. Sie werden allerdings auch heute noch militärisch genutzt, sind zwar frei zugänglich, stehen aber unter Verwaltung des Verteidigungsministeriums.

Die Wirtschaft der Insel blühte auf, die noch heute typischen Zweige Keramikindustrie, Fischerei und Räucherei entstanden. Landschaftlich erhielt die Insel durch die Anlage des Waldes Almindingen durch den Forstmeister Hans Rømer 1805 ihr heutiges Aussehen.

Zweiter Weltkrieg

Am 10. April 1940 wurde Bornholm wie ganz Dänemark von deutschen Truppen besetzt. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs war Bornholm Umschlagplatz für Flüchtlinge, die von Kopenhagen auf die Insel geschleust wurden, hier von Widerständlern und Bauern versteckt wurden und wenig später ins neutrale Schweden gelangten. Auf umgekehrtem Wege wurden Waffen an die Widerstandsbewegung nach Kopenhagen geschmuggelt.

Als die dänische Regierung 1943 Streik- und Versammlungsverbote der Besatzungsmacht ablehnte und das Kabinett daraufhin aufgelöst wurde, eskalierte die Lage auch auf Bornholm. Etwa 500 Juden gelang am 11. Oktober 1943 unter Mithilfe des deutschen Gesandten Georg Ferdinand Duckwitz von Bornholm aus die Flucht, bevor wenige Monate später die Gestapo nach Bornholm kam. Bis zum Kriegsende kam es daraufhin zu Repressalien gegen die Bornholmer Bevölkerung und Verhaftungen von Fluchthelfern sowie Bauern, die Widerständler oder Juden auf ihren Höfen versteckt hatten.

Nach der Kapitulation der deutschen Truppen in Nordwestdeutschland und Dänemark am 4. Mai 1945 erhielt der Bornholmer Wehrmachtskommandant, Kapitän zur See Gerhard von Kamptz, am 6. Mai eine Kapitulationsaufforderung vom Befehlshaber der sowjetischen Streitkräfte in Vorpommern. Kamptz wies die Aufforderung zurück, da die Kapitulation seiner Auffassung nach nur gegenüber den Westmächten galt, und ließ am 7. Mai (dem Tag der deutschen Gesamtkapitulation) auf sowjetische Aufklärungsflugzeuge schießen. Daraufhin wurden die Städte Rønne und Nexø von der sowjetischen Luftwaffe mehrfach bombardiert und zum größten Teil zerstört, zehn Zivilisten kamen ums Leben.

Nachdem zwischenzeitlich die Nachricht von der Gesamtkapitulation auf Bornholm eingetroffen war, ordnete General der Artillerie Rolf Wuthmann, der am 6. Mai mit den Resten des IX. Armeekorps aus Ostpreußen auf die Insel evakuiert worden war, die Einstellung des Widerstandes an und übergab Bornholm am 9. Mai einem sowjetischen Vorauskommando in Stärke von 110 Mann. Die erheblichen Sachschäden wurden in den Folgejahren auch mit schwedischer Hilfe beseitigt. Am 5. April 1946[10] zogen die sowjetischen Truppen ab.

Archäologie

  • Bei Allinge-Sandvig befindet sich Dänemarks größtes Gebiet von Felsritzungen.
  • Die Ganggräber Lundestenen und Arnager sind zwei von vielen vorzeitlichen Denkmälern auf der Insel.
  • Bei Ausgrabungen Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts wurden - vor allem in Sorte Mulde - weit mehr als 2300 winzige Goldblechfiguren gefunden, die wegen ihrer figürlichen Darstellungen als guldgubber bezeichnet werden, was in etwa „Goldgreise“ bedeutet.

Wirtschaft

Fischerei und bäuerliche Landwirtschaft prägten lange Zeit die Wirtschaft Bornholms. Ihre militärische Bedeutung erlangte die Insel ab dem Mittelalter. Als Flottenstützpunkt wurde Bornholm ab dem 17. Jahrhundert ausgebaut. Im 19. Jahrhundert kam der Bergbau hinzu. Die Grundgesteine Granit und Gneis wurden in mehreren Steinbrüchen als Bausteine, Straßenschotter, für Bord- und Pflastersteine und später für Grabsteine abgebaut. Aus den Juralehmen bei Rønne wurde Bornholmer Steinzeug produziert sowie Ziegelsteine. Im Zweiten Weltkrieg wurde unter Tage sogar die Jurakohle gewonnen. Jura- und Kreidesande wurden für Bauzwecke verwendet. Der Abbau der Sande wurde jedoch am 1. Juli 1988 auf Grund ihrer Bedeutung für die Trinkwasserversorgung verboten.

Tourismus

Aufgrund seiner Randlage entwickelte sich Bornholm in den Nachkriegsjahren nur langsam. Ein Aufschwung für die damals knapp 50.000 Inselbewohner setzte mit dem Tourismus ein. Die Natur der Insel und ihre Strände lockten Besucher ebenso an wie das besondere Klima und die vielen Vorzeitdenkmäler (dän. Fortidsminder). Die Insel bietet viele Betätigungsmöglichkeiten. Die Naturphänomene sind durch Wander- und Radwege erschlossen. Badetourismus ist an mehreren Stränden möglich. Der weiße Sand, das klare Wasser der Ostsee und das ausgeprägte solare Klima reihen den ausgedehnten Strand von Dueodde in die besten Ostseestrände ein. Golfspielen, Reiten, Radfahren und andere sportliche Betätigungen sind möglich. Kunst- und Kulturtourismus sind möglich, wichtige Faktoren dafür sind Bornholms Kunstmuseum sowie das naturwissenschaftliche Museum Natur Bornholm. Anziehungspunkte sind die pittoresken Alt- und Hafenstädte, die berühmten Rundkirchen und die Ruine Hammershus, die älteste Burgruine Nordeuropas. Kunsthandwerkliche Produkte werden auf der Insel selbst gefertigt, wie etwa Glasbläsereien und Bornholmer Steinzeug, und gerne als hochwertiges Mitbringsel gekauft. Kulinarische Anziehungspunkte sind die Fischräuchereien mit ihrem vielfältigen einheimischen Speisenangebot. Die Hafenstadt Rønne ist auch Einfallstor für Tagestouristen, die in der großen Altstadt flanieren und oft Rundtouren durch die Insel buchen. Das Beherbergungsangebot reicht von Jugendherbergen in den Hauptorten bis hin zu Fünf-Sterne-Hotels in Rønne, im südlichen Balka und im nordöstlichen Sandvig. Ferienhauszentren, aber auch Sitz mehrerer Strand-/Küstenhotels sind Dueodde, Balka, Sømarken und Allige-Sandvig.

Museen und Sehenswürdigkeiten

Bornholmer Kunstmuseum

Das 1993 erbaute und 2003 modernisierte Bornholmer Kunstmuseum ist architektonisch wie inhaltlich reizvoll. Angelehnt an die Bauhaus-Architektur fügt sich das mit einem Leuchtturm ähnelnden Turm ausgestattete Gebäude harmonisch in die Küstenlandschaft bei Helligdomsklipperne rund sechs Kilometer westnordwestlich von Gudhjem ein. Die Dauerausstellung umfasst Ölgemälde dänischer und vor allem Bornholmer Künstler des 19. Jahrhunderts bis zu Skulpturen der Gegenwartskunst; auch dänische Designstudien (z. B. Georg Jensen) befinden sich in der Dauerausstellung. Die Wechselausstellung bietet Künstlern der Gegenwart eine großzügige Ausstellungsfläche, die durch die bodentiefen Fenster mit Blick auf die Ostsee eine durch Naturlicht begünstigte Betrachtung der Objekte ermöglicht. Im hinteren Teil des Gebäudes gelangt man durch die Gegenwartsausstellung (z. B. Glaskunst aus Gudhjem) über einen 30 Meter langen Steg zu einer Aussichtsplattform. Ein besonderes Merkmal des Museums ist ein Rinnsal, das direkt durch das Gebäude geleitet wird.

Rundkirchen

Eine Besonderheit der Insel sind die vier Rundkirchen. Salomons Kapel ist eine mittelalterliche Kirchenruine.

Verkehr

Bornholm besitzt ein gut ausgebautes Straßennetz.

Fährverbindungen

Es gibt eine Schnellfährverbindung der Reederei BornholmerFærgen nach Ystad in Schweden (Fahrtdauer rund 75 Minuten), wo Anschluss an einen InterCity oder den Bornholmerbus Nr. 866 über die Öresundbrücke nach Kopenhagen besteht. Ferner bestehen Fährverbindungen mit Mukran auf Rügen (rund 3½ Stunden), Køge auf Seeland (rund 6½ Stunden), Swinemünde (Świnoujście, Polen) und Kolberg (Kołobrzeg, Polen). Bornholms Hauptfährhafen ist der Hauptort Rønne. Von den Hafenstädten Gudhjem und Allinge-Sandvig besteht eine saisonale Fährbootverbindung zu den Erbseninseln (Ertholmene), die außerdem täglich vom Postboot angesteuert werden.

In den Sommermonaten fährt eine Personenfähre von Allinge nach Simrishamn (Schweden).

Flugverkehr

Der Regionalflughafen Bornholm befindet sich südlich des Hauptortes Rønne; ein weiterer Flugplatz bei dem Ort Rø im mittleren Nordosten der Insel musste 2003 einem Golfplatz weichen.

Bahnverkehr

Bis 1968 gab es Eisenbahnverkehr durch die Gesellschaft Die Bornholmer Eisenbahnen, die sowohl Personen- als auch Gütertransport auf mehreren Meterspurstrecken durchführte.

Öffentlicher Nahverkehr

Busse des Unternehmens BAT verbinden regelmäßig alle größeren Ortschaften. Die Busse nehmen auch Fahrräder mit. [11]

Radwegenetz

Bornholm überzieht ein dichtes, gut beschildertes Radwegenetz von über 230 Kilometern Länge, das z.T. auf den stillgelegten ehemaligen Bahntrassen angelegt wurde.

Auf dem Radweg zwischen Nexö und Aarsdale im Osten Bornholms

Persönlichkeiten

Sonstiges

  • Das Maskottchen der Insel Bornholm ist der 1943 von Ludvig Mahler geschaffene kleine Troll Krølle-Bølle.
  • Die Bornholmer Hafenstadt Gudhjem liegt exakt auf dem 15. Längengrad, nach dem die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) berechnet wird. Daher wird diese Zeit in Dänemark auch Gudhjem-Zeit genannt. Im Süden der Insel, etwas östlich von Slusegård, schneidet der 15. Längengrad zudem den 55. Breitengrad. Dieser 'Knudepunt' ist als Meridianstein durch eine Granitplatte markiert.
  • Die durch Coxsackieviren B verursachte Infektionskrankheit Morbus Bornholm wurde nach der Insel benannt, nachdem die Krankheit dort erstmalig dokumentiert wurde.
  • Im Herbst 2000 entdeckte eine 18-jährige Teilnehmerin eines Geologiekurses bei Robbedale den Zahn eines Raubdinosauriers, der 2003 als Dromaeosauroides bornholmensis erstbeschrieben wurde. Dies ist der erste Überrest eines Dinosauriers, der jemals in Dänemark gefunden wurde.
  • Der dänische Abenteuerfilm für Kinder Der verlorene Schatz der Tempelritter spielt auf Bornholm.

Siehe auch

Literatur

  • Jørgen Butzbach: 1700 Millionen Jahre Bornholm. William Dams Boghandel A/S, Rønne, 2000, ISBN 87-87021-78-1.
  • Peter Gravesen: Bornholm (erschienen in der Reihe Geologisk set) - 208 S., zahlr. Abb. und Karten, Geografforlaget, Brenderup (DK) 1996.
  • Jørn Lund (Red.): Den Store Danske Encyklopædi Danmarks Nationalleksikon, København 1994, ISBN 87-7789-045-0.
  • Birger Nerman: Det svenska rikets uppkomst. Stockholm 1925.
  • Martin Andersen Nexö: Pelle der Erorberer. Ein neues Leben. Würzburg, Arena, 2002, ISBN 3-401-05469-4. (Autobiographischer Roman über die Kindheit des Autors auf der Insel.)
  • Hilthart Pedersen: Die jüngere Steinzeit auf Bornholm. Grin, München 2008, ISBN 978-3-638-94559-2.
  • Bent Rying: Bornholm. Gestalt, Geschichte, Kultur. Wachholtz, Neumünster 1981, ISBN 3-529-06172-7.
  • Bornholms Velkomstcenter und Bornholms Amt : Bornholm. Radwandern durch Natur und Kultur. 3. Auflage. Rønne 1996, ISBN 87-88440-12-5.

Weblinks

 Commons: Bornholm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b www.statistikbanken.dk: Tabelle BEF44 (Folketal pr. 1. januar fordelt på byer)
  2. Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF4: Folketal pr. 1. januar fordelt på øer (dänisch)
  3. Statistisches Jahrbüch für Dänemark 2009, Kapitel: Geographie
  4. www.Statistikbanken.dk
  5. a b Bornholm - Student findet Dinosaurier-Fussabdruecke
  6. Statistikbanken -> Befolkning og valg -> KM1: Befolkningen 1. januar, 1. april, 1. juli og 1. oktober efter sogn og folkekirkemedlemsskab (dänisch)
  7. www.statistikbanken.dk → Befolkning og valg → Folketal → Tabelle BEF4: Folketal pr. 1. januar fordelt på øer, abgerufen am 4. Oktober 2009
  8. Hilthart Pedersen: Die jüngere Steinzeit auf Bornholm. Grin, München 2008, ISBN 978-3-638-94559-2.
  9. Antjekathrin Graßmann: Lübeckische Geschichte. 2. Auflage. Lübeck 1989, ISBN 3-7950-3203-2, S. 376 ff.
  10. Sabine Neumann, Horst Schwartz: Bornholm, Seite 33. ISBN 3-7701-3532-6, abgefragt am 4. April 2011
  11. http://www.brk.dk/brk/site.aspx?p=11232

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