Albatros B.II
Albatros L30
Eine Albatros B.II im Polnischen Luftfahrtmuseum in Krakau
Typ: Aufklärungs- und Schulflugzeug
Entwurfsland: Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich
Hersteller: Albatros Flugzeugwerke
Erstflug: 1914

Die Albatros B II war ein deutsches Militärflugzeug, das von den deutschen, österreich-ungarischen und türkischen Luftstreitkräften im Ersten Weltkrieg eingesetzt wurde. Es wurde 1914 als Weiterentwicklung der Albatros B I entworfen. Sie wurde ebenfalls vom Konstrukteur Grohmann entwickelt und trug die Projektbezeichnung L-2 beziehungsweise die Werksbezeichnung DD-2.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Wie bei dem Vorgänger B I handelte es sich um einen Aufklärer. Damit der Beobachter im vorderen Sitz eine bessere Sicht hatte, waren die unteren Tragflügel in der Wurzel rechteckig ausgeschnitten.

Bis 1915 diente die Maschine als unbewaffneter Aufklärer, wurde dann aber durch die stärkeren und bewaffneten Flugzeuge der C-Reihe ersetzt. Wegen ihrer hervorragenden Flugeigenschaften, der Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit verwendete man sie als Schulflugzeug bis zum Ende des Ersten Weltkrieges und zum Teil darüber hinaus. So benutzte die polnische Luftwaffe insgesamt 24 Albatros B II und B IIa bis in die zwanziger Jahre hinein als Schulflugzeuge.

Die Maschine wurde mit 100 PS Mercedes D I-, 110 PS Benz Bz II- und 120 PS Mercedes D II-Motoren produziert.

In der Version B IIa (Werksbezeichnung Albatros L 30) verfügte das Flugzeug über eine verstärkte Zelle und Mercedes D II- oder Argus As II-Motor (beide 120 PS).

Die B II war Ausgangspunkt der Weiterentwicklung des Aufklärers C I, der den Urvater einer bis zu C XIII reichenden Reihe bildete.

Albatros B.II mit behelfsmäßig montiertem MG in vorderem Beobachterstand

Nach dem Vorbild eines erbeuteten Albatros wurden die russischen Lebedew-11 und Lebedew-12 gebaut.

Technische Daten

Kenngröße Daten
Spannweite 12,80 m
Länge 7,65 m
Höhe 3,15 m
Flügelfläche 36,60 m²
Leergewicht 720 kg
Zuladung 350 kg
max. Startgewicht 1.070 kg
Triebwerk ein wassergekühlter 6-Zylinder-Reihenmotor Mercedes D-I
105 PS Startleistung
Höchstgeschwindigkeit 110 km/h
Steigleistung 2,00 m/s
Dienstgipfelhöhe 3.000 m
max. Reichweite 400 km
Besatzung 2 Mann

Erhaltene Flugzeuge

Heeresgeschichtliches Museum, Wien[1]

Einzelnachweise

  1. Manfried Rauchensteiner, Manfred Litscher (Hg.): Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien. Graz, Wien 2000 S. 68.

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