Batmans Rückkehr
Filmdaten
Deutscher Titel Batmans Rückkehr
Originaltitel Batman Returns
Produktionsland USA, UK
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1992
Länge 125 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Tim Burton
Drehbuch Daniel Waters
Produktion Tim Burton, Denise Di Novi
Musik Danny Elfman
Kamera Stefan Czapsky
Schnitt Bob Badami, Chris Lebenzon
Besetzung

Batmans Rückkehr (Originaltitel: Batman Returns) ist eine Verfilmung des von Bob Kane geschaffenen Batman-Comics aus dem Jahr 1992. Regie führte Tim Burton, die Hauptrolle spielte Michael Keaton. Es handelt sich um eine Fortsetzung des Spielfilms Batman aus dem Jahr 1989.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der korrupte Millionär Max Shreck will in Gotham City unter dem Deckmantel eines Kraftwerks einen gigantischen Kondensator errichten, um der Stadt die Energie abzuziehen. Er stößt mit seinen Plänen sowohl beim Bürgermeister als auch bei Bruce Wayne auf Widerstand. Um seinen Plan doch noch umsetzen zu können, verbündet er sich mit dem Pinguin, einem Mann, der aufgrund eines genetischen Fehlers einen deformierten Körper hat und wie ein Pinguin aussieht. Der Pinguin wurde als Baby von seinen reichen Eltern mitsamt Kinderwagen in einen Fluss geworfen. Er landete in der Kanalisation der Stadt, wo er 33 Jahre lang im Untergrund lebte und eine Verbrecherbande gründete.

Shreck verhilft dem Pinguin zu einer Rückkehr in die Gesellschaft und versucht, ihn zum Bürgermeister zu machen, um mit seiner Hilfe sein „Kraftwerk“ bauen zu können. Dabei nutzen beide vor allem Pinguins Zirkusbande Red Triangle, die durch Plünderungen und Terror das Vertrauen in den aktuellen Bürgermeister schwächen soll. Bruce Wayne versucht in Gestalt seines Alter Egos Batman das Duo zu stoppen.

Neben Shreck und dem Pinguin muss er sich auch mit der schönen und gefährlichen Catwoman alias Selina Kyle auseinandersetzen. Selina ist die Assistentin von Max Shreck. Als sie durch Zufall von den Plänen des Millionärs erfährt, versucht Shreck, sie zu töten, indem er sie aus dem Fenster stößt. Selina hat jedoch als Catwoman neun Leben. Nach dem Sturz aus dem Fenster steht sie benommen wieder auf und geht nach Hause. Dort näht sie sich ein Kostüm und verwandelt sich in Catwoman. Sie beschließt Rache an Max Shreck zu nehmen und sieht Batman auf diesem Weg als Hindernis.

Nachdem Batman Catwoman in Notwehr mit Säure angegriffen und von einem Dach geworfen hatte, finden Catwoman und der Pinguin zusammen, da sie beide dasselbe Ziel haben: Batman zu vernichten. Sie planen die Entführung der Eisprinzessin und die Manipulation des Batmobils. Batman kann jedoch fliehen und schafft es, die wahren Ziele des Pinguins bei einer seiner Reden vor den Bürgern bloßzustellen. Der Pinguin flieht vor der wütenden Menge zurück in die Kanalisation und plant daraufhin Rache an Gotham City zu nehmen.

Während Batman und Catwoman gegeneinander kämpfen, verlieben sich Bruce Wayne und Selina Kyle ineinander. Auf Shrecks Kostümball erkennen beide die Doppelidentität des jeweils anderen. Gleichzeitig erscheint unerwartet der Pinguin auf dem Ball und holt Shreck hinunter in sein geheimes Versteck. Von dort plant der die Entführung und Ermordung aller Erstgeborenen Gotham Citys, was Batman allerdings verhindert. Nun greift Pinguin zum Äußersten und setzt seine Pinguinarmee auf Gotham City an, die, mit Raketen bewaffnet, Hunderttausenden den Tod bringen soll. Allerdings gelingt es Batman, die Kontrolle über diese Armee zu erhalten und richtet sie gegen das Versteck des Pinguins selbst, das durch den Beschuss schwer beschädigt wird.

In einer finalen Konfrontation zeigen sich Bruce und Selina ohne Masken. Bruce wird von Shreck verwundet, dieser von Selina durch Stromschlag getötet, wodurch sie ein weiteres Leben verliert. Kurz darauf bei dem hoffnungslosen Versuch, Batman vor Ort zu erschießen, stirbt der tödlich verwundete Pinguin.

Bruce fährt heimwärts durch das nächtliche Gotham. Ein großer Schatten huscht durch eine Gasse, der Catwoman ähnelt. Bruce findet lediglich ihre Katze und nimmt sie mit zu sich. Während seine Limousine die Straßen entlang fährt, reckt sich die totgeglaubte Catwoman dem im Nachthimmel leuchtenden Fledermaus-Symbol Batmans entgegen.

Entstehung

Das Batmobil aus den Batman-Filmen von Tim Burton

Erst als das Warner-Bros.-Studio Tim Burton künstlerische Freiheit gewährte, erklärte er sich bereit, in einer zweiten Batman-Verfilmung seiner Vision Ausdruck zu verleihen, nachdem er den ersten Teil als misslungen betrachtete. Batman-Autor Sam Hamm hatte bereits 1990 die Arbeit an einer Fortsetzung des Erfolgsfilms abgeschlossen, woran Burton jedoch kein Interesse zeigte: Er hatte die Lust an Figuren wie Staatsanwalt Harvey Dent (Billy Dee Williams) und Bruce Waynes Freundin Vicky (Kim Basinger) verloren und lehnte die Einführung von Batmans Mitstreiter Robin grundsätzlich ab. Also verpflichteten Warner Bros. Burtons Freund Daniel Waters (Autor von Heathers, Hudson Hawk) für eine zweite Drehbuchfassung. Dieser ließ die fortgesetzten Handlungselemente aus Batman fallen und konzipierte Batmans Rückkehr als eigenständigen Film, in dem der Pinguin und Catwoman einen Pakt gegen Batman schlossen.

Nachdem in den Massenmedien der Plot bekannt wurde, stellte sich Hollywood vor allem die Frage: Wer sollte Catwoman spielen? Burtons Favoriten Winona Ryder und Lena Olin waren bereits für andere Projekte verpflichtet, und Sean Young hatte gegen Shooting-Star Annette Bening keine Chance. Als diese jedoch von Warren Beatty schwanger wurde, fiel die Wahl auf Michelle Pfeiffer, die sich bereits 1988 für die Rolle beworben hatte, als es noch gar keine Pläne für Catwoman gab. Ohne das Drehbuch überhaupt gelesen zu haben, unterschrieb dann auch Danny DeVito (die Rolle des Pinguins hatten Burgess Meredith und Dustin Hoffman vorher abgelehnt). Erst wenige Wochen vor Drehbeginn verpflichtete sich Pfeiffers Ex-Freund Michael Keaton, nachdem ihm 10 Millionen Dollar Gage plus Einspielbeteiligung für die Wiederholung seiner bekanntesten Rolle angeboten wurden.

Unter der Leitung von Produzentin Denise Di Novi (Edward mit den Scherenhänden) begannen im September 1991 die siebenmonatigen Dreharbeiten in Kalifornien und London. Warner Bros. hatten in acht Hallen die 20 Meter hohen Filmsets bauen lassen sowie ein Becken für eine halbe Tonne Frischeis und über zwei Millionen Liter Eiswasser, in dem sich über 40 Pinguine tummelten. Die Produktionskosten für Batmans Rückkehr waren doppelt so hoch wie die für Batman: Allein die Bereitstellung der vakuumdichten Catwoman-Kostüme belief sich auf 600.000 Dollar, die Gagen der Schauspieler kosteten weitere 35 Millionen Dollar. Um sichtbar kalten Atem zu erzeugen, kühlten riesige Apparate die Hallen auf 15 °C (der Film spielt zur Weihnachtszeit). Technisch fortschrittlich war der erstmalige Einsatz vom neuartigen Tonformat Dolby Digital. Burtons Kompromisslosigkeit schloss bei dieser Batman-Produktion die Zugabe von Popmusik aus, um die düstere Grundstimmung nicht zu unterbrechen. Lediglich seine Lieblingsband Siouxsie and the Banshees durften ihren Song Face to Face zu einer Schlüsselszene beisteuern.

Erfolg

Auch das Erscheinen von Batmans Rückkehr wurde wie Batman von einer multimedialen Werbekampagne begleitet: Warner Bros. gaben allein für die Reklame 20 Mio. Dollar aus, während die Merchandising-Rechte an weitere 130 Unternehmen, wie Coca-Cola, McDonald’s und Nike, verliehen wurden. Die Rechnung ging auf: Am Startwochenende spielte Batmans Rückkehr 48 Mio. Dollar ein und brach damit alle Rekorde. Doch machten verhaltene Filmkritiken und der Vorwurf der Tierquälerei Schlagzeilen: PETA warf eine nicht artgerechte Haltung der Pinguine vor, der Tiertrainer Gary Gero eine hervorragende Fütterung und die übermäßige Eierproduktion als Ausdruck von Wohlbehagen entgegen hielt. Doch gegen die negative Presse und Sommerhits wie Basic Instinct und Brennpunkt L.A. – Die Profis sind zurück konnte sich Batmans Rückkehr nicht durchsetzen. Trotz des verdoppelten Budgets von Batman konnte Batmans Rückkehr mit 267 Mio. US-Dollar (weltweite Kinoeinnahmen) nur die Hälfte des Vorgängers erzielen.[1]

Kritik

„Der Film verlagert das Schwergewicht auf die Aufdeckung der nachfreudianischen Realität der Cartoon-Figuren und ihres Verhaltens. Die opernhafte Inszenierung bedient sich eines cartoonhaft pointierten Designs, das seine gigantischen Entwürfe dem Expressionismus, Kubismus und der Nazi-Kunst entlehnt. Die Perspektive des Regisseurs überlagert die genreübliche Action und versucht, die Comic-Charaktere psychologisch zu vertiefen.“

Lexikon des Internationalen Films

Auszeichnungen

Der Film wurde 1993 in den Kategorien Beste visuelle Effekte und Bestes Make-up jeweils für einen Oscar nominiert.

Quellen

  1. Batman Returns Einnahmen, .

Weblinks


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