Öffentliches Gymnasium der Stiftung Theresianische Akademie


Öffentliches Gymnasium der Stiftung Theresianische Akademie
Öffentliche Gymnasium der Stiftung Theresianische Akademie
Schulform AHS
Gründung 1746
Ort Wien
Bundesland Wien
Staat Österreich
Koordinaten 48° 11′ 35,2″ N, 16° 22′ 15,5″ O48.19310316.370983Koordinaten: 48° 11′ 35,2″ N, 16° 22′ 15,5″ O
Schüler etwa 820
Lehrer etwa 130
Leitung HR Waltraud Hauschka
Website www.theresianum.ac.at

Das Öffentliche Gymnasium der Stiftung Theresianische Akademie kurz Theresianum, ist eine Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht im 4. Wiener Gemeindebezirk an der Favoritenstraße 15.

Die Neue Favorita von der Favoritenstraße aus gesehen, beherbergt heute das Theresianum
Blick auf den Giebel mit dem Reichsadler Josephs II.
Das Theresianum, vom Park aus gesehen
Der Park der Schule
Bibliotheksstempel der „NPEA Wien-Theresianum“

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1746 verkaufte Maria Theresia von Österreich das Barockschloss Favorita an die Jesuiten mit der Auflage, darin eine Erziehungsanstalt (Ritterakademie) „zum Besten des allgemeinen Wesens, besonders aber der adeligen Jugend“ zu errichten. Die Hauptaufgabe war die Heranziehung von gebildeten und loyalen Staatsbeamten und Diplomaten. 1783 löste Kaiser Joseph II. alle Ritterakademien, so auch das Theresianum, auf. 1797 genehmigte Kaiser Franz II. eine Wiedereröffnung unter der Leitung der Piaristen. Die Fassade wurde im klassizistischen Stil umgebaut. Nach der Märzrevolution 1848 verfügte Kaiser Franz Joseph I. die „Zulassung von Söhnen des Bürgertums“ als Schüler. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an NS-Deutschland 1938 lösten die Nationalsozialisten die Theresianische Akademie auf und richteten eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt ein. Mit dem Staatsvertrag 1955 erhielt die Stiftung die Liegenschaft zurückerstattet und 1957 konnte der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden. Seit 1989 gibt es auch Schülerinnen am Theresianum.

Gegenwart

Neben der Allgemeinbildung liegt der Schwerpunkt der Schule in der Fremdsprachenausbildung – zu den Pflichtfächern zählen außer Deutsch noch Englisch, Französisch, Latein, Russisch und Mathematik – und in der Erziehung zur Internationalität. Besonderer Wert wird auf Höflichkeit und gutes Auftreten gelegt. Ein Zusatzangebot gibt es in den Bereichen Sport, Kunst, Kreativität, Informations- und Kommunikationstechnologie und Musik sowie Wirtschaftsprojekte. Die Schule wird als Halb- und Vollinternat geführt.

Das Schulgelände ist 50.000 m² groß und umfasst einen Fußballplatz, sowie einen Funcourt, zwei weitere Fußballplätze, ein Schwimmbad, einen Tennisplatz, eine Laufbahn, zwei Beachvolleyballplätze, einen Basketballplatz, eine ältere kleine Halle und eine große Halle, in der Kletterwände, sowie andere Sportgegenstände zur Verfügung stehen.

Derzeit besuchen knapp 800 Schüler die Theresianische Akademie. Viele kommen aus weiter entfernten Bundesländern oder aus dem Ausland und haben in diesem Fall die Möglichkeit im Internat zu wohnen.

Die Professorenwahl trifft die jeweilige Schulleitung in Zusammenarbeit mit dem Stadtschulrat für Wien. Das Internat sowie einige Aktivitäten werden mit dem Lycée Français de Vienne geteilt.

Es ist geplant ab September 2011 eine Volksschule sowie ab April 2011 einen Kindergarten auf dem Areal einzurichten.

Bekannte Absolventen

Literatur

  • Erich Schlöss, Franz Ögg, Heinz Kröll: Einfahrt Tag und Nacht freihalten ... oder das Theresianum auf der Wieden. Ein Bildbericht. Verlag Schendl, Wien 1983, ISBN 3-85268-081-6.
  • Eugen Guglia: Das Theresianum in Wien. Vergangenheit und Gegenwart. Bearbeitet und ergänzt von Rudolf Taschner. Mit Illustrationen von Heinz Kröll. Böhlau, Wien u. a. 1996, ISBN 3-205-98510-9.

Weblinks

 Commons: Neue Favorita – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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