Antonow A-7
Risszeichnung: Antonow A-7 Lastensegler
Antonow A7
Historische Anstecknadel der UdSSR mit der Antonow A-7

Die Antonow A-7 oder als Einsatzvariante Antonow RF-8 war ein in der Sowjetunion hergestellter Lastensegler. Die Entwicklung fand im OKB-115 bei Jakowlew statt, Konstrukteur war jedoch Oleg Konstantinowitsch Antonow.

Der Hochdecker verfügte über ein einziehbares Fahrwerk mit starrem Hecksporn. Unter dem Vorderteil der Maschine war eine hölzerne Gleitkufe eingebaut. Die Räder konnten mit Schneekufen versehen werden. Die Maschine bestand aus einem Holzrahmen und besaß eine Stoffbespannung. Das Leitwerk war konventionell, Höhen- und Seitenruder waren trimmbar. Die äußeren Tragflächen waren hinter den Landeklappen, die als Spreizklappe ausgeführt waren, zum Transport abnehmbar. Aus dem Tragflügel konnten Spoiler ausgefahren werden.

Neben dem Piloten konnte das Flugzeug sechs Soldaten transportieren. Zum schnellen Verlassen der Maschine war rechts hinter der Tragfläche und links hinter dem Cockpit je eine Tür eingebaut. Der Rumpfquerschnitt war rechteckig. Die Maschine wurde zur Versorgung von Partisanen oder für Kommandooperationen benutzt.

Die Entwicklung begann etwa 1938; im Jahr 1940 hätte die Fertigung aufgenommen werden können, jedoch verzögerte der Überfall auf die Sowjetunion die Produktion. Erst Ende 1942 konnte sie in vollem Umfang anlaufen. Letztlich wurden etwa 400–500 Stück gefertigt. Die Maschine erwies sich als ebenso brauchbar wie die Airspeed AS 51 Horsa oder die DFS 230. Als Schleppflugzeuge wurden in der Regel die Iljuschin DB-3, die Tupolew SB-2 oder Tupolew TB-3 verwendet.


Technische Daten

Kenngröße Daten
Hersteller Antonow
Konstrukteur(e): Oleg Konstantinowitsch Antonow
Spannweite 19,00 m
Länge 11,50 m
Höhe 2,70 m
Flügelfläche 23,20 m²
Gleitzahl 23 bei 105 km/h
Nutzlast etwa 800 kg
Startgewicht max. 1.755 kg
Passagiere 6 Fallschirmjäger
Besatzung 1
Schleppgeschwindigkeit 200 km/h
Höchstgeschwindigkeit 300 km/h

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