Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1940


Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1940
Wahlmännerstimmen nach Bundesstaaten:
  • Mehrheit für die Demokraten (Roosevelt)
  • Mehrheit für die Republikaner (Willkie)

Die Präsidentschaftswahl 1940 wurde im Schatten des Zweiten Weltkriegs, der im September des vorangegangen Jahres ausgebrochen war, ausgetragen. Der amtierende Präsident Franklin D. Roosevelt brach die Tradition und kandidierte ein drittes Mal, was zu heftigen Kontroversen führte. Bei der Wahl setzte er sich jedoch mit 27 zu 22 Millionen Stimmen gegen den Republikaner Wendell Willkie durch.

Inhaltsverzeichnis

Kandidaten

Demokraten

Roosevelt zögerte lange, ob er für eine dritte Amtszeit kandidieren sollte, aber aufgrund der Tatsache, dass er von den Demokraten sehr unterstützt wurde, akzeptierte er die Nominierung. Auf der demokratischen Convention wählte er Henry A. Wallace, seinen Landwirtschaftsminister als Vizepräsidentschaftskandidat aus. Wallace, ein bekennender Liberaler, bekam teils heftigen Gegenwind zu spüren, vor allem von den eher konservativen Demokraten aus dem Süden des Landes.

Republikaner

Schon lang vor dem republikanischen Nominierungsparteitag 1940, der in Philadelphia, Pennsylvania abgehalten wurde, ging man davon aus, dass sich das Rennen zwischen Senator Robert Taft aus Ohio, Arthur Vandenberg aus Michigan und Thomas E. Dewey, einem Staatsanwalt aus Manhattan, entscheiden würde. Alle drei waren in den primaries angetreten; allerdings wurden dort nur 300 der 1.000 Delegierten 'vergeben'. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein noch unbekannter Kandidat in den Ring steigen würde (ein sogenanntes dark horse), war dementsprechend hoch. Dieser erschien in der Person von Wendell Willkie, einem Wirtschaftsanwalt und ehemaligen Präsidenten eines großen Versorgungsunternehmens, der von Medienmagnaten wie Ogden Reid (New York Herald Tribune) und Roy Howard (E. W. Scripps Company) unterstützt wurde und sich breiten Zuspruchs bei der Parteibasis erfreute. Noch im Mai lag seine Zustimmungsrate bei gerade einmal drei Prozent, wuchs aber, auch infolge des deutschen Sieges über Frankreich, bis zur Versammlung immer weiter an. Willkie vertrat nämlich eine weit weniger isolationistische Haltung als seine drei Konkurrenten und konnte sich schließlich im sechsten Wahlgang durchsetzen. Ohne jemals ein politisches Amt bekleidet zu haben, wurde er Kandidat für die Präsidentschaftswahl. Als sein Running Mate fungierte Charles L. McNary, US-Senator aus Oregon.



Ergebnis

Kandidat Partei Stimmen Wahlmänner
Anzahl Prozent
Franklin D. Roosevelt Demokrat 27.313.945 54,7 % 449
Wendell Willkie Republikaner 22.347.744 44,8 % 82
Norman Thomas Sozialist 116.599 0,2 % 0
Roger Babson Prohibitionist 65.922 0,1 % 0
Andere 53.586 0,1 % 0
Gesamt 49.902.113 99,9 % * 531

* an 100 % fehlende Prozent: ungültige Stimmen / andere Kandidaten

266 Stimmen waren für die Wahl zum Präsidenten notwendig.

Sonstiges


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