Autostrada A1 (Polen)

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Autostrada A1 in Polen
Autostrada A1 (Polen)
Autostrada A1 (Polen)
Karte
Verlauf der A 1
Basisdaten
Betreiber: Generalna Dyrekcja Dróg Krajowych i Autostrad
weiterer Betreiber: Gdańsk Transport Company S.A.
Straßenbeginn: Pruszcz Gdański (54° 14′ N, 18° 37′ O54.2352918.608685)
Straßenende: Gorzyce (49° 56′ N, 18° 24′ O49.9363518.40744)
Gesamtlänge: 565,1 km geplant/im Bau
  davon in Betrieb: 205,4 km
  davon in Bau: 235,9 km
  davon in Planung: 123,8 km

Woiwodschaft:

Nutzungsvoraussetzung: Streckenmaut
Ausbauzustand: 2x2 und 2x3 Fahrstreifen
Abschnitt Swarożyn – Nowe Marzy: Richtung Danzig
Abschnitt Swarożyn – Nowe Marzy: Richtung Danzig

Die Autostrada A1 ist eine zum Teil fertiggestellte, überwiegend im Bau und in Planung befindliche Autobahn in Polen. Die 570 km lange Strecke führt entlang der Nationalstraße 1 von Nord nach Süd. Sie beginnt bei Dreistadt und führt über Toruń bis zum Autobahnkreuz Łódź-Północ, wo sie die Autobahn A2 kreuzt. Im weiteren Verlauf führt sie über Częstochowa und Gliwice zur Grenze mit Tschechien bei Wodzisław Śląski. Im Autobahnkreuz Gliwice-Sośnica kreuzt sie die Autobahn A4. An der tschechischen Grenze geht sie in die Dálnice 1 über.

Die Autobahn ist Teil des paneuropäischen Verkehrskorridors VI und der Europastraße E75 zwischen den beiden Autobahnkreuzen Rusocin und Pyrzowice.

Inhaltsverzeichnis

Planungsgeschichte

Bereits in den Netzplänen von 1945 und 1946 ist ein Verbindung von Dreistadt zur tschechischen Grenze vorgesehen.[3][4] Die Strecke ist durchgehend in den Netzplänen von 1963, 1971, 1976 und 1985 in verschieden Varianten enthalten.[5][6][7][8] Im Netzplan von 1993 wird die Strecke als A1 bezeichnet.[9] Seitdem ist sie durchgehend als A1 in den Plänen.[10][11][12][13] 1972 wurden die Planungen für den Verlauf von Tuszyn über Piotrków Trybunalski nach Częstochowa gestartet. Die Planungen sahen vor, dass die neue Straße an allen Ortschaften vorbeigeführt und autobahnähnlich ausgebaut werden sollte. Der Straßenquerschnitt sollte aus zwei Fahrbahnen mit jeweils zwei Fahrstreifen aufgebaut sein. Ende der 1980er wurde die gesamte Strecke freigegeben. Jedoch wurde lediglich nur die 17,5 km lange Strecke bis Piotrków Trybunalski als Autobahn bezeichnet. Der Rest der Strecke wurde als Nationalstraße 1 ausgeschildert, da die ursprünglich geplanten Anschlussstellen als Kreuzungen mit Ampeln realisiert wurden. 2005 wurde die Ortsumgehung von Toruń im Verlauf der geplanten Autobahnstrecke eröffnet. Bis zur Fertigstellung der A1 wird dieser 10,5 km langer Teil als Schnellstraße S10 bezeichnet.

Maut

Die Autobahn A1 ist als mautpflichtige Autobahn geplant. Das 150 km lange Teilstück von Danzig bis Toruń wird als Öffentlich-Private Partnerschaft realisiert. Als privater Auftragnehmer wurde die Autobahnbetreibergesellschaft Gdańsk Transport Company verpflichtet, die für die Finanzierung, Planung, den Bau und Betrieb dieses Teilstücks der Autobahn zuständig ist. Daher werden auf diesem Abschnitt Mautgebühren für alle Fahrzeuge an den Mautstellen erhoben. Für den nächsten Autobahnabschnitt von Toruń bis Stryków ist die staatliche Behörde GDDKiA verantwortlich. Dieser soll nach der Fertigstellung mautpflichtig werden. Auch der nächste Abschnitt von Stryków bis Tuszyn wird von der GDDKiA realisiert und soll mautpflichtig für alle Fahrzeuge mit Ausnahme der PKW von Bewohnern aus der Region werden. Der Grund für diese Regelung ist, dass dieser Abschnitt ein Teil des Autobahnring Łódź darstellen wird.[14] Für den nächsten Abschnitt von Tuszyn bis Pyrzowice ist eine Realisierung als Öffentlich-Private Partnerschaft geplant.[15] Dieser Abschnitt wird daher auch mautpflichtig sein. Die Mautpflicht für den Autobahnabschnitt in der Woiwodschaft Schlesien von Pyrzowice bis zur tschechischen Grenze, die von der polnischen Regierung bei den Planungen beschlossen wurde, ist aufgrund der Bevölkerungsdichte in der Metropolregion Kattowitz-Oberschlesien umstritten. Das Teilstück vom Autobahnkreuz Gliwice-Sośnica bis Bytom soll als Umfahrung von Gliwice nur für die Bevölkerung der Region mautfrei sein.[16] Der restliche Teil der A1 sollte ursprünglich mautpflichtig für alle sein. Gegen diesen Beschluss wehren sich die Einwohner der Städte Rybnik, Jastrzębie-Zdrój, Żory, Wodzisław Śląski, Racibórz, Rydułtowy, Radlin und Pszów, die die beiden Abschnitte Autobahnkreuz Gliwice-Sośnica–Gorzyczki (Grenze) sowie Bytom-Pyrzowice als mautfreie Autobahn fordern.[17] Im September zeigte der Protest der Städte offenbar Wirkung, als die Politiker eine Mautbefreiung für die Bevölkerung der Region für möglich einstuften.[14]

Fertiggestellte Abschnitte

Abschnitt[2] [18] Länge Baujahre Kosten Verkehrübergabe Anmerkungen
AK RusocinAS Swarożyn 024,3 km 2005 – 2007 668 Mio. Złoty 22. Dezember 2007[19] Auf diesem Abschnitt wird
eine Mautgebühr erhoben.
AS Swarożyn − AK Nowe Marzy 063,5 km 2005 – 2008 17. Oktober 2008[20]
AK Nowe Marzy – AD Toruń-Czerniewice 062,4 km 2008 – 2011 4,64 Mrd. Złoty 14. Oktober 2011 Dieser Abschnitt ist bis
Mitte Januar 2012 mautfrei.
AD Tuszyn – AS Piotrków Trybunalski 017,5 km 1978 – 1989 18. Dezember 1989 Dieser Abschnitt wird von
2013 bis 2015 modernisiert.
AK Gliwice-Maciejów – AK Gliwice-Sośnica 006 km 2009 – 2011 1,1 Mrd. Złoty 30. September 2011 Diese Abschnitte sind
derzeit mautfrei.
AK Gliwice-Sośnica 002,2 km 2007 – 2010 853 Mio. Złoty 7. Juli 2010
AK Gliwice-Sośnica – AS Rybnik[Anm. 1] 015,4 km 2007 – 2009 827 Mio. Złoty 23. Dezember 2009[21]
AS Rybnik[Anm. 1] – AS Żory[Anm. 2] 007,5 km 2008 – 2010 1,1 Mrd. Złoty 15. Dezember 2010[22]
AS Żory[Anm. 2] – AS Świerklany 006,6 km 2008 – 2011 21. April 2011[23]
Summe 205,4 km 9,19 Mrd. Złoty
  1. a b in den Bau- und Planungsunterlagen als Bełk bezeichnet; Umbenennung erfolgte am 13. Juli 2011
  2. a b in den Bau- und Planungsunterlagen als Rowień bezeichnet; Umbenennung erfolgte am 13. Juli 2011
 
Die vierspurige A1 bei Swarożyn
 
Die Anschlussstelle Swarożyn
 
Die 800 Meter lange Brücke bei Knurów
 
Die Raststätte Kleszczewko

Rusocin − Nowe Marzy

Dieser Abschnitt wurde in zwei Teilstücke unterteilt:

Am 29. Juli 2005 begann der Konzessionär dieses Abschnittes, die Autobahnbetreibergesellschaft Gdańsk Transport Company, mit dem Bau des nördlichen Teilstücks zwischen dem Autobahnkreuz Rusocin bei Danzig und der Anschlussstelle Swarożyn bei Tczew.[24] Am 22. Dezember 2007 wurde dieses 25 Kilometer lange Teilstück für den Verkehr freigegeben.[19] Die Verkehrsübergabe des zweiten Teilstücks von der Anschlussstelle Swarożyn bis zum Autobahnkreuz Nowe Marzy erfolgte am 17. Oktober 2008.[20] Der gesamte Abschnitt hat eine Gesamtlänge von 89,5 Kilometern und ist mit zwei Fahrbahnen mit jeweils zwei Fahrstreifen und einen Ersatz für den dritten Fahrstreifen ausgebaut. Auf dem gesamten Abschnitt wird eine Streckenmaut an den Mautstellen zu Beginn oder am Ende sowie bei den Ausfahrten erhoben.

Nowe Marzy − Toruń

Am 25. August 2008 begann der Konzessionär dieses Abschnittes, die Autobahnbetreibergesellschaft Gdańsk Transport Company, offiziell mit dem Bau dieser Autobahnstrecke vom Autobahnkreuz Nowe Marzy bei Grudziądz bis zum Autobahndreieck Toruń-Czerniewice.[25] Der komplette Abschnitt hat eine Gesamtlänge von 62,4 Kilometern. Der Bau umfasst eine 51,72 km lange nach der Fertigstellung mautpflichtige Neubaustrecke vom Autobahnkreuz Nowe Marzy bis zum Autobahnkreuz Toruń-Lubicz. Zwischen dem Autobahnkreuz Toruń-Lubicz und dem Autobahndreieck Toruń-Czerniewice wird die bereits bestehende 10,7 km lange Strecke der Schnellstraße S10 zur Autobahn aufgestuft, indem noch die zweite Fahrbahn dazugebaut wird.[26][25] Damit wird der Abschnitt mit zwei Fahrbahnen mit jeweils drei Fahrstreifen ausgebaut sein.[26] Die Modernisierung der bestehenden Strecke sowie der Neubau werden ca. 4,64 Mrd. Złoty kosten. Die Verkehrsübergabe wurde zuerst bis Ende 2011 erwartet.[25] Am 14. Oktober 2011 wurde der Abschnitt offiziell eröffnet. Kurz vor der Verkehrsübergabe wurde bekanntgegeben, dass die Autofahrer keine Mautgebühren in den ersten drei Monaten bezahlen werden. In dieser Zeit soll die Frage nach der Mautpflicht auf dem 10,7 km langen Abschnitt bei Toruń geklärt werden. Aus der Mautpflicht können dort entweder nur die Bewohner in der Region oder der gesamte PKW-Verkehr ausgeschlossen werden.[27]

Gliwice-Maciejów − Gliwice-Sośnica

Im Oktober 2005 wurde die Lokalisierung dieses Abschnittes der A1 beschlossen. Dieser Abschnitt führt von dem Autobahnkreuz Gliwice-Maciejów bis zum Autobahnkreuz Gliwice-Sośnica. Am 9. März 2009 wurde der Vertrag für das dritte Teilstück zwischen der GDDKiA und den Baufirmen Polimex-Mostostal, Doprastav und Eurovia-Polska unterschrieben.[28] Es wurde eine 21 Monate lange Bauzeit vereinbart, die offiziell am 31. März 2009 begann und laut den Planungen am 31. Juni 2011 enden sollte.[29] Jedoch kam es aufgrund der Hochwasser in Mitteleuropa 2010 zu Bauverzögerungen, sodass sich die Verkehrübergabe auf den September verschob.[30] Am 19. September wurden die Bauarbeiten offiziell als beendet erklärt. Die Verkehrsübergabe erfolgte am 30. September 2011. Die Baukosten betrugen rund 1,1 Mrd. Złoty.[29] Dieses Teilstück ist mit zwei Fahrbahnen mit jeweils drei Fahrstreifen ausgebaut und bleibt mautfrei für die Personenkraftwagen.[28]

Gliwice-Sośnica

Gliwice-Sośnica − Rybnik

Im Oktober 2005 wurde die Lokalisierung der gesamten Strecke der A1 in der Woiwodschaft Schlesien beschlossen. Im Januar 2007 wurde der Vertrag zwischen der GDDKiA und der griechischen Baufirma J&P Avax unterschrieben.[21] Der Baubeginn dieses Abschnittes, der vom Autobahnkreuz Gliwice-Sośnica bis zur Anschlussstelle Rybnik führt, erfolgte am 26. März 2007. Bis Ende 2009 wurden alle Bauarbeiten fertiggestellt werden, sodass die Verkehrsübergabe am 22. Dezember 2009 erfolgen konnte.[21] 83% aller Kosten in der Höhe von rund 827 Mio. Złoty (ca. 250 Mio. Euro) wurden von der Europäischen Union übernommen.[21] Der gesamte Abschnitt hat eine Gesamtlänge von 15,4 Kilometern und ist mit zwei Fahrbahnen mit jeweils drei Fahrstreifen ausgebaut. Auf diesem Abschnitt ist eine Mauterhebung laut der polnischen Regierung geplant.

Rybnik − Świerklany

Im Oktober 2005 wurde die Lokalisierung der gesamten Strecke der A1 in der Woiwodschaft Schlesien beschlossen. Dieser Abschnitt führt von der Anschlussstelle (AS) Rybnik bis zur AS Świerklany. Am 7. August 2008 wurde der Vertrag zwischen der GDDKiA und den Baufirmen Strabag und Heilit Woerner unterschrieben.[31] Es wurde eine 21 Monate lange Bauphase, die am 29. August 2008 offiziell begonnen hat, beschlossen.[31][22] Jedoch kam es aufgrund dem Hochwasser in Mitteleuropa 2010 zu Bauverzögerungen, sodass die gesamte Fertigstellung des Abschnittes bis Ende 2010 unmöglich war. Aus diesem Grund wurde das erste ca. 7,5 km lange Teilstück von der AS Rybnik bis zur AS Żory am 15. Dezember 2010 freigegeben. Die restlichen Bauarbeiten wurden bis zum Mai 2011 verlängert.[22] Am 21. April 2011 erfolgte die Verkehrsübergabe des zweiten Teilstücks von der AS Żory bis zur AS Świerklany mit einer Länge von ca. 7 km.[23] Die Hälfte der bei 1,1 Mrd. Złoty liegenden Baukosten für diesen Abschnitt wurden von der Europäischen Union getragen.[22] Der gesamte Abschnitt hat eine Gesamtlänge von 14,5 Kilometern und ist mit zwei Fahrbahnen mit jeweils drei Fahrstreifen von Rybnik bis Żory und mit jeweils zwei Fahrstreifen von Żory bis Świerklany ausgebaut. Auf diesem Abschnitt ist eine Mauterhebung laut der polnischen Regierung geplant.

Im Bau befindliche Abschnitte

Abschnitt[2] [18] Länge Verträge unterschrieben am Baujahre geplante
Fertigstellung
Kosten
AD Toruń-Czerniewice – AS Kowal 064 km 17. Juni 2010 2010 – 2012 September 2012 2,06 Mrd. Złoty
AS Kowal – AS Kutno-Północ[Anm. 1] 030 km 9. Juli 2010 2010 – 2012 April 2012 800 Mio. Złoty
AS Kutno-Północ – AS Kutno-Wschód 015,2 km 18. Juni 2010 2010 – 2012 April 2012 542 Mio. Złoty
AS Kutno-Wschód[Anm. 2] – AS Piątek 009 km 9. Juli 2010 2010 – 2012 April 2012 512 Mio. Złoty
AS PiątekAK Łódź-Północ[Anm. 3] 021 km 18. Juni 2010 2010 – 2012 April 2012 569 Mio. Złoty
AK Łódź-Północ[Anm. 3] 004,9 km 28. Mai 2010 2010 – 2011 November 2011 307 Mio. Złoty
AK Łódź-Północ – AD Tuszyn 037,3 km 22. Dezember 2010 2010 – 2013 September 2013 1,16 Mrd. Złoty
AK Pyrzowice – AS Piekary Śląskie 016,1 km 27. Juli 2009 2009 – 2012 April 2012 1,83 Mrd. Złoty
AS Piekary Śląskie – AK Gliwice-Maciejów 020,1 km 16. Juni 2009 2009 – 2011 Dezember 2011 1,26 Mrd. Złoty
AS Świerklany – Gorzyczki (PL/CZ) 018,3 km alter Vertrag: 18. Nov. 2007
Vertragsbruch: 15. Dez. 2009
neuer Vertrag: 1. Okt. 2010
2007 – 2012 April 2012 555 Mio. Złoty
Summe 235,9 km 8,95 Mrd. Złoty
  1. in den Bau- und Planungsunterlagen als Sójki bezeichnet; Umbenennung erfolgte Anfang 2011
  2. in den Bau- und Planungsunterlagen als Kotliska bezeichnet; Umbenennung erfolgte Anfang 2011
  3. a b in den Bau- und Planungsunterlagen als Stryków I bezeichnet; Umbenennung erfolgte Anfang 2011
 
Modernisierungsarbeiten auf der Autobahnbrücke Most Armii Krajowej bei Toruń während dem Hochwasser in Mitteleuropa 2010
 
Bau der A1 bei Grudziądz
 
Bau einer Brücke über der A1 entlang der Nationalstraße 78
 
Baustelle bei Gliwice
 
Baustelle bei Celiny

Toruń − Kowal

Dieser 64 km lange Abschnitt führt vom Autobahndreieck Toruń-Czerniewice bis zur Anschlussstelle Kowal. Der Bauvertrag wurde am 17. Juni 2010 zwischen der GDDKiA und dem Konsortium bestehend aus dem polnischen Unternehmen PBG S.A. und der irischen Firma SRB Civil Engineering Limited unterzeichnet.[32] Am 16. Juli 2010 erfolgte der Baubeginn mit dem symbolischen ersten Spatenstich.[33] Die Fertigstellung ist für den September 2012 vorgesehen. Die Baukosten belaufen sich auf 2,06 Mrd. Złoty. Am 16. Juni 2011 wurden Probleme bekannt, die den Bau sogar um drei Monate verzögern könnten.[34] Dies wurde aber von der GDDKiA mit der Aussage dementiert, dass alle Bauarbeiten planmäßig ablaufen würden.[35] Dieser Abschnitt wird mit zwei Fahrbahnen mit jeweils zwei Fahrstreifen und einen Ersatz für den dritten Fahrstreifen ausgebaut sein.[33] Seitens der polnischen Regierung soll der Abschnitt mautpflichtig für alle Kraftfahrzeuge werden.

Kowal − Łódź-Północ

Dieser 75,2 km lange Abschnitt führt von der Anschlussstelle Kowal bis zum Autobahnkreuz Łódź-Północ. Er wird mit zwei Fahrbahnen mit jeweils zwei Fahrstreifen und einen Ersatz für den dritten Fahrstreifen ausgebaut sein. Laut der polnischen Regierung soll der Abschnitt mautpflichtig für alle Kraftfahrzeuge werden. Um eine schnellere Realisierung zu ermöglichen, wurde der komplette Abschnitt in vier Unterabschnitte aufgeteilt, die von unterschiedlichen Baufirmen bis zum April 2012 gebaut werden.

  • AS Kowal – AS Kutno-Północ (30 km)

Der Bauvertrag für diesen Unterabschnitt wurde am 9. Juli 2010 zwischen der GDDKiA und dem Konsortium, das von der Baufirma SRB Civil Engineering Ltd aus Irland angeführt wird und noch aus den Unternehmen John Sisk & Son Ltd (Irland), Roadbridge (Irland) sowie BUDBAUM S.A. (Polen) besteht, unterschrieben. Die Kosten betragen rund 800 Mio. Złoty.[36]

  • AS Kutno-Północ – AS Kutno-Wschód (15,2 km)

Der Bauvertrag für diesen Unterabschnitt wurde am 18. Juni 2010 unterschrieben. Von der GDDKiA wurde das Konsortium, das von der polnischen Aktiengesellschaft POLDIM S.A. angeführt wird und noch aus der tschechischen Baufirma Bogl a Krysl k.s besteht, ausgewählt. Die Baukosten betragen rund 542 Mio. Złoty.[37]

Der Bauvertrag für diesen Unterabschnitt wurde am 9. Juli 2010 zwischen der GDDKiA und dem Konsortium, das aus den Baufirmen SANDO BUDOWNICTWO POLSKA Sp. o.o. und CONSTRUCCIONES SANCHEZ DOMINGUEZ-SANDO S.A. besteht, unterschrieben. Die Kosten betragen ca. 512 Mio. Złoty.[38]

Der Bauvertrag für diesen Unterabschnitt wurde am 18. Juni 2010 unterschrieben. Von der GDDKiA wurde das Konsortium, das vom deutschen Bauunternehmen Johann Bunte angeführt wird, ausgewählt. Des Weiteren beinhaltet das Konsortium die Unternehmen Bunte Polska Sp. z o.o., Przedsiębiorstwo Robót Mostowych “Mosty-Łódź” S.A., Przedsiębiorstwo Budowy Dróg i Mostów ERBEDIM Sp. z o.o. und Przedsiębiorstwo Usług Technicznych INTERCOR Sp. z o.o. als Partner. Die Baukosten wurden auf fast 570 Mio. Złoty festgelegt.[39]

Łódź-Północ

Łódź-Północ – Tuszyn

Dieser knapp 40 km lange Abschnitt führt vom Autobahnkreuz Łódź-Północ bis zum Autobahndreieck Tuszyn und wird mit zwei Fahrbahnen mit jeweils zwei Fahrstreifen und einen Ersatz für den dritten Fahrstreifen ausgebaut sein. Am 22. Januar 2009 wurde der Vertrag der GDDKiA und der Aktiengesellschaft Autostrada Południe für die Planung und den Bau der gesamten 180 km langen Strecke vom Autobahnkreuz Łódź-Północ bis zum Autobahnkreuz Pyrzowice unterschrieben. Aus finanziellen Gründen wurde dieser Vertrag am 23. Januar 2010 aufgelöst.[40] Daraufhin wurde der 180 km lange Abschnitt in zwei Unterabschnitte Łódź-Północ – Tuszyn und Tuszyn – Pyrzowice geteilt. Schließlich wurde 22. Dezember 2010 nochmals ein Vertrag für die Planung und den Bau des verkürzten Abschnittes unterschrieben. Von der GDDKiA wurde diesmal ein Konsortium ausgewählt, das von der Aktiengesellschaft Polimex-Mostostal S.A. angeführt wird und noch aus den Firmen MSF Engenharia SA, MSF Polska Sp. z o.o., DOPRASTAV a.s. sowie Zakład Robót Mostowych „MOSTMAR” Marcin i Grzegorz Marcinków Spółka Jawna besteht. Die Investitionskosten betragen ca. 1,159 Mrd. Złoty. Der Baubeginn soll nach dem Ende der Planungsphase Ende 2011 erfolgen. Die Verkehrsübergabe wird Ende August 2013 erwartet.[41][42][43] Auch dieser Abschnitt soll mautpflichtig für alle Kraftfahrzeuge werden.

Pyrzowice − Piekary Śląskie

Im September 2005 wurde die Lokalisierung dieses Abschnittes der A1 beschlossen. Er führt vom Autobahnkreuz Pyrzowice bis zur AS Piekary Śląskie. Für den Bau dieser 16,1 km langen Autobahn wurde am 27. Juli 2009 der Vertrag zwischen der GDDKiA und den Baufirmen Budimex und Mostostal Warszawa unterzeichnet.[44] Es wurde eine Bauzeit von 23 Monaten vereinbart, die am 20. August 2009 offiziell begonnen hat.[29] Die Fertigstellung ist für den 20. April 2012 vorgesehen. Die Baukosten belaufen sich auf 1,83 Mrd. Złoty.[29] Dieser Abschnitt wird mit zwei Fahrbahnen mit jeweils zwei Fahrstreifen und einen Ersatz für den dritten Fahrstreifen ausgebaut sein.[44] Seitens der polnischen Regierung soll der Abschnitt mautpflichtig für alle Kraftfahrzeuge bleiben.

Piekary Śląskie − Gliwice-Maciejów

Im Oktober 2005 wurde die Lokalisierung dieses Abschnittes der A1 beschlossen. Dieser Abschnitt führt von der AS Piekary Śląskie bis zum Autobahnkreuz Gliwice-Maciejów. Der Vertrag für den Bau dieses 20,1 km langen Autobahnabschnittes wurde am 16. Juni 2009 unterschrieben. Als Baufirma wurde das Unternehmen Dragados engagiert.[45] Es wurde eine Bauzeit von 23 Monaten vereinbart, die am 8. Juli 2009 offiziell begonnen hat. Die Fertigstellung und Verkehrsübergabe ist für den 8. Dezember 2011 geplant. Jedoch kam es aufgrund der Hochwasser in Mitteleuropa 2010 zu Bauverzögerungen, sodass die Verkehrübergabe voraussichtlich im April 2012 erfolgen soll. Die Baukosten betragen 1,26 Mrd. Złoty.[29] Dieses Teilstück wird mit zwei Fahrbahnen mit jeweils zwei Fahrstreifen und einen Ersatz für den dritten Fahrstreifen ausgebaut sein.[44] Seitens der polnischen Regierung soll der Abschnitt mautfrei für die Personenkraftwagen bleiben.

Świerklany – Gorzyczki

Im Oktober 2005 wurde die Lokalisierung der gesamten Strecke der A1 in der Woiwodschaft Schlesien beschlossen. Dieser Abschnitt führt von der Anschlussstelle Świerklany bis zur polnisch-tschechischen Grenze bei Gorzyczki/Věřňovice. Dort wird die A1 in die D1 übergehen. Ursprünglich sollte die Strecke schon im Jahr 2010 fertiggestellt werden. Jedoch kam es beim Bau zwischen der GDDKiA und der österreichischen Baufirma Alpine Holding am 15. Dezember 2009 zum Bruch des am 18. Oktober 2007 unterschriebenen Vertrags.[46] Der Grund für diese Maßnahme waren erheblichen Baurückstände von mehreren Monaten, da zum Zeitpunkt vom vertraglich festgelegten Baufortschritt von 85% nur die Hälfte (50%) aller Baumaßnahmen erledigt waren.[47] Nach der Wiederholung der Ausschreibung bis Mitte 2010 wurde am 1. Oktober 2010 der zweite Vertrag zur Fortsetzung der Bauarbeiten zwischen der GDDKiA und der wiederum ausgewählten Firma Alpine Holding unterschrieben. Es wurde ein strengerer Zeitplan und die Verlängerung der Bauarbeiten bis April 2012 festgelegt.[48] Die Bauarbeiten wurden offiziell am 15. Oktober 2010 wiederaufgenommen.[46] Die Kosten betragen rund 555 Mio. Złoty. Der gesamte Abschnitt hat eine Gesamtlänge von 18,3 Kilometern und wird mit zwei Fahrbahnen mit jeweils zwei Fahrstreifen und einen Ersatz für den dritten Fahrstreifen ausgebaut sein. Auf diesem Abschnitt ist eine Mauterhebung laut der polnischen Regierung geplant.

Geplante Abschnitte

Abschnitt Länge geplante Baujahre
AS Piotrków Trybunalski – AS Rząsawa 067,7 km 2013 – 2015
AS Rząsawa – AK Pyrzowice 056,1 km
Summe 123,8 km

Tuszyn – Pyrzowice

Dieser ca. 140 Kilometer lange Abschnitt führt von der Anschlussstelle Tuszyn bis zum Autobahnkreuz Pyrzowice. 1972 wurden die Planungen für den Verlauf des Unterabschnittes von Tuszyn über Piotrków Trybunalski nach Częstochowa gestartet. Die Planungen sahen vor, dass die neue Straße an allen Ortschaften vorbeigeführt und autobahnähnlich ausgebaut werden sollte. Der Straßenquerschnitt sollte aus zwei Fahrbahnen mit jeweils zwei Fahrstreifen aufgebaut sein. Ende der 1980er wurde die gesamte Strecke freigegeben. Jedoch wurde lediglich nur die 17,5 km lange Strecke bis Piotrków Trybunalski als Autobahn A1 bezeichnet. Der Rest der Strecke wurde als Nationalstraße 1 ausgeschildert, da die ursprünglich geplanten Anschlussstellen als Kreuzungen mit Ampeln realisiert wurden. Anfang der 2000er wurden die Planungen für die Modernisierung der bestehenden Strecke sowie den Neubau des restlichen Teil des Abschnittes bis Częstochowa konkretisiert. Am 22. Januar 2009 wurde der Vertrag der GDDKiA und der Aktiengesellschaft Autostrada Południe für die Planung und den Bau der gesamten 180 km langen Strecke vom Autobahnkreuz Łódź-Północ bis zum Autobahnkreuz Pyrzowice unterschrieben. Aus finanziellen Gründen wurde dieser Vertrag am 23. Januar 2010 aufgelöst.[49] Daraufhin wurde der 180 km lange Abschnitt in zwei Unterabschnitte Łódź-Północ – Tuszyn und Tuszyn – Pyrzowice geteilt. Ende Juli 2011 wurde berichtet, dass der ca. 140 Kilometer lange Abschnitt von Tuszyn bis Pyrzowice als Öffentlich-Private Partnerschaft realisiert werden soll, da die Baukosten aufgrund der Entscheidung, dass die Fahrbahnen aus Beton und mit einem dritten Fahrstreifen ausgeführt werden sollen, sehr hoch gestiegen seien.[15][50]

Verweise

Weblinks

Fußnoten

  1. Verlauf der A1 bei motorways-exitlist.com (abgerufen am 1. September 2010)
  2. a b c Übersichtskarte der A1 (GDDKIA; abgerufen am 21. April 2011)
  3. Netzplan (PL) 1945 (Nowe Drogi)
  4. Netzplan (PL) 1946
  5. Netzplan (PL) 1963
  6. Netzplan (PL) 1971
  7. Netzplan (PL) 1976
  8. Netzplan (PL) 1985
  9. Netzplan (PL) 1993
  10. Netzplan (PL) 1996
  11. Netzplan (PL) 2001
  12. Netzplan (PL) 2003
  13. Netzplan (PL) 2004
  14. a b Minister: darmowe autostrady? To proste
  15. a b Budowa autostrady A1 Tuszyn-Pyrzowice bez gwarancji rządowej (polnisch)
  16. Mieszkańcy nie chcą płacić za A1 (polnisch)
  17. Żory włączyły się w zbieranie podpisów w sprawie zwolnienia opłat za korzystanie z autostrady A1 na odcinku Sośnica – Gorzyczki oraz Bytom – Pyrzowice. (polnisch)
  18. a b Übersicht der GDDKiA zur Vorbereitung der Autobahnen- und Schnellstraßenabschnitte (Stand: 27. August 2010)
  19. a b Erster Abschnitt der A1 eröffnet (GDDKiA) (polnisch)
  20. a b Abschnitt Swarożyn-Nowe Marzy eröffnet (GDDKiA) (polnisch)
  21. a b c d A1: Sosnica-Belk fertiggestellt (GDDKiA) (polnisch)
  22. a b c d Weiterer Abschnitt eröffnet (GDDKiA) (polnisch)
  23. a b Abschnitt Rowień-Świerklany eröffnet! (GDDKiA) (polnisch)
  24. Rozpoczęcie budowy A1 (GDDKiA) (polnisch)
  25. a b c Ruszyła budowa II etapu A1 Nowe Marzy-Toruń (GDDKiA) (polnisch)
  26. a b A1 Nowe Marzy-Toruń (GDDKiA) (polnisch)
  27. A1 i S10 mogą być gratis - Nadal są szanse na bezpłatną autostradową obwodnicę Torunia (polnisch)
  28. a b A1 Maciejów - Sośnica (GDDKiA) (polnisch)
  29. a b c d e Budowa autostrady A1, odcinek Pyrzowice-Maciejów-Sośnica (GDDKiA) (polnisch)
  30. We wrześniu ma zostać oddany odcinek A1 Sośnica-Maciejów (polnisch)
  31. a b Wkrótce ruszy budowa południowego odcinka A1 Bełk - Świerklany (GDDKiA) (polnisch)
  32. Podpisanie umów na budowę autostrady A1 Toruń - Kowal (GDDKiA) (polnisch)
  33. a b A1 Czerniewice - Brzezie - Kowal (GDDKiA) (polnisch)
  34. Teraz opóźnienia na A1? (polnisch)
  35. GDDKiA dementuje: nie ma opóźnień na A1 (polnisch)
  36. A1 Węzeł Kowal – Węzeł Sójki (GDDKiA) (polnisch)
  37. A1 Sójki – Węzeł Kotliska (GDDKiA) (polnisch)
  38. A1 Kotliska – Piątek (GDDKiA) (polnisch)
  39. A1 Węzeł Piątek – Stryków (GDDKiA) (polnisch)
  40. Państwo samo zbuduje autostradę A1 Stryków - Pyrzowice (polnisch)
  41. Umowa na autostradę A1 Stryków – Tuszyn podpisana (GDDKiA) (polnisch)
  42. A1 Węzeł Stryków - Węzeł Wrocław (GDDKiA) (polnisch)
  43. A1 Węzeł Wrocław – Węzeł Tuszyn (GDDKiA) (polnisch)
  44. a b c A1 Pyrzowice – Piekary Śląskie (GDDKiA) (polnisch)
  45. A1 Piekary Śląskie - Maciejów (GDDKiA) (polnisch)
  46. a b A1 Świerklany - Gorzyczki (GDDKiA)
  47. GDDKiA odstępuje od kontraktu z konsorcjum Alpine Bau GmbH na budowę autostrady A1 (GDDKiA) (polnisch)
  48. Rusza budowa autostrady A1 Świerklany - Gorzyczki. Koszt o 300 mln zł niższy (GDDKiA)
  49. Państwo samo zbuduje autostradę A1 Stryków - Pyrzowice (polnisch)
  50. Budowa autostrady A1 Tuszyn-Pyrzowice bez gwarancji rządowej (polnisch)

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