Wiesenburg/Mark
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Wiesenburg/Mark führt kein Wappen
Wiesenburg/Mark
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wiesenburg/Mark hervorgehoben
52.11666666666712.449722222222167
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Höhe: 167 m ü. NN
Fläche: 218,2 km²
Einwohner:

4.708 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14827
Vorwahl: 033849
Kfz-Kennzeichen: PM
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 665
Gemeindegliederung: 14 Ortsteile, 7 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schlossstr. 1
14827 Wiesenburg/Mark
Webpräsenz: www.wiesenburgmark.de
Bürgermeisterin: Barbara Klembt (Die Linke)
Lage der Gemeinde Wiesenburg/Mark im Landkreis Potsdam-Mittelmark
Bad Belzig Beelitz Beetzsee Beetzseeheide Bensdorf Borkheide Borkwalde Brück Buckautal Golzow Görzke Gräben Havelsee Kleinmachnow Kloster Lehnin Linthe Linthe Michendorf Mühlenfließ Niemegk Nuthetal Päwesin Planebruch Planetal Rabenstein/Fläming Rosenau (Brandenburg) Roskow Schwielowsee Seddiner See Stahnsdorf Teltow Treuenbrietzen Wenzlow Werder (Havel) Wiesenburg/Mark Wollin Wusterwitz Ziesar Groß Kreutz BrandenburgKarte
Über dieses Bild
Jagdschloss in Medewitzerhütten
Denkmalgeschützte Ziegelei in Reetz
Schloss in Schmerwitz
Feldsteinkirche in Wiesenburg, 13. Jahrhundert, Turm von 1879
Rathaus von Wiesenburg mit Männekentor
Schloss Wiesenburg vom Schlosspark aus gesehen
Schlosspark Wiesenburg
Feldsteinkirche in Jeserig, 12. Jahrhundert

Wiesenburg/Mark ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark im Bundesland Brandenburg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde liegt im Naturpark Hoher Fläming an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt.

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Nach der 2003 beendeten Gebietsreform in Brandenburg gehört das Gebiet der Gemeinde Wiesenburg/Mark mit 218 km² zu den größten in Deutschland.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Wiesenburg/Mark gehören seit der Bildung der Großgemeinde am 31. Dezember 2001[2] die folgenden Orts- und Gemeindeteile (Einwohnerzahl am 27. April 2010[3]):

  • Benken (118 Einwohner)
  • Grubo (185 Einwohner)
Zum Ortsteil Grubo gehört auch die Ortslage Welsigke. Sehenswert sind hier die Dorfkirche, die am 4. Oktober 1982 in das Verzeichnis der Baudenkmäler aufgenommen wurde, der Riesenstein (ein riesiger Findling) und die Brautrummeln, ein Trockental, in dem der Sage nach einst ein junges Brautpaar von einem Unwetter mit starkem Regenfall überrascht wurde und in den Fluten ertrank.
  • Jeserig/Fläming (235 Einwohner)
  • Jeserigerhütten (136 Einwohner)
  • Klepzig (139 Einwohner)
  • Lehnsdorf, bis 20. Oktober 1937 Lotzschke [4] (114 Einwohner)
  • Medewitz (523 Einwohner)
Zum Ortsteil zählt auch die Ortslage Medewitzerhütten.
  • Mützdorf (91 Einwohner)
  • Neuehütten (174 Einwohner)
  • Reetz (602 Einwohner)
Der Ort liegt direkt an der B 246.
  • Reetzerhütten (249 Einwohner)
Das Dorf wurde im 18. Jh. im Zuge der frühneuzeitlichen „Industrialisierungsmaßnahmen“ der brandenburgischen Landesfürsten gegründet. Die Reetzer Hütten dienten der Pech- und Holzkohleverhüttung bzw. der Glasherstellung. Die Rohstoffe dafür lieferten die damals noch weitverbreiteten Buchen- und Eichenwälder und der feine Sand der Endmoränenlandschaft. Allmählich siedelten sich die in den Hütten tätigen Bauern in der Umgebung der Hütten an und gründeten somit eigene Ortschaften (z. B. auch Medewitzerhütten bei Medewitz, Neuehütten bei Wiesenburg, Jeserigerhütten bei Jeserig, Glashütte bei Mützdorf etc.). Charakteristisch für diese Siedlungen sind die straßendorfähnliche Anlage und das Fehlen einer Kirche.
  • Reppinichen (355 Einwohner)
  • Schlamau (461 Einwohner)
Zum Ortsteil gehören auch die Ortslagen Arensnest und Schmerwitz. Arensnest hat nur einen mit festem Wohnsitz gemeldeten Einwohner, aber etliche Wochenendbewohner. Die erste Erwähnung der Siedlung stammt aus dem Jahr 1524. 1570 wurde hier ein Vorwerk errichtet. Der Name der Siedlung bildet sich aus dem mittelniederdeutschen arn für Adler und nest, was Nest bedeutet.[5]
  • Wiesenburg (1.300 Einwohner)
Hierzu zählen auch die Ortslagen Wiesenburg-Bahnhof, Spring und Setzsteig.

Politik

Gemeindevertretung

  • CDU: 5 Sitze
  • Die Linke: 5 Sitze
  • SPD: 4 Sitze
  • Bauernverband: 4 Sitze
  • Unabhängige Liste: 2 Sitze
  • Pro Dorf: 2 Sitze
  • Bürgerbewegung: 1 Sitz
  • Bürgerliste: 1 Sitz
  • Pro Reppinichen: 1 Sitz
  • Wählergemeinschaft: 1 Sitz

(Kommunalwahl vom 26. Oktober 2003)

Bürgermeister

Barbara Klembt (Die Linke) wurde im Jahr 2001 nach der Gemeindegebietsreform zur Bürgermeisterin gewählt. Vor der Gemeindegebietsreform war sie Amtsdirektorin des Amtes Wiesenburg. Bei der Bürgermeisterwahl am 18. Februar 2008 wurde sie im ersten Wahlgang mit 90,14 % Ja-Stimmen ohne Gegenbewerber wiedergewählt. [6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wiesenburg/Mark wurde im Jahr 2011 im Bundeswettbewerb Unser Dorf hat Zukunft als erstes Dorf in Brandenburg in der Geschichte des Wettbewerbs mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

In der Liste der Baudenkmale in Wiesenburg/Mark stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmale.

Bauwerke

  • Schloss Wiesenburg
  • Ev. Burgwardskirche (romanisch, barocke Ausstattung, neugotischer Turm)
  • Feldsteinkirchen in Grubo, Jeserig, Klepzig, Lehnsdorf, Reetz und Wiesenburg
  • Schloss in Schmerwitz

Parks

Der 123 ha große Schlosspark Wiesenburg ist ein Gartendenkmal. Der damalige Schlossherr, Curt Friedrich Ernst von Watzdorf, schuf die Parkanlage ab 1863. Heute wird der Schlosspark von der Gemeinde Wiesenburg/Mark unterhalten. Im Jahr 2004 gab es im Schlosspark einen überregional beachteten Skulpturengarten.

Geschichtsdenkmal

Kunst

  • Der Kunstwanderweg Hoher Fläming verbindet die Bahnhöfe von Wiesenburg und Bad Belzig.
  • Die ehemalige Turnhalle am Goetheplatz ist heute eine Kunsthalle. Es finden regelmäßig Ausstellungen statt, die von der Künstlergruppe „Kunstperle“ organisiert werden.

Theater

Im Schlosspark wird gelegentlich das Theaterstück „Die Legende Watzdorf“ aufgeführt.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Blumenmarkt im Mai
  • Parkfest im August mit Feuerwerk
  • Wiesenburger Schlossparknacht im September

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bahnhof von Wiesenburg

Persönlichkeiten

Boßdorfs Geburtshaus in Wiesenburg

Literatur

Einzelnachweise

  1. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2010. (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  3. Webseite der Gemeinde Wiesenburg/Mark
  4. Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939; Seite 249
  5. Märkische Oderzeitung, 29. September 2005, S. 10
  6. Website des Landeswahlleiters

Weblinks

 Commons: Wiesenburg/Mark – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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