Kreuzlingen
Kreuzlingen
Wappen von Kreuzlingen
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau
Bezirk: Kreuzlingen
Gemeindenummer: 4671i1f3f4
Postleitzahl: 8280
UN/LOCODE: CH KRZ
Koordinaten: (730734 / 278692)47.6458379.178608397Koordinaten: 47° 38′ 45″ N, 9° 10′ 43″ O; CH1903: (730734 / 278692)
Höhe: 397 m ü. M.
Fläche: 11.79 km²
Einwohner: i19'066 (31. Dezember 2009)[1]
Website: www.kreuzlingen.ch
Karte
Karte von Kreuzlingen
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Kreuzlingen ist eine politische Gemeinde der Schweiz und der Hauptort des gleichnamigen Bezirkes des Kantons Thurgau.

Kreuzlingen ist mit über 19.000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt des Kantons. Zusammen mit der deutschen Nachbarstadt Konstanz bildet die Grenzstadt eine Agglomeration von rund 120.000 Einwohnern. Gleichzeitig ist Kreuzlingen die grösste Schweizer Stadt am Bodensee.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Seeburg

Kreuzlingen liegt im Norden des Kantons Thurgau am Ufer des Bodensees, südöstlich der deutschen Stadt Konstanz und direkt an deren mittelalterlichen Kern anschliessend. Kreuzlingen liegt mit Zeugnissen kleinörtlicher Struktur an einst rebenbewachsenen Hanglagen, umgeben von Wäldern auf den Kuppen im Süden und dahinter stark ländlich geprägten Gebieten, mit dem offenen, weiten Bodensee gegen Osten und den Gebieten um Seerhein und Untersee im Westen.

Die nördliche Grenze bildet die Staatsgrenze zu Deutschland und verläuft mitten durch heute dicht bebautes Gebiet. In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg wurde die südliche Grenze der Stadt zur Verteidigung gegen einen Angriff aus Deutschland mit dem Festungsgürtel Kreuzlingen gesichert und das Gebiet zwischen den beiden Städten 1942 (und bis August 2006) durch einen Grenzzaun zerschnitten. Im Westen grenzt Kreuzlingen an das Tägermoos und Tägerwilen, im Osten liegt die Gemeinde Bottighofen, dicht angebaut an Kreuzlingen. Zudem bestehen die beiden Autobahnanschlüsse Kreuzlingen Süd und Kreuzlingen Nord an die Schweizer Autobahn A7, die in Winterthur in die A1 mündet; in Richtung Konstanz besteht über die grosse GZA (Gemeinschaftszollanlage) Verbindung zur deutschen Bundesstraße 33. Über mehrere Hauptstrassen erreicht man weitere Städte. Die Hauptstrasse 16 führt nach Weinfelden und Wil SG, die 13 nach Schaffhausen und Rorschach, die 1 nach Frauenfeld, Winterthur und Zürich. Kreuzlingen ist ein Bahnknotenpunkt. Hier trifft die Seelinie (Rorschach - Schaffhausen) auf die Bahnstrecken Kreuzlingen - Konstanz und Kreuzlingen - Weinfelden. Auf dem Stadtgebiet befinden sich vier Bahnhöfe: Kreuzlingen, Kreuzlingen Hafen, Kreuzlingen Bernrain und Kurzrickenbach Seepark.

Geschichte

Grenzübergang zu Deutschland, 1925

Im Jahre 1874 wurde die Gemeinde von Egelshofen in Kreuzlingen umbenannt. Die heutige Grösse erhielt das Gebiet Kreuzlingens durch den Zusammenschluss von Kreuzlingen-Egelshofen mit Kurzrickenbach (im Osten) im Jahre 1927 und Emmishofen (im Westen) im Jahre 1928. 1947 wurde Kreuzlingen zur Stadt, als die 10.000. Einwohnerin registriert wurde.

St. Ulrich und Afra, Klosterkirche des ehemaligen Augustinerstifts Kreuzlingen

Der Name stammt vom Augustinerstift «crucelin». Es wurde 1125 vom Konstanzer Bischof Ulrich I. von Kyburg-Dillingen gegründet und stand ursprünglich einen Kilometer nordwestlich des heutigen Standortes. Im Schwabenkrieg und während des Dreissigjährigen Kriegs nach der Belagerung von Konstanz durch die Schweden wurde das Augustinerstift durch Konstanzer niedergebrannt, die dem Kloster vorwarfen, Stützpunkt für den Feind gewesen zu sein. 1650 wurde das Kloster am heutigen Ort wieder aufgebaut. Nach der Säkularisation 1848 bezog das thurgauische Lehrerseminar die Räume, heute ist es die Pädagogische Maturitätsschule am Seminar Kreuzlingen (PMS). Die ehemalige Klosterkirche ist heute katholische Pfarrkirche.

Das Gebiet von Kreuzlingen war schon zur Bronzezeit besiedelt. Keltische Münzen und Funde aus der Römerzeit bezeugen eine kontinuierliche Besiedlung bis zu den Siedlungsgründungen der Alemannen. Kurzrickenbach wurde als Rihinbah erstmals im Jahr 830 erwähnt, Egelshofen 1125 als Eigolteshoven und Emmishofen 1159 als Eminshoven. Das Gebiet der heutigen Stadt war mit Ausnahme des Augustinerstiftes Eigentum des Konstanzer Bischofs (Bischofshöri). Mit der Eroberung des Thurgaus durch die Eidgenossen 1460 und durch die Reformation lockerten sich die Bindungen zur Nachbarstadt. Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das heutige Zentrum Kreuzlingens weitgehend Ackerfläche, Wies- und Rebland. Um das Kloster standen 13 Häuser. Egelshofen zählte etwa 50, Emmishofen und Kurzrickenbach je etwa 90 Häuser. Mit der Neuordnung Europas wurde Kreuzlingen zu einer Grenzregion. 1818 entstand das erste Zollhaus. Die ersten Dampfschiffe, die auf dem Bodensee ab 1824 verkehrten und der Bau der Bahnlinien nach Romanshorn (1871) und Etzwilen (1875) lockten Gewerbe und Industrie an. 1874 wurde Kreuzlingen anstelle von Gottlieben Bezirkshauptort. Doch bis zum Ersten Weltkrieg war der Ort eine Art Vorstadt von Konstanz; auch die Kreuzlinger Industrie war fast ausschliesslich in den Händen deutscher Unternehmer. Erst die geschlossene Grenze im Krieg liess Kreuzlingen eigenständiger werden.

Kreuzlingen um 1840 vom See aus. Federzeichnung von J. Schmied. Links die Seeburg, in der Mitte das Kloster, rechts das Sallmannsche Haus und der Gasthof Löwen, im Vordergrund das Dampfschiff Helvetia.

In der Kulturgeschichte Kreuzlingens spielt das Sanatorium Bellevue (1857–1980) eine herausragende Rolle: Auf dem kaum überbauten Gebiet des alten Klosters Kreuzlingen kaufte 1842 Ignaz Vanotti aus Konstanz ein grosses Grundstück und baute darauf 1843 ein Wohn- und Geschäftshaus für die Emigranten-Druckerei Bellevue, die bisher in der Römerburg eingerichtet war. 1857 erwarb Ludwig Binswanger (1820–1880), seit 1850 Psychiater in Münsterlingen, die Liegenschaft und eröffnete eine „Privatanstalt für heilfähige Kranke und Pfleglinge aus den besseren Ständen der Schweiz und des Auslandes“. Die modern geführte Klinik blieb unter Führung der Binswanger während fast 120 Jahren eine Heil- und Forschungsstätte, in der wichtige Kapitel der Psychiatrie gelebt und geschrieben wurden. Im Jahr 1980 stellte sie ihren Betrieb ein. Von den zahlreichen Bauten des Sanatoriums sind heute nur noch wenige vorhanden. Auf dem Areal wurden in den 1990er Jahren Wohngebäude errichtet.

Wappen

Wappen Kreuzlingens
Kreuzlinger Flagge, umringt von der Schweizer (rechts) und der Thurgauer Flagge(links), an der Hafenmole

Beschreibung

Gespalten, rechts in Silber, belegt mit einem Kreuz, und links Rot, belegt mit einem rechtsgekehrten Abtstab in gewechselten Farben.

Rot und weiss symbolisieren dabei wie auch die Farben im Schweizer Kreuz die Unschuld und das vergossene Blut Jesu. Rechterhand ist ein Kreuz zu sehen, das sich aus dem „kleinen Kreuz“ oder „Kreuzli“, welches sich aus crucelin ableiten lässt (s.o.), links daneben der farbverkehrte Bischofsstab, der die klösterliche Vergangenheit des Ortes hervorhebt.

Weinbau

Während Jahrhunderten lebten die Bewohner der Gemeinden Emmishofen, Egelshofen und Kurzrickenbach hauptsächlich vom Weinbau. Der Grossteil des produzierten Weins wurde über den See nach Deutschland ausgeführt. Das Gebiet der heutigen Stadt Kreuzlingen bestand während fast eines halben Jahrtausends aus einem einzigen Rebberg, der sich von Bottighofen bis nach Tägerwilen und vom Hörnli am See bis in die Alp hinauf erstreckte. Besitzer der Rebberge waren die verschiedenen Freisitze der Gegend, Klöster aus dem benachbarten Deutschland und das Augustinerstift Kreuzlingen. Im Jahr 1579 besass allein dieses 16 Torkel (Weinkelter) samt Trotten. 1648 gab es auf dem heutigen Gemeindegebiet 41 Torkel. Ende des 19. Jahrhunderts führten Missernten, Krankheiten und die fortschreitende Industrialisierung zum raschen Rückgang der Rebberge. Die letzten Reben wuchsen in Emmishofen 1920 auf Schloss Girsberg. In Kreuzlingen wurden die letzten Reben an der Schelmenhalde 1938 ausgerodet, doch in jüngster Zeit entstanden wieder zwei neue Rebberge, einer am südlichen Rand des Seeburgparks (0,5 Hektar) mit vier Rebsorten im biologischen Anbau und ein kleines Feld über der Stadt in Bernrain bei der Sternwarte (Planetarium).

Frühere Pilgerherberge „Zum Englischen Gruss“

Schlösser, Burgen, Herrensitze

Auf dem Gemeindegebiet gibt es heute noch neun Gebäude, die als Schloss oder Burg bezeichnet werden. Das Wasserschloss Geissberg wurde Mitte des 20. Jahrhunderts abgebrochen.

Schloss Ebersberg

Schloss Ebersberg hiess früher Ober-Girsberg. Es ist urkundlich seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar. Im 17. und 18. Jahrhundert im Eigentum der Familie Kunz und deshalb auch Kunzenhof genannt. 1816 kaufte der bekannte Chirurg Johann Nepomuk Sauter das Haus, welches er zu einer herrschaftlichen Villa umbaute. 1848 brannte das Gebäude ab und wurde neu errichtet, Eigentümer war Graf Eberhard von Zeppelin, der Bruder von Ferdinand Graf von Zeppelin. 1928 folgte ein erneuter Umbau. In den 1950er Jahren wurde das Schloss von dem deutschen Industriellen Friedrich Flick gekauft und renoviert.

Schloss Brunegg

Schloss Brunegg oder Unterer Girsberg

Auch Schloss Brunegg liegt auf Emmishofer Boden. Es ist nicht zu verwechseln mit dem viel älteren Schloss Brunegg im Kanton Aargau. Früher hiess das Emmishofer Schloss Unterer Girsberg. Sein Vorgängerbau wurde um 1300 erbaut. 1679 kaufte es das Kloster Obermarchtal an der Donau und errichtete an seiner Stelle das heutige Gebäude. 1874 kaufte der Psychiater Ludwig Binswanger (1820–1880) das Schloss und gab ihm den Namen Brunnegg. Er beauftragte den Architekten Otto Tafel aus Stuttgart, der das benachbarte Schloss Castell in Tägerwilen umgestaltet hatte, das Schloss umzubauen. Heute beherbergt die Brunegg ein Restaurant.

Schloss Girsberg

Schloss Girsberg wurde in seiner heutigen Form 1790 erbaut. Es war fast während seines ganzen Bestehens Wohnsitz von Ferdinand Graf von Zeppelin (1840–1917). Auch heute befindet es sich noch in Privatbesitz.

Römerburg

Römerburg

Die Römerburg war früher unter dem Namen Rempsberg bekannt. Früheste Zeugnisse des Hauses stammen aus dem späten 16. Jahrhundert, als Hans Kaspar Morell das Schloss besass. Anfangs des 19. Jahrhunderts gab ihm der damalige Besitzer Hieronymus Girtanner den Namen Bellevue, bevor es ab ca. 1880 Römerburg genannt wurde.

Wasserschloss Geissberg

Es stand oberhalb der Römerburg und war das älteste Gebäude in Kreuzlingen. Es wurde von seiner letzten Besitzerin, Freifrau von Pagenhardt, geborene Salis abgebrochen, als sie in ein modernes Einfamilienhaus umzog.

Schloss Seeburg

Tor vor der Allee zur Seeburg

1598 baute der Konstanzer Jakob Atzenholz Schloss Seeburg, das später den Äbten des Kreuzlinger Augustinerstiftes als Sommerresidenz diente. Es brannte 1633 vollständig aus und wurde 1664 wieder hergestellt. Seit 1833 beherbergte es das Thurgauer Lehrerseminar, gehörte ab Mitte der 1850er Jahre Gottfried Ferdinand Amman, der es 1870 im Stil des Historismus zum Schloss im heutigen Aussehen umbaute. Seit 1958 ist es im Besitz der Stadt Kreuzlingen und wurde 1982–1984 umfassend renoviert. Bis zur Seeaufschüttung in den sechziger Jahren stand die Seeburg direkt am Ufer des Bodensees.

Schloss Bernegg

Das Schloss Bernegg in Emmishofen wird in einer Konstanzer Urkunde bereits 1292 erwähnt. Als ältester Besitzer dieses Bauernhofes ist das Geschlecht der Gottschalk nachgewiesen. Daher hiess es auch der Gottschalkhof. 1543 erscheint Jakob Ammann als Eigentümer. 1623 heisst das Gut wieder Bernegg und ist im Besitz von Hans Jakob von Bernau von Chur. Unter ihm wird das Gut Freisitz und ging ins Eigentum der Freiherren von Rassler über. Seit 1702 ist das Schloss im Besitz der Familie von Merhart.

Schlösschen Irsee

Irsee

Das Schlösschen Irsee wurde 1683 von der Reichsabtei Irsee bei Kaufbeuren am Jakobsweg errichtet. Es diente als Sommerresidenz und als Gästehaus. 1842 erwarb es der deutsche Journalist und Verleger Johann Georg August Wirth (1798–1848). Er plante, darin seine vorher in der Römerburg gegründete Druckerei fortzuführen. Wegen finanzieller Probleme musste er 1844 das Gut versteigern lassen. Es wurde in den Jahren 1943 und 1944 stark umgebaut und 1981 restauriert.

Felsenburg und Felsenschlössli

Der Bau aus der Mitte des 18. Jahrhunderts steht an der Gaissbergstrasse, seit einer Renovation im Jahr 1847 Felsenburg genannt. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Felschenschlössli an der Wasenstrasse. Es wurde noch vor dem Bau des Klosters (1650) errichtet und kam später in das Eigentum des Stiftes, das darin 1811 eine Schule einrichtete.

Schloss Rosenegg

Rosenegg

Der älteste, südliche Teil stammt aus dem Jahre 1690. Das Haus Zur Rosenegg  wurde zwischen 1750 und 1784 von Johann Jakob Bächler (1733–1801) im Stil des Klassizismus erbaut. 1885 wird das Schloss zur Primarschule Egelshofen. Ausser der Primarschule war es auch Sitz des Ortsmuseums (bis 2006). Das Gebäude wird heute „Rosenegg“ genannt. 2006 wurde es von der „Stiftung Museum Rosenegg“ übernommen und 2006–07 zu einem neuen Ortsmuseum umgebaut, nun das ganze Gebäude umfassend (Renovation der ursprünglichen Stukkaturdecke von Lorenz Schmid aus Augsburg, die damals bekannten vier Erdteile darstellend; Neugestaltung des Treppenhauses und der Innenräume). Das Museum beherbergt kulturgeschichtliche Ausstellungen der Region Kreuzlingen und zeigt wechselnde Sonderausstellungen.

Bevölkerung

In Kreuzlingen lebten Ende Oktober 2010 19.323 Personen, von denen 9.730 (50,35%) Schweizer und 9.593 (49,65%) ausländische Staatsbürger waren. Dieser hohe Wert erklärt sich durch die Grenznähe zu Deutschland. 22,8% der Einwohner (4.406 Personen) haben die Deutsche Staatsangehörigkeit.[2]

Wirtschaft

Grösster Arbeitgeber ist die General Dynamics European Land Systems - Mowag GmbH (ehemalige Mowag AG bzw. Mowag GmbH), eine Tochter der General Dynamics Company in den USA. Bekanntestes Unternehmen in Kreuzlingen ist der Bekleidungshersteller Strellson AG (Holy Fashion Group). Ebenfalls ein wichtiger Arbeitgeber der Region ist der Aluminiumproduzent Amcor Flexibles Kreuzlingen AG, der unter dem ehemaligen Namen Neher bzw. Alcan bekannt ist. Die Graf Skates AG, produziert Sportartikel, vor allem Schlittschuhe. Weitherum bekannt ist auch der Schokoladenfabrikant Chocolat Bernrain AG, vor allem im Bereich der Herstellung von kleinen Schokoladentafeln (als Snack oder zum Kaffee serviert) sowie Fair Trade Schokoladeprodukten.

Weitere grössere Unternehmen sind die Rausch AG (Haar- und Körperpflegeprodukte), die KG Packungen AG (Kunststoffverpackungen) und die Neuweiler AG (Schweisstechnologie und Maschinenbau).

Kultur und Bildung

Museen

Seemuseum

In der ehemaligen Kornschütte des Augustinerstiftes Kreuzlingen, nahe der Seeburg, ist das Seemuseum untergebracht. Es hat den Bodensee, seine Schifffahrt und Fischerei sowie die engere Region zum Thema. Rund 50 Schiffsmodelle vom Bodensee (Lädinen, Dampfschiffe und Segelboote) sind dort ausgestellt. Weiter werden dort Seenotrettung, Tauchen, Wasservögel und Aufgaben des Zolls dargestellt.[3]

Daneben existieren das Museum Rosenegg und ein Puppenmuseum sowie vier Kunstgalerien.

Veranstaltungen/Sonstiges

Jeweils im August findet alljährlich gemeinsam mit der deutschen Stadt Konstanz ein Seenachtfest (in Kreuzlingen Fantastical genannt) mit Feuerwerk statt, das 50.000 Besucher aus der Region anzieht. Unregelmässig finden Theateraufführungen im Theater an der Grenze, bei der Seeburg und auf dem Girsberg statt.

Bildungseinrichtungen

Kreuzlingen ist der Sitz der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG), die eine enge Zusammenarbeit mit der Universität Konstanz pflegt.

Die Rudolf Steiner Schule Kreuzlingen Konstanz ist eine grenzüberschreitende Bildungseinrichtung.

Im Jahre 2002 ist mit dem Planetarium Kreuzlingen das zweite Planetarium der Schweiz in Betrieb gegangen. Es ist direkt neben der 1976 eröffneten Sternwarte über der Stadt errichtet worden.

Städtepartnerschaften

Persönlichkeiten

Bekannte Söhne und Töchter

  • August Gremli (1833–1899), Mediziner, Naturforscher („Exkursionsflora der Schweiz“, 1867)
  • Walter Bissegger (1853–1915), Journalist, Kantonsrat (1893–1915), Nationalrat (1905–15), Präs. der schweiz. FDP (1907–11)
  • Emil Brunnenmeister (1854–1896), Jurist, Professor in Zürich, Halle, Wien
  • Edgar Steiger (1858–1919), Schriftsteller und Journalist
  • Walter Enholtz (1875–1961), Maler
  • Helen Dahm (1878–1968), Malerin
  • Ludwig Binswanger (1881–1966), Psychiater
  • Max Werner Lenz (1887–1973), eigentl. Max Russenberger, Schweizer Schauspieler, Regisseur, Kabarettist
  • Fritz Blanke (1900–1967), Kirchenhistoriker, Professor Univ. Zürich
  • Jakob Brüllmann (1904–1993), Unternehmer, Kantonsrat (FDP) des Kt. Thurgau 1962–72
  • Theodor Scharmann (1907–1986), Psychologe
  • Emil Staiger (1908–1987), Germanist
  • Peter Binswanger (1916–1997), Jurist, Versicherungsfachmann, Vater der AHV
  • Erich Böckli (* 1919), Jurist, Thurgauer Regierungsrat 1965–86
  • Willi Wottreng (* 1948), Journalist und Buchautor
  • Jossi Wieler (* 1951), Theater- und Opernregisseur
  • Robert Holzach (1922–2009), ehemaliger UBS-(damals SBG) Verwaltungsratspräsident (1980–1988)
  • Siegfried Hildenbrand (1917–1996), Organist und Komponist

Bekannte Bewohner

  • Peter Babenberg (1461–1545), Abt des regulierten Chorherrenstifts Kreuzlingen 1497–1545
  • Jakob Denkinger (1589–1660), Abt des Chorherrenstifts Kreuzlingen 1625–1660
  • Augustin Gimmi (1631–1696), Abt (genannt Augustin I.) des regulierten Chorherrenstiftes Kreuzlingen 1660–1696
  • Johann Baptist Dannegger (1682–1760), Abt des Chorherrenstifts Kreuzlingen
  • Prosper Donderer (1715–1779), Abt des Chorherrenstifts Kreuzlingen
  • Ferdinand Graf von Zeppelin (1838–1917), Luftschiffkonstrukteur, hatte seinen Lebensmittelpunkt in Emmishofen
  • Joseph Belli (1849–1927), Schumacher, Sozialist, Mitglied der Roten Feldpost
  • Robert Binswanger (1850–1910), Psychiater
  • Otto Binswanger (1852–1929), Pathologe, Histologe, Professor an der Universität Jena
  • Albert Leutenegger (1873–1936), Lehrer, Thurgauer Regierungsrat (FDP) 1926–35
  • Hedwig Thyssen (1878–1960) Tochter des Konzerngründers August Thyssen (1842-1926)
  • Friedrich Flick (1883–1972), deutscher Unternehmer
  • Gero von Merhart (1886–1959), Prähistoriker, Professor an der Universität Marburg und Senioratsherr auf Schloss Bernegg
  • Karl Dammer (1894–1977), Dirigent, Generalmusikdirektor in Berlin und Köln
  • Otto Raggenbass (1905–1965), Bezirksstatthalter von Kreuzlingen
  • Alfred Abegg (1914–1998), Thurgauer Kantonsrat (1951–72), Nationalrat (1963–71), Regierungsrat (1972–80)
  • Günter Netzer (* 1944), deutscher Fussballspieler, Unternehmer
  • Urs Kliby (* 1950), Unterhaltungskünstler
  • Andreas Klöden (* 1975), deutscher Radprofi, Zweiter der Tour de France 2004 und 2006
  • Bernhard Schaub (* 1954), Holocaustleugner

Literatur

  • Michael Bürgi, Monica Rüthers, Astrid Wüthrich (Hrsg.): Kreuzlingen – Kinder, Konsum und Karrieren 1874–2000. Weinfelden 2001.
  • Alfons Raimann, Albert Knoepfli, Alfred Hungerbühler: Kreuzlingen TG. Herausgegeben von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 1986.
  • Peter Erni, Alfons Raimann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau, Band VII, Der Bezirk Kreuzlingen I, Die Stadt Kreuzlingen. Herausgegeben von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2009.

Weblinks

 Commons: Kreuzlingen – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen, Bezirken und Gemeinden
  2. Bevölkerung in Kreuzlingen [1]
  3. Berichtet (mit Bildern von den Modellen) im SWR Fernsehen vom 24. Mai 2009, 20:15 - 21:15 SonntagsTour (Von Konstanz zur Mainau) sowie Rundgang durch das Seemuseum

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