Schneeberg (Erzgebirge)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schneeberg
Schneeberg (Erzgebirge)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schneeberg hervorgehoben
50.59416666666712.645555555556470
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Erzgebirgskreis
Höhe: 470 m ü. NN
Fläche: 23,34 km²
Einwohner:

15.418 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 661 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08289
Vorwahl: 03772
Kfz-Kennzeichen: ERZ
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 530
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
08289 Schneeberg
Webpräsenz: www.schneeberg.de
Bürgermeister: Frieder Stimpel (CDU)
Lage der Stadt Schneeberg im Erzgebirgskreis
Sachsen Amtsberg Annaberg-Buchholz Aue Auerbach (Erzgebirge) Bad Schlema Bärenstein (Erzgebirge) Bernsbach Bockau Börnichen/Erzgeb. Borstendorf Breitenbrunn/Erzgeb. Burkhardtsdorf Crottendorf Deutschneudorf Drebach Ehrenfriedersdorf Eibenstock Elterlein Erlbach-Kirchberg Gelenau/Erzgeb. Geyer Gornau/Erzgeb. Gornsdorf Großolbersdorf Großrückerswalde Grünhain-Beierfeld Grünhainichen Heidersdorf Hohndorf Hormersdorf Jahnsdorf/Erzgeb. Johanngeorgenstadt Jöhstadt Königswalde Lauter/Sa. Lengefeld Lößnitz (Erzgebirge) Lugau/Erzgeb. Marienberg Mildenau Neukirchen/Erzgeb. Niederdorf (Sachsen) Niederwürschnitz Oberwiesenthal Oelsnitz/Erzgeb. Olbernhau Pfaffroda Pobershau Pockau Raschau-Markersbach Scheibenberg Schlettau Schneeberg (Erzgebirge) Schönheide Schwarzenberg/Erzgeb. Sehmatal Seiffen/Erzgeb. Stollberg/Erzgeb. Stützengrün Tannenberg Thalheim/Erzgeb. Thermalbad Wiesenbad Thum Wolkenstein (Erzgebirge) Zöblitz Zschopau Zschorlau ZwönitzKarte
Über dieses Bild

Schneeberg ist eine Stadt im sächsischen Erzgebirgskreis. Sie hat 16.000 Einwohner und gehört zum Städtebund Silberberg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Schneeberg liegt an der Silberstraße im oberen Westerzgebirge. Weithin sichtbar ist die markante St. Wolfgangskirche. Der Stadtkern liegt auf dem 470 m ü. NN hohen Schneeberg, der der Stadt ihren Namen gab. Im Stadtgebiet befinden sich außerdem der Wolfsberg und der Mühlberg, welche zusammen mit dem Schneeberg im Wappen der Stadt zu finden sind. Zu den umliegenden Erhebungen gehören im Osten der Gleesberg (593 m) und im Norden der Keilberg (557 m).

Nachbargemeinden

Weißbach Wildbach
Hartmannsdorf bei Kirchberg Nachbargemeinden Bad Schlema
Hundshübel Zschorlau Neudörfel


Nachbargemeinden von Schneeberg sind im Erzgebirgskreis die Ortsteile Wildbach und Oberschlema der Gemeinde Bad Schlema, der Statteil Neudörfel der Großen Kreisstadt Aue, die Gemeinde Zschorlau und der Ortsteil Hundshübel der Gemeinde Stützengrün. Nachbargemeinden im Landkreis Zwickau sind die Gemeinde Hartmannsdorf und die Ortsteile Weißbach und Langenbach der Gemeinde Langenweißbach.

Stadtgliederung

Die Bergstadt Schneeberg besteht aus den Stadtteilen Schneeberg, Neustädtel, Griesbach und dem Ortsteil Lindenau. Der Stadtteil Schneeberg unterteilt sich in die Altstadt, die Siedlung des Friedens, die Keilbergsiedlung, dem Wohngebiet Griesbacher Hang, dem Mühlberg und dem Wolfsberg. Weniger gebräuchliche Viertel sind Claußberg und Rosenthal. Neustädtel unterteilt sich in die Altstadt, dem Wohngebiet Wolfgangmaßen und dem Wohngebiet am Am Sommerberg. Die historischen Viertel der Stadt Schneeberg von 1471 bestanden aus „Fundgrubenviertel“, „Kirchenviertel“, „Mühlviertel“ und Hospitalviertel“.

Eingemeindungen

  • 1. Oktober 1939 Bergstadt Neustädtel[2] mit Gleesberg und Filzteich,
  • 17. Dezember 1951: Gemeinde Griesbach[3], wo in den 1980er Jahren das Neubaugebiet „Griesbacher Hang“ errichtet wurde,
  • 1. Januar 1999: Gemeinde Lindenau[4]

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960: Stichtag 31. Dezember):

  • 1834 − 6.912
  • 1946 − 13.602 (1)
  • 1950 − 32.932 (2)
  • 1960 − 21.561
  • 1971 − 20.889
  • 1981 − 21.174
  • 1984 − 22.318
  • 2002 − 17.622 (3)
  • 2003 − 17.258 (3)
  • 2004 − 16.541 (3)
  • 2005 − 16.632 (3)
  • 2006 − 16.295 (3)
  • 2007 − 15.926 (3)
  • 2008 − 15.636 (3)
  • 2009 - 15.552 (3)
  • 2010 - 15.352

(1) 29. Oktober
(2) 31. August
(3) Angaben durch den Stadtchronisten der Bergstadt Schneeberg

Religionen

In Schneeberg gibt es zahlreiche Glaubensgemeinschaften:

in der Bergstadt Schneeberg:

  • ev.-luth. Kirchgemeinde St. Wolfgang
  • Landeskirchliche Gemeinschaft Schneeberg
  • ev.-meth. Kirche (Auferstehungskirche)
  • Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Schneeberg (Baptisten)
  • röm.-kath. Kirche „St. Pius X.“
  • Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten

in der Bergstadt Neustädtel:

  • ev.-luth. Kirchgemeinde „Zu unserer lieben Frauen“ (mit Lindenau und Wolfgangmaßen)
  • Landeskirchliche Gemeinschaft Neustädtel
  • ev.-meth. Kirche (Erlöserkirche)
  • Evangelische Christengemeinde Elim

im Ortsteil Griesbach:

  • ev.-luth. Kirchgemeinde „St. Martin und St. Georg“
  • Neuapostolische Kirche

im Ortsteil Lindenau:

  • Landeskirchliche Gemeinschaft Lindenau

Geschichte

Schneeberg um 1650
Der Schneeberger Markt um 1835, das barocke Rathaus brannte 1849 ab und wurde 1851/52 im neogotischen Stil neu erbaut
Bergparade zum Bergstreittag 1957
Marktplatz mit Rathaus
Rathaus
Blick auf Schneeberg

Die über 500-jährige Geschichte Schneebergs ist vor allem vom Bergbau geprägt, dem die Stadt ihre Gründung am 6. Februar 1471 verdankt. Der ursprüngliche Silberbergbau wich seit Mitte des 16. Jahrhunderts dem Abbau von Cobalt und Bismut.

Berggeschrey und Stadtgründung

Bereits 1453 wird ein Bergwerk „uff dem Sneberge bie Zcwickau“ erwähnt.[5] Der ursprünglich auf Zinn, Eisen und Kupfer umgehende Bergbau erlangte an Bedeutung, als im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts reiche Silbervorkommen ein „Berggeschrey“ auslösten. 1470 soll ein Hauer in einer Grube des Kaufmanns Martin Römer den ersten hochwertigen Silbergang erschlossen haben. Innerhalb kurzer Zeit entstanden nach 1470 zahlreiche neue Gruben, die sich mit den benachbarten Wohngebäuden zu einer wild wachsenden Streusiedlung entwickelten. 1477 sollen bereits 232 Gruben in Betrieb gewesen sein.[6] Im gleichen Jahr soll es auf der Grube „St. Georg“ auf einer Scharung und Kreuzung von etwa einem Dutzend Gängen einen Silberanbruch von 400 Zentnern gegeben haben. Die überlieferten Dimensionen des „Großen Silberfund von Schneeberg“ werden heute durchaus kritisch und kontrovers gesehen[7][8], jedoch erzielte die Grube „St. Georg“ ein Gesamtausbringen von 14 Tonnen Silber. Bis 1483 konnte allein aus den drei Gruben „St. Georg“, „Alte Fundgrube“ und „Neue Fundgrube“ Silber im Gewicht von über 70 Tonnen gewonnen werden.[9] 1481 erhielt die Bergbauansiedlung auf dem Schneeberg das Stadtrecht mit dem Privilegien einer freien Bergstadt verliehen.

Zwei Jahre später wurde in Schneeberg eine eigene Münze eingerichtet (ab 1494 Prägung des Schneeberger Groschens). Im gleichen Jahr (1483) begann unter dem Berghauptmann Heinrich von Starschedel die Anlage des Filzteiches als Aufschlagwasserreservoir für die Schneeberger Zechen. Bereits Ende der 1480er Jahre ging jedoch die Silberförderung zurück. Die Grubenbesitzer wollten daraufhin 1496 den Wochenlohn der Bergleute um 10% kürzen. 1498 sollten die Löhne erneut gekürzt werden. In beiden Fällen konnten die Bergleute mit zwei großen Aufständen die Lohnkürzung verhindern. Aus diesem Anlass wird seitdem jährlich im Juli der „Schneeberger Bergstreittag“ mit einer Bergparade begangen.[10] 1503 begann die Anlage des Marx-Semler-Stolln, der sich zum wichtigsten Entwässerungsstollen der Schneeberger Gruben entwickelte. Über mehrere Jahrhunderte erreichte das System des Stollns eine Länge von über 220 Kilometern.

Einen deutlichen Ausdruck fand der reiche Bergsegen im Bau der St.-Wolfgangs-Kirche, die zwischen 1516 und 1540 als eine der großen spätgotischen Hallenkirchen in Sachsen entstand. Die 60 Meter hohe Kirchenhalle und der 72 Meter hohe Turm gelten heute als städtebauliches Wahrzeichen Schneebergs. Im Jahre 1533 setzt sich die ab 1523 beginnende Reformation durch und die Kirche wird evangelisch-lutherisch.

Entwicklung nach der Reformation

Im 16. Jahrhundert hatte das Schneeberger Revier mit Holzmangel zu kämpfen. Das Holz für den Bergbau musste mühselig über die Zwickauer Mulde nach Aue geflößt und von dort mit Pferdefuhrwerken nach Schneeberg gebracht werden. Eine Erleichterung brachte ab 1559 die Fertigstellung des 15,3 km langen Floßgrabens vom Rechenhaus in Bockau an der Mulde über Neudörfel, Aue zum Zechenplatz in Oberschlema.

Das Silberausbringen der Gruben ging im 16. Jahrhundert immer weiter zurück und wurde zunehmend von der Förderung von Kobalterzen abgelöst. Den Niedergang des Schneeberger Silberbergbaues dokumentiert auch 1570 die Vereinigung der 1483 gegründeten Münzstätte Schneeberg mit der Münzstätte Dresden. Das Schneeberger Revier entwickelte sich bis zum 19. Jahrhundert zum weltweit bedeutendsten Fundort von Kobalterzen.[11] Die Verarbeitung erfolgte in Blaufarbenwerken, in denen aus den Erzen die Farbe Kobaltblau gewonnen wurde. Diese Farbe zierte unter anderem das Meißener Porzellan.

Ein großes Feuer zerstörte am 13. August 1719 fast die gesamte Stadt. Beim Wiederaufbau blieb der Stadtgrundriss der alten Bergstadt im Wesentlichen erhalten. Die Gebäude wurden im zeitgemäßen Barockstil neu errichtet, weshalb Schneeberg auch den Namen „Barockstadt des Erzgebirges“ trägt.[12] Zu den sehenswertesten Häusern dieser Zeit zählen das „Schmeilhaus“ (1720/21), das „Fürstenhaus“ (1721) und das „Bortenreuther Haus“ (1724/25). Der Bereich der historischen Altstadt wird seit 1991/92 mit Fördermitteln des Städtebaulichen Denkmalschutzes saniert.

Zeitalter der Industrialisierung bis zum Zweiten Weltkrieg

Der Bergbau konzentrierte sich im 19. Jahrhundert auf die Gewinnung von Nickel- und Wismuterzen. Der Kobaltabbau hatte mit beginnenden Herstellung von synthetischen Ultramarin seit den 1830er/1840er Jahren an Bedeutung verloren. Bereits 1823 erfand Ernst August Geitner in Schneeberg das Argentan, auch Neusilber genannt, aus einer Mischung von Nickel, Kupfer und Zink. Damit ergab sich für das in den Schneeberger Erzen in größeren Mengen vorkommende Nickel erstmals eine Verwendung. Wegen des silbernen Glanzes wurde Argentan bevorzugt für Essbestecke und Beschläge verwendet. Geitner richtete 1829 in Auerhammer die erste Argentanfabrik Europas mit Walzwerk ein, die viele Jahre erfolgreich produzierte.

Am 19. September 1859 wurde die Schlematalbahn eröffnet, die Schneeberg mit Schlema verband. Nachdem sich die Schienen der Bahnlinie um insgesamt einen Meter gesenkt hatten, wurde am 7. April 1952 erst der Personenverkehr und ab 1. August 1952 der komplette Bahnbetrieb zwischen Niederschlema und Schneeberg durch die Reichsbahn eingestellt und die Strecke abgebrochen. Eine von Schneeberg aus geplante Verlängerung in Richtung Vogtland kam nie zur Ausführung.

Infolge Erschöpfung der Lagerstätte verlor der Bergbau nach 1900 stark an Bedeutung und wurde 1932 gänzlich eingestellt. Im Zuge der nationalsozialistischen Autarkiepolitik erfolgte kurze Zeit später eine Wiederbelebung und zwischen 1933 und 1945 wurde ein hochsubventionierter Abbau von Wismut-, Kobalt- und Nickelerzen betrieben. In diese Zeit fällt auch die 1939 erfolgte zwangsweise Eingemeindung der Bergstadt Neustädtel nach Schneeberg. Für den neuen Stadtteil war bis 1989 der Name „Schneeberg II“ gebräuchlich. Am 19.April 1945 erfolgte ein Bombenangriff auf Schneeberg, dem die St. Wolfgangskirche zum Opfer fiel. Sie brannte aus, die Gewölbe stürzten später ein. Das ehemalige Fürsten- oder Bachsches Haus brannte ebenfalls aus und wurde 1954 bis 1957 wieder aufgebaut, ebenso das zerstörte Nachbarhaus.[13]

Entwicklung ab 1945

Durch die SAG/SDAG Wismut wurde in Schneeberg (Objekt 03) zwischen 1946 und 1956 Bergbau auf Uran betrieben. Das in den Schneeberger Gruben vorkommende Uran war von den Bergleuten über Jahrhunderze hinweg als nutzlos auf Halde geworfen wurden. Die durch das Einatmen des radioaktiven Edelgases Radon und seiner ebenfalls radioaktiven Zerfallsprodukte verursachten Krankheiten und Todesfälle wurden als Schneeberger Krankheit bekannt. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Krankheit als Lungenkrebs identifiziert. Mit dem Ende der Wismutaktivitäten endete auch der Schneeberger Bergbau. Insgesamt wurden im Laufe der Jahrhunderte in Schneeberg etwa 250 Tonnen Feinsilber, 77.500 Tonnen Wismut- und Kobalterze und rund 210 Tonnen Uran gewonnen[14]

Mit dem Uranbergbau stieg die Einwohnerzahl der Stadt rasch an, sodass Schneeberg von 1952 bis 1958 den Status einer kreisfreien Stadt innehatte. Zwischen 1951 und 1958 wurden Lindenau, Griesbach, Radiumbad Oberschlema und Niederschlema in den Stadtkreis integriert. Ab 1958 gehörte Schneeberg wieder zum Kreis Aue, wobei die Gemeinden Lindenau und das vereinigte Schlema ausgegliedert wurden.

1953 erhielt die Stadt eine Volkssternwarte. In den 1960er Jahren begann der Bau der „Siedlung des Friedens“, der „Clara-Zetkin-Siedlung“ (sie gehört heute zu Bad Schlema) und des Wohngebietes „Wolfgangmaßen“ in Neustädtel. Später entstanden noch die „Keilbergsiedlung“ und die Wohnblöcke am „Griesbacher Hang“.

1999 wurde die Gemeinde Lindenau Ortsteil der Bergstadt Schneeberg.

2008 erfolgte nach mehrmaliger Verhinderung die Schließung der Jägerkaserne im Stadtteil Wolfgangmaßen.

2010 gelang der Nachweis, dass es sich bei einem unweit des „Siebenschlehner Pochwerks“ gelegenen Fachwerkhaus um eine alte Silberschmelzhütte handelt. Diese „Georgenhütte“ war von 1665 bis 1717 in Betrieb. Sie stellt vermutlich weltweit die älteste mit originaler Bausubstanz erhaltene Schmelzhütte dar.[15]

Gedenkstätten

  • Ein Gedenkstein im Ortsteil Neustädtel am Strandbad Filzteich erinnert an die drei Hitlergegner Emil Max Haufe, Ernst Georg Enderlein und Richard Alfred Schubert, die im März 1933 von SA-Männern im Zeisigwald misshandelt und im Turnerheim des Arbeiterturn- und Sportbundes erschlagen und anschließend im Filzteich versenkt wurden.
  • Grabstätten und Gedenksteine auf dem Friedhof des Ortsteiles Neustädtel erinnern an elf Kinder, Frauen und Männer, die 1940 ein Opfer von Zwangsarbeit in der Rüstungsproduktion wurden, sowie an vier namentlich unbekannte Opfer der Hitlerdiktatur
  • Das Denkmal St. Anna bei der Fundgrube Daniel erinnert an die Verkündigung der Augsburger Konfession. Hier befand sich zur Zeit der Reformation eine kleine Kirche, in der 1518, d.h. ein Jahr nach Thesenanschlag, die erste lutherische Predigt der Gegend abgehalten wurde.

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister der Bergstadt Schneeberg ist Frieder Stimpel (CDU).

Wappen

Das Wappen der Bergstadt Schneeberg wurde von Kurfürst Johann Georg II. im Jahre 1665 verliehen. Es zeigt zwei Bergleute in bergmännischer Paradetracht. In der Mitte befindet sich ein großes Schild mit dem Bildnis Johannes des Täufers mit dem Lamm und der Bibel auf dem Arm. Der eine Bergknappe trägt ein kleines Schild mir kursächsischem Wappen (Rautenkranz und Schwerter), während der andere das bisherige Schneeberger Wappen von 1534 (Schlägel und Eisen und die drei Berge Wolfsberg (blau), Schneeberg (silber) und Mühlberg (grün)) trägt. Ein zugeschlagener Stechhelm und zwei über demselben ausgeschlagene Flügel in den Stadtfarben schwarz-gelb vervollständigen das Wappen.

Städtepartnerschaften

Schneebergs Partnerstädte sind:

Tochterstädte

Aus Schneeberg stammende Bergleute wanderten ins böhmische Erzgebirge aus und gründeten dort die Bergstädte Platten (heute Horní Blatná) und St. Joachimsthal (heute Jachymov).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zwei-Brot-Haus

Museen

  • Museum für bergmännische Volkskunst. Es enthält u.a. eine Sammlung historischer mechanischer Heimatberge.
  • Siebenschlehener Pochwerk und Silberschmelzhütte „St. Georgen“
  • Bergbaulehrpfad „Schneeberg-Neustädler Bergbaulandschaft“
  • Miniaturnachbildung der Bergbaulandschaft auf der Fundgrube Gesellschaft (im Sommer)
  • Sternwarte mit Planetarium
  • Pochwerk der Fundgrube Wolfgangmaßen
  • Besucherbergwerk „Weißer Hirsch“

Musik

In Schneeberg sind zahlreiche Chöre und Kapellen beheimatet:

  • Kammerchor Schneeberg e.V.
  • Schneeberger Heimatsänger e.V.
  • Schneeberger Heimatchor e.V.
  • Singkreis Neustädtel e.V.
  • Verein „Glück Auf“ Bergchor e.V.
  • Musikkorps der Bergstadt Schneeberg e.V.
  • Schneeberger Bergkapelle

Bauwerke

St. Wolfgangskirche

Die Stadt hat an historisch wertvollen Gebäuden im historischen Stadtkern vor allem rund um den Markt Informationstafeln anbringen lassen. Darunter sind folgende Bauten:

  • Die St. Wolfgangskirche ist eine der größten und architektonisch ausgereiften Kirchen der Spätgotik und ein früher Typus des reformatorischen Kirchenbaus. Sie wurde bei einem Luftangriff im April 1945 zerstört. 1945 wurde das Gotteshaus enttrümmert, bis 1952 der Turm rekonstruiert. 1955-1959 erfolgte der Dachaufbau mit einer Stahlkonstruktion, nach Sicherung der Umfassungsmauern durch einen Stahlbeton-Ringanker. Es folgten in den nächsten Jahren die Emporenbögen, die Wandpfeiler und 1976 die Einwölbung in der ursprünglichen Form.[13] Im Innern der Kirche befinden sich Werke von Lucas Cranach d. Ä. und der Malerfamilie Krodel, die vor dem Bombenangriff hatten gerettet werden können. An die Familie Krodel erinnerte der Ende 2005 abgerissene Krodel-Brunnen.
  • das Mitte des 19. Jahrhunderts neu errichtete neogotische Rathaus mit einem im 21. Jahrhundert neu angebrachten Meißner Glockenspiel,
  • das Stammhaus der Familien Schnorr von Carolsfeld
  • die Hospitalkirche "St. Trinitatis", eine frühere Andachts- und Begräbniskirche aus dem 16. Jh.; 1719 nach Brand wieder aufgebaut. Die beiden Türme wurden erst 1846 hinzugefügt.
  • Kulturzentrum "Goldne Sonne", ehemaliges Logierhaus der Bergstadt von 1708, mehrfach um- und ausgebaut
  • Fürstenhaus, im 16. Jh. als Gasthaus Wenzel errichtet, später durch Schenkung im Besitz der Wettiner. Es wurde von ihnen als Herberge für hohe Gäste genutzt. Nach Brand 1719 und nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Nach der Wende kam das Gebäude in den Besitz der Sparkasse, die es vollständig sanieren und restaurieren ließ.
  • Alte Wache': ein historisches Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt
  • Das Schmeil-Haus, um 1720 errichtet, ist reich an Stuckelementen.
Schmeil-Haus
  • Gasthaus Zum Goldenen Hirsch, eines der ältesten Steinbauten im Ort. Es wurde 1543 erbaut.
  • Bortenreuther-Haus, heute Museum für Bergmännische Volkskunst
  • Lehrerseminar, heute Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium
  • ehemaliges Amtsgericht, heute Teil der Westsächsischen Hochschule Zwickau
  • Weitere sehenswerte Kirchengebäude sind: die katholische Kirche St. Pius X, die evangelisch-lutherische Kirche Zu unserer lieben Frau im Ortsteil Neustädtel.
  • Schneeberg-Neustädtler Bergbaulehrpfad u.a. mit Siebenschlehener Pochwerk und dem Huthaus der Fundgrube Gesellschaft.
  • Die chinesische Pagode am Mühlberg entstand im Jahre 1771.
Bergmannsbrunnen zwischen Markt und Fürstenplatz
  • Sternwarte mit Planetarium

Kultur

  • Die Bergbaulandschaft um Schneeberg und Neustädtel bildet einen Kern des angestrebten UNESCO-WelterbesKultur- und Montanlandschaft Erzgebirge“, wobei die Fundgrube Weißer Hirsch und die Schneeberger Altstadt inklusive der Kirchen St. Wolfgang und St. Trinitatis sowie Rathaus, Fürsten-, Schmeil- und Bortenreuther-Haus sowie in Neustädtel die Fundgruben Wolfgangmaßen, Daniel, Sauschwart und Gesellschaft, der Filzteich und das Siebenschlehener Pochwerk samt dem Knappschaftsteich als schützenswerte Bereiche definiert werden.[16]
  • Der Bergmannsbrunnen „Neuer Anbruch“ wurde 1935 eingeweiht. Er zeigt auf einer Säule die überlebensgroße Plastik eines Schneeberger Bergmannes des späten 19. Jahrhunderts. Mit der rechten Hand hebt er sein Geleucht, eine Schneeberger Blende, zur Firste empor, um den neuen Anbruch zu betrachten. In der linken Hand hält er eine Keilhaue.[17][18]
  • Wie im gesamten Erzgebirge gibt es auch in Schneeberg eine reiche Schnitz- und Klöppeltradition. 1815 wurde eine Klöppelschule in der Stadt gegründet. Der Schnitzverein „Glückauf“ Neustädtel besteht seit 1908. Die älteste Schnitzschule im Erzgebirge wurde 1920 in Neustädtel gegründet und besteht bis heute fort. Neue Klöppeltechniken werden u.a. von den Studenten des Fachbereichs Angewandte Kunst der Westsächsichen Hochschule Zwickau angewandt.
  • Der Erzgebirgsverein hat seit 1991 seinen Hauptsitz wieder in Schneeberg. Er wurde 1878 in Aue gegründet und hatte ab 1879 seinen Sitz in Schneeberg. Neben dem Hauptsitz befindet sich noch der Erzgebirgszweigverein Schneeberg-Neustädtel im Ort. Die beide Bergstädte besaßen vor der Vereinigung jeweils einen eigenen Zweigverein.
  • Das Schneeberger Bergrevier hat einen reichen Fundus an heimischen Bergliedern. Zu dessen Bewahrung wurde 1884 der Bergverein „Glückauf“ von den Brüdern Alfred und Bruno Dost gegründet. Seit 1673 ist in Schneeberg das Turmsingen am Morgen des 1. Weihnachtstages nachweisbar. Vom Turm der Kirche St. Wolfgang erklingen an diesem Tag traditionelle Schneeberger Weihnachtsmelodien. In Neustädtel findet seit 1908 am Morgen des ersten Weihnachtstages das Haldensingen statt. Im Sommer wird in Neustädtel das Sommerhaldensingen durchgeführt, bei dem erzgebirgisches Liedgut gesungen und gespielt wird.
  • Der Bergstreittag geht auf den verhinderten Lohnabzug der Schneeberger Bergleute in den Jahren 1496 und 1498 zurück. Alljährlich am 22. Juli wird zum Gedenken eine Bergparade mit Gottesdienst abgehalten.
  • Seit 1963 begeht die Stadt am 2. Advent das „Fest der Freude und des Lichtelfestes“, heute „Lichtelfest“ genannt, mit einer Bergparade.

Sport und Freizeit

In Schneeberg gibt es mehrere Sport- und Badestätten:

  • Kinder- und Jugenderholungszentrum "Am Filzteich"
  • Dr.-Curt-Geitner-Bad, ein Hallenbad im Jugendstil erbaut
  • Strandbad Filzteich
  • Forstteich und Campingplatz Lindenau
  • Sportpark am Filzteich
  • Sportstudio "Fit up"

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

In Schneeberg endet die von Leipzig kommende Bundesstraße 93. Außerdem führt die Bundesstraße 169 von Plauen nach Chemnitz durch die Stadt.

Von 1859 bis 1952 hatte die Stadt mit einer 5 km langen Stichstrecke nach Niederschlema, der Schlematalbahn, einen Eisenbahnanschluss an die Bahnlinie ZwickauSchwarzenberg/Erzgeb.JohanngeorgenstadtKarlsbad. Auf dem Stadtgebiet befand sich neben dem Endbahnhof Schneeberg-Neustädtel noch ein Haltepunkt am Fuße des Gleesberges.

Ansässige Unternehmen

Das Schneeberger Gewerbegebiet befindet sich am Gerichtsberg. Nach Schließung der Jägerkaserne in Wolfgangmaßen steht auch dieses Areal der Ansiedlung von Gewerbe zur Verfügung.

Garnisonsstadt

Verbandsabzeichen ehem. GebJgBtl 571

Schneeberg war bereits Garnisonsstadt der sächsischen Infanterie im 18. Jahrhundert. Die NVA hatte hier die Unteroffiziersschule IV „Paul Fröhlich“, die 1972 aus dem Reservistenausbildungsregiment 5 vor 1984 an den Standorten Zwickau und Schneeberg hervorging, danach zusammengelegt in Schneeberg; ab 1986 Ausbildungszentrum 10 (AZ-10).[19]

Die Bundeswehr nutzte bis 31. März 2008 die Kaserne als Standort des Gebirgsjägerbataillons 571 (GebJgBtl 571) und der Versorgungskompanie 370 der Jägerbrigade 37 in Wolfgangmaßen.

Bildung

Schneeberg seit jeher eine Schulstadt. In früherer Zeit gab es eine Lateinschule im Ort. Später verfügte die Stadt über ein Lyzeum, aus dem 1888 ein Gymnasium hervorgegangen ist. Früher befanden sich auch eine Kunstschule, ein berufliches Gymnasium und ein Lehrerseminar in der Stadt. Heute gibt es eine vielfältige Bildungslandschaft:

Grundschulen:

  • Grundschule Hans-Marchwitza in der Siedlung des Friedens
  • Pestalozzi-Grundschule in Neustädtel
  • Evangelische Grundschule in der Altstadt Schneebergs

Mittelschulen:

  • Mittelschule Bergstadt Schneeberg mit den Häusern Pestalozzi (Neustädtel) und Diesterweg (Altstadt Schneeberg)
  • Evangelische Mittelschule in der Keilbergsiedlung

allgemeinbildendes Gymnasium:

  • Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium. Die Schule wurde 2004/2005 im Rahmen einer „Capital“-Studie zum „besten Gymnasium Sachsens“ gekürt.

berufliches Schulzentrum:

  • BSZ für Ernährung und Hauswirtschaft

Hochschule:

Medizin

Seit 1839 ist in Schneeberg ein Krankenhaus ansässig. Das heutige Bergarbeiter-Krakenhaus wurde 1947 gegründet. Es besteht eine Kooperation mit dem Klinikum Chemitz gGmbH.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Carl Bernhard Speck (1831–1905), konservativer Politiker, Bürgermeister und Ehrenbürger in Neustädtel, MdL (Königreich Sachsen)
  • Curt Rothemann (1898–1963)
  • 1965: Artur Günther (1885–1974), Heimatforscher und Kommunalpolitiker
  • 1981: Karl Schreiter (1903–2001), Feuerwehrmann
  • 1985: Werner Kempf (1925–1999), Maler und Mundartsprecher
  • 1991: Gerhard Heilfurth (1909–2006), Volkskundler
  • 1992: Walter Rau (1909–1992), Pädagoge
  • 2002: Werner Unger (* 1922), Heimatforscher
  • 2010: Lothar Wetzel, Heimatforscher

Söhne und Töchter der Stadt

Gedenkstein für Christian Friedrich Brendel in Neustädtel
Veit Hans Schnorr von Carolsfeld (1688)

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Auf seinen Reisen nach Karlsbad besuchte [Johann Wolfgang Goethe] den Filzteich und Bergwerke im Schneeberger Revier. Der Dichter [Johann Gottfried Herder] besuchte 1803 seinen in Schneeberg wirkenden Sohn, den Oberberghauptmann S. August von Herder. Der Zwickauer Komponist [Robert Schumann] wirkte ebenfalls in der Bergstadt.

Die Schneeberger Erkrankung

Medizinern ist Schneeberg im Zusammenhang mit dem Schneeberger Lungenkrebs ein Begriff. Dabei handelt es sich um eine besondere Form des Lungenkrebses, der durch Inhalation von radioaktivem Radon auftritt. Erstmals wurde diese Tumorform bei Bergleuten beschrieben, die im Bereich Schneeberg im Uranabbau (bzw. der zur Urangewinnung notwendigen Pechblende) tätig waren.[20]

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
  2. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  5. Oswald Hoppe: Der Silberbergbau zu Schneeberg bis zum Jahr 1500. Freiberg 1908, S. 7
  6. Das sächsische Erzgebirge - Schneeberg
  7. Jens Kugler: Der Silberfund und das unterirdische Gastmahl 1477 in Schneeberg – Legende oder Wirklichkeit? (PDF)
  8. Christian Schubert: Der Schneeberger Silbererzanbruch von 1477 - keine Realität?
  9. Das sächsische Erzgebirge - Schneeberg
  10. Schneeberger Bergstreittag - historischer Hintergrund
  11. Siebenschlehner Pochwerk - Vom Erz zur Kobaltfarbe
  12. Schneeberg - Barockstadt des Erzgebirges
  13. a b Heinrich Magirius in „Das Schicksal deutscher Baudenkmale im zweiten Weltkrieg“. Hrsg. Götz Eckardt, Henschel-Verlag Berlin 1978. Band 2, S. 464
  14. Das sächsische Erzgebirge - Schneeberg
  15. Georgenhütte hält mehrere Rekorde, Freie Presse (Aue) vom 7. September 2011
  16. Freie Presse, Lokalausgabe Aue vom 20. Dezember 2008: Schneeberg ist Vorreiter in Sachen Welterbe - Stadt hält erste Studie zu schützenswerten Objekten innerhalb der Montanregion Erzgebirge in den Händen
  17. Rolf Schumann: Gedanken über einen Schneeberger, der leider kein Interview geben kann In: Bergglöckchen 02/2009, Zeitschrift des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten und Knappenvereine e.V., PDF, 4,2 MB, abgerufen am 25. Februar 2010
  18. Siegfried Pausch: Bergmannsbrunnen 50 Jahre. In: Erzgebirgische Heimatblätter, Heft 01/1986
  19. Christian Th. Müller: Tausend Tage bei der »Asche«. Unteroffiziere in der NVA. Untersuchungen zu Alltag und Binnenstruktur einer „sozialistischen“ Armee, Ch. Links Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-86153-297-2, S. 112.
  20. Schneeberg lung disease and uranium mining in the Saxon Ore Mountains (Erzgebirge).

Literatur

  • Mario Titze: Das barocke Schneeberg. Kunst und städtische Kultur des 17. und 18. Jahrhunderts in Sachsen. Sandstein Verlag, Dresden 2002. ISBN 978-3-930382-77-4
  • Hans Ebert, Siegfried Pausch, Gerold Schürer: Die Bergstadt Schneeberg im Erzgebirge, Schneeberg 1982
  • Uwe Gering (Hg.): Schneeberg, Gering-Verlag, Königstein/Taunus 1994
  • Karl Lehmann: Chronik der freien Bergstadt Schneeberg, Schneeberg 1837
  • Christian Meltzer: Bergkläufftige Beschreibung Der Churfürstl. Sächß. freyen und im Meißnischen Ober-Ertz-Geburge löbl. Bergk-Stadt Schneebergk, Schneeberg 1684 (Digitalisat)
  • Christian Meltzer: Historia Schneebergensis renovata. Schneebergische Stadt- und Berg-Chronic, Schneeberg 1716 (Reprint Elterlein-Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-9800565-2-X)
  • Die Bergbaulandschaft von Schneeberg und Eibenstock. 1. Auflage. Akademie-Verlag Berlin, Berlin 1967 (Werte der deutschen Heimat. Band 11).
  • Richard Steche: Schneeberg. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, 8. Heft: Amtshauptmannschaft Schwarzenberg. C. C. Meinhold, Dresden 1887, S. 28.

Weblinks

 Commons: Schneeberg (Erzgebirge) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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