Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt
Abschluss des Nichtangriffspaktes am 24. August 1939. Von links nach rechts: Hintergrund: Richard Schulze (Ribbentrops Adjutant), Boris Schaposchnikow (Generalstabschef der Roten Armee), Joachim von Ribbentrop, Josef Stalin, Vladimir Pavlov (sowjetischer Übersetzer); Vordergrund: Gustav Hilger (deutscher Übersetzer) und Wjatscheslaw Molotow
Geheimes Zusatzprotokoll

Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt, auch Hitler-Stalin-Pakt oder Molotow-Ribbentrop-Pakt, war ein auf zehn Jahre befristeter Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion, der am 24. August 1939 (mit Datum vom 23. August 1939) in Moskau vom deutschen Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop und dem sowjetischen Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten Wjatscheslaw Molotow in Anwesenheit Josef Stalins und des deutschen Botschafters Friedrich Schulenburg unterzeichnet wurde. Er knüpfte an den Berliner Vertrag von 1926 und damit an den Vertrag von Rapallo an. Der Pakt garantierte dem Deutschen Reich die sowjetische Neutralität bei einer Auseinandersetzung mit Polen und den Westmächten und räumte andererseits der Sowjetunion die Möglichkeit ein, die im Ersten Weltkrieg verlorenen Territorien Russlands ohne ein militärisches Eingreifen von deutscher Seite zu okkupieren. Vor allem aber erhoffte man sich auf sowjetischer Seite einen Zeitgewinn, denn das Land war noch nicht so weit, einem drohenden Angriff Deutschlands widerstehen zu können.[1]

Mit einem geheimen Zusatzprotokoll wurden die Interessensphären in Ostmitteleuropa abgegrenzt: Finnland, Estland, Lettland sowie Polen östlich von Narew, Weichsel und San fielen in das sowjetische Interessengebiet. Für Südosteuropa gab es keine klaren Demarkationslinien, nur an dem für Deutschland unwichtigen Bessarabien erklärte die Sowjetunion ihr Interesse. Mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 brach das Deutsche Reich den Vertrag.

Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte

Adolf Hitler hatte mehrfach versucht, die Staaten des Cordon Sanitaire aus ihrer Bindung an Frankreich zu lösen. Ähnlich wie im Friedensvertrag von Brest-Litowsk sollten die Staaten dieses Ländergürtels wieder von Deutschland abhängig und in eine offensive Frontstellung gegen die Sowjetunion gebracht werden. Trotz des Deutsch-polnischen Nichtangriffspakts von 1934 und der Annäherung Deutschlands 1936 an Rumänien war diese Politik 1939 gescheitert. Polen hatte Hitlers Vorschlag einer gemeinsamen Ostexpansion, wobei Polen große Teile der Ukraine erhalten sollte, im Oktober 1938 abgelehnt. Damit lag für Hitler eine Lösung nahe, den „Cordon“ unter Ausschaltung der Westmächte gewaltsam in eine deutsche und eine sowjetische Interessensphäre aufzuteilen. Am 28. April 1939 wurde der deutsch-polnische Nichtangriffspakt einseitig von Deutschland aufgekündigt.

Als Deutschland am 15. März 1939 unter Bruch des Münchner Abkommens von 1938 die sogenannte „Rest-Tschechei“ besetzte, wurde offenkundig, dass die anglo-französische Politik des Appeasements gescheitert war. Adolf Hitler hatte die Duldung seiner Revisionen des Versailler Vertrages als Schwäche ausgelegt, nicht als Versuch, Deutschland friedlich in die europäische Staatengemeinschaft einzugliedern. In Großbritannien forderten die oppositionellen Kräfte innerhalb der regierenden konservativen Partei unter Führung Winston Churchills das Ende aller Zugeständnisse gegenüber dem Deutschen Reich. Der britische Premierminister Arthur Chamberlain war zwar bereit gewesen, Hitlers gemäß dem Selbstbestimmungsrecht der Völker berechtigten Revisionsforderungen nachzukommen, sah aber in diesem gewaltsamen Ausbruch nach Osten eine Gefährdung der Machtbalance, auf der Großbritanniens Weltstellung beruhte. Die britisch-französische Garantieerklärung für die Unabhängigkeit Polens vom 31. März 1939 signalisierte, dass Großbritannien und Frankreich ein unabhängiges Polen als vitales eigenes Interesse betrachteten.

Anders als in Frankreich, das 1935 einen Beistandspakt mit der Sowjetunion geschlossen hatte, herrschte in Großbritannien nach wie vor eine starke Abneigung gegen ein solches Bündnis. Aufgrund der Ereignisse in der Tschechoslowakei verstärkte sich aber die Einsicht, dass ohne die Sowjetunion in Europa keine wirksame Position gegen Hitler aufgebaut werden konnte. Drei Mächte, Großbritannien, Deutschland und die Sowjetunion, bestimmten nun die strategische Lage in Ostmitteleuropa, und jede suchte Absicherung. Die Sowjetunion suchte eine Absicherung gegen Deutschland, ergriff die Initiative und schlug Großbritannien am 18. April 1939 eine Allianz vor. Es sollte ein gegenseitiger Beistandspakt gegen jeden Angreifer sein, verbunden mit einer Beistandszusage für die baltischen Staaten, Finnland und Polen. Am 27. April 1939 kündigte Deutschland daraufhin das Deutsch-britische Flottenabkommen.

Verhandlungen über die Dreier-Allianz

Die Verhandlungen zwischen Großbritannien, Frankreich und der Sowjetunion waren von Beginn an von gegenseitigem Misstrauen getragen. Chamberlain stand der Sowjetunion grundsätzlich skeptisch gegenüber und hielt die Schlagkraft der Roten Armee für gering.[2] Die Sowjetunion wiederum war nicht überzeugt, dass die Westmächte tatsächlich zu ihren Verpflichtungen stehen würden. Am 15. und 16. April 1939 führten der Außenminister der Sowjetunion Maxim Litwinow und der britische Botschafter in Moskau Gespräche über „die Schaffung einer gemeinsamen Front zu gegenseitigen Hilfeleistung zwischen Großbritannien, Frankreich und der UdSSR“.[3] Die Verhandlungen verzögerten sich zusätzlich durch die Notwendigkeit, die Verhandlungsschritte untereinander und mit den betroffenen Ländern abzustimmen, die der Aufgabe von Souveränitätsrechten gegenüber der Sowjetunion misstrauisch gegenüberstanden.

Am 3. Mai wurde der bisherige Außenminister Litwinow – bisher Zielscheibe fortgesetzter deutscher Angriffe – abgelöst und der Vorsitzendes des Rats der Volkskommissare Molotow übernahm zusätzlich die Aufgaben der Außenpolitik. Hiermit wurde ein genereller Kurswechsel der Sowjetunion eingeleitet.

Die russisch-britischen Verhandlungen“, so Churchill, „schleppten sich hin.“ Am 11. August 1939 begannen zwar in Moskau weitere Verhandlungen auf militärischer Ebene (Admiral Reginald Drax, General Aimé Doumenc und Marschall Woroschilow), die jedoch bald ins Stocken gerieten. Die sowjetische Führung bot dabei eine Million Soldaten, 5000 Stück schwere Artillerie, 9500 Panzer und bis zu 5500 Kampfflugzeuge und Bomber an, um die polnische Westgrenze gegen eine Aggression Deutschlands zu schützen.[4] Vor allem in der Frage des sowjetischen Durchmarschrechts in Polen fehlte die Zustimmung der polnischen Regierung. In Warschau wollte man die sowjetische Forderung, auch ohne eine deutsche Aggression jederzeit und ohne Vorankündigung polnisches Territorium betreten zu dürfen, nicht akzeptieren. Am 21. August wurden die Verhandlungen vorerst vertagt, um dann am 27. August, nach dem Abschluss des Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts endgültig abgebrochen zu werden.

Deutsch-sowjetische Verhandlungen

„Vom ersten Augenblick an, da Molotow Außenkommissar geworden war, verfolgte er die Politik einer Vereinbarung mit Deutschland auf Kosten Polens.“[5] Von nun an führte die sowjetische Regierung – parallel zu den Verhandlungen mit Großbritannien und Frankreich – Gespräche mit dem Deutschen Reich. Diese deutsch-sowjetischen Verhandlungen kamen zügig voran. So hatte Mitte Juni 1939 Georgi Astachow, der sowjetische Botschaftsrat in Berlin, gegenüber dem bulgarischen Botschafter Parvan Dragonoff erklärt:

„Wenn Deutschland die Erklärung abgibt, die Sowjetunion nicht angreifen zu wollen, oder mit ihr einen Nichtangriffspakt abschließt, so wird die Sowjetunion wohl von dem Vertragsabschluss mit England absehen.“[6]

Deutschland reagierte auf diese Information Dragonoffs. Am 26. Juli 1939 eröffnet der deutsche Legationsrat Karl Schnurre dem sowjetischen Botschaftsrat Astachow, die Deutschen seien bereit alle Garantien zu liefern. Nach Gesprächen über Details überbrachte Botschafter Schulenburg Außenminister Molotow am 17. August eine Note, in der die Deutschen ihre Bereitschaft zum Nichtangriffspakt schriftlich zum Ausdruck brachten, dem ein vertrauliches Sonderprotokoll bezüglich der Interessensphären beigelegt werden solle. In Anlehnung an die mündlichen Vereinbarungen Molotows und Schulenburgs fertigte Friedrich Gaus, der Leiter der Rechtsabteilung im Auswärtigen Amt, den Text des späteren Vertragswerkes an, den Ribbentrop am 23. August 1939 mit nach Moskau brachte.[7]

Zunächst wurde allerdings noch in Berlin am 19. August, der bereits seit Monaten vorverhandelte Deutsch-Sowjetische Wirtschaftsvertrag über sowjetische Rohstofflieferungen für das Deutsche Reich abgeschlossen. In diesem räumte das Reich der Sowjetunion einen Kreditrahmen von 200 Millionen Reichsmark (sieben Jahre Laufzeit) im Gegenzug für Rohstofflieferungen in der Höhe von 180 Millionen Reichsmark (innerhalb von zwei Jahren) ein. Erst diese Rohstoff- und Nahrungslieferungen aus dem Osten ermöglichten es, einen Krieg beginnen zu können, ohne sich Sorgen um die Folgen einer möglichen Seeblockade durch die britische Marine machen zu müssen, die nun kaum jene weitreichenden Wirkungen auf die deutsche Versorgungslage zeigen würde, die im Ersten Weltkrieg mit zur Niederlage beigetragen hatten.

Am gleichen Tag noch teilte Molotow Berlin mit, die sowjetische Regierung sei nun bereit, Außenminister Ribbentrop am 26. und 27. August zur Ratifizierung eines Nichtangriffspaktes zu empfangen. Am 21. August überbrachte Schulenburg Molotow eine Eilbotschaft Hitlers an Stalin, Ribbentrop könnte sich bereits in den nächsten beiden Tagen zur Abklärung letzter Details und zur Ratifizierung nach Moskau begeben, worauf Ribbentrops Ankunft von Stalin auf den 23. August festgelegt wurde.[8] Die deutsche Delegation wurde um 18 Uhr von der sowjetischen Seite empfangen. Letzte Vertragsdetails wurden auf der Basis eines Entwurfes noch verhandelt. Das geheime Zusatzprotokoll beanspruchte den größten Zeitanteil. Eine Detailfrage, die Ribbentrop mit Hitler abklären wollte, führte um 22 Uhr zu einer Unterbrechung. Der das Datum 23. August tragende deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt wurde anschließend nach Mitternacht am 24. August 1939 durch Ribbentrop und Molotow in Moskau unterzeichnet.[9] Über den Vertragsschluss unterrichtete der deutsche Außenminister telefonisch gegen 2 Uhr Adolf Hitler.[10]

Inhalt

Aufteilung Mitteleuropas laut Pakt im Vergleich zur tatsächlichen Aufteilung bis 1941
Deutsche und sowjetische Eingliederungen und Annexionen sowie Besetzungen in Mittel- und Osteuropa (1939–1941)

Der Pakt sah neben den Nichtangriffsklauseln auch die gegenseitige Neutralität im Kriegsfalle der anderen Partei vor. In einem geheimen Zusatzprotokoll legten die Länder die Aufteilung Nordost- und Südosteuropas in Interessensphären für den Fall fest, dass es zu einer „territorial-politischen Umgestaltung“ Osteuropas kommen sollte. Die vier Punkte des Zusatzprotokolls sahen dabei Folgendes vor:

  1. Bei den baltischen Staaten (zu denen damals auch Finnland gerechnet wurde[11]) sollten diese „Interessensphären“ durch die Nordgrenze Litauens abgegrenzt werden,[12] das heißt Lettland, Estland und Finnland sollten in der sowjetischen Interessensphäre liegen, Litauen hingegen in der deutschen.
  2. Polen sollte längs der Flüsse Narew, Weichsel und San geteilt werden. Die beiden Vertragspartner verständigten sich darauf, dass die Frage „ob die beiderseitigen Interessen die Erhaltung eines unabhängigen polnischen Staates erwünscht erscheinen lassen und wie dieser Staat abzugrenzen wäre“ erst „im Laufe der weiteren politischen Entwicklung geklärt werden“ könne.
  3. Während die Sowjetunion ihr Interesse an Bessarabien (heute Moldawien und Ukraine) bekundete, betonte die Reichsregierung „das völlige politische Desinteresse an diesen Gebieten.“
  4. Das Zusatzprotokoll sollte von beiden vertragsschließenden Parteien „streng geheim behandelt werden“.

Deutsch-Sowjetischer Grenz- und Freundschaftsvertrag

Nach dem überraschend schnellen Vordringen der deutschen Wehrmacht nach ihrem Angriff auf Polen am 1. September 1939 sowie der sowjetischen Besetzung Ostpolens am 17. September 1939 vollzogen beide Seiten am 28. September 1939 (dem Tag, an dem Warschau gegenüber den Deutschen kapitulierte) im Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag – wiederum bestehend aus einem öffentlichen und einem geheimen Teil – die Aufteilung des ehemaligen polnischen Staatsgebiets.

Zweck des Paktes

Deutschland

Für Hitler bot der Pakt die Möglichkeit der Eroberung Westpolens und diente auch als Voraussetzung für einen Krieg gegen die Sowjetunion zur Beseitigung einer als gefährlich angesehenen, weltumspannenden Ideologie und der Verwirklichung seiner „Lebensraum“-Idee.[13] Dieser Generalplan beruhte auf der Annahme, dass es zu keinem Eingreifen der Westmächte beim Angriff auf Polen wie auch der nationalsozialistischen „Wiedervereinigung der Freien Stadt Danzig mit dem Deutschen Reich“ kommen werde. Führerbefehl im Wehrmachtführungsstab:[14]

„Vorbereitungen im Westen, die über eine Sicherheitsbesetzung des Westwalls hinausgehen, haben zu unterbleiben. Über die Polenfrage kann und wird es keinen Krieg mit den Westmächten geben. Besprechungen über einen solchen unmöglichen Fall gefährden ganz unnötig die Geheimhaltung und damit die politischen Verhandlungen.“

Mit dem britischen Ultimatum war – an rationalen Maßstäben gemessen – Hitlers „Generalplan“ obsolet, da der drohende europäische Krieg mit den materiellen und personellen Ressourcen des Landes nicht mehr in Einklang zu bringen war. Was der Zurückweisung des Ultimatums folgte, war eine weitgehend von den Umständen diktierte Abfolge von Operationen, die nach anfänglichen Überraschungserfolgen spätestens nach dem Angriff auf die Sowjetunion zwangsläufig zum Desaster führen musste.

Sowjetunion

Für die Sowjetunion bedeutete der Abschluss des Paktes, sich eine Atempause vor einem möglichen deutschen Angriff zu verschaffen, um die sowjetische Aufrüstung abschließen zu können. Der Pakt bot die Möglichkeit, sich die ehemaligen Gebiete des russischen Zarenreichs (Finnland, Baltikum, Ostpolen, Bukowina, Bessarabien) einzuverleiben.[15] Der Pakt verhinderte darüber hinaus eine eventuelle antisowjetische Allianz der Westmächte mit Deutschland und wendete einen möglichen Zweifrontenkrieg mit Deutschland und Japan ab.

Auswirkungen

Deutschland

Nach der Abwendung der befürchteten Einkreisung, die ein Bündnis zwischen den drei Mächten Frankreich, Großbritannien und Sowjetunion bedeutet hätte, bot sich für Hitler die Möglichkeit, gegen Polen loszuschlagen, ohne die direkte Intervention der Westalliierten fürchten zu müssen. Da diese aber zu ihren Verpflichtungen gegenüber Polen standen, war es nun für Deutschland wichtig, nicht nur die Neutralität der Sowjetunion erreicht zu haben, sondern das Riesenreich als wirtschaftlichen Verbündeten gewonnen zu haben. Darüber hinaus stand die Sowjetunion als Handelspartner und Lieferant sowie als Transitland für wichtige Rohstoffe zur Verfügung. Durch die Abwendung der ernsten Folgen einer britischen Seeblockade, die den Ersten Weltkrieg durch Hunger und Mangel kriegswichtiger Güter mitentschieden hatte, war der wirtschaftliche Weg zum Krieg frei.

In einer Reihe von Wirtschaftsabkommen wurden konkrete Vereinbarungen über Menge und Art der Lieferungen getroffen. Deutschland lieferte im Wesentlichen Technologie und Maschinen, während die Sowjetunion große Mengen an Getreide und Nahrungsmitteln, dazu unverzichtbare Erdölprodukte sowie Nichteisenmetalle lieferte, die für die deutsche Kriegsführung unentbehrlich waren.

Sowjetunion

Nach mehrfacher deutscher Aufforderung, das im Zusatzprotokoll der sowjetischen Interessensphäre zugewiesene polnische Gebiet militärisch zu besetzen, um der polnischen Armee den Rückzug abzuschneiden, überquerten am 17. September 1939 rasch zusammengestellte Verbände der beiden westlichen sowjetischen Militärbezirke die Grenze zu Polen.[16] Gegen zum Teil nicht unerheblichen Widerstand polnischer Verbände besetzten sie das vorwiegend von Ukrainern und Weißruthenen bewohnte Gebiet. Die Sowjetunion begründete diesen Schritt als Intervention zum Schutz der „slawischen Brudervölker“, die in Ostpolen die Mehrheit stellten, der durch den Zusammenbruch des polnischen Staates erforderlich gewesen sei. Binnen weniger Wochen wurden Wahlen organisiert und die betroffenen Gebiete in die Weißrussische und die Ukrainische SSR eingegliedert.

Noch im Laufe des Septembers wurden mit Estland und Lettland ebenfalls Nichtangriffspakte abgeschlossen, wobei massiver militärischer Druck auf die Regierungen dieser Länder ausgeübt worden war, sowjetische Stützpunkte in ihren Ländern zu dulden. Wenig später folgte Litauen, das zwar Gebiete an Deutschland abtreten musste, dafür aber mit dem vormals polnischen Wilnaer Gebiet entschädigt werden sollte. Als die Sowjetunion im Oktober 1939 versuchte, Finnland einen ähnlichen Vertrag aufzuzwingen, widersetzte sich die finnische Regierung, weshalb es im November 1939 zum sogenannten Winterkrieg kam, an dessen Ende Finnland Gebiete an die Sowjetunion abtreten und der Einrichtung eines Stützpunktes auf Hangö zustimmen musste, seine Unabhängigkeit aber längerfristig erhalten konnte. Als Reaktion auf das aggressive sowjetische Vorgehen wurde die Sowjetunion aus dem Völkerbund ausgeschlossen.

Eine gemeinsame deutsch-sowjetische Friedensinitatitve am 28. September 1939 wurde von Großbritannien und Frankreich abgelehnt, woraufhin die sowjetische Außenpolitik auf einen prodeutschen Kurs einschwenkte. Auf der fünften Sitzung des Obersten Sowjets der UdSSR am 31. Oktober 1939 analysierte Molotow die internationale Lage und gab damit die Linie der kommunistischen Propaganda vor. Demzufolge hätte Deutschland ein legitimes Interesse an der Wiederherstellung seiner Großmachtstellung und die Alliierten seien die Aggressoren, da sie zur Aufrechterhaltung des Versailler Systems einen imperialistischen Krieg begonnen hätten.[17]

„[…] ihr Ziel im Krieg gegen Deutschland nicht mehr und nicht weniger ist als die ‚Vernichtung des Hitlerismus‘. […] Es gibt absolut keine Rechtfertigung für solch einen Krieg. Wie bei jedem anderen ideologischen System kann man die Ideologie des Hitlerismus annehmen oder verwerfen – das ist eine Frage der politischen Ansichten. Aber jeder wird begreifen, dass eine Ideologie nicht durch Gewalt vernichtet, sie durch Krieg nicht ausgemerzt werden kann.“

Dokumente zur Berlin-Frage, 1944–1966 (= Schriften des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V., Bonn; Bd. 52/I), 4. Aufl., Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 1987, S. 347

Nach Ende des deutschen Westfeldzuges besetzte und reannektierte die Sowjetunion am 26. Juni 1940 das nach dem Ersten Weltkrieg an Rumänien verlorene Bessarabien und zusätzlich auch den Nordteil der Bukowina. Diese Gebiete wurden der Ukrainischen SSR eingliedert. Bereits vorher waren die drei baltischen Staaten Litauen (15. Juni), Estland (17. Juni) und Lettland (17. Juni) besetzt und nach verfälschten Parlamentswahlen als Sowjetrepubliken in die Sowjetunion eingegliedert worden.

In der Folge des Vertragsabschlusses brach die Sowjetunion auch die Beziehungen zur tschechoslowakischen Exilregierung ab und nahm dafür diplomatische Beziehungen zur Slowakischen Republik auf. Im Mai 1941 wurde den Exilregierungen Belgiens, Norwegens und der Niederlande die Anerkennung mit der Begründung entzogen, dass diese keine Souveränität mehr über ihre Länder ausübten. Der Bruch mit Griechenland und Jugoslawien folgte aus ähnlichen Gründen bald danach.

Polen

Änderungen der polnischen Grenzen
Sowjetische und deutsche Soldaten treffen am 22. September 1939 in Lublin aufeinander, Aufnahme der Propagandakompanie.

Die polnische Regierung hatte am 17. September 1939, dem Tag des sowjetischen Einmarsches, das Land verlassen, um ins Exil zu gehen und den Kampf gegen Deutschland vom Ausland aus weiter zu führen. General Władysław Sikorski, Chef der polnischen Exilregierung, hatte aus exilierten Polen mehrere Divisionen unter britischer Flagge rekrutiert. Weitere polnische Verbände in der Stärke von 25.000 Mann wurden auf sowjetischer Seite formiert und bildeten im Zuge des Sikorski-Majski-Abkommens mit den bereits vorhandenen polnischen Einheiten das II. Polnische Korps der Britischen Armee. Die Forderung der Exilregierung, Polen in seinen alten Grenzen wieder erstehen zu lassen, wurde von der britischen Regierung unterstützt, stieß jedoch auf massive Ablehnung der sowjetischen Regierung. Nach Bekanntwerden des Massakers von Katyn forderte Sikorski die Aufklärung der Vorgänge um die Ermordung mehrerer Tausend polnischer Offiziere, die 1939 in sowjetische Gefangenschaft geraten waren, woraufhin die diplomatischen Beziehungen abgebrochen wurden. Am 6. Juli 1945 gab Großbritannien schließlich dem Druck Moskaus auf Drängen der USA nach und entzog der Londoner Exilregierung die Anerkennung.

Baltikum

Nach der Eingliederung der baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen im Juni 1940 kam es zu Massendeportationen vor allem von Angehörigen der bürgerlichen Elite in die Lager des Gulag. Nach der Eroberung des Baltikums durch deutsche Truppen kollaborierten viele Balten mit der Besatzungsmacht in der Hoffnung, dadurch die Unabhängigkeit ihrer Länder wiederherstellen zu können. Sie erhielten jedoch im Reichskommissariat Ostland keine Mitbestimmungsrechte. In den Jahren 1944/45 drängte die Rote Armee die deutschen Truppen zurück, weshalb viele Esten, Letten und Litauer nach Westen flohen, wo sie als Displaced Persons eingestuft wurden.

In den Jahren 1945 und 1949 kam es zu neuen Massendeportationen im Baltikum sowie zur Ansiedlung Hunderttausender russischsprachiger Sowjetbürger mit dem Ziel die neuen Teilrepubliken zu russifizieren.[18][19]

Westalliierte

Nicht weniger betroffen waren die Regierungen Großbritanniens und Frankreichs, da der Pakt die Kriegsgefahr wesentlich erhöhte. Um gegenüber Deutschland Entschlossenheit zu demonstrieren, wurde am 25. August 1939 ein Britisch-Polnischer-Beistandspakt abgeschlossen, der die bereits am 31. März 1939 im britischen Unterhaus abgegebene Beistandsverpflichtung Chamberlains bekräftigte.[20] Das Verhältnis zur Sowjetunion verschlechterte sich angesichts der sowjetischen Expansion in Osteuropa drastisch. Insbesondere das sowjetische Vorgehen gegen Finnland löste Überlegungen über ein militärisches Vorgehen gegen die Erdölproduktion im Raum Baku aus. Der erfolgreiche Widerstand der finnischen Streitkräfte veranlasste die Vorbereitungen einer militärischen Unterstützung, die für das Frühjahr 1940 geplant war und die Besetzung von Stützpunkten in Norwegen einschloss. Diese teilweise sehr weit vorangeschrittenen Pläne lösten mittelbar den deutschen Überfall auf Norwegen im April 1940 aus. Erst nach dem Fall Frankreichs im Juni 1940, als Großbritannien allein Deutschland gegenüber stand, wurden konkrete Schritte zu einer Verständigung mit der Sowjetunion eingeleitet, die nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion zu einem formellen Bündnis der beiden Staaten führten.

Bei vielen Kommunisten in Westeuropa (aber nicht nur bei diesen) löste die Nachricht vom Abschluss des Paktes und der Wende in der sowjetischen Außenpolitik Entsetzen und Verunsicherung aus. Der Kurswechsel der Kommunistischen Internationale, die nun die Kommunistischen Parteien anwies, sich gegen den „imperialistischen“ Krieg zu stellen und alle Bindungen zu sozialistischen und anderen progressiven Parteien zu lösen, verstärkten das Unbehagen, führten zu Kritik, Protesten und zahlreichen Parteiaustritten.[21]

In Frankreich bot der Pakt und der damit verbundene Kurswechsel einen willkommenen Vorwand für die Verfolgung der Kommunistischen Partei Frankreichs (PCF), die am 26. September 1939 in deren Verbot gipfelten. Hatten die Kommunisten zunächst die Kriegsanstrengungen unterstützt und etwa am 2. September in der Nationalversammlung für die Kriegskredite gestimmt, erfolgte nach einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit ab Mitte September die Agitation gegen den Krieg, der als „imperialistischer, ungerechter Krieg, an dem die Bourgeoisie aller kriegsführenden Staaten gleich schuldig“ sei,[22] denunziert wurde. Die PCF verurteilte auch den Schulterschluss mit Großbritannien und den „reaktionären polnischen Obristen“. Der Agitation dienten Flugzettel, Kettenbriefe und eine Untergrundausgabe der Parteizeitung L’Humanité, die unter dem Titel „Les soldats contre la guerre“ verbreitet wurde.[23]

Die tiefe politische Spaltung der französischen Gesellschaft und eine tief verwurzelte pazifistische Strömung verstärkten die Wirkung der defätistischen Kampagne der PCF unter dem Motto: „Mourir pour Dantzig [dt.: Sterben für Danzig]?“ Aus Furcht vor Unterwanderung und Sabotage wurden drastische Maßnahmen ergriffen, die zu einer zusätzlichen Entfremdung zwischen Regierung und Bevölkerung führten. Zumal sich im weiteren Verlauf des Sitzkrieges die Arbeitsbedingungen, vor allem in der Rüstungsindustrie, zunehmend verschlechterten. Vereinzelte Fälle von Sabotage[24] dienten zur Rechtfertigung einer massiven Repression kommunistischer oder kommunistischer Sympathien verdächtiger Arbeiterinnen und Arbeiter und zur Diskreditierung aller Versuche, eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu erreichen. Dem tatsächlichen Schwund der Mitgliedschaft der PCF stand ein von den Behörden behaupteter Anstieg von Akten kommunistischer Subversion und Sabotage gegenüber. Als im Mai 1940 der deutsche Angriff erfolgte und die alliierte Streitmacht vernichtende Niederlagen erlitt, mussten die Kommunisten auch als Sündenbock für die Fehler von Regierung und Militär herhalten.[25]

Japan

Japan hatte mit Deutschland am 25. November 1936 den Antikominternpakt abgeschlossen, der neben laufenden Konsultationen bezüglich der Aktivitäten der Kommunistischen Internationale eine geheime Neutralitätsverpflichtung im Falle eines Angriffes der Sowjetunion enthielt. Der Abschluss des Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspaktes erfolgte ohne vorherige Konsultationen mit Japan und verstieß damit sowohl gegen den Buchstaben als auch gegen den Geist dieses Vertrages. Da man in Japan überdies einen Zusammenhang zwischen dem Pakt und der schweren Niederlage der Kwantung-Armee gegen den späteren Marschall Schukow in der Schlacht am Chalchin Gol sah, musste das prodeutsche Hiranuma-Kabinett am 27. August 1939 demissionieren.[26] Damit erlitten die seit 1938 laufenden Verhandlungen über ein Militärbündnis mit Deutschland einen herben Rückschlag.

Nichtigkeitserklärung nach 1989

Die Existenz der Zusatzprotokolle zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt wurde von der Sowjetunion 50 Jahre lang geleugnet. Als Michail Gorbatschow im Jahr 1989 einen Untersuchungsausschuss unter der Leitung seines Vertrauten Alexander Jakowlew einsetzte, wurde das entsprechende Dokument veröffentlicht. Am 24. Dezember 1989 erklärte der Volksdeputiertenkongress der UdSSR durch ein Mehrheitsvotum den Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspakt und seine Zusatzprotokolle ex tunc für nichtig.

Interpretation der Bedeutung des Vertrages

Einzelne Historiker vertreten bis heute die Auffassung, dass die Sowjetunion ein „berechtigtes” Interesse an einer Westverschiebung ihrer westlichen Grenze hatte, da unter anderem ihre beiden Metropolen Moskau und Leningrad in relativer Nähe zu dieser Grenze lagen. Im Falle einer Besetzung ganz Polens und des Baltikums hätten die deutschen Truppen „vor den Toren“ insbesondere Leningrads gestanden.[27] Nach überwiegender Meinung rechnete Stalin jedoch nicht mit einem deutschen Angriff, so dass die Verbesserung der Verteidigungslage als vorrangiges Motiv ausscheidet. Vielmehr ging es dem sowjetischen Diktator in erster Linie um eine Ausweitung des bolschewistischen Herrschaftssystems auf diejenigen Gebiete, die bereits zum Russischen Kaiserreich gehört hatten. Nach der Besetzung der Gebiete begannen die sowjetischen Behörden mit der Deportation und der Ermordung von „Klassenfeinden“. In diesen historischen Kontext gehören beispielsweise das Massaker von Katyn und die Massenmorde in Lemberg im Sommer 1941.

Polen wurde am 17. September 1939 auch von der Sowjetunion angegriffen. Dies geschah analog zur deutschen Aggression unter dem Bruch eines Nichtangriffspaktes. Da Polen die heute in der westlichen Ukraine und im westlichen Weißrussland gelegenen Gebiete nach dem Krieg nicht zurückerhielt und die polnische Untergrundarmee Armia Krajowa auch von sowjetischen Truppen bekämpft wurde, wird der 8. Mai in Polen im Gegensatz zu anderen Staaten nicht als Tag der Befreiung durch die Sowjetunion, sondern als Tag des Friedens begangen.

Einer mitunter einseitigen Darstellung in Russland, die den Pakt nicht als Teil einer Expansionspolitik sieht, sondern Polen vorwirft, durch die Verweigerung einer Zusammenarbeit mit der Sowjetunion den Pakt selbst provoziert zu haben, tritt Polen vehement entgegen. In Russland fällt es nach wie vor schwer einzugestehen, dass die eigenen Truppen bereits Okkupanten gewesen waren, bevor sie zu „Befreiern“ erklärt wurden.

In Litauen wird der Einmarsch der Roten Armee im Juni 1940 und der Beginn der ersten sowjetischen Besatzungszeit, die bis zum Sommer 1941 andauerte, ebenfalls als Auswirkung des Paktes betrachtet.[28] Auch hier wurden repressive Maßnahmen durch die sowjetischen Besatzer vorgenommen. Diese konnten jedoch nicht mehr ihre volle Wirkung entfalten, da das Land nach weniger als einem Jahr von der deutschen Wehrmacht nach dem Beginn des Deutsch-Sowjetischen Krieges besetzt wurde.

Siehe auch

Literatur

  • Anna Kaminsky, Dietmar Müller, Stefan Troebst (Hrsg.): Der Hitler-Stalin-Pakt 1939 in den Erinnerungskulturen der Europäer. Wallstein Verlag, Göttingen 2011, ISBN 978-3-8353-0937-1.
  • Gerhard Bisovsky, Hans Schafranek, Robert Streibel (Hrsg.): Der Hitler-Stalin-Pakt. Voraussetzungen, Hintergründe, Auswirkungen. Picus-Verlag, Wien 1990, ISBN 3-85452-214-2.
  • Gerhard Hass: 23. August 1939. Der Hitler-Stalin Pakt. Dietz Verlag, Berlin 1990, ISBN 3-320-01555-9.
  • Department of State: Das nationalsozialistische Deutschland und die Sowjetunion 1939–1941. Akten aus dem Archiv des deutschen Auswärtigen Amtes. 1948.
  • Jan Lipinsky: Das Geheime Zusatzprotokoll zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag vom 23. August 1939 und seine Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte von 1939 bis 1999. Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 978-3-631-52322-3 (Europäische Hochschulschriften, Reihe III, Geschichte und ihre Hilfswissenschaften. Bd. 991).
  • Donal O’Sullivan: Stalins „Cordon sanitaire“. Die sowjetische Osteuropapolitik und die Reaktionen des Westens 1939–1949. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2003, ISBN 3-506-70142-8.
  • Manfred Sapper, Volker Weichsel (Hg.): Der Hitler-Stalin-Pakt. Der Krieg und die europäische Erinnerung. Berlin 2009 (= OSTEUROPA, 7-8/2009), ISBN 978-3-8305-1606-4.
  • Heinrich Schwendemann: Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion von 1939 bis 1941. Alternative zu Hitlers Ostprogramm?. Akademie Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-05-002382-1 (Quellen und Studien zur Geschichte Osteuropas; Bd. 31 / Zugleich Dissertation, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 1991).
  • Bibliographische Datenbank: RussGUS – Es werden zum Hitler-Stalin-Pakt mehrere hundert Publikationen geführt (Formularsuche / Sachnotationen / 12.3.4.5.2.3.2).

Weblinks

 Commons: Molotov-Ribbentrop Pact – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Felix Chuev, Albert Resis: Molotov Remembers: Inside Kremlin Politics, Ivan R. Dee Publisher, 2007, ISBN 1-56663-715-5.
  2. Winston Churchill: Der Zweite Weltkrieg. Bern 1954, S. 135.
  3. Winston Churchill: Der Zweite Weltkrieg. Bern 1954, S. 138.
  4. The Sunday Telegraph: „Stalin 'planned to send a million troops to stop Hitler if Britain and France agreed pact'“
  5. ebda.
  6. Carroll/Epstein: Das nationalsozialistische Deutschland und die Sowjetunion 1939–1941. Akten aus dem Archiv des deutschen Auswärtigen Amtes, Berlin (Departement of State, 1948), S. 23.
  7. Roland G. Forster: Uunternehmen Barbarossa. Zum historischen Ort der deutsch-sowjetischen Beziehungen zwischen 1933 und Herbst 1941, 1993, S. 49.
  8. Die Chronologie der Ereignisse gemäß Geoffrey Roberts: The Soviet Union and the Origins of the Second World War, London 1995, S. 79–90.
  9. www.vorkriegsgeschichte.de: Der Hitler-Stalin-Pakt 23.8.1939 von Gerd Schultze-Rhonhof, Generalmajor a. D. und Schriftsteller, abgerufen am 24. August 2010.
  10. Gerd Schultze-Rhonhof: 1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte, ISBN 978-3-7892-8229-4, S. 491, abgerufen am 24. August 2010.
  11. Bernhard Marquardt, Der Totalitarismus – ein gescheitertes Herrschaftssystem. Eine Analyse der Sowjetunion und anderer Staaten Ost-Mitteleuropas, Bochum 1991, S. 159, 161; Gerd R. Ueberschär, Hitler und Finnland 1939–1941. Steiner, 1978, S. 61.
  12. Heinrich August Winkler, Der lange Weg nach Westen – Bd. 2. Deutsche Geschichte vom „Dritten Reich“ bis zur Wiedervereinigung. C.H. Beck, München 2000, S. 68.
  13. Adolf Hitler: Zweites Buch., S. 159.
  14. Loßberg: 27
  15. Edward H. Carr, German-Soviet Relations between the Two World Wars, 1919–1939, Oxford 1952, S. 136.
  16. John Erickson: The Soviet High Command. A Military-Political History. 1918–1941. Cass, London 2002, ISBN 0-7146-5178-8, S. 537–539. 
  17. Bianka Pietrow-Ennker: Stalinistische Außen- und Deutschlandpolitik 1939-1941. In: Bianka Pietrow-Ennker (Hrsg.): Präventivkrieg? Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion. 3. Auflage. Fischer, Frankfurt am Main 2000, ISBN 9783596144976, S. 85.
  18. Boris Meissner: Die Sowjetunion, die baltischen Staaten und das Völkerrecht. Verlag für Politik u. Wirtschaft, Köln 1956. XI, 377.
  19. Mart Laar: Estland und der Kommunismus. In: Das Schwarzbuch des Kommunismus 2. München 2004, S. 261–323.
  20. Winston Churchill: Der Zweite Weltkrieg. I. Bern 1954, S. 133.
  21. Victor Gollancz, John Strachey, George Orwell, Harold Laski (Herausgeber und Mitarbeiter): The Betrayal of the Left. An Examination and Refutation of Communist Policy from October 1939 to January 1941. With Suggestions for an Alternative and an Epilogue on Political Morality. London 1941.
  22. Dimitroff. Band 2, S. 275.
  23. Alistair Horne: To lose a battle. France 1940. S. 147.
  24. Horne, S. 148.
  25. Julian Jackson: The Fall of France. Oxford University Press, Oxford 2003, ISBN 0-19-280300-X. 
  26. Bernd Martin: Deutschland und Japan im Zweiten Weltkrieg 1940–1945. Musterschmidt, Göttingen 1969, S. 17.
  27. Mitrovits Miklos: Egy paktum furcsa évfordulója (Der seltsame Jahrestag eines Paktes), ÈS LVIII. Jahrgang, 39. Exemplar (ungarisch)
  28. Nijolė Maslauskienė, Inga Petravičiūtė: Okupantai ir kolaborantai – Pirmoji sovietinė okupacija (Okkupanten und Kollaborateure – die erste sowjetische Besatzungszeit), Verlag „Margi raštai“, Vilnius 2007, ISBN 978-9986-09-324-4 (litauisch, englisch), S. 412.

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