Saint-Amé


Saint-Amé
Saint-Amé
Wappen von Saint-Amé
Saint-Amé (Frankreich)
Saint-Amé
Region Lothringen
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Kanton Remiremont
Gemeindeverband Vallée de la Cleurie.
Koordinaten 48° 2′ N, 6° 40′ O48.0255555555566.6705555555556397Koordinaten: 48° 2′ N, 6° 40′ O
Höhe 397 m (385–773 m)
Fläche 8,07 km²
Einwohner 2.133 (1. Jan. 2008)
Bevölkerungsdichte 264 Einw./km²
Postleitzahl 88120
INSEE-Code
Website http://www.saint-ame.fr/index.html

Mairie

Saint-Amé ist eine französische Gemeinde mit 2133 Einwohnern (1. Januar 2008) im Département Vosges der Region Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Épinal, zum Kantons Remiremont und ist Mitglied des 1996 gegründeten Kommunalverbandes Vallée de la Cleurie.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde Saint-Amé liegt in den südwestlichen Vogesen, etwa sechs Kilometer östlich der Stadt Remiremont.

Lage der Gemeinde Saint-Amé
im Département Vosges

Das Gemeindegebiet umfasst neben Abschnitten der Täler von Moselotte und Cleurie einen Teil des bis zu 773 Meter Meereshöhe erreichenden Bergrückens westlich des Cleurietales. Die östliche Gemeindegrenze bildet die Cleurie, die an der Gemeindegrenze zu Le Syndicat in die Moselotte mündet, die ihrerseits die südliche Grenze von Saint-Amé festlegt. 482 Hektar und damit mehr als die Hälfte des 8,07 km² großen Gemeindeareals sind bewaldet. Es handelt sich um Anteile des oberhalb von etwa 400 Metern Höhe liegenden großen zusammenhängenden Forst Forêt de Fossard. In den Tallagen an der Moselotte herrscht Ackerbau (Getreide- und Futtermittelanbau) vor.

Zusammen mit den Gemeinden Le Syndicat und Vagney bildet Saint-Amé entlang des nördlichen Moselotte-Ufers ein langgezogenes, geschlossenes Siedlungsbild.

Nachbargemeinden von Saint-Amé sind Cleurie im Norden, Le Syndicat im Osten, Dommartin-lès-Remiremont im Südwesten sowie Saint-Étienne-lès-Remiremont im Westen.

Geschichte

Die Gemeinde entstand per Dekret am 12. November 1789 aus den Weilern und Höfen Meyvillers, Autrive und La Nolle des Ban de moulin (Mühlenbann). Dieser Bann gehörte einerseits zur Herrschaft der Pröpste des Kapitels Remiremont, andererseits den Äbtissinnen von Remiremont. Im Jahre 1594 war das Gebiet des Banns Teil der Bailliage der Vogesen und unterstand dem Propst von Arches, ab 1751 gehörte Saint-Amé zur Vogtei Remiremont. Während der Zeit der Französischen Revolution benannte der religionsfeindliche Nationalkonvent die Gemeinde in La Nolle-sur-les-Sables um.

Eingepfarrt waren die Einwohner in der Kirchengemeinde des heutigen Ortsteils Celles. Die alte Pfarrkirche in Celles wurde 1727 abgerissen, eine neue Kirche entstand auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Le Syndicat.

Das Rathaus mit Knabenschule (Mairie-école) stammt aus dem Jahr 1848, eine Mädchenschule folgte 1869, ein erster Kindergarten im Jahr 1884.[1]

Die Erwerbsgrundlagen waren lange Zeit die Landwirtschaft, insbesondere die Viehhaltung sowie zahlreiche Granitsteinbrüche an der unteren Cleurie und an der Moselotte.

Kirche Saint-Amé
Kapelle Saint-Amé auf dem Saint-Mont

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 1553 1924 2101 2007 2033 2012 2111

Partnerschaft

Mit der italienischen Gemeinde Schignano in der Provinz Como verbindet Saint-Amé seit 1988 eine Städtepartnerschaft, die aus vielen Kontakten von Einwanderern zu ihrer oberitalienischen Heimatgemeinde entstand.

Sehenswürdigkeiten

  • Kapelle Saint-Amé mit Ursprung im 7. Jahrhundert; sie geht auf den Heiligen Amé (oder Aimé), Mönch der Abtei Agaune und Gründer des Klosters Remiremont zurück

Wirtschaft und Infrastruktur

Saint-Amé ist heute eine Gemeinde mit zahlreichen Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben. Herausragend sind dabei die Verarbeiter von Granit, das in nahen Brüchen abgebaut wird. Das größte Gewerbegebiet liegt im Westen der Gemeinde (Zone d’aménagement concerté Sous le Bois). Die Landwirtschaft spielt heute nur noch eine untergeordnete Rolle; im Gemeindegebiet ist noch ein Landwirtschaftsbetrieb im Vollerwerb ansässig.[2]

Bildung

Die Gemeinde Saint-Amé ist Standort zweier Grundschulen (Les Bruyères und Les Tilleuls) sowie eines Kindergartens.

Verkehr

Saint-Amé liegt an der Départementsstraße 417, die von Remiremont nach Gérardmer und weiter über den Vogesenkamm nach Colmar im Elsass führt. Unmittelbar östlich von Saint-Amé zweigt die Départementsstraße 43 nach Saulxures-sur-Moselotte und La Bresse sowie zum Col d’Oderen ab. Südlich der Moselotte verbindet die D 23 Saint-Amé mit Vagney. An die 1992 stillgelegte Bahnlinie von Remiremont nach Cornimont erinnert heute noch der Straßenname Rue de la Gare.

Quellen, Weblinks

  1. Eintrag auf vosges-archives.com. Abgerufen am 16. April 2011 (französisch).
  2. Gewerbe, Industrie auf saint-ame.fr. Abgerufen am 17. April 2011 (französisch).

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