Thiéfosse


Thiéfosse
Thiéfosse
Wappen von Thiéfosse
Thiéfosse (Frankreich)
Thiéfosse
Region Lothringen
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Kanton Saulxures-sur-Moselotte
Gemeindeverband Haute Moselotte.
Koordinaten 47° 58′ N, 6° 44′ O47.9716666666676.73433Koordinaten: 47° 58′ N, 6° 44′ O
Höhe 433 m (419–890 m)
Fläche 7,62 km²
Einwohner 589 (1. Jan. 2008)
Bevölkerungsdichte 77 Einw./km²
Postleitzahl 88290
INSEE-Code

Lage der Gemeinde Thiéfosse
im Département Vosges

Thiéfosse ist eine französische Gemeinde mit 589 Einwohnern (Stand 1. Januar 2008) im Département Vosges in der Region Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Épinal, zum Kanton Saulxures-sur-Moselotte und zum 2002 gegründeten Kommunalverband Haute Moselotte.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde Thiéfosse in den Vogesen liegt 15 Kilometer von Remiremont entfernt, im Südosten Lothringens.

Das 7,62 km² große Gemeindegebiet von Thiéfosse umfasst einen Teil des mittleren Moselottetales, das Tal des von Osten zufließenden Ruisseau du Droit de Thiéfosse sowie die flankierenden Berggebiete, die im Osten 800 Meter, im Südwesten bis zu 890 Meter über dem Meer erreichen. Der 786 Meter hohe Sattel des Col du Xiard im Westen führt in das Moseltal und ist Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Das Moselottetal verengt sich an der Grenze zur Gemeinde Basse-sur-le-Rupt zu einer Schlucht (Gorges du Crosery).

Der 430 Meter hoch gelegene Talboden ist nicht für den Ackerbau geeignet, sodass Weidewirtschaft vorherrscht. Fast die Hälfte des Gemeindegebietes nimmt das Waldgebiet Forêt Domaniale de Longegoutte ein, es wird aber von zahlreichen Berghöfen und Weiden unterbrochen.

Zu Thiéfosse gehört der nördlich des Kernortes anschließende Ortsteil Les Mainqueyon.

Nachbargemeinden von Thiéfosse sind Basse-sur-le-Rupt im Norden, Saulxures-sur-Moselotte im Osten und Süden, Rupt-sur-Moselle im Südwesten, Vecoux im Westen sowie Vagney im Nordwesten.

Geschichte

Der erste Teil des Gemeindenamens stammt von einer Person Theotharius; fosse ist die französische Bezeichnung für Graben. Der Name entwickelte sich von Tierfosse (1433, erste Nennung) über Thiefot (1656) zum heutigen Thiéfosse.

1701 wurde im Ort die erste Kapelle errichtet. Der damals ca. 500 Einwohner zählende Teilort des Ban de Vagney gehörte zur Kirchengemeinde Vagney. Ab 1795 hatte Thiéfosse einen eigenen Pfarrer. Die Kapelle wurde 1820 um einen Glockenturm erweitert und ab 1851 wurde die Kirche vergrößert. 1854 war der Umbau abgeschlossen, sodass 2004 das 150jährige Bestehen der katholischen Kirche gefeiert werden konnte.[1]

Nach der Französischen Revolution verblieb Thiéfosse vorerst bei Vagney. Mit dem Ziel, eine selbständige Gemeinde zu werden, reichten die Bürger 1818 eine Petition ein. 17 Jahre später wurde die Selbständigkeit erreicht.

Thiéfosse wuchs wie viele Gemeinden in den Vogesen ab 1820 rasant, als die ersten Spinnereien und Webereien gegründet wurden. Die lange Tradition der Textilindustrie endete im Jahr 2005 mit der Schließung des letzten Textilunternehmens im Ort.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 544 568 584 610 643 602 590

Die Einwohnerzahlen der Gemeinde Thiéfosse zeigen den Niedergang der Textilbranche seit den 1990er Jahren. Die Ansiedlung neuer Unternehmen konnte die Abwanderungsrate noch nicht kompensieren..

Sehenswürdigkeiten

  • Kirche Saint-Antoine, aus einer 1701 errichteten Kapelle entstanden
  • Gorges du Crosery (mit Brücken für Touristen zugänglich)

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Landwirtschaft spielt in den oberen Vogesen heute nur noch eine untergeordnete Rolle. In Thiéfosse sind kleinere Handwerks- Handels- und Baubetriebe ansässig. Nach dem Ende der Textilindustrie setzt die Gemeinde zunehmend auf den Fremdenverkehr.

Verkehrsanbindung

Durch Thiéfosse führt die Départementsstraße 43 von Le Syndicat über Saulxures-sur-Moselotte und Ventron zum Col d’Oderen an der Grenze zur Region Elsass. Das ehemalige Bahnhofsgebäude und der Straßenname Route de la Gare erinnern an die stillgelegte Bahnlinie von Remiremont nach Cornimont.

Weblinks, Quellen

  1. 150 Jahre Kirche Saint-Antoine (französisch)

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