Nörvenich

Nörvenich
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nörvenich
Nörvenich
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nörvenich hervorgehoben
50.8047222222226.6594444444444110
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Düren
Höhe: 110 m ü. NN
Fläche: 66,2 km²
Einwohner:

11.045 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 167 Einwohner je km²
Postleitzahl: 52388
Vorwahl: 02426
Kfz-Kennzeichen: DN
Gemeindeschlüssel: 05 3 58 052
Gemeindegliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstr. 25
52388 Nörvenich
Webpräsenz: www.noervenich.de
Bürgermeister: Hans Jürgen Schüller (CDU)
Lage der Gemeinde Nörvenich im Kreis Düren
Kreis Düren Nordrhein-Westfalen Rhein-Erft-Kreis Kreis Euskirchen Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Stadt Aachen Städteregion Aachen Belgien Heimbach Kreuzau Nideggen Vettweiß Düren Jülich Langerwehe Titz Merzenich Aldenhoven Hürtgenwald Nörvenich Inden Niederzier LinnichKarte
Über dieses Bild

Nörvenich ist eine Gemeinde im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen, (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Nörvenich liegt in der Zülpicher Börde. Die Gemeinde Nörvenich grenzt an folgende Gemeinden (im Uhrzeigersinn von Norden beginnend): Kerpen, Erftstadt (beide im Rhein-Erft-Kreis), Vettweiß, Kreuzau, Düren und Merzenich.

Die Gemeinde wird von Südwest nach Nordost vom Neffelbach durchflossen.

Unter Nörvenich liegt eines der größten Braunkohle-Vorkommen Deutschlands, das "Isweiler Feld", mit 1,396 Milliarden m³ die größte noch unerschlossene Lagerstätte des Rheinischen Reviers. [2] [3] [4] Frühestens 2015 ist mit der Entscheidung für den Aufschluss des neuen Braunkohletagebaus zu rechnen. Pressesprecher Manfred Lang von RWE Power wollte 2006 solche Pläne nicht dementieren. [5]

Gemeindegliederung

Nörvenich besteht aus 14 Ortsteilen mit dem Hauptort Nörvenich (3.879 Einwohner am 30. Juni 2008), die sich 1969 bzw. durch das Köln-Gesetz 1975 zusammenschlossen.

Das Rathaus

Geschichte

Entwicklung bis 1968

Der Gemeindebezirk ist uraltes Siedlungsgebiet. Aus Bodenfunden der Jungsteinzeit, den Metallzeiten, aus vier Jahrhunderten römischer Besatzung und deren Vertreibung durch die Franken lässt sich kontinuierliche Besiedlung ablesen. Schon um die Jahrtausendwende tauchen die ersten schriftlichen Erwähnungen der Dörfer, die heute zu Nörvenich gehören, auf. Hochkirchen, Eschweiler über Feld und Frauwüllesheim werden schon ab dem 9., 10. und 11. Jahrhundert erwähnt. Wissersheim feierte 1985 sein 1150-jähriges Bestehen

Sehr früh haben die Grafen von Nörvenich an der rheinischen Geschichte maßgeblich mitgewirkt. Sie dürften ihren Sitz auf der "Alten Burg" im Nörvenicher Wald gehabt haben. Die frühmittelalterliche Wehr- und Wohnanlage hat ihren Ursprung wohl im 9. Jahrhundert. Dem nach dem Aussterben der Jülicher Grafen zum "Amt Nörvenich" gewordenen Gebiet, das mehr als 30 Dörfer umfasste, standen jetzt Ministeriale (Dienstadlige) vor. Wohl um 1400 erbaute der Amtmann von Vlatten-Merode den wehrhaften Palas des ehemals wasserumwehrten heutigen "Schloss Nörvenich" (früher "Gymnicher Burg") in der Ortsmitte.

Mit dem Ende des 18. und dem Beginn des 19. Jahrhunderts gingen die in einem Jahrtausend gewachsenen Ordnungen und das seit Jahrhunderten gleichgebliebene dörflich Leben fast schlagartig zu Ende. Am 4. Oktober 1794 nämlich marschierten französische Revolutionstruppen in das Gebiet um Nörvenich ein. Nach ersten wirren Monaten folgten geordnete Verhältnisse. Aus den früheren Untertanen wurden tatsächlich freie Bürger, die es zu einem bis dahin nicht gekannten Wohlstand brachten und zu Beginn des 19. Jahrhunderts französische Bürger wurden.

Die von den Franzosen in dieser Zeit eingeführten kommunalen Verhältnisse (Bildung der Mairie Binsfeld und der Mairie Nörvenich) wurden von den Preußen weitgehend übernommen. Insbesondere die um 1800 festgelegten kommunalen Grenzen haben sich mit wenigen Ausnahmen bis in die 1970er Jahre erhalten. 1906 entstand das "Bürgermeisteramt". Erst im Jahre 1940 wurden die bis dahin selbständigen Bürgermeistereien Binsfeld und Nörvenich zur "Amtsbürgermeisterei Nörvenich" zusammengeschlossen.

Im Ersten Weltkrieg wurde in Nörvenich ein Malteserkreuz benagelt. Siehe Wehrmann in Eisen.

Das genagelte Malteserkreuz

Schon zwischen den beiden Weltkriegen begann der Wandel der Dörfer von einer rein landwirtschaftlichen Struktur zu Wohngemeinden für Pendler. Dieser Prozess setzte verstärkt Mitte der 1950er Jahre ein. Waren schon nach dem Ersten Weltkrieg zahlreiche Bürger der östlichen Dörfer bei der Rheinbraun in den Braunkohlenwerken in den Tagebaubetrieben beschäftigt, drängten viele Bewohner mit der zunehmenden Verbesserung der Verkehrsverhältnisse, nicht zuletzt auch aufgrund der umwälzenden Umstrukturierungen in der Landwirtschaft, in die Industriebetriebe der nahen Städte.

Anfang der 1950er Jahre begann die englische Royal Air Force im Nörvenicher Wald mit dem Bau eines Fliegerhorstes, auf dem heutigen Luftwaffen-Fliegerhorst arbeiten über 1.000 Zivilbedienstete aus den umliegenden Gemeinden. Siehe Fliegerhorst Nörvenich.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1969 schlossen sich die Gemeinden Binsfeld (mit dem Ortsteil Rommelsheim), Eschweiler über Feld, Eggersheim, Frauwüllesheim, Hochkirchen, Irresheim, Nörvenich, Oberbolheim, Poll und Rath bei Nörvenich zu einer neuen Gemeinde Nörvenich zusammen.[6] Wissersheim wurde zum 1. Juli 1969 an die neugebildete Erftstadt abgegeben und kam 1975 nach Nörvenich zurück. In diese Gemeinde wurden mit Wirkung vom 1. Januar 1975 die Orte Dorweiler, Pingsheim und Wissersheim aus der benachbarten Erftstadt eingegliedert.[7] Das Gemeindegebiet bedeckt eine Fläche von 66,04 km², hiervon sind 12,5 km² Waldfläche. Die früheren Bauerndörfer haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu Wohngebieten entwickelt, in denen fruchtbarer Ackerboden nur noch von wenigen Landwirten intensiv bearbeitet wird.

Die Baudenkmäler

Friedhofshochkreuz (Nörvenich)
Wegekreuz am Promenadenweg (Nörvenich)
Marktplatzkreuz (Nörvenich)
Häuser An der Vikarie 1 und 2 (Nörvenich)
Gymnichskreuz (Nörvenich)
Trompeterhof (Nörvenich)
Haus Bahnhofstraße 11 (Nörvenich)
Rathaus Nörvenich
Heiligenhaus Am Kreuzberg

→ Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Nörvenich

Die Pfarrkirche

Siehe Pfarrkirche Nörvenich

Die Burgen

Im Ortsteil Nörvenich gibt es drei Burgen:

Weitere Burgen: Burg Binsfeld, Burg Bubenheim.

Das Kriegerdenkmal im Burgpark

Das Kriegerdenkmal in Nörvenich

Am 10. Juni 1964 beschloss die Gemeindevertretung, als Ersatz für ein Kriegerdenkmal, das Straßenplänen hatte weichen müssen, Pläne für ein neues zeitgemäßes Kriegerdenkmal ausarbeiten zu lassen. Die Ausschreibung gewann der damals ortsansässige Bildhauer Ulrich Rückriem, der dort eines seiner frühesten Kunstwerke schuf. Jahre später wurde neben dem Denkmal eine Tafel mit einer hebräischen Inschrift angebracht. Sie dient dem Gedenken an die in den Konzentrationslagern getöteten jüdischen Mitbürgern.

Das Mahnmal

Mahnmal im Burgpark

Der Heimat- und Geschichtsverein der Gemeinde Nörvenich e.V. hat am 16. November 2008 in einer Veranstaltung im Schloss eines jüdischen Mädchens namens Marianne Hermanns gedacht. Anschließend wurde im Burgpark ein vom Heimat- und Geschichtsverein gestaltetes Mahnmal eingeweiht. In eine schwarze Metalltafel sind die Namen der in Konzentrationslagern umgebrachten Mitbürger und Mitbürgerinnen ausgebrannt. Diese Tafel hängt zwischen zwei Eisenbahnschienen, die den Transport mit der Bahn in die Lager symbolisiert.

Die Bodendenkmäler

Alte Burg (Nörvenich)
Römische Siedlung Nörvenich

→ Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Nörvenich

Wappen

Blasonierung:

Von Gold und Grün geteilt; oben ein wachsener rot bewehrter schwarzer Löwe, unten ein schreitender rot gekrönter und bewehrter Löwe.

Erklärung: Das Wappen zeigt oben den Jülicher und unten einen schreitenden Löwen und ist dem Nörvenicher Schöffensiegel des Jahres 1556 nachgebildet, das die Umschrift trägt: SIGeL DER SCHEFFEN ZV NORVENICH.

Postleitzahlen

Von 1941 bis 1962 gab es für das Rheinland, also auch für Nörvenich, die Postleitzahl 22c. Von 1962 bis 1972 galt für den ganzen Kreis Düren, außer Stadt Düren, die 5161. Von 1972 bis 1993 hatte Nörvenich dann die Postleitzahl 5164. Am 1. Juli 1993 kamen dann die 5-stelligen Zahlen. Für die Gemeinde Nörvenich gilt seitdem die 52388 und für Postfachinhaber die 52386.

Einwohnerentwicklung des Ortsteiles Nörvenich

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohnerzahl   Jahr Einwohnerzahl   Jahr Einwohnerzahl
1885 612   1905 558   1925 610
1945 742   1955 970   1965 1.530
1975 2.684   1985 2.650   1995 3.715
2005 4.002   2010 3.821  

Die Gemeinde Nörvenich bezeichnet sich selbst als Kleine Gemeinde mit großem Herz.

Politik

Gemeinderat

Kommunalwahl 2009
Wahlbeteiligung: 58,0 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
49,4%
25,3%
9,6%
7,2%
5,0%
3,5%
BU Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2004
 %p
   6
   4
   2
   0
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  -4
  -6
  -8
-10
-12
-10,9%
-0,3%
+2,3%
+0,4%
+5,0%
+3,5%
BU Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel

Die 28 Sitze des Gemeinderates verteilen sich wie folgt:

(Stand: Kommunalwahl am 30. August 2009)

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit 1994 Hans Jürgen Schüller (CDU).

Wirtschaft, Infrastruktur und Sonstiges

Verkehr

Nörvenich ist über drei Autobahnanschlüsse zu erreichen, und zwar über die Anschlussstelle Buir der Bundesautobahn 4, die Anschlussstelle Gymnich - Nörvenich der Bundesautobahn 61 und die Abfahrt Hürth-Knapsack der Bundesautobahn 1.

Quer durch die Gemeinde verläuft die B 477, die von Neuss nach Tondorf verläuft und im Wesentlichen der Route einer alten römischen Heerstraße folgt. Diese Militärstraße bzw. Handelsstraße verlief von Neuss bis Zülpich. Dort verzweigte sie sich in die Eifel und nach Frankreich.

Den öffentlichen Personennahverkehr stellen die Dürener Kreisbahn im Aachener Verkehrsverbund und die Regionalverkehr Köln sicher.

Durch Nörvenich-Hochkirchen verläuft der Radfernweg Kaiser-Route, der von Aachen bis Paderborn führt.

Siehe auch

Schienenverkehr

→ Hauptartikel Bahnstrecke Düren–Embken
→ Hauptartikel Bahnstrecke Benzelrath–Nörvenich

Bahnhof Nörvenich im Jahr 2004

Der Hauptort hat seit 1968 keinen Bahnhof mehr. Das Empfangsgebäude existiert noch und befindet sich als Wohnhaus in Privatbesitz. Im Bereich der Gleisanlagen befindet sich die heutige Dresdener Straße.

Am 6. Oktober 1908 wurde durch die Dürener Kreisbahn der Betrieb auf der normalspurigen Kleinbahnstrecke von Düren-Distelrath über Nörvenich nach Zülpich aufgenommen. Damals hatte Nörvenich nur 558 Einwohner. Zunächst wurden Zuckerrüben zur Dürener Zuckerfabrik transportiert, am 1. Mai 1909 wurde auch der Personenverkehr aufgenommen. 1928 wurde die Strecke zwischen Düren und Nörvenich elektrifiziert. Ab 1928 fuhren auf der weiterhin als Kleinbahn konzessionierten Strecke Straßenbahn-Triebwagen, der Güterverkehr wurde weiterhin mit Dampfloks bedient. Fahrgäste nach Zülpich und Embken mussten in Nörvenich umsteigen, da die Strecke dorthin nicht elektrifiziert war.

Bereits 1905 hatte die Bergheimer Kreisbahn die Bahnstrecke Benzelrath–Nörvenich in Betrieb genommen. Die Bergheimer Kreisbahn ging einschließlich der Oberbolheimer Strecke 1913 in den Besitz der Preußischen Staatseisenbahnen über. Die fehlende Lücke von lediglich 1,7 Kilometern zwischen Oberbolheim und Nörvenich wurde durch die Dürener Kreisbahn schließlich am 14. Juli 1924 geschlossen. Gleichzeitig wurde die Anzahl der Bahnhofsgleise von drei auf fünf erhöht. Der Betrieb wurde auf dem kurzen Neubauabschnitt allerdings pachtweise durch die Deutsche Reichsbahn durchgeführt, in der die Preußischen Staatseisenbahnen nach dem Ersten Weltkrieg aufgegangen waren.

Auslöser der Neubaustrecke war der Regiebetrieb der französischen Besatzungsmacht im Zuge der Besetzung von Rheinland und Ruhrgebiet. Die durch die Regie betriebene Bahnstrecke Köln–Aachen wurde im Rahmen des durch die Reichsregierung ausgerufenen passiven Widerstands von der Bevölkerung so weit wie möglich gemieden. Fahrgäste von Aachen nach Köln nutzten das Netz von Aachener Straßenbahn und Dürener Eisenbahn bis Düren, von dort weiter mit der DKB bis Nörvenich. Die fehlenden Kilometer bis Oberbolheim wurden zu Fuß oder mit Pferdekarren zurückgelegt.

Nach 1945 wurde die landwirtschaftliche Genossenschaft mit einem Anschlussgleis angeschlossen und auf der westliche Seite der Bundesstraße 477 kam ein Rübenladegleis mit Seitenrampe hinzu. Es ist heute noch gegenüber der Zufahrt zum Fliegerhorst Nörvenich unter Büschen zu sehen.

Zwischen 1955 und 1958 wurde die Kleinbahnstrecke zwischen Nörvenich und Bessenich bei Zülpich elektrifiziert. Der Personenverkehr zwischen Nörvenich und Zülpich endete dennoch ohne Vorankündigung am 31. Januar 1960. Am 19. Mai 1960 wurde auch der Verkehr auf der Strecke Nörvenich-Kerpen eingestellt. Am 30. April 1963 wurde schließlich der verbliebene Personenverkehr der DKB nach Düren eingestellt. Am 30. Juni 1968 fuhr der letzte Güterzug nach Düren, anschließend erfolgte die Stilllegung und der Abbau der Gleisanlagen.

Bördebahn
RegioSprinter als Bördeexpress im Bahnhof Euskirchen 2006

Hauptartikel: Bördebahn.

An den Ortsteilen Binsfeld und Rommelsheim vorbei verläuft die sogenannte Bördebahn, die ehemalige Bundesbahn-Strecke Düren – Euskirchen, die 1983 stillgelegt wurde. 2002 hat die Rurtalbahn sie für den Güter- und Personennahverkehr von der Deutschen Bahn gekauft. Seit 2006 finden Sonderfahrten statt. 2010 verkehren an jedem 2. Sonntag vom 2. Mai bis 19. September RegioSprinter im 4-Stunden-Takt zwischen Düren und Euskirchen.[8] Verbundfahrscheine von VRS, AVV und das EuRegio-Ticket werden anerkannt, Fahrräder und Hunde werden kostenlos befördert.[9] Eine Reaktivierung zur Landesgartenschau 2014 ist möglich.[10]

Fliegerhorst

Siehe Hauptartikel Fliegerhorst Nörvenich.

Polizei

Am 8. März 2006 wurde nach vielen Jahren wieder ein mit drei Polizisten besetzter Polizeiposten im Zentralort eingerichtet.

Feuerwehr

In der Gemeinde gibt es in allen Orten, außer Eggersheim (aufgelöst um 1980), Hochkirchen (aufgelöst am 1. März 2005) und Poll (aufgelöst ca. 1965), eine Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Nörvenich. In Binsfeld, Eschweiler über Feld, Oberbolheim, Pingsheim und Rath gibt es Jugendfeuerwehren.

Rettungsdienst

Nörvenich hat eine hauptamtliche Rettungswache, die 24 Stunden mit zwei Rettungsassistenten und einem Rettungswagen vom Malteser Hilfsdienst (MHD) besetzt ist. Sie wird vom Kreis Düren als Träger des Rettungsdienstes betrieben. Die Rettungswache betreut Teile der Gemeinden Vettweiß und Nörvenich. Nachdem sie früher im Bauhof der Gemeinde im Gewerbegebiet zur Miete untergebracht war, wurde am 9. Dezember 2009 an der Ecke Kapellenstraße/B477 in Eggersheim die neue Rettungswache eingeweiht.

Dazu gibt es noch eine ehrenamtliche MHD-Station, die einen Krankenwagen besitzt.

Technisches Hilfswerk

In Nörvenich ist ein ehrenamtlich besetzter Ortsverband (OV) des Technischen Hilfswerkes ansässig. Die Unterkunft ist nicht direkt in Nörvenich, sondern im Nachbarort Eschweiler über Feld zu finden. Der OV verfügt über einen technischen Zug und eine Fachgruppe Räumen. Die Zuständigkeit des technischen Zuges beschränkt sich auf die Gemeinden Nörvenich, Vettweiß und Merzenich. Die Fachgruppe ist auch über die Gemeindegrenzen hinweg einsetzbar. Der technische Zug kann auf Anforderung des jeweils zuständigen Ortsverbandes auch außerhalb des Zuständigkeitsbereiches eingesetzt werden.

Museum Europäische Kunst

Im Jahre 1980 kaufte die Familie Bodenstein die damalige Gymnicher Burg, renovierte sie in jahrelanger Arbeit vollständig, änderte den Namen in Schloss Nörvenich und präsentiert dort unter dem Namen Museum Europäische Kunst die weltweit größte Sammlung von Kunstwerken des Bildhauers Arno Breker.

Bildung

In Nörvenich gibt es eine Hauptschule sowie zwei Grundschulen. Weiterführende Schulen werden in Düren, Erftstadt und Zülpich besucht.

Auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung sind neben der Volkshochschule auch private, kirchliche, kommunale und vereinsgebundene Initiativen aktiv.

Als Versammlungsstätten stehen mehrere Bürgerhallen sowie die Neffeltalhalle (erbaut 1988) mit über 400 Sitzplätzen im Zentralort Nörvenich zur Verfügung.

Vereine

Mit rund 70 Vereinen bieten sich in Nörvenich Möglichkeiten zu sportlichen, kulturellen und geselligen Aktivitäten. Schützenbruderschaften sowie Bürgervereine und Dorfgemeinschaften sorgen für die Pflege alten Brauchtums.

Siehe auch St. Sebastianus Schützenbruderschaft Nörvenich 1408 e.V..

Kindergärten/-tagesstätten

Es gibt fünf Kindertagesstätten und drei Kindergärten.

Musik

In Schloss Nörvenich betreibt der berühmte Gitarrenvirtuose Lajos Tar die private Musikschule "Musica Humana".

Die Rockgruppe Can hatte im Schloss 1968 - 1969 ihr Studio eingerichtet. Teile ihres ersten Albums Monster Movie wurden hier aufgenommen.

Die Geschwister Kalscheuer bauten im 19. Jahrhundert Orgeln.

Unternehmen

Nörvenich ist der Stammsitz der Buir-Bliesheimer Agrargenossenschaft.

Das Unternehmen AT & S, das Leiterplatten herstellt, hat im Ort ein eigenes Vertriebs-, Service- und Logistikzentrum, im indischen Bangalore und Nörvenich zudem ein Zentrum für das Leiterplattendesign.

In Nörvenich gibt es zwei Bankfilialen, nämlich der

Partnerschaften

Persönlichkeiten

Weitere Persönlichkeiten siehe bei den jeweiligen Ortsteilen.

Einzelnachweise

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. Die Zukunft der Braunkohle in ausgewählten Revieren, Neue Tagebaue: ..., Erp-Irresheim, Forschungsstelle Umweltpolitik der Freien Universität Berlin, April 2008, S.1, 147 kB, abgerufen am 26. März 2010
  3. Flugblatt der Bürgerinitiative "Bürger gegen Isweiler Feld"
  4. Karte der Braunkohle-Lagerstätten und Tabelle der möglichen Tagebaue mit Angabe der Kohlevorräte aus einer Untersuchung von Rheinbraun und der Landesregierung auf der die Entscheidung für den Tagebau Garzweiler II ( =Frimmersdorf West-West ) in den 1980er Jahren basiert (Archivversion) PDF, 145 kB, 2 S.
  5. Prüft RWE einen neuen Tagebau? von Norbert Kurth, Kölner Stadt-Anzeiger, 23. November 2006, abgerufen am 27. März 2010
  6. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
  7. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  8. Fahrplan des BördeExpress für die Saison 2010. IG Rurtalbahn e.V., Bürgerbahn e.V., abgerufen am 7. September 2010..
  9. NEUE Tarifbestimmungen für den Bördeexpress 2010. IG Rurtalbahn e.V., Bürgerbahn e.V., abgerufen am 7. September 2010: „Verbundfahrscheine des VRS und des AVV werden anerkannt“.
  10. Stichworte zur Reaktivierung der Eifel-Bördebahn bis 2014. IG Rurtalbahn e.V., Bürgerbahn e.V., abgerufen am 7. September 2010 (966 kB): „Leuchtturmprojekt kann die Landesgartenschau 2014 in Zülpich sein“.

Literatur

  • Heinrich Heesel: Die Grafen von Nörvenich, Saffenberg und Mülbach in ihrem Umland. Hrsg.: Geschichts- und Heimatverein Nörvenich, 1986
  • Karl Heinz Türk: Burg Binsfeld in der Gemeinde Nörvenich bei Düren. ISBN 3-88094-649-3
  • Karl Heinz Türk: 12 Ortschroniken für die Ortsteile der Gemeinde. Selbstverlag mit der Gemeindeverwaltung
  • Karl Heinz Türk: Straßennamen in der Gemeinde Nörvenich. Heft 1-4

Weblinks

 Commons: Nörvenich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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