Helbedündorf
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Helbedündorf
Helbedündorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Helbedündorf hervorgehoben
51.3510.616666666667303
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Höhe: 303 m ü. NN
Fläche: 96,3 km²
Einwohner:

2.611 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99713
Vorwahl: 036029
Kfz-Kennzeichen: KYF
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 032
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rasenweg 5
99713 Helbedündorf
Webpräsenz: www.helbeduendorf.de
Bürgermeister: Jörg Steinmetz (CDU)
Lage der Gemeinde Helbedündorf im Kyffhäuserkreis
Thüringen Abtsbessingen Artern/Unstrut Bad Frankenhausen/Kyffhäuser Badra Bellstedt Bendeleben Clingen Borxleben Bretleben Donndorf Ebeleben Etzleben Freienbessingen Gehofen Göllingen Gorsleben Greußen Großenehrich Günserode Hachelbich Hauteroda Helbedündorf Heldrungen Hemleben Heygendorf Holzsußra Ichstedt Kalbsrieth Mönchpfiffel-Nikolausrieth Nausitz Niederbösa Oberbösa Oberheldrungen Oldisleben Reinsdorf Ringleben Rockstedt Roßleben Rottleben Seega Sondershausen Steinthaleben Thüringenhausen Topfstedt Trebra Voigtstedt Wasserthaleben Westgreußen Wiehe WolferschwendaKarte
Über dieses Bild

Helbedündorf ist eine Gemeinde im thüringischen Kyffhäuserkreis.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Gelegen ist die Gemeinde im westlichen Teil des Kyffhäuserkreis in den Höhenlagen der beiden Muschelkalk-Züge Hainleite und Dün.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den beiden westlich gelegenen Ortsteilen Holzthaleben und Keula mit je 1000 und 700 Einwohnern, Friedrichsrode, Groß- und Kleinbrüchter im Zentrum sowie dem Ortsteil Toba und dem kleineren Ortsteil Peukendorf.

Die Dörfer der Gemeinde wurden wie folgt erstmals urkundlich erwähnt:[2]

  • Holzthalleben: 20.März 1143,
  • Keula: 18. Januar 967,
  • Friedrichrode: Ostern 1706,
  • Großbrüchter: 1251,
  • Kleinbrüchter: 30. März 1302,
  • Toba: 20. März 1143,
  • Peukendorf: 4. September 1178.

Geschichte

Aus der Eisenzeit belegen Scherbenreste die Nutzung des Umlandes der späteren Burganlage im oberen Helbetal. Diese mehrteilige Burganlage bei Großbrüchter war mit Steilhängen und Wällen sowie Gräben geschützt. Sie wurde zum Schutz des Klosterhofes Helbe gebaut.

An der Westseite des Ortes Keula befinden sich Reste einer Burg. Sie hatte wohl die Aufgabe, die damalige Straße über den Dün in Richtung Mühlhausen zu kontrollieren und zu schützen. Zudem wird 967 ein ottonisches Königsgut erwähnt, das Kaiser Otto II. dem Kloster Fulda schenkte. Auch das war zu schützen. Im Mittelalter war die Burg Keula Amtssitz der Honsteiner, dann der Schwarzburger. 1772 und 1811 wurden Teile der Burg abgetragen. Von der Anlage sind der Südflügel, Teile des Wassergrabens, Keller und Reste der Außenmauer erhalten.[3]

Die Gründung der Gemeinde erfolgte am 25. November 1993 durch Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Holzthaleben, Keula, Friedrichsrode und Großbrüchter.[4] Am 22. Juli 1995 kam auch Toba hinzu.[5] Am 2. September 1995 wurde zudem noch Kleinbrüchter (mit Peukendorf) eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994 - 2428
  • 1995 - 3039
  • 1996 - 3024
  • 1997 - 3026
  • 1998 - 3036
  • 1999 - 3007
  • 2000 - 2993
  • 2001 - 2974
  • 2002 - 2928
  • 2003 - 2889
  • 2004 - 2847
  • 2006 - 2811
  • 2007 - 2747
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Der Gemeinderat von Helbedündorf besteht aus 14 Mitgliedern. Seit der Kommunalwahl am 7.Juni 2009 setzt er sich wie folgt zusammen:

Der Partei Die Linke standen entsprechend dem Wahlergebnis zwei Sitze zu. Da sie aber nur eine Kandidatin aufgestellt hatte, bleibt der zweite Sitz unbesetzt.

Wappen

Das Wappen wurde am 28. Februar 1995 durch das Thüringer Landesverwaltungsamt genehmigt.

Blasonierung: „In Grün über goldenem Wellenschildfuß, darin über einem roten Roßkamm eine rote liegende Streugabel, eine goldene wachsende Buche.“

Die stilisierte Buche steht stellvertretend für den typischen Baumbestand der Gemeinde und die grüne Farbe des Schildgrundes für die natürliche Umgebung bzw. die Hainleite. Der Wellenschnitt symbolisiert das Flüsschen Helbe. Die langjährige Zugehörigkeit der Ortsteile Großbrüchter, Holzthaleben und Keula zum früheren Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen wird ähnlich dem Regalienfeld im Fürstenwappen durch die rote Streugabel und den roten Rosskamm im goldenen Feld versinnbildlicht.[6]

Das Wappen wurde von dem Heraldiker Frank Jung gestaltet.

Sehenswürdigkeiten

Blick auf den Ortsteil und Sender Keula

Sehenswert ist das sanierte Fachwerk-Ensemble im Gemeindeteil Großbrüchter mit ihrer 1989 vor dem Verfall geretteten St. Spiritus-Kirche. Das Backhaus im Ortsteil Holzthaleben beherbergt das Heimatmuseum, dort steht auch eine über 300 Jahre alte Pestlinde. Im Helbetal liegen historische Grenzsteine, die damals das preußische Gebiet vom schwarzburgischen getrennt hatten. Auch ein steinernes Sühnekreuz, die „Steinerne Jungfrau“ steht dort. Über dem Hebetal finden sich die Ruinen der Helbeburg, deren Bau auf die Bronzezeit zurück geht. Sehenswert ist auch die Wasserburg Keula im Gemeindeteil Keula. In dem Schluss mit Hofgarten und Turm residierte Graf Anton Günther II. Im Ortsteil Kleinbrüchter steht ein Kriegerdenkmal in Gedenken an Gefallene im Ersten und Zeiten Weltkrieg. Bedeutend ist die historische Kirche im Ortsteil Toba.

Wirtschaft

Schwerpunkte der Wirtschaft sind das Handwerk und die Land- und Forstwirtschaft. Überregionale Bedeutung erlangte der Kunsthof Friedrichsrode. In Keula betreibt die Deutsche Telekom AG eine Sendeanlage für UKW-Rundfunk.

Persönlichkeiten

Quellen

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
  2. Wolfgang Kahl:Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer,Verlag Rockstuhl,Bad-Langensalza,2010, ISBN 978-3-86777-202-0,S.128,141,80,100,143,287,217.
  3. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 133, 155/156.
  4. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  5. a b StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1995
  6. Neues Thüringer Wappenbuch Band 2 Seite 27; Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Thüringen e.V. 1998 ISBN 3-9804487-2-X

Weblinks

 Commons: Helbedündorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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