Opel Agila


Opel Agila
Opel Agila
Hersteller: Opel
Produktionszeitraum: seit 2000
Klasse: Microvan
Karosserieversionen: Steilheck, fünftürig
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines

Der Opel Agila (von lat. agilis, „gewandt“, „agil“) ist ein Microvan-Modell und nominell die kleinste Baureihe der europäischen General-Motors-Marken Opel und Vauxhall. Der Agila ist zwar deutlich kürzer als der Corsa aus gleichem Hause, unter Berücksichtigung aller drei Hauptabmessungen (Länge, Breite, Höhe) aber annähernd gleich groß wie dieser, nur anders proportioniert.

Die erste Generation des Agila (Agila A) wurde 2000 eingeführt und bis 2007 hergestellt. Der Nachfolger Agila B, der aufgrund seines deutlich verkleinerten Höhen-Längen-Verhältnisses nur noch bedingt als Van bzw. Microvan bezeichnet werden kann, wird seit 2008 angeboten.

Inhaltsverzeichnis


Agila A

Typ 0HAF68
Opel Agila A (2000–2003)

Opel Agila A (2000–2003)

Produktionszeitraum: 2000–2007
Motoren: Ottomotoren:
1,0–1,2 Liter
(43–59 kW)
Dieselmotoren:
1,3 Liter
(51 kW)
Länge: 3540 mm
Breite: 1620 mm
Höhe: 1670 mm
Radstand: 2360 mm
Leergewicht: 1040 kg
Opel Agila A (2003–2007)
Heckansicht

Der gut 3,5 m lange Microvan Agila A war bis auf die Benzin-Motoren und die Fahrwerksabstimmung identisch mit dem früheren Suzuki Wagon R+ und wurde im polnischen Gliwice (Gleiwitz) gebaut. Grundlage für den Agila war die Studie Concept-A von 1999.

2003 erhielt der Agila eine leichte Überarbeitung (z. B. eine Chromstrebe im Kühlergrill).


Motoren

Modell 1.0 1.0 1.2 1.2 1.3 CDTI
Benziner Diesel
Motor-
bezeichnung
Ecotec (12V) Twinport Ecotec (12V) Ecotec (16V) Twinport Ecotec (16V) CDTI Ecotec (16V)
Hubraum (cm3) 973 998 1199 1229 1248
Zylinder 3 3 4 4 4
Leistung 43 kW
(58 PS)
44 kW
(60 PS)
55 kW
(75 PS)
59 kW
(80 PS)
51 kW
(70 PS)
Verbrauch1
(l/100 km)
6,3 S 5,8 S 6,5 S 6,0 S 4,9 D
Höchst-
geschwindigkeit1
(km/h)
143 145 155 161 153
Beschleunigung1
0–100 km/h
in (Sekunden)
18,0 17,7 13,5 13,2 15,0
Bauzeit 2000–2003 2004–2007 2000–2004 2005–2007 2003–2007

1 EU-Basismodell mit serienmäßiger Ausstattung. Quelle für das aktuelle Modell: [1]

Agila B

Typen FXB22 / FXB32
Opel Agila B (seit 2008)

Opel Agila B (seit 2008)

Produktionszeitraum: seit 2008
Motoren: Ottomotoren:
1,0–1,2 Liter
(48–69 kW)
Dieselmotor:
1,3 Liter
(55 kW)
Länge: 3740 mm
Breite: 1680 mm
Höhe: 1590 mm
Radstand: 2360 mm
Leergewicht: 1050 kg
Sonstige Messwerte
CO2-Emission: 120–142 g/km
Kraftstoffverbrauch kombiniert (EG-Norm): 4,5–5,9 l/100 km
Sterne im Euro NCAP-Crashtest[2] 4 Sterne im Euro NCAP-Crashtest
Heckansicht des Agila B

Das Nachfolgemodell des Agila A, der Agila B, wurde erstmals auf der Internationalen Automobil-Ausstellung 2007 in Frankfurt vorgestellt. Der Verkaufsstart war im April 2008. Wie schon bei dem Vorgängermodell gab es eine Kooperation zwischen Opel und Suzuki, deren Variante Splash heißt. Produziert wird der Agila ebenso wie der Splash bei Magyar Suzuki Zrt. in Esztergom (Ungarn).

Der Opel Agila wuchs beim Modellwechsel auf 3,74 m in der Länge (+ 20 cm), 1,68 m in der Breite (+ 6 cm) und schrumpfte auf 1,59 m in der Höhe (− 7 cm), wodurch er deutlich gestreckter als sein Vorgänger ist und dadurch auch dynamischer wirkt. Der Kofferraum fasst 225 Liter oder einen handelsüblichen Sportkinderwagen, ist aber durch Umklappen der Rückbanklehne auf bis zu 1050 Liter erweiterbar. Der Tankinhalt ist 45 Liter, der Wendekreisdurchmesser beträgt 9,6 m "von Bordstein zun Bordstein" und 10 Meter "von Wand zu Wand". Die technisch zulässige Anhängelast fällt mit 200 kg (gebremst und ungebremst) sehr gering aus.

Ausstattung

Das Basismodell ist nur mit 1,0-l-Benzinmotor erhältlich, den es auch im teureren Agila Edition gibt. Alle Modelle haben ein Fünfgang-Schaltgetriebe, für den 1,2-l-Benziner gibt es auf Wunsch auch eine Vierstufen-Automatik. Fahrer- und Beifahrersitz sind höhenverstellbar. Serienmäßig ist weiterhin eine geschwindigkeitsabhängige Servolenkung, innenbelüfte Scheibenbremsen vorn und Trommelbremsen hinten. Die klappbare Rücksitzlehne ist beim Grundmodell nicht geteilt. Eine Deaktivierungsmöglichkeit des Beifahrerairbags und die Radiovorrüstung sind vorhanden.

Ab Werk können nur wenige Sonderausstattungen bestellt werden. Nur ein ESP mit Traktionskontrolle TCSS (Traction Control Support System) und ein MP3-taugliches CD-Radio sind gegen Aufpreis erhältlich. Außer den beiden Farben Galaxyweiß und Glutrot kosten andere Lackierungen extra und/oder sind nur beim Modell Edition möglich

Zusätzlichen Komfort und mit Kopfairbags als Extra auch Sicherheit bietet nur der über 3000 Euro teurere Agila Edition: Eine höheneinstellbare Lenksäule, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorn, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Nebelscheinwerfer, Drehzahlmesser, Bordcomputer, MP3-CD-Radio und die 1/3 zu 2/3 geteilte Rücksitzlehne. Eine Sitzheizung für Fahrer- und Beifahrersitz bekommt man nur im Style-Paket zusammen mit Leichtmetallrädern, Lederlenkrad und getönten Scheiben hinten.

Sicherheit

Serienmäßig sind die Opel Agila mit ABS incl. Bremsassistent, Auskuppelnden Sicherheitspedalen (PRS Pedal Release System) und Front- und Seitenairbags ausgerüstet. Zusätzliche Kopfairbags sind nur beim wesentlich teureren Modell Agila Edition als Extra erhältlich. Das ESP mit Traktionskontrolle TCSS kann hingegen auch für das Grundmodell bestellt werden. Der baugleiche Suzuki Splash (ab 2008) erreichte 2004 im Euro NCAP-Crashtest bei der Bewertung der Insassensicherheit mit 30 Punkten vier Sterne von fünf möglichen, bei der Insassensicherheit für Kinder 32 Punkte und damit drei Sterne von max. fünf und mit 19 Punkten (max. 36) bei der Bewertung der Fußgängersicherheit drei von vier möglichen Sternen.[2]

Motoren

Der Agila wurde mit zwei Benzin- und einem Dieselmotor angeboten. Die beiden Benzinmotoren stammen von Suzuki. Seit Februar 2010 bietet Opel den Agila auch mit (LPG) Autogas-Antrieb, als 1.0 LPG ecoFLEX und 1.2 LPG ecoFLEX, an.[1] Der von Suzuki in Indien produzierte und aus der Kooperation von General Motors und Fiat stammende Commonrail-Diesel hat serienmäßig einen Dieselrußpartikelfilter. Der Dieselmotor wird auch im aktuellen Suzuki Swift (1300 DDiS) und wurde im Opel Corsa (1.3 CDTI ecoFLEX) verwendet.


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