Bundesnachrichtendienst
Bundesnachrichtendienst
Logo des BND
Staatliche Ebene Bund
Stellung der Behörde Bundesoberbehörde
Aufsichtsbehörde(n) Bundeskanzleramt
Gründung 1. April 1956
Hauptsitz Pullach, Bayern (ab 2014 Berlin)
Behördenleitung Ernst Uhrlau, Präsident
Anzahl der Bediensteten ca. 6050 (geschätzt)
Website www.bnd.de

Der Bundesnachrichtendienst (BND) mit Sitz in Pullach bei München sowie in Berlin ist neben dem Bundesamt für Verfassungsschutz und dem Militärischen Abschirmdienst einer der drei deutschen Nachrichtendienste des Bundes und zuständig für die Auslandsaufklärung. Er wird, wie alle deutschen Dienste, vom Parlamentarischen Kontrollgremium überprüft. Erst seit 1990 ist seine Tätigkeit durch ein Gesetz geregelt.

Der BND ist eine dem Bundeskanzleramt angegliederte Dienststelle und beschäftigt rund 6000 Mitarbeiter (Stand 2005). Innerhalb des Bundeskanzleramtes ist die Abteilung 6 für den BND zuständig, deren Leiter gleichzeitig Geheimdienstkoordinator ist. Der geplante Zuschuss aus dem Bundeshaushalt betrug für 2010 rund 478 Millionen Euro[1] und für 2009 460 Millionen Euro.[2]

Inhaltsverzeichnis

Auftrag

Der BND ist der Auslandsnachrichtendienst in Deutschland und damit zuständig für die Beschaffung sicherheits- und außenpolitisch relevanter Erkenntnisse aus dem Ausland bzw. über das Ausland (§ 1 Abs. 2 BND-Gesetz).[3] Er darf hierzu nachrichtendienstliche Mittel, wie zum Beispiel Observation, Legendierungen und Tarnkennzeichen, anwenden. Im Unterschied zu den Auslandsgeheimdiensten einiger anderer Staaten hat der BND nach § 2 des BND-Gesetzes grundsätzlich keine polizeilichen Exekutivbefugnisse, ist also z. B. nicht zur Durchführung von Festnahmen berechtigt.

Abteilungen

Seit Anfang 2009 ist der BND nicht mehr in acht, sondern in die folgenden zwölf Abteilungen unterteilt.

Gesamtlage/Führungs- und Informationszentrum (GL)

Durch die Abteilung GL fließen alle Informationen des Dienstes. Sie ist für die Koordinierung und Steuerung der Produktionsprozesse des BND zuständig und stellt auch eine Schnittstelle zum Nachrichtenwesen der Bundeswehr dar.

Der Beauftragte des BND für besondere Krisenlagen ist dieser Abteilung zugeordnet und koordiniert das Krisenmanagement, zum Beispiel bei einer Gefährdung deutscher Staatsangehöriger im Ausland.

Diese Abteilung berichtet der Bundesregierung und Obersten Bundesbehörden.

Unterstützende Fachdienste (UF)

Die Abteilung UF liefert den produzierenden Abteilungen LA, LB, TE und TW vor allem Grundlageninformationen, wie die folgenden Dienstleistungen:

  • weltweite topografische und geografische Daten
  • Auswertung von Satelliten- und Luftaufnahmen
  • offene Informationsgewinnung (OSINT) aus Internet, Print sowie sonstigen Datenquellen und -banken.

Einsatzgebiete/Auslandsbeziehungen (EA)

Die Abteilung EA steuert und koordiniert die Außenbeziehungen des BND, wobei den sogenannten Residenturen, den Auslandsdienststellen des BND, eine Schlüsselstellung zukommt.

Ferner kooperiert sie mit inländischen Bundes- und Landesbehörden und hält zum Schutz der Bundeswehr im Ausland engen Kontakt mit selbiger.

Die Abteilung ist ebenfalls für die Etablierung von Standards im BND zur Informationsbeschaffung aus menschlichen Quellen (HUMINT) zuständig.

Technische Aufklärung (TA)

Die Abteilung gewinnt Informationen mit technischen Mitteln. Sie ist für die Fernmeldeaufklärung (SIGINT) zuständig. Dabei werden Erkenntnisse über das Ausland durch Filterung der internationalen Kommunikationsströme gewonnen.

Die Aufklärung wird juristisch kontrolliert.

Regionale Auswertung und Beschaffung A/B (LA/LB)

Die Abteilungen LA und LB werten gewonnene Informationen aus allen Regionen der Erde aus und bereiten diese für die Bundesregierung und weitere Adressaten in Form von Berichten und Analysen auf. Der Interessenfokus liegt dabei auf Konflikten in Krisenregionen und der Beobachtung noch stabiler Regionen, um sich abzeichnende Krisen möglichst früh erkennen zu können. Ferner setzen sie die Aufklärungsaufträge der Bundesregierung um in sogenannte Beschaffungsaufträge. Die Regionale Auswertung erstellt dazu Lagebilder aus Einzelinformationen und berichtet mündlich oder schriftlich der Bundesregierung bzw. Entscheidungsträgern verschiedener Behörden. Sie berücksichtigt dabei folgende Elemente:

  • Politik
  • Militär
  • Ökonomie
  • Ökologie
  • Soziologie
  • Geschichte.

Internationaler Terrorismus und Internationale Organisierte Kriminalität (TE)

Abteilung TE ist zuständig für die Aufklärung grenzüberschreitender Gefahren des internationalen Terrorismus und der international organisierten Kriminalität.

Sie beschafft Informationen über sogenannte asymmetrische Bedrohungen, wertet diese aus und stellt sie der Bundesregierung zur Verfügung.

Die Abteilung kooperiert international mit vielen Partnerdiensten, Sicherheitsbehörden und wissenschaftlichen Einrichtungen.

Proliferation, ABC-Waffen, Wehrtechnik (TW)

Die Abteilung TW ist für die Beschaffung und Auswertung von allen Information zum Thema Proliferation, also der Weitergabe atomarer, biologischer, chemischer Waffen und entsprechender Trägertechnologie, sowie für die Beobachtung rüstungstechnischer Entwicklungen zuständig.

Eigensicherung (SI)

Die Eigensicherung ist für die Sicherheit und Spionageabwehr zuständig.

Beispiele der Aufgaben dieser Abteilung sind:

  • Schutz von Daten bei Bearbeitung, Speicherung und Übertragung
  • Materielle Absicherung von Liegenschaften
  • Sicherheitsberatung
  • Sicherheitsüberprüfungen von aktiven und zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Technische Unterstützung (TU)

Die TU ist zuständig für die kontinuierliche Auseinandersetzung mit Neuerungen auf den Gebieten der

  • Datenverarbeitung
  • Telekommunikation
  • Büroautomation
  • Chemie
  • Physik usw.

Technische Entwicklung (TK)

Die Abteilung Technische Entwicklung entwickelt spezielle technische Systeme für den BND und hält diese instand. Sie beschäftigt sich dabei mit Neuerungen auf den Gebieten der

  • Nachrichtentechnik
  • Informationstechnik und
  • Softwareentwicklung.

Sie erteilt Entwicklungs- und Beschaffungsaufträge auch an die Industrie.

Ebenfalls ist sie zuständig für die

  • Beratung der internen Bedarfsträger
  • Planung und Projektierung
  • Beschaffung und Entwicklung
  • Erprobung und Bewertung
  • Inbetriebnahme und Weiterentwicklung technischer Systeme.

Zentralabteilung (ZY)

Die Zentralabteilung nimmt alle Personal- und Verwaltungsaufgaben wahr, das heißt Aufgaben in den Bereichen:

  • Organisationsentwicklung
  • Personalmanagement
  • Aus- und Fortbildung (in eigener Schule und Fachhochschule)
  • Finanzwesen
  • Rechtswesen.

Gesamtumzug (UM)

Das Programm für den Gesamtumzug des BND hat nachfolgende Aufgaben:

  • Projekt Chausseestraße
  • Projekt Bayern
  • Projekt Zwischenumzüge
  • Projekt Soziales, Mitarbeiterbetreuung und -information informiert BND-intern seiner Mitarbeiter über den Gesamtumzug.

Dienststellen

Standort des BND in Berlin-Lichterfelde
Bautafel zum Neubau der Zentrale des BND in Berlin
Baustelle der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes
Baustelle der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes
Getarnte Dienststellennamen des BND, Helene-Weber-Allee 23, München

Standorte

An den Standorten Pullach (geographische Lage: 48° 3′ 49″ N, 11° 31′ 46″ O48.06361111111111.529444444444Koordinaten: 48° 3′ 49″ N, 11° 31′ 46″ O) und Berlin-Lichterfelde (Lage: 52° 26′ 36″ N, 13° 18′ 16″ O52.44333333333313.304444444444), an anderen (geheimen) Dienststellen in Deutschland (insgesamt ca. 100, davon in Bayern ca. 70) sowie in Auslandsdienststellen (ca. 100) (Residenturen) arbeiten ca. 6050 Mitarbeiter. Davon arbeiten im Ausland ca. 1550 Mitarbeiter. Zehn Prozent der gesamten Belegschaft des BND sind Bundeswehrsoldaten, wobei ausschließlich Berufssoldaten herangezogen werden. Zur Tarnung werden sie offiziell zum sog. Amt für Militärkunde versetzt.

Bis 2011 sollten die beiden deutschen Standorte, Pullach und Berlin, in Berlin zusammengefasst sein. Die Bundesregierung gab jedoch Anfang 2006 dem Drängen der CSU, insbesondere ihrem Vorsitzenden Edmund Stoiber, nach und beauftragte einen BND-Umzugsausschuss (unter Kanzleramtschef Thomas de Maizière), die Standortverlegung neu zu prüfen. Es folgte der Entschluss, 1500 BND-Mitarbeiter im Freistaat Bayern zu belassen (1.000 Mitarbeiter davon in Pullach). Zur zentralen Dienststelle wird bis dahin das Gelände des ehemaligen Stadions der Weltjugend im Bezirk Mitte umgebaut werden. Das neue Gebäude an der Chausseestraße wird vom Berliner Büro Kleihues und Kleihues geplant. Vorgezogene Teilumzüge der Abteilungen 3 (Auswertung) und 5 („Internationaler Terrorismus“ und „Organisierte Kriminalität“) sind bereits größtenteils abgeschlossen. Bis 2010 sollen weitere Teilumzüge erfolgen.

Im August 2005 hat der Bund das Grundstück vom Land Berlin gekauft; die Kaufsumme für das Grundstück betrug ca. 48 Millionen Euro für einen Teil des Geländes. Zukünftig wird der BND auch die Auslandsaufklärung für die Auslandseinsätze der Bundeswehr übernehmen. Hierzu werden beim BND 270 Dienstposten neu eingerichtet. Weitere Mitarbeiter, für das Zentrum für Nachrichtenwesen der Bundeswehr (ZNBw) in Gelsdorf bei Bonn im bisherigen Dienst, sollen deshalb künftig in die neue Zentrale des BND nach Berlin wechseln.

Der erste Spatenstich für das neue Gebäude an der Chausseestraße erfolgte am 19. Oktober 2006. Die Baukosten werden von Bundesregierung und BND auf 720 Millionen Euro veranschlagt. Der Bundesrechnungshof schätzt die Kosten erheblich höher ein. Zum Richtfest am 25. März 2010 an der Berliner Chausseestraße wurden die voraussichtlichen Kosten auf 790 Millionen Euro beziffert.[4]

Anfang Juli 2011 veröffentlichte das Magazin Focus einen Bericht, wonach vor über einem Jahr Baupläne für die neue BND-Zentrale in Berlin gestohlen worden seien. Diese Pläne sollten laut Medienberichten Darstellungen des Technik- und Logistikzentrums offenbaren, wie Notausgänge, Schleusen, Alarmanlagen, Türen- und Deckendicke, Kabelschächte sowie Antiterror-Einrichtungen.[5] Daraufhin wurde eine entsprechende Kommission eingerichtet, die den Vorfall untersuchen soll. Ein teilweiser Neubau der BND-Zentrale wurde jedoch vom Geheimdienstchef Ernst Uhrlau ausgeschlossen. Die veröffentlichten Pläne würden entgegen Medienberichten nicht das Herzstück der BND-Zentrale betreffen, sondern das Nordgebäude, in dem ein Parkhaus, die Energiezentrale sowie die Ver- und Entsorgung untergebracht seien. Die Baupläne seien der niedrigsten Geheimhaltungsstufe als „Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft.[6]

Getarnte Dienststellen (Deutschland)

Hauptstelle für Befragungswesen/Zentralstelle für Befragungswesen: In circa 13 der zentralen Aufnahmelager der Bundesrepublik werden alle Flüchtlinge und Asylbewerber über Gegebenheiten in ihren Heimatländern befragt, gelegentlich auch als Quellen (Spione) angeworben.[7] Sie wird häufig als „interne Kontrolleinrichtung des Bundesamtes für Ausländerfragen“[8] getarnt.

Amt für Militärkunde: Amtsstelle, zu der Bundeswehrangehörige offiziell versetzt werden, wenn sie für den BND arbeiten. Das AMK ist als Tarnung zu sehen.[9]

  • Bonn (sog. „Wissenschaftlicher Fachbereich“). Hier werden mit Hochleistungscomputern, z. B. Cray, Verschlüsselungen entwickelt und geknackt. So war das Amt für Militärkunde bei der Cray User Group Konferenz 2006 vertreten.[10] Es findet auch Amtshilfe für andere Behörden statt. Eine Dienststelle des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) befindet sich auf demselben Gelände in Bonn-Mehlem wie das AMK.
  • Pullach

Studienstelle für Auslandsfragen[11]

  • München

Koordinierungsstelle für Wehrtechnik[12]

  • Berlin

Bundesstelle für Fernmeldestatistik: Der BND betreibt unter diesem Tarnnamen mehrere Abhörstationen in Deutschland, mit denen Nachrichtenverkehr erfasst werden kann. Diese finden sich an folgenden Orten:

  • Augsburg „Drehpunkt“/Ladelund: Großbasis-Fernpeilanlage (Tarnname Kastagnette) ausgeführt als Wullenweber-Kreisantennenanlage in Ladelund (bei Flensburg) sowie in Augsburg-Gablingen. Die Kombination der Peilergebnisse erlaubt die sehr genaue, fast weltweite Erfassung und Echtzeitverfolgung (Tracking) von Sendern vornehmlich im Lang- und Mittelwellen-, aber auch im Kurzwellenbereich. Mit den Anlagen kann z. B. der Flugweg russischer Luftstreitkräfte über Tschetschenien vom Start weg verfolgt werden.[13]
  • Bad Aibling „Seeland-Torfstich“: Über die Aufgaben dieses Stützpunkts, der in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Bad Aibling Station der National Security Agency (NSA) auf dem Gelände der Mangfall-Kaserne liegt, ist bekannt, dass dieser als sogenannte „Fernmeldeweitverkehrsstelle der Bundeswehr (FmWVStBw)“ getarnt ist.
  • Berlin in Berlin-Waidmannslust in der Cyclopstraße/Rue Montesquieu in der sogenannten Cité Foch betrieb der BND einen Turm für elektronische Aufklärung, den er vom französischen Geheimdienst übernommen hatte. Dieser wurde 2003 abgerissen.[14]
  • Brühl
  • Butzbach
  • Hof „Pferdestall“: hier befindet sich eine große Abhöranlage des BND
  • Husum „Neptun-Seehaus“: (ca. 150 Mitarbeiter, Schließung wahrscheinlich 2008)
  • Kassel „Heckenrose-Kurfürst“ befand sich in der Bosestraße, auf der Husarenkaserne.[11]
  • Monschau-Höfen, „Talsperre“: Die Station diente möglicherweise (keine gesicherten Erkenntnisse) zur Kontrolle des Nachrichtenverkehrs der diplomatischen Vertretungen in Bonn. Schließung wahrscheinlich bis 2008. Es werden Logarithmisch-Periodische-Richt-Antennen, Langdrahtantennen und Beverage-Antennen benutzt, welche zum Großteil in Richtung Osten, bzw. auf Reflexionspositionen, ausgerichtet sind.
  • Pullach (Zentrale des BND)
  • Rheinhausen/Niederhausen (Breisgau) „Tamburin“: Ionosphäreninstitut ist der Tarnname für eine Abhöranlage, die der BND in der Nähe vom Europapark Rust am Waldrand inmitten von Feldern betreibt. Hier betreibt der BND Satellitenaufklärung, vergleichbar zu Schöningen.
  • Schöningen (bei Helmstedt) „Golfplatz“: Der BND betreibt in Schöningen unter dem Decknamen der „Bundesstelle für Fernmeldestatistik“, ähnlich wie in Rheinhausen, Satellitenaufklärung.
  • Starnberg (1.)
  • Stockdorf „Stellwerk“ (Wanneystraße 10, Stockdorf/Gauting).

Institut für Nachrichtentechnik

Bundesstelle für Fernmeldestatistik

  • München offizielle Tarnung „Technische Revisionsstelle der Bundesverkehrsverwaltung“: Observationskommando zur Überwachung eigener Mitarbeiter „QB 30“.[15] Das Observationskommando befand sich bis 1997 in der Schubertstraße 12 in München. Seitdem befindet sich das Observationskommando an der Dachauer Straße 128 als Untermieter des MAD.[16]

Sonstige Dienststellen

  • Amt für Auslandsfragen[17]
  • Ärztlicher und Sozialer Dienst für Bundesdienststellen (München)
  • Betreuungswerk LVP (Pullach)
  • Botschaften der Bundesrepublik Deutschland[18]
  • Bundesamt für Finanzen - zentrale Dienste und offene Vermögensfragen
  • Bundesamt für Finanzen Bundesbesoldungsstelle Ast. Süd (Großhesselohe)[19]
  • Bundesstelle für Sondervermögen (München)[20]
  • Bundesvermögensverwaltung, Abteilung Sondervermögen
  • Liegenschaftsverwaltung Pullach (LVP) (München)
  • GARNER Stiftung (München)
  • Amt für Schadensabwicklung
  • M.Bosch Personalberatung, Pf. 120225, 80030 München
  • Zeman Flugtechnik und Logistik München GmbH (Flughafen München)
  • LCAS Logistics- Coordination & Assessment Service Hohenstein & Hagen GmbH (Pristina, Kosovo; Ottobrunn). Die Gesellschaft wurde im Februar 2009 vom BND geschlossen[21][22]
  • BVOE-Management (München)
  • Thiele und Friedrichs (München) für Zahlungen an den Informanten Rafid al-J., Deckname "Curveball", welcher behauptete, der Irak sei im Besitz von Massenvernichtungswaffen, und dadurch den USA einen Kriegsgrund lieferte.[23]

Standorte und deren Decknamen

  • Berlin: „Avus“, „Bergfried“, „Palais“, „Palmenhaus“, „Fabrik“, „Fichtenwald“, „Tattersall“
  • Bonn: „Chiemsee“, „Landgraf“, „Institut“
  • Brocken (Harz) (Relaisstation): ---
  • Dresden: kein Tarnname
  • Düsseldorf: „Phoenix“, „Adlerhorst“
  • Frankfurt/Oder (Relaisstation):
  • Geilenkirchen: „Marstall“
  • Grünwald (Depot): „Klause“
  • Guselried: „Reitstall“
  • Hamburg: „Hermelin“, „Refektorium“, „Fasanerie“, „Kiel“
  • Hannover: „Leine“, „Alpenblick“, „Hannover“
  • Hofheim (Relaisstation): –
  • Kassel: „Heckenrose-Kurfürst“
  • Kirchseeon: (Depot): „Lagerhallen“
  • Köln: „Römerschanze“
  • Mainz: „Falkenhof“, „Lafette“, „Warenlager“
  • München: „Charité-Raute“, „Sanatorium“, „Symphonie“, „Mikado II“, „Schönbrunn“, „Tannenhof“, „Olymp“, „Fohlenhof“, „Torpedo“
  • Pullach (Zentrale): „Nikolaus“
  • Schleißheim (Depot): „Mühlberg“
  • Söcking: „Kleefeld“
  • Stuttgart: „Eibsee“
  • Tutzing: „Refugium“

Andere kooperierende Dienststellen des Bundes

Geschichte

Vorläufer und Ursprung des BND war die Organisation Gehlen (benannt nach dem Gründer der Organisation, dem ehemaligen Generalmajor der Wehrmacht Reinhard Gehlen). Vorläufer in US-Diensten war „Operation Rusty“ unter Gehlen.

Die Organisation Gehlen wurde von den US-amerikanischen Besatzungsbehörden aus ehemaligen Mitarbeitern der Abteilung Fremde Heere Ost (FHO) des einstigen deutschen Generalstabs, die für die Bewertung der Feindlage durch Beschaffung und Auswertung von Nachrichten zuständig war, nach 1945 gebildet. Sitz der Organisation war seit dem 6. Dezember (Nikolaustag) 1947 die ehemalige „Rudolf-Heß-Siedlung“ in Pullach bei München. Dieses Datum verschaffte dem BND-Hauptquartier den Spitznamen „Camp Nikolaus“. Gegenüber anderen Nachrichtendiensten aus der Zeit des Nationalsozialismus hatte Gehlens Abteilung Fremde Heere Ost (FHO) den Ruf der systematischen und exakt dokumentierenden Detailarbeit und unterschied sich – laut Walter Schellenberg – so von anderen deutschen Nachrichtendiensten.

Es gelang Gehlen, eine große Anzahl der noch lebenden Mitglieder seiner früheren Dienststelle auch deswegen zu interessieren, weil sie in ihrer neuen Stellung häufig mit einer neuen Identität versehen wurden. Aus ihnen entstand der zunächst namenlose, im Sprachgebrauch als Organisation Gehlen bezeichnete Geheimdienst in der US-amerikanischen Besatzungszone. Eingestellt wurden auch ehemalige SS-, SD- und Gestapo-Offiziere. Anfang der 1950er durchgeführte Untersuchungen der Central Intelligence Agency ergaben, dass 13 % bis 28 % der Mitarbeiter der Organisation Gehlen ehemalige NSDAP-Mitglieder waren, und davon 5 % bis 8 % auch Mitglieder bei SS, SD oder SA waren. Der CIA-Bericht verweist darauf, dass der Anteil an ehemaligen Mitgliedern der NSDAP vergleichbar ist mit der Besetzung des 2. Deutschen Bundestages. Unter den 487 Bundestagsabgeordneten befanden sich 129 ehemalige NSDAP-Mitglieder, was einem Prozentsatz von 26,5% entsprach. [27]

CIA-Bericht von 1952 über die Gründungsgespräche des BND

Bereits 1951 begann die Diskussion über die Einrichtung eines oder mehrerer Nachrichtendienste auf Bundesebene.[28] Laut einem Bericht der Central Intelligence Agency wurde der Name Bundesnachrichtendienst erstmals im August und September 1952 bei Gesprächen im Kanzleramt verwendet. An den geheimen Gründungsgesprächen, die im Büro des damaligen Ministerialrates Karl Gumbel stattfanden, nahmen neben Hans Globke und Reinhard Gehlen auch die Gehlenmitarbeiter Hans von Lossow, Horst Wendland und Werner Repenning teil.[29] Ein Ergebnis der Verhandlungen war, dass die Organisation ab dem 1. April 1953 ganz aus Bundesmitteln finanziert werden sollte.[30]

Am 1. April 1956 wurde die mehrere 1000 Mitarbeiter[31] zählende Organisation Gehlen mit ihrem Leiter offiziell in den Dienst der Bundesrepublik Deutschland übernommen und erhielt den Namen Bundesnachrichtendienst. Eine gesetzliche Grundlage für den BND existierte lange Zeit nicht. Erst 1990 wurde – ausgelöst durch das Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgerichts von 1983 mit dem darin postulierten Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung – ein Gesetz für den Bundesnachrichtendienst verabschiedet.

Dem Ministerium für Staatssicherheit der DDR gelang es, mit Alfred Spuhler und Gabriele Gast langjährige und ergiebige Innenquellen im BND zu etablieren, die erst nach der Wende enttarnt wurden. Bereits in den ersten Jahren des Bestehens der „Organisation Gehlen“ hatte der sowjetische KGB mit Heinz Felfe einen Maulwurf im späteren BND platzieren können, der erst 1961 aufflog. Im Fall Felfe hatte der KGB die Verstrickung Felfes in NS-Verbrechen benutzt, um ihn noch vor dem 1951 erfolgten Eintritt in die Organisation Gehlen anzuwerben.

Aufarbeitung der Geschichte des BND

In Folge des Skandals um Heinz Felfe, einen ehemaligen SS-Obersturmführer und Überläufer zum KGB, kam es zu einer internen Untersuchung über die Belastung ehemaliger SS-Angehöriger durch ihre Tatbeteiligung an SS-Verbrechen. Nach Hans-Henning Cromes Abschlussbericht (Aktenzeichen 815/65) an Gehlen vom 1. Februar 1965 waren 71 Mitarbeiter wegen „nachweisbarer Teilnahme an nationalsozialistischen Gewaltdelikten“ still aus dem Dienst gedrängt worden – andere SS-Leute (eine Schätzung von Peter Carstens, einem Redakteur bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, der die Unterlagen recherchierte, liegt in der Größenordnung von 130 weiteren Personen) konnten bleiben. An weiteren Verbrechen beteiligte Ex-NSDAP-Funktionäre, Wehrmachtssoldaten oder „reine Angehörige der Waffen-SS“ wurden von der Arbeitsgruppe Organisationseinheit 85 um Crome, sofern sie im Dienst beschäftigt waren, gar nicht erfasst.[32] Die bereits 2006 von BND-Präsident Ernst Uhrlau angekündigte Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit des Dienstes, ein Projekt, für das man den prominenten Historiker Gregor Schöllgen gewonnen habe, wurde – offenbar nicht zuletzt aufgrund des Widerstandes aus dem Kanzleramt[33] – zunächst über Jahre nicht in Angriff genommen.

2010 wurde im BND eine Forschungs- und Arbeitsgruppe „Geschichte des BND“ unter der Leitung von Bodo Hechelhammer, Nachrichtendienstler und Historiker, eingerichtet, um das Projekt der Aufarbeitung der Geschichte des BND zu realisieren. Dieses führte seit Anfang 2011 zu einem neuen Anlauf der Aufarbeitung der Frühgeschichte des BND mit der Berufung einer unabhängigen Historikerkommission.[34] Der Titel der Kommission lautet Unabhängige Historikerkommission zu Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes, seiner Vorläuferorganisationen sowie seines Personal- und Wirkungsprofils von 1945 - 1968 und des Umgangs mit dieser Vergangenheit. Sie ist mit den vier Professoren Jost Dülffer (Universität zu Köln), Klaus-Dietmar Henke (Technische Universität Dresden), Wolfgang Krieger (Philipps-Universität Marburg) und Rolf-Dieter Müller (Humboldt-Universität zu Berlin) besetzt. Ihre Arbeit ist auf vier Jahre begrenzt.[35] Die Historiker sollen „die Entstehungs- und Frühgeschichte sowie sein Personal- und Wirkungsprofil von 1945 bis 1968“ umfassend aufarbeiten und dafür vollen Zugang zu allen BND-Akten, auch zu den „geheim“ und „streng geheim“ gestempelten Papieren, bekommen. Der exakte Schwerpunkt ihrer Tätigkeit soll den Wissenschaftlern dabei freistehen; der Dienst behält sich jedoch explizit vor, im Rahmen der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse aus Gründen des Geheimschutzes sein Veto einzulegen.[36] Über die laufende Forschung wird in den Mitteilungen der Forschungs- und Arbeitsgruppe "Geschichte des BND" (MFGBND) berichtet[37].

Einsätze

Die erste für die Amerikaner wichtige Operation der Organisation war die Funkaufklärung der sowjetischen Luftwaffe während der Berliner Luftbrücke. Zwischen 1948 und 1952 unterstützte die Organisation Gehlen eine Gruppierung in Polen (WIN), die sich für einen bewaffneten Umsturz des kommunistischen Regimes einzusetzen schien. 1952 wurde jedoch öffentlich, dass es sich hierbei um eine sowjetische Tarnorganisation handelte, welche mit dem Geld der „Organisation Gehlen“ aufgebaut worden war.

Insgesamt hatte die „Organisation Gehlen“ in den frühen 1950er-Jahren zahlreiche Spione in die staatlichen Strukturen der DDR und anderer osteuropäischer Staaten eingeschleust, die aber weitgehend erfolglos agierten. Vor allem in der DDR starteten die gegnerischen Geheimdienste 1953 eine erfolgreiche Spionageabwehr-Kampagne, zahlreiche Agenten wurden enttarnt, verhaftet und verurteilt. Laut neueren Ergebnissen der Birthler-Behörde waren etwa 90 % aller damaligen Ost-Quellen des BND von der Stasi geführt worden und damit Doppelagenten gewesen.[38]

Über die geplante Abriegelung der Berliner Sektoren Grenzen war der BND, laut Veröffentlichungen vom August 2011[39][40] informiert. Diese Abriegelung ging dem Bau der Berliner Mauer voraus.

Anfang der 90er-Jahre kam der BND auch außergeheimdienstlich weltweit in den Ruf, unfähig zu sein, nachdem dieser weder den Fall der Mauer, den Zusammenbruch der Sowjetunion noch die deutsche Wiedervereinigung vorhergesehen bzw. die Vorgänge, die dazu geführt hatten, falsch beurteilt hatte. Insgesamt wurden und werden dem BND häufig Defizite beim Einsatz von Spionen und Informanten (Human Intelligence) nachgesagt. Dagegen soll die technische Aufklärung, insbesondere das Abhören des Funkverkehrs in Osteuropa, vergleichsweise effizient gearbeitet haben.

Die Aktivitäten des BND unterliegen aber im Allgemeinen der Geheimhaltung; daher ist darüber seit 1956 recht wenig bekannt. So soll – laut Medienberichten – der BND seit 1996 ausländische Agenten im Hamburger Islamisten-Milieu angeworben haben. Dies könnte möglicherweise, so wird gemutmaßt, der eigentliche Hintergrund für die Weigerung ausländischer Geheimdienste befreundeter Staaten gewesen sein, im Hamburger Prozess gegen den marokkanischen Studenten Mounir al Motassadeq, Informationen an den BND bzw. an die bundesdeutschen Gerichte weiterzugeben. Mounir al Motassadeq wurde der Unterstützung der Anschläge in den USA vom „11.9.“ verdächtigt und vom Oberlandesgericht Hamburg zu 15 Jahren Haft verurteilt. In dieser Sache wirkte der BND bei der Aufklärung der saudischen Kontaktpersonen Motassadeqs mit.

Ende 2007 erwarb der BND von Heinrich Kieber, einem ehemaligen Mitarbeiter der liechtensteinischen LGT Bank für 5 Mio. Euro eine DVD mit den Kundendaten von Personen, die Vermögen in Liechtenstein mit dem Ziel der Steuerhinterziehung angelegt hatten. Er leitete sie im Wege der Amtshilfe an die Steuerfahndung Wuppertal weiter, die daraufhin gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Bochum Ermittlungen gegen mehrere hundert Verdächtige einleitete (Steueraffäre in Deutschland 2008). Am 14. Februar 2008 wurde eine Razzia gegen den damaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post AG, Klaus Zumwinkel, wegen Verdachtes der Hinterziehung von Steuern in Millionenhöhe durchgeführt, die bereits am folgenden Tag zu Zumwinkels Rücktritt führte. In der Folgezeit erfolgten weitere Durchsuchungen in mehreren deutschen Großstädten.

Der BND hat als einziger Auslandsnachrichtendienst Deutschlands die Aufgabe, Informationen zu sammeln und auszuwerten, die zur Gewinnung von Erkenntnissen über das Ausland, die von außen- und sicherheitspolitischer Bedeutung für die Bundesrepublik Deutschland sind, notwendig sind (§1 BNDG). Diese Informationen werden der Bundesregierung übermittelt und erstrecken sich auf viele Themenbereiche: Politik, Wirtschaft, Militär, Wissenschaft oder Technik. Zur Beschaffung dieser Informationen stehen dem BND viele Methoden der Nachrichtengewinnung zur Verfügung; ein Großteil stammt allerdings aus dem als „OSINT“ bezeichneten Studium offener Quellen wie Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen oder auch dem Internet. Daneben setzt der BND auch geheimdienstliche Methoden ein, wie die Anwerbung und Führung von Agenten im Ausland (Operative Beschaffung) oder die funkelektronische Aufklärung (Technische Beschaffung). Dies geschieht auf vielen Ebenen, dazu gehört die Telefonüberwachung ebenso wie geheime Bild- und Tonaufzeichnungen oder die Internetüberwachung.

Die gewonnenen Informationen werden im BND analysiert und ausgewertet, um Lagebilder und Berichte zu erstellen, die für Entscheidungen der Bundesregierung von Bedeutung sind. In zunehmenden Maß versteht der BND dabei seine Aufgabe als Politikberatung. Neben den Kernaufgaben der Auslandsaufklärung übernimmt der BND, auf politische Vorgabe hin, zunehmend auch Aufgaben in der Beobachtung der international operierenden Organisierten Kriminalität, insbesondere auf den Gebieten Waffen- und Technologietransfers (Proliferation), Geldwäsche, Menschenhandel und Rauschgiftschmuggel. Gerade in jüngerer Zeit ist zudem die Aufklärung des internationalen Terrorismus noch bedeutsamer geworden.

Seit Mitte der 1990er Jahre verhandelte der BND-Agent Gerhard Conrad über mehrere Gefangenenaustausche zwischen Israel und der Hisbollah, die 1996, 2004 und 2008 umgesetzt werden konnten. 2004 war daran auch der damalige Geheimdienstkoordinator im Bundeskanzleramt und heutige BND-Präsident Ernst Uhrlau beteiligt. Conrad, der fließend Arabisch, Französisch und Englisch spricht, war jahrelang BND-Resident in Syrien, Beirut und Jerusalem, und wirkte anschließend auch als Vermittler im 2011 realisierten Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hamas im Fall Gilad Schalit.[41]

Affären

Eine Untersuchung von Affären erfolgt(e) im geheim tagenden Parlamentarischen Kontrollgremium oder in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss.

Eichmann-Affäre

Nach Recherchen des amerikanischen Professors Christopher Simpson informierte der BND im März 1958 die CIA über die Aufenthaltsorte zahlreicher gesuchter Nazikriegsverbrecher, Platz drei auf der überreichten Liste war Adolf Eichmann. Der Deckname Clement, eine leicht abweichende Variante des Namens Ricardo Klement, unter dem Eichmann wirklich in Buenos Aires lebte, wurde gleichfalls übermittelt.[42] Das Simon Wiesenthal Center und zahlreiche andere „Fahnder“ arbeiteten mit der Schreibweise Klemens. Die Kenntnis über den Aufenthaltsort von Eichmann führte zu keinen Verfolgungsmaßnahmen, sondern wurde lediglich der CIA gemeldet, die ebenfalls untätig blieb, da sie die Kompromittierung des Staatssekretärs Hans Globke im Bundeskanzleramt unter Konrad Adenauer befürchtete. Globke hatte die Nürnberger Rassegesetze in einem juristischen Kommentar gerechtfertigt und wirkte laut CIA-Unterlagen an der Deportation von 20.000 Juden aus Nordgriechenland zu Vernichtungslagern in Polen mit.[43]

Abhöraffäre von Stammheim

Im Jahr 1975 genehmigte der Chef des Kanzleramtes, Manfred Schüler, während des Stammheim-Prozesses den illegalen Einbau von Abhöranlagen, was in der Folge zur Abhöraffäre von Stammheim führte.

Plutonium-Affäre

Im Jahr 1995 sorgte die sogenannte Plutonium-Affäre für schlechte Presse. Dabei hatte der BND einen Schmuggel von Plutonium aus Moskau nach München initiiert.

Juretzko-Affäre

Der ehemalige Hauptmann und ehemalige BND-Agent Norbert Juretzko, geb. 1953, ist seit 2003 in eine Reihe von Prozessen mit seiner ehemaligen Dienststelle verwickelt. Aus der Sicht Juretzkos ist der Auslöser hierfür die „Rübezahl-Affäre“: Ende der 1990er Jahre habe er eindeutige Beweise für eine angebliche Doppelagententätigkeit des früheren „Ersten Direktors“ beim BND und Leiter der Beschaffungsabteilung beim BND, Volker Foertsch, gesammelt und dem damaligen Präsidenten des BND, Hansjörg Geiger, vorgelegt (mit der Beschuldigung – in etwa –, sowohl Agententätigkeiten in Zusammenarbeit mit russischen Geheimdiensten und mit deren Billigung koordiniert zu haben wie auch seine originäre Aufgabe, die geheimdienstliche Ost-Aufklärung, im Auftrag des BND durchgeführt zu haben). Angeblich auf Druck Bernd Schmidbauers, unter Bundeskanzler Helmut Kohl Geheimdienstkoordinator im Bundeskanzleramt, seien die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen Volker Foertsch Anfang 1998 niedergeschlagen worden; Foertsch wurde rehabilitiert und ging 1999 in Pension.

2002 wurde Norbert Juretzko wegen Aktenmanipulation und Erschleichung von Agentengeldern in Höhe von einer halben Million DM zu elf Monaten auf Bewährung verurteilt. Juretzko schied nach 15 Dienstjahren aus dem BND aus, behielt aber seinen Pensionsanspruch. Nach Darstellung des Verurteilten handelte es sich bei dem Verfahren um eine vom BND gezielt initiierte Aktion, um den „Kronzeugen“ der „Rübezahl-Affäre“ zu diskreditieren.

Juretzko machte seine Sicht der Dinge in dem Buch „Bedingt dienstbereit“ (2004) publik, in dem weitere (angebliche) BND-Pannen zur Sprache kamen. Er verfasste das Werk zusammen mit dem freien Journalisten und Geheimdienst-Experten Wilhelm Dietl, der von 1982 bis 1992 selbst für den BND gearbeitet hatte. Das 2005 von der Staatsanwaltschaft Hannover gegen ihn angestrengte Verfahren wegen Unterschlagung von Dienstunterlagen deutete Juretzko als wenig stichhaltige Racheaktion des BND, denn er habe seit seinem Ausscheiden aus dem Dienst beim BND im Jahre 1999 keinen Zugriff mehr auf derlei Papiere gehabt; dem BND falle das angebliche Verschwinden dieser Dienstunterlagen aber erst nach sechs Jahren auf.

Im Mai 2006 veröffentlichten Norbert Juretzko und Wilhelm Dietl ein zweites Enthüllungsbuch über den BND. Unter dem Titel „Im Visier“ wurden zahlreiche weitere Pannen und vermeintliche Peinlichkeiten aus dem Geheimdienstmilieu öffentlich gemacht. Monate vor dem Erscheinen dieses Buches erfolgte eine neue Anklage vor dem Landgericht Berlin, diesmal wegen Geheimnisverrates im Zusammenhang mit „Bedingt dienstbereit“: Juretzko habe durch die Nennung dienstinterner Kennzeichnungen das Risiko einer Enttarnung von BND-Mitarbeitern erhöht; ebenso habe er die Klarnamen von Agenten verraten. Dies erwies sich als eine Falschbehauptung der Anklage. Von den Vorwürfen wurde Juretzko im Juni 2006 nach einem fünf Wochen dauernden Prozess auf gemeinsamen Antrag der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung vom Landgericht Berlin freigesprochen.

Im Zusammenhang mit einem vom BND gegen Juretzko angestrengten Zivilverfahren wegen angeblicher Unterschlagung von rund 200.000 Euro Agentengeldern kam es Anfang Juni 2006 zu einem in der Geschichte der Geheimdienste einmaligen Vorgang: Um die Ansprüche des BND zu belegen, übergab der Auslandsnachrichtendienst dem Landgericht Leipzig Akten mit den ungeschwärzten Klarnamen einiger Quellen, die im Zuge der Operation Giraffe 1990 gewonnen worden waren. Dabei nahm der BND in Kauf, dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB vielleicht diesem bisher sogar unbekannte BND-Operationen zu enthüllen. Während Sicherheitsexperten von einem „katastrophalen Vorgang“ sprachen, rechtfertigte der BND sein außergewöhnliches Vorgehen mit einer „Güterabwägung“, indem dieser darauf hinwies, dass seitens des BND der operative Schaden geringer eingeschätzt werde als der Verlust des Geldes, denn man gehe seitens des BND davon aus, dass den BND-Zuträgern in ihrer russischen Heimat heute keine juristische Verfolgung mehr drohe.

Affäre um Befragungen in US-Gefangenen-Camps

BND-Mitarbeiter sollen 2004 einen irakischen Kurden in einem nordirakischen Gefängnis in Sulaimanija befragt haben. Die BND-Beamten hätten den Mann wegen mutmaßlicher Kontakten zu einer Terrorgruppe vernommen.

Der von US-Geheimdiensten verschleppte deutsche Staatsbürger libanesischer Herkunft Khaled al-Masri soll von einem BND-Mitarbeiter („Sam“) in Afghanistan verhört worden sein. Ein Mitglied des BND wusste schon seit Januar 2004 durch eine Indiskretion in einer mazedonischen Kantine von der Entführung; meldete dies jedoch nicht weiter.

Journalisten-Affäre

Im Jahr 2005 wurde im Rahmen des sogenannten Journalisten-Skandals bekannt, dass der BND im Zeitraum von 1993 bis mindestens 1998, mit Wissen und Billigung seines damaligen Präsidenten Konrad Porzner, mehrere deutsche Journalisten überwachte. In Weilheim (bei München) wurde das dortige „Forschungsinstitut für Friedenspolitik e.V.“ vom Kommando „QC30“ der Abteilung 8 des BND überwacht, da hier der Journalist Erich Schmidt-Eenboom arbeitete, der 1993 ein Enthüllungsbuch über den BND mit dem Titel Schnüffler ohne Nase veröffentlicht hatte. Da das Buch Insider-Informationen aus dem BND enthielt, wollte man „undichte Stellen“ in den eigenen Reihen enttarnen. Das Institut wurde dann jahrelang von der gegenüberliegenden Straßenseite aus observiert, sogar mit Kameras, die in der Sonnenblende eines Autos versteckt waren. Mit zeitweise bis zu 15 BND-Mitarbeitern wurde der Publizist bis ins Privatleben (etwa Saunagänge) überwacht, um BND-Mitarbeiter zu enttarnen, die Eenboom Informationen gaben. Bis ins Jahr 2003 wurde das Altpapier des Instituts vom BND monatlich von der Straße entfernt, gegen andere Tüten ausgetauscht und nachrichtendienstlich auf Informationen hin untersucht. Soweit öffentlich bekannt ist, brachten alle diese Überwachungsmaßnahmen der Behörde jedoch keine verwertbaren Erkenntnisse.

Im Mai 2006 wurde nach einem Bericht des Sonderermittlers und ehemaligen Vorsitzenden Richters am BGH Gerhard Schäfer bekannt, dass der BND jahrelang über Spitzel interne Informationen über die Medien gesammelt hat. Ziel war es laut dem BND dabei, mögliche Geheimdienstmitarbeiter zu enttarnen, die unter anderem in der Plutonium-Affäre Insiderwissen weitergegeben hätten, und laut Untersuchungsausschuss-Mitglied Michael Hartmann allgemein der Erlangung von Kenntnissen über die Medien.[44]. Die Berliner Zeitung berichtete, dass selbst Telefone von Journalisten abgehört wurden. Außerdem wurde der Journalist Jo Angerer, der für das TV-Magazin Monitor arbeitet, überwacht. Mehrere Jahre observierte der BND den freien Journalisten Wilhelm Dietl, welcher aber auch selber für den BND tätig war, der zusammen mit dem BND-Aussteiger Norbert Juretzko 2004 und 2006 Bücher über den Auslandsdienst veröffentlichte.

Der BND verwendete für die Überwachung teils kein eigenes Personal. Mehrere Journalisten hatten dem Geheimdienst angeboten, teils auch gegen Geldzahlungen, Informationen über investigative Journalisten weiterzugeben. Dies ergab sich aus dem Sachverständigenbericht des Bundestagkontrollausschusses und der Aussage vom BND-Direktor Volker Foertsch am 12. Februar 2009[44] vor dem BND-Untersuchungsausschuss bestätigt.[45] Laut Michael Hartmann, Mitglied im BND-Untersuchungsausschuss, ging es um „Informationen bis hin zum Quellenverrat, beziehungsweise dem Verrat von Quellen anderer Journalisten“.[45] Die Notizen von Foertsch über weitergegebene Informationen von dem Focus-Redakteur Josef Hufelschulte (BND-Deckname: Jerez) umfassen gar 219 Seiten.[46] Der Focus-Redakteur wurde als Informationsquelle vom BND jedoch selbst ebenfalls überwacht.

Ob die Amtsnachfolger Porzners über die Aktion, die bis mindestens 1998 angedauert haben soll, informiert waren, ist derzeit immer noch unklar. Neben dem zuständigen Parlamentarischen Kontrollgremium soll nach eigenen Angaben auch die Bundesregierung über die Jahre nicht informiert worden sein. Laut Foertschs Aussage im Februar 2009 war aber mindestens Bernd Schmidbauer als damaliger Staatsminister im Kanzleramt informiert gewesen.[44]. Unterdessen hat das Bundeskanzleramt den Bundesnachrichtendienst offiziell angewiesen, keine Journalisten für Ermittlungstätigkeiten im Inland einzusetzen.

Des Weiteren wurde im April 2008 bekannt, dass der BND im Rahmen der Überwachung des afghanischen Handelsministers Amin Farhang zwischen Juni und November 2006 auch E-Mails der „Spiegel“-Reporterin Susanne Koelbl mitlas. Koelbl hatte Auszüge aus einem Buchentwurf über Afghanistan zum Gegenlesen an Farhang gemailt. Nach Kenntnisstand des PKG wurde vom zuständigen Sachgebietsleiter weder die Überwachung abgebrochen, noch die BND-Führung informiert, als bekannt wurde, dass Mails einer deutschen Journalistin überwacht und gespeichert werden. Erst ein Jahr später erfuhr die BND-Führungsebene von dem Vorfall, unterließ es allerdings das PKG von dem Vorfall in Kenntnis zu setzen.

Irak-Affäre

Im Januar 2006 sorgte der „Schneckenplan“ für eine politische Affäre. Der Schneckenplan war ein angeblicher Verteidigungsplan von Saddam Hussein für Bagdad. Er soll, nach Aussage der New York Times, im März 2003 von einem BND-Mitarbeiter an die Amerikaner übergeben worden sein.

Auch wenn diese vermutlich nicht angegriffen worden sind, haben BND-Mitarbeiter im Irak-Krieg Ziele ausspioniert und diese Informationen an das US-Militär weitergegeben (ohne eine Sicherheit bzgl. der Verwendung). Dies würde eine Verletzung des Art. 26 des Grundgesetzes darstellen, welche durch § 80 des Strafgesetzbuchs sanktioniert wird. Von Seiten des Bundeskanzleramts und des Bundesnachrichtendienstes wurde zunächst nur bestätigt, dass Zielangaben von Objekten weitergeleitet wurden, die nicht zerstört werden sollten (Krankenhäuser, Botschaften etc.).[47]

Laut Spiegel Online vom 13. Dezember 2008 war die Rolle des BND jedoch noch brisanter. So bezeichnet der US-General a. D. James Marks, der den Aufklärungsstab der Bodentruppen leitete, die Beiträge der Deutschen als extrem wichtig und wertvoll und als detailliert und zuverlässig. Agenten des BND sollen demnach unter anderem detaillierte Angaben über das Anzünden von Ölquellen gemacht sowie in regelmäßigen Abständen über irakische Truppenbewegungen berichtet haben, die für die US-Militärführung von höchster Wichtigkeit waren.[48] In einer späteren Befragung sagte der ehemalige BND-Präsident August Hanning aus, dass neben Angaben zum Standort von Krankenhäusern und Botschaften auch Positionen über Stellungen der irakischen Streitkräfte weitergeleitet wurden.[49] Unter anderem führten die Informationen des BND dazu, dass mehrere Pläne des US-Militärs geändert wurden.[48] Während die rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder sich offiziell gegen den Krieg gestellt hatte, trugen die Informationen des BNDs zum Erfolg der Operationen des US-Militärs bei.[49]

Libyen-Affäre

vgl. Hauptartikel Libyen-Affäre (Deutschland)

Kosovo-Affäre

Im November 2008 wurden die drei verdeckt arbeitenden Agenten Robert Z., Andreas B. und Andreas J. von den kosovarischen Behörden verdächtigt, einen Sprengstoffanschlag auf das Gebäude des Internationalen Zivilbüros/EU Sondergesandten (International Civilian Office/EU Special Representative) in Pristina, Kosovo verübt zu haben. Die Männer waren offiziell Mitarbeiter des BND-Tarnunternehmens „LCAS Logistic Coordination Assessments Service Hohenstein & Hagen GmbH“ aus Ottobrunn, angeblich ein „Investment-Berater für deutsche Unternehmen im Kosovo“. Nach weiteren Informationen seien die drei BND-Agenten sogar selbst Mitarbeiter der EULEX gewesen und waren „als Informationssammler für die europäische Rechtsstaatsmission Eulex unterwegs gewesen.“ Am 27. November bekannte sich die bis dahin unbekannte Gruppe „Armee der Republik Kosovo“ zu dem Anschlag.

Im Zuge der Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen einen der drei BND-Mitarbeiter im Jahr 2009 wurde dessen Verhältnis zu seinem Dolmetscher Murat A. bekannt, worauf die Bundesanwaltschaft Klage wegen Landesverrates, Weitergabe von Staats- und Dienstgeheimnissen und Betrugs gegen beide Männer einreichte. Zu diesem Zeitpunkt bestand der Verdacht, dass Murat A. über seinen Lebensgefährten Einblicke in streng geheime Unterlagen der Bundesrepublik Deutschland erhielt und diese an Dritte – vermutet wurde das organisierte Verbrechen im Balkanraum – weitergab.[50]Im Laufe des Prozesses vor dem Oberlandesgericht München konnte sich der Verdacht des Landesverrates sowie der Verdacht der Weitergabe von Staatsgeheimissen jedoch nicht erhärten, sodass gegen den inzwischen Ex-BND-Mitarbeiter eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten – u. a. wegen Betrugs in 21 Fällen – erlassen wurde. Gegen Murat A. wurde eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten wegen Betrugs erlassen, die allerdings zur Bewährung ausgesetzt wurde.[51]

Die von vielen Beobachtern erhoffte Aufklärung, inwieweit eine Verbindung zwischen den drei deutschen BND-Mitarbeitern und dem Sprengstoffanschlag auf ein EU-Gebäude besteht, konnte auch das Gerichtsverfahren nicht liefern. Es scheint aber belegt zu sein, dass sie im Auftrag des Bundesnachrichtendienstes vor Ort Informationen über terroristische Aktivitäten und das organisierte Verbrechen gesammelt haben. Unter Journalisten besteht die weit verbreitete Meinung, dass die drei Männer gezielt von der kosovarischen Regierung beschuldigt wurden, um sie mit begründetem Verdacht ausweisen zu können, da der BND in einem vertraulichen Bericht bereits 2005 Verbindungen zwischen den politischen Eliten des Kosovo und der Organisierten Kriminalität aufdeckte.[52]

Kremer-Affäre

Im April 2007 suchten zwei Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes den Unternehmer Klaus Kremer auf, die unter den Namen „Meißner“ und „Daniels“ auftraten. Kremer, der lange Zeit in der Rüstungsindustrie arbeitete und mit seinem Unternehmen Applied Radar & Sonar Technologies (arsTech GmbH) Radar- und Sonarsysteme herstellt, unterhält geschäftliche Kontakte im mittleren Osten und sollte mit „Vergünstigungen, auch finanzieller Art“ zu einer Zusammenarbeit bewegt werden. Kremer lehnte die Zusammenarbeit ab.

Danach war sein Unternehmen in auffällige Behördenaktivitäten verwickelt, die offiziell nie in Zusammenhang zum Bundesnachrichtendienst gestellt werden konnten und formal legitim sind. Nach Betriebsprüfungen durch das Gewerbeaufsichtsamt und den Zoll wurde Kremer vorgeworfen Rüstungsgüter ohne Genehmigung exportiert zu haben. Kremers Beziehungen zu Kunden in Pakistan litten unter den Ermittlungen, da auch seine Geschäftspartner vom Zoll vernommen wurden. Er verlor den Auftrag und geriet in finanzielle Schwierigkeiten.

Das Ermittlungsverfahren gegen Kremer wurde am 19. Mai 2008 von der Staatsanwaltschaft Bremen mangels Tatverdacht eingestellt und am 10. Juli 2008 erkannte das Amtsgericht Bremen für die aus den Ermittlungstätigkeiten entstandenen Verluste die „Entschädigungspflicht der Staatskasse dem Grunde nach“ an.

Am 17. Oktober 2008 wurde das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz wieder von der Staatsanwaltschaft Bremen aufgenommen. Kremer wurde vom Staatsanwalt postalisch und per Telefon mitgeteilt, dass er entweder auf seine Schadensersatzansprüche verzichtet oder Anklage erhoben werde, wobei eine Verfahrenseinstellung nach Anklageerhebung nicht mehr in Betracht gezogen würde.[53][54]

Jörg-Haider-Affäre

Nach Berichten des österreichischen Nachrichtenmagazins Profil soll der Bundesnachrichtendienst im Jahr 2002 eine Reise des Rechtspopulisten Jörg Haider in den Irak zu Saddam Hussein finanziert haben – für „mehrere 100.000 Euro“.[55][56]

Leitung

Präsidenten

An der Spitze des BND steht ein Präsident. Folgende Liste zeigt die Präsidenten seit 1956:

Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes
Name Lebensdaten Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
1 Reinhard Gehlen 1902–1979 1. April 1956 30. April 1968
2 Gerhard Wessel 1913–2002 1. Mai 1968 31. Dezember 1978
3 Klaus Kinkel (FDP) * 1936 1. Januar 1979 26. Dezember 1982
4 Eberhard Blum 1919–2003 27. Dezember 1982 31. Juli 1985
5 Heribert Hellenbroich (CDU) * 1937 1. August 1985 27. August 1985
6 Hans-Georg Wieck * 1928 4. September 1985 2. Oktober 1990
7 Konrad Porzner (SPD) * 1935 3. Oktober 1990 31. März 1996
8 Gerhard Güllich (SPD), (kommissarisch) * 1937 1. April 1996 4. Juni 1996
9 Hansjörg Geiger * 1942 4. Juni 1996 17. Dezember 1998
10 August Hanning * 1946 17. Dezember 1998 30. November 2005
11 Ernst Uhrlau (SPD) * 1946 1. Dezember 2005 noch offen
12 Gerhard Schindler (FDP), (designiert) * 1952 1. Januar 2012 noch offen

Stellvertreter

Der Präsident des BND hat zwei Stellvertreter: einen Vizepräsidenten und – seit Oktober 2003 – einen Vizepräsidenten für militärische Angelegenheiten. Von 1957 bis 2003 gab es nur einen Vizepräsidenten. Folgende Liste zeigt die Vizepräsidenten seit 1957:

Vizepräsidenten des Bundesnachrichtendienstes
Name Lebensdaten Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
1 Hans-Heinrich Worgitzky 1907–1969 24. Mai 1957 1967
2 Horst Wendland 1912–1968 8. Oktober 1968 (Selbstmord)
3 Dieter Blötz 1931–1987 4. Mai 1970 August 1979
4 Norbert Klusak 1936–1986 1. April 1980 27. Februar 1986
5 Paul Münstermann 1932–2010 1986 27. August 1994
6 Gerhard Güllich (kommissarisch) * 1937 1994 1996
7 Rainer Kesselring k. A. 18. Juni 1996 September 1998
8 Rudolf Adam * 1948 Juli 2001 31. März 2004
9 Werner Schowe, Vizepräsident mil. * 1944 15. Oktober 2003 30. September 2005
10 Rüdiger von Fritsch * 1953 1. Mai 2004
11 Georg Freiherr von Brandis, Vizepräsident mil. * 1948 4. Oktober 2005 Februar 2008
12 Arndt Freiherr Freytag von Loringhoven * 1956 2007 2010
13 Armin Hasenpusch, Vizepräsident für militärische Angelegenheiten * 1948 2008 2010
14 Werner Ober, Vizepräsident für Zentrale Aufgaben und Modernisierung * 1948 2008
15 Géza Andreas von Geyr, Vizepräsident * 1962 2010
16 Norbert Stier, Vizepräsident für militärische Angelegenheiten[57] * 1953 2010

Bekannte Mitarbeiter

Bekannte Mitarbeiter
Name Lebensdaten Beginn der Tätigkeit für den BND Ende der Tätigkeit für den BND Einsatzgebiet Heutige Tätigkeit
Gerhard Conrad * 1954  ? (noch aktiv) Externer Einsatz/ Naher Osten (noch aktiv)
Wilhelm Dietl * 1955 1982 1993 Externer Einsatz/ Naher Osten Buchautor
Volker Foertsch * 1934 1957 1999 Interner Einsatz Ruhestand
Norbert Juretzko * 1953 1984 1999 Interner Einsatz Buchautor
Horst Taeger * 1935 1965 2003 Interner Einsatz Disponent

Sonstiges

Seitenansicht der D-AZEM
Innenansicht der Kabine des BND-Jets

Dienstjet: Der BND besitzt ein eigenes Strahlflugzeug, das hauptsächlich der Präsident des BND nutzt. Mit ihm wurden im Frühjahr 2006 zwei deutsche Geiseln aus dem Irak nach Deutschland transportiert. Der Jet ist vom Typ Falcon 900EX, Zulassungsjahr 2003 und besitzt die offizielle Kennung D-AZEM. Der Jet gehört offiziell der Firma Zeman Flugtechnik und Logistik München GmbH (Handelsregister: München HRB 148243), wahrscheinlich ein weiteres Tarnunternehmen des BND. Die Flugbewegungen des Jets sind durch Planespotter-Datenbanken im Internet abrufbar.[58]

Kfz-Versteigerungen: Der BND versteigert nicht mehr genutzte Kfz im Internet. Modelle sind hauptsächlich Mercedes-Benz-Limousinen mit Kennzeichen aus München in den 14xxx, 15xxx und 16xxx Bereichen. Der BND versteigert die Kfz auf der Zoll-Auktionsseite unter der Tarnung Bundesvermögensverwaltung, Abt. Sondervermögen – Referat Kraftfahrwesen[20] oder Technischer Dienst der Bundesfinanzverwaltung Abt. Kraftfahrwesen. Als Kontaktadresse ist eine bekannte BND-Adresse in München (Helene-Weber-Allee) verzeichnet.[59]

Personalvertretung: Die Außenstellen des BND sowie die Zentrale verfügen über Personalvertretungen nach dem Bundespersonalvertretungsgesetz, wobei der Personalrat der Zentrale als Stufenvertretung für die Personalräte der Außenstellen fungiert. Außerdem sind Gewerkschaften sowie Interessenvertretungen der Bundesbeamten im BND vertreten.

Kochbuch: Im Jahre 2002 gab der BND unter dem Motto Speisen, Spannung und Spione ein internationales Kochbuch mit dem Titel TOP F Secret: Die „Geheimrezepte“ des Bundesnachrichtendienstes heraus, das neben Rezepten auch landeskundliche Informationen und, laut Verlagsmitteilung, „amüsante Geschichten mit geheimdienstlichem Hintergrund“ enthält.

Missbrauch von Befugnissen: Im September 2007 wurde bekannt, dass ein Mitarbeiter des BND seine Überwachungsbefugnisse privat ausgenutzt haben soll, um den E-Mail-Verkehr des Liebhabers seiner Frau auszuspionieren.[60]

Ermittlungen gegen den ehemaligen Mitarbeiter Thorsten Mehles: Der ehemalige Mitarbeiter des BND, Thorsten Mehles, steht unter Verdacht, daran beteiligt gewesen zu sein, dass einem Mitarbeiter der HSH Nordbank in New York Kinderpornos untergeschoben wurden, um dem Institut die Möglichkeit zu geben, ihn fristlos zu entlassen.[61]

Beteiligung am Satellitenprojekt HiROS: Anfang Januar 2011 wurde durch eine WikiLeaks-Enthüllung bekannt, dass sechs Satelliten gebaut werden sollen, die als Umweltprojekt getarnt sind. Der BND soll hierbei Kontrolle über Teile der Satelliten erhalten.[62][63] Allerdings zeigen die technischen Daten, dass HiROS wenig hochauflösend und dementsprechend kaum als Spionagesatellit geeignet ist. Zudem soll das Projekt bereits im Sommer 2010 abgelehnt worden sein.[64][65][66]

Siehe auch

Literatur

  • Albrecht Charisius, Julius Mader: Nicht länger geheim: Entwicklung, System und Arbeitsweise des imperialistischen deutschen Geheimdienstes. 1.-30. Tsd. Dt. Militärverlag, Berlin 1969.
  • James H. Critchfield: Auftrag Pullach Die Organisation Gehlen 1948–1956, Mittler & Sohn, 2005, ISBN 3-8132-0848-6 (durch den BND zensierte Ausgabe der englischen Version[67])
  • Wilhelm Dietl: Deckname Dali: Ein BND-Agent packt aus, Eichborn, Frankfurt am Main, 2007, ISBN 978-3821856704
  • Helmut Erhardt: Afrika begann in Pullach. Für den BND auf dem Schwarzen Kontinent. 1958 bis 2000, Edition Leyhausen, Schwetzingen 2009, ISBN 978-3-00-028558-5
  • Heinz Felfe: Im Dienst des Gegners: 10 Jahre Moskaus Mann im BND, Rasch und Röhring Verlag, Hamburg/Zürich 1986, ISBN 3-89136-059-2
  • Gabriele Gast: Kundschafterin des Friedens. 17 Jahre Topspionin der DDR beim BND, Eichborn, Frankfurt/M. 1999, ISBN 3-7466-7034-9
  • Reinhard Gehlen: Der Dienst – Erinnerungen 1942–1971, v. Hase & Koehler Verlag, Mainz-Wiesbaden, 1971, ISBN 3-920324-01-3
  • Reinhard Gehlen: Zeichen der Zeit, v. Hase & Koehler Verlag, Mainz 1973
  • Reinhard Gehlen: Verschlußsache, v. Hase & Koehler Verlag, Mainz 1980
  • Eric Gujer: Kampf an neuen Fronten. Wie sich der BND dem Terrorismus stellt, Campus, 2006, ISBN 3-593-37785-3
  • Peter Hammerschmidt: „Daß V–43 118 SS-Hauptsturmführer war, schließt nicht aus, ihn als Quelle zu verwenden.“ : Der Bundesnachrichtendienst und sein Agent Klaus Barbie, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (ZfG). 4/2011. Metropol Verlag. Berlin, S. 333-348. (Download als PDF-Datei)
  • Norbert Juretzko, mit Wilhelm Dietl: Bedingt dienstbereit: im Herzen des BND; die Abrechnung eines Aussteigers. Ullstein, Berlin 2004, ISBN 3-550-07605-3
  • Norbert Juretzko und Wilhelm Dietl: Im Visier: Ein Ex-Agent enthüllt die Machenschaften des BND, Heyne-Verlag, München 2006, ISBN 3-453-12037-X
  • Wolfgang Krieger: German-American Intelligence Relations, 1945-1956: New Evidence on the Origins of the BND, in: Diplomacy & statecraft, Bd. 22, 2011, S. 28-43.
  • Dieter Krüger (Hrsg.): Konspiration als Beruf – Deutsche Geheimdienstchefs im Kalten Krieg. 1. Aufl. Links Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-86153-287-5
  • Andreas Magdanz: BND – Standort Pullach DuMont-Literatur-und-Kunst-Verlag, Köln 2006 ISBN 978-3-8321-7680-8
  • Waldemar Markwart: Erlebter BND. Kritisches Plädoyer eines Insiders, Berlin 1996
  • Peter F. Müller, Michael Mueller: Gegen Freund und Feind: der BND, geheime Politik und schmutzige Geschäfte. 1. Aufl. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2002, ISBN 3-498-04481-8
  • Mary Ellen Reese: General Reinhard Gehlen: The CIA Connection, 1990, ISBN 0-913969-30-3
  • Erich Schmidt-Eenboom, Rudolf Lambrecht: BND. Der deutsche Geheimdienst im Nahen Osten, Herbig, München 2006, ISBN 3-7766-8010-5
  • Erich Schmidt-Eenboom: Der Schattenkrieger. Klaus Kinkel und der BND, Econ, Düsseldorf 1995, ISBN 3-430-18014-7
  • Erich Schmidt-Eenboom: Empfänglich für Geheimes. In: Klaus Beyrer (Hrsg.): Streng geheim: die Welt der verschlüsselten Kommunikation; Publikation der Museumsstiftung Post und Telekommunikation anlässlich der Ausstellung „Streng Geheim! Die Welt der verschlüsselten Kommunikation“ im Museum für Post und Kommunikation Frankfurt am Main (7. Oktober 1999 bis 27. Februar 2000), Kataloge der Museumsstiftung Post- und Telekommunikation 5, Umschau/Braus, Heidelberg 1999, ISBN 3-8295-6906-8
  • Erich Schmidt-Eenboom: Geheimdienst, Politik und Medien: Meinungsmache Undercover. Edition Zeitgeschichte 16, Homilius, Berlin 2004, ISBN 3-89706-879-6 (Leseprobe)
  • Erich Schmidt-Eenboom: Schnüffler ohne Nase. Der BND – die unheimliche Macht im Staate, Econ, Düsseldorf 1993, ISBN 3-430-18004-X
  • Helmut Wagner: Schöne Grüße aus Pullach. Operationen des BND gegen die DDR, Das Neue Berlin, Berlin 2001,
  • Hermann Zolling, Heinz Höhne: Pullach intern: General Gehlen und die Geschichte des Bundesnachrichtendienstes. 1. bis 20. Taus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1971, ISBN 3-455-08760-4.

Weblinks

 Commons: Bundesnachrichtendienst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Zum BND-Untersuchungsausschuss des Bundestages (eingesetzt am 7. April 2006)

Zur „BND-Affäre“ 2006

Zur Journalisten-Bespitzelungsaffäre 2006

Zu Observationsteam „QB 30“

Zum BND Jet (D-AZEM)

  • [7], zu Flugbewegungen des Jets (Quelle: Stern)

Bundesamt für Fernmeldestatisik - Kassel

  • [8] Seite 71, hier wurde Bodestraße in Kassel erwähnt, gibt es nicht, es ist die Bosestraße. Hier wurde d für s vertauscht, weil sie auf der Tastatur nebeneinander liegen.

Einzelnachweise

  1. "Bundeshaushaltsplan 2010: Einzelpläne - 04 Bundeskanzlerin und Bundeskanzleramt". Bundesministerium der Finanzen, 2010, abgerufen am 31. Mai 2010.
  2. "Bundeshaushalt 2009: Einzelpläne - 04 Bundeskanzlerin und Bundeskanzleramt". Bundesministerium der Finanzen, 2009, abgerufen am 18. April 2010.
  3. Bundesnachrichtendienst (BND)
  4. Rainer Funke: Hochsicherheit mit grüner Lunge. Richtfest für die neue BND-Zentrale in Mitte / Bauverzögerungen und höhere Kosten. Neues Deutschland, 25. März 2010.
  5. http://www.focus.de/politik/deutschland/neue-zentrale-in-berlin-geheimplaene-beim-bnd-gestohlen_aid_644440.html
  6. BND-Zentrale wird trotz Bauplan-Diebstahl nicht umgebaut bei de.reuters.com, 12. Juli 2011 (abgerufen am 12. Juli 2011).
  7. Jack Dawson: "The BND's Hauptstelle für Befragungswesen and its British Partner", in: Journal for Intelligence, Propaganda and Security Studies, Jg. 4, Heft 1 (2010), S. 140-144.
  8. Besetzung der irakischen Botschaft: Gibt es doch Hintermänner?.
  9. tagesschau.de: „Das hat nichts mit Doppelmoral zu tun“ - Steinmeier verteidigt BND-Einsatz im Irak 13. Januar 2006 http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5131794,00.html (nicht mehr online verfügbar)
  10. http://www.cug.org/1-conferences/CUG2006/pages/1-program/final_program/S06-Program-final.pdf
  11. Nach dieser Quelle (http://www.gavagai.de/geheim/HHD18M.htm) bzw. der dort zitierten Ausgabe des Spiegels war Helmuth Hans Danz Mitarbeiter des BND. Nach eigener Aussage auf seiner Homepage (http://kunst-danz.de/vita/) arbeitete er bei der Studienstelle für Auslandsfragen.
  12. Norbert Juretzko, Wilhelm Dietl: Bedingt dienstbereit. Ullstein, September 2004, ISBN 3550076053.
  13. Alles im Ohr. In: Der Spiegel. Nr. 17, 1993, S. 47b (online).
  14. http://koeppe4you.de/images/Turm/Cite%20Foch/
  15. Dominik Cziesche u. a.: Trübe Suppe. In: Der Spiegel. Nr. 21, 2006, S. 26 (online).
  16. Informationen über QB 30; Details über den Beitrag zu QB 30 des Autors Klaus Wiendl bei Report München können unter BR-Online Mitschnitte bestellt werden.
  17. Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage von Abgeordneten der PDS Fraktion: Konsequenzen aus der Festnahme eines hohen Europol-Beamten und aus dem Urteil gegen einen BND-Beamten. 11. Juli 2001 (http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/14/066/1406667.pdf)
  18. Frank Jansen und Hans Monath: Jetzt auch FDP für Ausschuss zur BND-Affäre. tagesspiegel.de, 7. März 2006.
  19. Hans Leyendecker in SZ vom 19. Februar 2003, http://www.d-a-g.de/westerwelle1.html
  20. a b Schmidt-Eenboom, Erich: Undercover, Köln 1999, S. 12, 254
  21. https://www.ebundesanzeiger.de
  22. Geheimdienste: Die traurigen Männer von 11 A. In: Der Spiegel. Nr. 49, 2008 (online).
  23. Kriegslüge: BND bezahlte irakischen Betrüger. Panorama in das Das Erste, 2. Dezember 2010, archiviert vom Original am 11. Dezember 2010, abgerufen am 11. Dezember 2010.
  24. Das Zeugs im All. In: Der Spiegel. Nr. 15, 1994, S. 47–50a (online).
  25. Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage Förderung einer Forschungsgesellschaft aus dem Verteidigungsetat der PDS-Fraktion 3. Mai 1999 http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/14/010/1401014.pdf
  26. Prof. Dr. Maurus Tacke, Fraunhofer FOM: „Fraunhofer FOM + Fraunhofer IITB = Fraunhofer IOSB“. 1. März 2010, abgerufen am 11. Mai 2011. „Mit Wirkung vom 17. August ist die Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaften (FGAN) in die Fraunhofer-Gesellschaft integriert worden. Die drei Institute der FGAN sind daher ab sofort Fraunhofer-Institute.“ „Aus dem FGAN-Institut für Optronik und Mustererkennung FOM in Ettlingen und dem Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung IITB entstand gemäß der Empfehlung des deutschen Wissenschaftsrats von 2007 zum 1.1.2010 das neue Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB“
  27. "CIA Information Act - Reinhard Gehlen: Former NAZI and SS membership in ZIPPER" (Seiten 11&12). Central Intelligence Agency, 15. Oktober 2004, abgerufen am 18. März 2010.
  28. "Future Federal Military Security and Intelligence Agencies". Central Intelligence Agency, 12. November 1951, abgerufen am 18. April 2010.
  29. "BUNDESNACHRICHTENDIENST". Central Intelligence Agency, 12. September 1952, abgerufen am 18. April 2010.
  30. "The Federal Chancellery". Central Intelligence Agency, 14. November 1952, abgerufen am 18. April 2010.
  31. Jerry Richardson: "James H. Critchfield played key roles both in hot and cold war". NDSUmagazine, 2003, abgerufen am 29. Oktober 2011.
  32. Hans Michael Kloth: Wie der BND seine eigenen Nazis jagte. In spiegel.de vom 18. März 2010.
    Auch die CIA hatte Akten zu den Nazis im frühen BND angelegt („Record Group 263“) und freigegeben (US-Nationalarchiv)
  33. Im Sumpf der braunen Vergangenheit. Die Stasi forschte nach NS-belasteten westdeutschen Geheimdienstlern - einige Akten wurden nun freigegeben. Von Constanze von Bullion. In: Süddeutsche Zeitung Nr. 158 vom 13. Juli 2010, S. 5
  34. http://www.sueddeutsche.de/politik/bnd-oeffnet-archiv-fuer-historiker-reise-in-eine-andere-galaxie-1.1046296
  35. Bundesnachrichtendienst - Ein transparentes Geheimnis. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. Januar 2011, abgerufen am 14. Januar 2011.
  36. Historiker beim BND - Geheimdienst lässt sich in die Akten gucken. Spiegel Online, 13. Januar 2011, abgerufen am 14. Januar 2011.
  37. http://www.bnd.bund.de/nn_1366118/DE/WirUeberUns/Geschichte/Geschichtsaufarbeitung/Geschichtsaufarbeitung__node.html?__nnn=true Mitteilungen der Forschungs- und Arbeitsgruppe "Geschichte des BND" (MFGBND)
  38. BND hatte Tausende Spione in der DDR. Netzeitung.de 24. September 2007
  39. http://www.bnd.bund.de/cln_236/nn_2113788/DE/WirUeberUns/Geschichte/1__Mitteilung__zur__Geschichte/Mitteilung__zur__Geschichte__node.html?__nnn=true "Berlin-Krise 1958 und Schließung der Sektorengrenzen in Berlin am 13. August 1961 in den Akten des Bundesnachrichtendienstes." in: MFGBND (2011), Nr. 1
  40. Bodo Hechelhammer: Mitteilungen der Forschungs- und Arbeitsgruppe "Geschichte des BND" : Berlin-Krise 1958 und Schließung der Sektorengrenzen in Berlin am 13. August 1961 in den Akten des Bundesnachrichtendienstes. Im Auftrag des Bundesnachrichtendienstes, 1. August 2011, S. 4, abgerufen am 12. Oktober 2011 (PDF, Dokument 3 vom 10. August 1961 ist auf Seite 8 der PDF-Veröffentlichung zitiert): „Dokument 3 vom 10. August 1961 enthält den konkreten Hinweis des BNDs auf die bevorstehende Abriegelung der Sektorengrenzen Berlins für den Zeitraum vom 12. bis 18. August 1961.“
  41. Matthias Gebauer: Die Pendeldiplomatie des „Mr. Hisbollah“. Spiegel Online, 16. Juli 2008
  42. Scott Shane: „C.I.A. Knew Where Eichmann Was Hiding, Documents Show.“ New York Times, 7. Juni 2006
  43. "E EICHMANN TRIAL". Central Intelligence Agency, 6. April 1961, abgerufen am 18. April 2010.
  44. a b c Bundestag.de: Foertsch: Journalistenkontakte sollten BND-Lecks aufdecken, 12. Februar 2009
  45. a b NDR: Peinliche Details - Journalisten liefern Informationen an BND, 25. Februar 2009
  46. sueddeutsche.de: Dem BND zu Diensten , 12. Februar 2009
  47. BND-Irak-Affäre: Spionierten deutsche Agenten für die USA? stern.de, 14. Januar 2006, abgerufen am 13. Dezember 2010.
  48. a b Irak-Invasion: BND versorgte US-Militärs mit entscheidenden Informationen zur Kriegsführung. Spiegel Online, 13. Dezember 2008, abgerufen am 13. Dezember 2010.
  49. a b BND: Welche Rolle spielte der BND im Irak-Krieg – Steinmeier gerät unter Druck. Focus, 4. Dezember 2008, abgerufen am 13. Dezember 2010.
  50. BND: Ehefrau löst Spionage-Skandal aus. Focus, 25. April 2009, abgerufen am 13. Dezember 2010.
  51. BND Kosovo Skandal: Ex-BND-Mann zu Haft verurteilt. Balkanforum Balkanblog.org - Balkan Infos, 26. Mai 2010, archiviert vom Original am 28. Oktober 2010, abgerufen am 28. Oktober 2010.
  52. Der BND im Kosovo: Hintergründe einer seltsamen Affäre. stern.de, 25. November 2008, abgerufen am 13. Dezember 2010.
  53. Justiz: Der Mann, der kein Spion sein wollte. Spiegel Online, 7. Juli 2009, abgerufen am 22. August 2009.
  54. Kampf gegen Behörden: Wie der Unternehmer Kremer unter die Zöllner fiel. Spiegel Online, 1. Mai 2008, abgerufen am 22. August 2009.
  55. Rechtspopulist: BND soll Haider-Reise zu Saddam Hussein bezahlt haben. Spiegel Online, 24. Oktober 2010, abgerufen am 24. Oktober 2010.
  56. Jörg Haiders Observation durch den BND. Österreichisches Nachrichtenmagazin profil, 23. Oktober 2010, abgerufen am 24. Oktober 2010.
  57. Lebenslauf von Norbert Stier auf der Webseite des BND. Archiviert vom Original am 29. Dezember 2010, abgerufen am 29. Dezember 2010.
  58. Flugbewegungen: Was macht der BND in Kasachstan? - Politik, stern.de
  59. Zoll-Auktion
  60. http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0831/politik/0062/index.html
  61. HSH-Nordbank-Affäre: Fahnder durchsuchen Büros von Sicherheitsfirma Prevent. Spiegel Online, 3. November 2010, archiviert vom Original am 11. Dezember 2010, abgerufen am 11. Dezember 2010.
  62. WikiLeaks-Enthüllungen: USA und Deutschland planen Späher im All. Spiegel Online, 3. Januar 2011, abgerufen am 4. Januar 2011.
  63. HiROS-Projekt: Wikileaks-Dokumente über deutschen Spionagesatelliten veröffentlicht. Zeit Online, 3. Januar 2011, abgerufen am 4. Januar 2011.
  64. HiROS: Weder hochauflösend noch geplant. Behörden Spiegel, 10. Januar 2011, abgerufen am 10. Januar 2011.
  65. (Details about the) HIgh Resolution Optical System (HiROS). Wikileaks, 14. Mai 2009, archiviert vom Original am 28. August 2011, abgerufen am 28. August 2011.
  66. (More details about the) HIgh Resolution Optical System (HiROS). Wikileaks, 10. September 2009, archiviert vom Original am 28. August 2011, abgerufen am 28. August 2011.
  67. Otto Köhler: Eichmann, Globke, Adenauer. Freitag, 16. Juni 2006

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