Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
Vereinsemblem von Borussia Mönchengladbach
Voller Name Borussia VfL 1900
Mönchengladbach e. V.
Ort Mönchengladbach
Gegründet 1. August 1900
Vereinsfarben Schwarz, Weiß, Grün
Stadion Stadion im Borussia-Park
Grenzlandstadion (II.)
Plätze 54.067
10.000 (II.)
Präsident Rolf Königs
Vorstand Siegfried Söllner,
Rainer Bonhof,
Hans Meyer,
Stephan A.C. Schippers
Trainer Lucien Favre
Sven Demandt (II.)
Homepage www.borussia.de
Liga Fußball-Bundesliga
Regionalliga West (II.)
2010/11 16. Platz
5. Platz (II.)
Trikotfarben
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Heim
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Auswärts

Borussia Mönchengladbach (vollständiger Name: Borussia Verein für Leibesübungen 1900 Mönchengladbach e. V.) ist ein in Mönchengladbach am Niederrhein beheimateter Sportverein.

Der Verein mit den Clubfarben Schwarz, Weiß und Grün hat 44.642 Mitglieder (Stand: 30. Juni 2011) und unterhält neben der Herrenfußball-Abteilung, die sich in einen Profi- und Amateurkader und mehrere Jugendmannschaften unterteilt, eine Frauenfußballmannschaft, eine Handball- und eine Tischtennisabteilung. Die erste Mannschaft stieg 1965 in die Fußball-Bundesliga auf und errang bis heute insgesamt fünf Meistertitel, drei DFB-Pokalsiege und zwei UEFA-Pokalsiege. In der Ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga belegt der Verein nach der Bundesliga-Saison 2009/10 den sechsten Platz. Die temporeiche und offensive Spielweise, mit der die Mannschaft in den 1970er Jahren die Bundesliga mit vorwiegend jungen Spielern dominierte, brachte der Mannschaft den Spitznamen Fohlenelf ein.

Eine Kapitalgesellschaft namens Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH betreibt die Profi-Fußballabteilung. Die Vereinsspitze besteht derzeit aus Präsident Rolf Königs, den beiden Vize-Präsidenten Siegfried Söllner und Rainer Bonhof, Hans Meyer als weiteres Präsidiumsmitglied sowie Geschäftsführer Stephan A.C. Schippers und Sportdirektor Max Eberl.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des Vereins

Gründerjahre und frühe Vereinsgeschichte bis 1933

Spieler von FC Borussia im Jahr 1900
Historisches Wappen von FC Borussia

Als Vorläufer des Vereins Borussia Mönchengladbach gilt eine Gruppe von Spielern, die am 17. November 1899 nach dem Austritt aus dem Sportverein Germania in der Gaststätte „Anton Schmitz“ auf der Alsstraße[1] im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken eine Spielgemeinschaft mit dem Namen FC Borussia gründeten.[2] Borussia ist dabei der lateinische Name Preußens, zu dem Mönchengladbach von 1815 an gehörte und kann als Bekenntnis zu diesem Staat verstanden werden.[3]

Diese Spielgemeinschaft trat zu Beginn des Jahres 1900 in die katholische Marianische Jünglings-Congregation im Stadtteil Eicken ein, die bereits über einen Fußballplatz verfügte. Am 1. August 1900 gründet die Spielgemeinschaft den Fußballklub Borussia 1900. Nach ersten sportlichen Erfolgen gegen Nachbarvereine entschied sich der Verein im Februar des Jahres 1903, zu einem regelmäßigeren Spielbetrieb zu gelangen und beantragte die Aufnahme in den 1898 gegründeten Rheinisch-Westfälischen Spielverband. Dies führte zu internen Unstimmigkeiten und im Mai 1903 beschloss der Verein den Schritt in die Selbstständigkeit und den Austritt aus der Congregation. Am 23. März 1910 registrierte das Amtsgericht Mönchengladbach, das zu dieser Zeit offiziell München Gladbach oder kurz M.gladbach hieß, die Borussia als Nummer 30 im Vereinsregister unter dem Namen Borussia 1900 M.gladbach.

Der Westdeutsche Spiel-Verband, wie der Rheinisch-Westfälische Spielverband nach einer Umbenennung seit 1907 hieß, wies Borussia der dritten Klasse des 2. Verbandsbezirks zu.[4] Dort gelangen dem Verein schnell sportliche Erfolge. Schon 1906 stieg die Mannschaft in die zweite Klasse auf, und am Ende der Saison stand die Mannschaft auf dem ersten Platz, der unter regulären Umständen den Aufstieg in die erste Klasse bedeutet hätte. Auf Grund organisatorischer Änderungen ordnete der Verband die Borussia jedoch in die neu geschaffene B-Klasse ein.

Der Mannschaft mit Hermann Ditgens, dem Vater des späteren Borussen-Spielers Heinz Ditgens, gelang im Jahr 1909 der Aufstieg in die A-Klasse, der zum damaligen Zeitpunkt höchsten Spielklasse. Da der Westdeutsche Spiel-Verband in diesem Jahr die Verbandsliga als oberste Klasse einführte, blieb die Borussia in der A-Klasse und damit zweitklassig. Die Mannschaft verpasste im darauffolgenden Jahr den direkten Aufstieg. In der Spielzeit 1911/12 gewann Borussia die Meisterschaft in der A-Klasse (Rheinischer Südkreis, Gruppe Nord), stieg in die Verbandsliga und damit zum ersten Mal in ihrer Geschichte in die oberste Klasse auf. Mit einem Sieg gegen den Essener SpV99 in der Kreismeisterschaft schaffte die Mannschaft den Einzug in die Endrunde der Westdeutschen Meisterschaft. Das Endspiel verlor die Mannschaft gegen den Verbandsligameister Kölner BC 01, aus dem später der 1. FC Köln hervorging. Die Endrundenteilnahme sorgte für eine steigende Bekanntheit des Vereins.

Im März 1914 erwarb der Verein die Sportanlage De Kull, eine ausgebaute Kiesgrube, auf deren Gelände das spätere Bökelbergstadion entstand. Da die vereinseigenen Mittel nicht ausreichten, finanzierte der Verein den Kauf durch die Ausgabe von Anteilsscheinen. In die Phase des Stadionausbaus fiel der Beginn des Ersten Weltkriegs. Der Verein hielt trotz widriger Umstände den Spielbetrieb bis 1916 aufrecht. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits viele Vereinsmitglieder einberufen. Schon Ende des Jahres 1917 nahm der Verein den Spielbetrieb wieder auf. Nach dem Krieg setzte der Verein den Ausbau des Stadions fort. Es entstand durch die Mithilfe der Vereinsmitglieder ein modernes Stadion mit Einzäunung, Kassenhäuschen und Drainage. Der Verein eröffnete am 20. September 1919 die Spielstätte unter dem Namen Westdeutsches Stadion.

Im gleichen Jahr fusionierte der Verein 1919 kurzzeitig mit dem Turnverein Germania 1889 zum VfTuR 1889 M.Gladbach. Mit der Westdeutschen Meisterschaft 1920 erlebte der fusionierte Verein seinen ersten großen Erfolg. Wieder standen Borussia und der Kölner BC im Endspiel, diesmal siegte Borussia in der Verlängerung durch ein Elfmetertor des Mittelstürmers Paul Pohl[5] mit 3:1.[6]

Durch den Sieg in der Westdeutschen Meisterschaft nahm VfTuR an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft 1920 teil. Nach einer 0:7-Niederlage gegen die SpVgg Fürth im Viertelfinale schied die Mannschaft aus. Mit einem 1:0-Sieg über den amtierenden Westdeutschen Meister SVg Köln-Sülz 07 feierte Borussia als nächsten sportlichen Erfolg die Rheinbezirksmeisterschaft 1929. In der Westdeutschen Meisterschaft unterlag die Mannschaft dem FC Schalke 04 um den damaligen Star Ernst Kuzorra.

1933 bis 1945 – Gau- und Bezirksliga

Karte der Sportgaue im Dritten Reich

Nach der Machtübernahme ernannten die Nationalsozialisten das SA-Mitglied Hans von Tschammer und Osten 1933 zum Reichkommissar für Turnen und Sport und kurz darauf zum Reichssportführer. Im Zuge der Gleichschaltung löste dieser im Mai 1933 den Deutschen Reichsausschuss für Leibesübungen auf und richtete 15 Fachressorts ein, darunter ein Fachamt Fußball. Alle Vereine mussten sich gleichzeitig eine Einheits-Satzung geben, das Führerprinzip einführen und jüdische Mitglieder ausschließen. Die neuen Machthaber änderten das Ligasystem im deutschen Fußball und führten 16 Gauligen ein, welche die höchste deutsche Spielklasse darstellten. Borussia wurde zu einer Fusion mit dem Sport-Club 1894 e. V., dem späteren 1. FC Mönchengladbach gezwungen. Den zwangsfusionierten Club stufte der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen in die Gauliga Niederrhein ein (Siehe nebenstehende Karte Nr. 10). Der Verein engagierte in diesem Jahr die ersten Trainer. Die Fusionierung wurde im nächsten Jahr rückgängig gemacht und Borussia stieg nach drei Spielzeiten – 1933/34 bis 1935/36 – in die Bezirksliga ab. Der Reichstrainer Otto Nerz nominierte den Borussen-Abwehrspieler Heinz Ditgens trotz des Abstiegs bei den Olympischen Spielen in Berlin für die deutsche Fußballnationalmannschaft. Ditgens avancierte damit zum ersten Nationalspieler von Borussia Mönchengladbach. Borussia siegte zwar in den folgenden Spielzeiten 1939 und 1940 in der Bezirksliga, scheiterte jedoch in diesen Jahren bereits in den Aufstiegsrunden. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges versuchte der Verein den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten, musste ihn jedoch zur Saison 1944/45 einstellen.

Nachkriegszeit bis 1959

Nach dem Zweiten Weltkrieg richtete der Verein mit Hilfe der britischen Besatzungstruppen das zwischenzeitlich zur Panzerwerkstatt umgerüstete Bökelbergstadion wieder für den Spielbetrieb her. Das erste Spiel nach dem Krieg trug die Mannschaft 1946 gegen den Rheydter Spielverein aus. Nach zwei Runden – 1947/48 und 1948/49 in der Landesliga Niederrhein – wurde Edmund Pulheim Vereinsvorsitzender. Der Verein verpflichtete mit Paul Pohl und Heinz Ditgens 1949/50 zwei ehemalige Spieler zur ersten Runde der 2. Liga West als Trainer. Durch den Beitritt des Vereins in die neu geschaffene Gemeinschaft der Vertragsspieler-Clubs am 24. Juli 1949 erhielten die Spieler den Status von bezahlten Vertragsspielern. Borussia stieg trotz Niederlagen im direkten Vergleich gegen den Konkurrenten und späteren Amateurmeister FV Hombruch 09 als Vizemeister der 2. Liga West am 14. Mai 1950 in die damals höchste Spielklasse, die Oberliga West, auf. Gleichzeitig gelang dies dem lokalen Konkurrenten Rheydter Spielverein, der in der Gruppe 1 den Oberligaaufstieg bewerkstelligte. Die erste Saison 1950/51 schloss die Borussia in der 16 Vereine zählenden Oberliga West auf dem unter regulären Bedingungen klassenerhaltenden 14. Platz ab. Nach dem damals geltenden Regelwerk erkannte der Westdeutsche Fußballverband einen am grünen Tisch errungenen Sieg gegen Borussia Dortmund nicht an. Die Mannschaft stieg dadurch nach einem verlorenen Entscheidungsspiel gegen Alemannia Aachen in die 2. Liga West ab.

Bedingt durch den sportlichen Rückschritt verließen viele Spieler den Verein. Für den Neuanfang und den Wiederaufstieg in die Oberliga, der auf Anhieb – Borussia wurde 1951/52 Meister in der 2. Liga West – gelang, engagierte Borussia Fritz Pliska als spielenden Trainer. Die Oberligasaison 1952/53 verlief sportlich ähnlich der ersten. Borussia erreichte Platz 14, der diesmal zum Klassenerhalt ausreichte. Für die Folgesaison tätigte der neue Vorstand um den Unternehmer Theo Grams umfangreiche Neueinkäufe. Vor allem der Sturm war mit Heinz Janssen (12 Tore), Ewald Nienhaus (15 Tore) und Heinz Reh (15 Tore) in der Saison 1953/54 erfolgreich, und die Mannschaft gelangte auf den zwölften Rang in der Abschlusstabelle. Im Jahr 1954 musste der Verein das Bökelbergstadion auf Grund von Schulden an die Stadt München-Gladbach verkaufen und war fortan Mieter des Stadions.[7] Bis zur Saison 1955/56 blieb die Mannschaft im hinteren Mittelfeld der Oberliga. Am 30. Januar 1955 gab es mit einem 6:6 gegen Borussia Dortmund das höchste Unentschieden der Vereinsgeschichte.

Für die Saison 1956/57 verpflichtete Borussia Toni Turek als Torwart, einen der Weltmeister von 1954, der nur zu vier Einsätzen kam. Mit Albert Brülls hatte der Verein in der Saison 1955/56 einen jungen Spieler verpflichtet, der den Verein 1960 zum Gewinn des DFB-Pokals führen sollte. Trotz dieser Spieler beendete Borussia 1957 die Saison mit 112 Gegentoren auf dem letzten Tabellenplatz und stieg erneut ab. Insgesamt 27 verschiedene Spieler setzte der Trainer ein,[8] was bei den Fans Zweifel an einer klaren sportlichen Linie aufkommen ließ und sich in den Zuschauerzahlen zeigte. Das Saisoneröffnungsspiel der Saison 1956/57 besuchten noch 25.000 Zuschauer, beim letzten Spiel der darauffolgenden Saison kamen nur 1000. Wie zuvor stieg die Borussia nach nur einer Spielzeit als Zweiter der 2. Liga West wieder auf. In den folgenden Jahren festigte die Borussia ihre Stellung im unteren Mittelfeld der Tabelle. Bei Bundestrainer Sepp Herberger debütierte Brülls im Oktober 1959 in der Nationalmannschaft. Mit Friedhelm Frontzeck verpflichtete die Borussia zur Saison 1959/60 den Vater des späteren Spielers und Trainers Michael Frontzeck. Bei den Heimspielen verzeichnete Borussia einen neuen Rekord von durchschnittlich 15.125 Zuschauern pro Spiel.

1960 bis 1965 – DFB-Pokal-Sieger und Aufstieg in die Bundesliga

Im Jahr 1960 spielte der Verein im Mittelfeld der Oberliga West und wies bis dahin keine nennenswerten Ergebnisse in der Hauptrunde des DFB-Pokals auf. Nach dem Beschluss der nordrhein-westfälischen Landesregierung vom 11. Oktober 1960, die Stadt München-Gladbach in Mönchengladbach umzubenennen, heißt der Verein seitdem offiziell Borussia Mönchengladbach.[9] In den ersten Runden des Pokalwettbewerbs 1960 auf der Ebene des Westdeutschen Fußballverbandes erzielte Borussia Erfolge gegen den FC Geistenbeck (Amateure) und Viktoria Köln, das Halbfinale des WFV-Pokals erreichte die Mannschaft durch Losentscheid. Bedingt durch mehrere Wiederholungsspiele dauerte die Pokalrunde länger als die Saison und mehrere Spieler sowie der Trainer verließen den Verein nach dem Viertelfinale. Borussia trat zum Halbfinale unter dem neuen Trainer Bernd Oles und mit einer neu geformten Mannschaft gegen Borussia Dortmund an. Nach dem Sieg gegen Dortmund feierte Borussia schließlich im Düsseldorfer Rheinstadion gegen den 1. FC Köln den Finalsieg im WFV-Pokal. Dieser Sieg bedeutete gleichzeitig die Qualifikation für das Halbfinale des DFB-Pokals, in dem die Mannschaft den amtierenden deutschen Meister Hamburger SV mit so bekannten Spielern wie Uwe Seeler, Klaus Stürmer und Gert Dörfel mit 2:0 besiegte. Im Finale, das wieder im Rheinstadion stattfand, schlug Borussia am 5. Oktober 1960 den Karlsruher SC mit 3:2 und gewann dadurch zum ersten Mal den DFB-Pokal (→ Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1960). Als erste deutsche Fußballmannschaft neben dem ASK Vorwärts Berlin konnte die Borussia am Europapokal der Pokalsieger teilnehmen. Gegen den späteren Finalteilnehmer Glasgow Rangers verlor die Mannschaft im Viertelfinale das Heimspiel mit 0:3 und das Auswärtsspiel im Ibrox Park mit 0:8.

Die Folgesaison 1961/62 in der Oberliga endete wieder auf dem 13. Tabellenplatz. In der Oberliga-Saison 1962/63 hoffte der Verein vergeblich, in den Kreis der vom DFB festgelegten Vereine zu gehören, die im nächsten Jahr in die neugegründete Bundesliga starten würden. Helmut Beyer, der für 30 Jahre im Amt blieb, übernahm in dieser Saison die Verantwortung als Präsident und Helmut Grashoff trat das Amt als zweiter Vorsitzender an. Im Juli 1962 verpflichtete Borussia Fritz Langner als neuen Trainer, der im Jahr 1959 mit Westfalia Herne die Westdeutsche Meisterschaft errungen hatte. Die neue Führung verkaufte zunächst zum Leidwesen des neuen Trainers den Spieler Albert Brülls für eine Rekordsumme von 250.000 DM nach Italien an den AS Modena und sanierte den Verein damit finanziell. Helmut Grashoff, der die Summe in italienischer Lira in bar in einem Koffer übernahm, sagte später, er habe nach der Geldübergabe Angst gehabt, “für einen Bankräuber gehalten zu werden“.[10] Den Erlös aus dem Transfer setzte Langner ein, um den Kader umzubauen durch die Verpflichtung von Spielern wie Heinz Lowin, Heinz Crawatzo und Siegfried Burkhardt. In diesem Jahr gewann die A-Jugend mit den späteren Profispielern Jupp Heynckes und Herbert Laumen die Westdeutsche Meisterschaft. Die Saison schloss Borussia nach einer schwachen Hinrunde durch die Verdienste des Torwarts Manfred Orzessek auf dem elften Tabellenplatz ab.

In der Saison 1963/64 strukturierte der DFB das Fußball-Ligasystem um. Der DFB führte die Bundesliga ein und gruppierte Borussia Mönchengladbach in die neu geschaffene Regionalliga West ein. Langner verließ Borussia im April 1964, um das Bundesliga Gründungsmitglied Schalke 04 zu trainieren. Als Neuzugang verpflichtete der Verein mit Günter Netzer einen Spieler, dessen Name bis heute mit den sportlichen Erfolgen der Borussia verknüpft wird. Als Ersatz für Langner empfahl Sepp Herberger seinen Assistenten der Saison 1954/55, Hennes Weisweiler. Zum Zeitpunkt der Verpflichtung hatte Weisweiler bereits den 1. FC Köln, Viktoria Köln und den Rheydter Spielverein trainiert. Mit dem Rheydter Spielverein stieg er in die Oberliga West auf, im Jahr darauf wieder in die 2. Division ab.[11] In der Oberliga-Saison 1962/63 kam Weisweiler mit Viktoria auf den achten Rang und erzielte mit seiner Mannschaft mit 81 Toren die meisten Treffer der Liga, konnte zum Zeitpunkt der Verpflichtung keine großen sportlichen Erfolge vorweisen. Weisweiler übernahm die Mannschaft gegen Ende der ersten Regionalliga-Saison 1963/64, die mit einem achten Tabellenplatz einen erfolgreicheren Verlauf nahm als die vorherigen Spielzeiten in der Oberliga.

In der nächsten Spielzeit 1964/65 verpflichtete der Verein mit Jupp Heynckes und Bernd Rupp wieder junge Spieler, die zum Teil aus der Jugendmannschaft in den Profikader berufen wurden. Das Durchschnittsalter war das geringste aller Regionalliga-Mannschaften. Der Spitzname Fohlenelf entstand zum einen durch das geringe Durchschnittsalter der Mannschaft als auch durch die unbekümmerte und erfolgreiche Spielweise.[12] Bereits im April 1965 stand die Mannschaft als Staffelsieger in der Regionalliga West fest und sicherte sich damit die Teilnahme an der Bundesliga-Aufstiegsrunde in der Gruppe 1. Diese trug die Mannschaft gegen die Konkurrenten von Wormatia Worms (Zweiter in der Regionalliga Südwest), SSV Reutlingen (Zweiter in der Regionalliga Süd) und Holstein Kiel (Meister in der Regionalliga Nord) in Hin- und Rückspielen aus. Von den sechs Spielen gewann Borussia drei (5:1 in Worms, 1:0 gegen Kiel und 7:0 gegen Reutlingen) und musste nur beim Auswärtsspiel in Kiel eine 2:4-Niederlage hinnehmen.[13] Der Aufstieg in die Bundesliga wurde durch den ersten Platz sichergestellt. Zusammen mit der Borussia stieg der FC Bayern München durch den Sieg in der Gruppe 2 auf. (→ Ausführliche Darstellung der Aufstiegsrunde Gruppe 1 mit den Spielen der Borussia)

1965 bis 1969 – Die ersten Jahre in der Bundesliga

Berti Vogts (links) als Nationalspieler im WM-Finale 1974

Die Verpflichtung von Weisweiler als Trainer sollte wegweisend für den sportlichen Erfolg des Vereins in der Bundesliga werden. Die wirtschaftliche Situation des Vereins erlaubte es nicht, eine Mannschaft von Stars zu finanzieren. Weisweiler entsprach mit seiner Einstellung, die Ausbildung und Entwicklung von jungen Talenten zu fördern, den Notwendigkeiten des Vereins.[14] Die Spieler wurden nicht in ein festes Spielsystem gepresst, sondern er förderte den Individualismus und ließ ihnen weitgehende Freiheiten auf dem Spielfeld. Daraus resultierte eine unbekümmerte und offensive Spielweise, die das Markenzeichen der Fohlenelf wurde.

Der Verein verpflichtete mit Berti Vogts und Heinz Wittmann wiederum Spieler, deren Namen mit den sportlichen Erfolgen der Borussia eng verknüpft sein sollten. Das erste Bundesligaspiel in der Saison 1965/66 fand auswärts gegen Borussia Neunkirchen statt und endete mit einem 1:1, der erste Bundesligatorschütze war Gerhard Elfert. Das erste Heimspiel gegen SC Tasmania 1900 Berlin gewann Borussia mit 5:0. Weisweiler verstand es, der Mannschaft taktische Freiheiten zu lassen und die individuelle Spielfreude der Spieler zu fördern. Diese Freiheiten bezahlte die noch unausgereifte Mannschaft in der ersten Bundesliga-Saison mit einer Reihe zum Teil hoher Niederlagen. Mit einem 0:7 gegen Werder Bremen musste die Mannschaft die bis heute höchste Heimniederlage hinnehmen. Beim Auswärtsspiel gegen Tasmania Berlin am 15. Januar 1966 wurde mit 827 Zuschauern ein bis heute gültiger Zuschauer-Negativrekord in der Bundesliga aufgestellt. Die Borussia beendete die erste Saison in der Bundesliga auf dem 13. Tabellenplatz.

In der folgenden Saison 1966/67 zeigte sich die Torgefährlichkeit der Mönchengladbacher Mannschaft, die zusammen 70 Tore schoss. Davon erzielten die Stürmer Herbert Laumen 18, Bernd Rupp 16 und Jupp Heynckes 14 Tore. Aufgrund der guten Tordifferenz konnte die Mannschaft die Saison auf dem achten Tabellenplatz abschließen. Mit einem 11:0-Heimsieg über den FC Schalke 04 am 18. Spieltag feierte die Mannschaft den bis dahin höchsten Sieg der Bundesligageschichte.[15]

Die Erfolge hatten die Nebenwirkung, dass die Gehälter der Spieler nach oben schnellten und somit gute Spieler nicht zu halten waren. Jupp Heynckes wechselte für die damalige Rekordablösesumme von 275.000 DM zu Hannover 96, Bernd Rupp wechselte zu Werder Bremen, Eintracht Braunschweig warb Gerhard Elfert ab. Der Verein verpflichtete Peter Meyer und Peter Dietrich und kompensierte damit den Weggang routinierter Spieler. Mit einem 10:0 am zwölften Spieltag der Saison 1967/68 über Borussia Neunkirchen zeigte die Mannschaft wieder ihre Torgefährlichkeit. Die Mannschaft erreichte in dieser und der nächsten Saison jeweils den dritten Tabellenplatz. Der Verein verpflichtete in der Saison 1968/69 den späteren Trainer Horst Köppel, der bereits erste Erfahrungen in der Nationalmannschaft aufweisen konnte, und als bis dahin unbekannter Amateur vom VfL Schwerte den später langjährigen Torwart Wolfgang Kleff sowie Hartwig Bleidick, Gerd Zimmermann und Winfried Schäfer, der zehn Spielzeiten bei Borussia spielte.

1970 bis 1980 – Dominanz in der Liga und in Europa

Das klassische Vereinswappen bis zum Jahr 2000

Die 1970er-Jahre gingen als die erfolgreichsten in die Vereinsgeschichte ein. Die Borussia konnte fünf Mal die Meisterschaft gewinnen, so oft wie keine andere Mannschaft in dieser Zeit. Zugleich entwickelte sich ein Duell mit dem FC Bayern München, mit dem Borussia gemeinsam 1965 in die Bundesliga aufgestiegen war. Nachdem der Verein in den Vorjahren zweimal den dritten Tabellenplatz belegt hatte, stabilisierte Trainer Hennes Weisweiler in der Saison 1969/70 besonders die Abwehr. Abweichend vom „Fohlen“-Konzept kaufte Borussia zum ersten Mal erfahrene Abwehr-Spieler wie Luggi Müller und Klaus-Dieter Sieloff ein. Mit Ulrik le Fevre verpflichtete der Verein den ersten dänischen Spieler, dem später weitere wie Henning Jensen und Allan Simonsen folgten. In dieser Saison gelang der erste Bundesliga-Sieg über den FC Bayern. Nach einem 5:1-Sieg über Alemannia Aachen übernahm Borussia am 31. Oktober 1969 zum ersten Mal die Tabellenführung in der Bundesliga. Heute (Stand: Mai 2011) belegt die Borussia in der Liste der Tabellenführer der 1. Fußball-Bundesliga mit einer Zahl von 130 Tabellenführungen gemeinsam mit Werder Bremen hinter Bayern München den zweiten Rang.

Auf Initiative des israelischen Nationaltrainers Emanuel Schaffer, der seine Ausbildung in der Sporthochschule Köln bei Hennes Weisweiler absolviert hatte, wurde Borussia als erste deutsche Mannschaft im Februar 1970 zu Freundschaftsspielen nach Israel eingeladen. Im Bloomfield-Stadion gewann die Borussia mit 6:0 gegen die israelische Nationalmannschaft, was zu Diskussionen im israelischen Parlament führte.[16]

Mit einem Heimsieg gegen den Hamburger SV stand am 30. April 1970, dem 33. Spieltag der Saison, Borussia vorzeitig als Meister fest.

Die Hinrunde der darauffolgenden Saison 1970/71 schloss der Verein mit lediglich einer Niederlage ab. In der Geschichte der Bundesliga einmalig ist ein Zwischenfall im Heimspiel des 27. Spieltages gegen Werder Bremen, bekannt als der Pfostenbruch vom Bökelberg. Beim Spiel am 3. April 1971 knickte nach einer Strafraumszene in der 88. Spielminute, bei der Stürmer Herbert Laumen nach einer Kopfballaktion zusammen mit dem Bremer Torwart Günter Bernard ins Netz stürzte, der linke Torpfosten um. Nach erfolglosen Reparaturversuchen brach der Schiedsrichter das Spiel beim Stand von 1:1 ab, da kein Ersatztor aufgestellt werden konnte. Das DFB-Sportgericht in Frankfurt wertete das Spiel als 2:0-Sieg für Bremen. Eine Konsequenz war eine Verpflichtung des DFB, nach der die Vereine für beide Tore einen Ersatz bereitzustellen hätten. Die Meisterschaft entschied sich erst am letzten Spieltag als Kopf-an-Kopf-Rennen mit Bayern München. Neun Wochen nach dem Pfostenbruchspiel, am 5. Juni 1971, verteidigte Borussia als erste Mannschaft in der Geschichte der Bundesliga erfolgreich ihren Meistertitel mit einem Sieg bei Eintracht Frankfurt.

Am 20. Oktober 1971 fand im Europapokal der Landesmeister das als Büchsenwurfspiel in die Fußballgeschichte eingegangene Spiel gegen Inter Mailand statt. Die Borussia gewann das Spiel im Bökelbergstadion mit 7:1, die UEFA annullierte das Spiel jedoch, da der italienische Stürmer Roberto Boninsegna von einer leeren Büchse getroffen wurde und sich ärztlich behandeln ließ.[17] Trainerlegende Matt Busby beschrieb das Spiel der Fohlen:[18]

Gegen diese Mannschaft hätte heute niemand auf der Welt gewonnen. Das war Fußball in höchster Perfektion.

Nach einer 4:2-Auswärtsniederlage in Mailand und einem torlosen Unentschieden im Wiederholungsspiel im Berliner Olympiastadion schied die Borussia aus dem Pokal der Landesmeister aus.

In der Saison 1972/73 gewann am 23. Juni 1973 Borussia zum zweiten Mal den DFB-Pokal. Die Borussia besiegte im Rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln durch ein Tor von Günter Netzer, der sich in diesem Spiel, ohne Rücksprache mit Trainer Weisweiler zu halten, nach der regulären Spielzeit selbst einwechselte (→ Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1973).[19] Für Netzer war dieses das letzte Spiel für die Borussia, er verließ den Verein und wechselte zu Real Madrid.[20] Abgesehen von der spielentscheidenden Szene in der 93. Minute durch das Tor von Netzer gab es zahlreiche weitere Highlights im 30. Pokalendspiel der Geschichte, das als eines der besten, spielerisch hoch sehenswerten und spannendsten in der Geschichte dieses Wettbewerbs in die Annalen einging und von dem man nur in höchsten Tönen schwärmen konnte (Kicker).[21] In der Saison 1972/73 wurde mit dem Israeli Schmuel Rosenthal zum ersten Mal ein Spieler jüdischen Glaubens bei einem Bundesliga-Verein verpflichtet. Die Verpflichtung und Freundschaftsspiele gegen israelische Vereine zogen eine über die nächsten Jahrzehnte andauernde Freundschaft zum Israelischen Fußballverband nach sich, die bis in die Gegenwart Bestand hat.[22]

Die erste internationale Endspielteilnahme fand am 9. Mai 1973 statt. Der FC Liverpool gewann das Hinspiel im UEFA-Pokal mit 3:0 im zweiten Anlauf, nachdem das Spiel am Vortag wegen Regens abgebrochen wurde. Das Rückspiel am 23. Mai 1973 gewann Borussia Mönchengladbach mit 2:0, der Pokal ging durch den Sieg im Hinspiel nach Liverpool (→ Spieldaten der Endspiele um den UEFA-Pokal 1973).[23]

Die nachfolgenden Spielzeiten waren geprägt vom Weggang bekannter Spieler, die Torgefährlichkeit der Mönchengladbacher Stürmer blieb jedoch bestehen. Jupp Heynckes errang in der Saison 1973/74 mit 30 Toren den Titel als erster Torschützenkönig in der Bundesliga für Borussia Mönchengladbach, als es den Borussen im ersten Jahr nach dem Weggang von Günter Netzer gelang, mit einem Punkt Rückstand zu Meister Bayern München die Vizemeisterschaft zu erringen. Mit insgesamt 93 geschossenen Toren stellte Borussia einen neuen Vereinsrekord auf. Borussia schloss in den nachfolgenden Jahren 1972 bis 1974 die Meisterschaft auf dem dritten und fünften Platz sowie als Vizemeister ab.

Borussia legte in der Saison 1974/75 den Grundstein für eine bis dahin in der Bundesliga nicht gekannte Erfolgsserie. Am 17. Spieltag eroberten die „Fohlen“ die Tabellenspitze der Liga und gaben die Tabellenführung bis zum Gewinn der Meisterschaft am 14. Juni 1975 nicht mehr ab. Die Freude über den Titel trübte der Weggang von Trainer Hennes Weisweiler, der den Verein nach elf Jahren in Richtung FC Barcelona verließ.[24] Das nächste internationale Endspiel mit Mönchengladbacher Beteiligung fand am 7. Mai 1975 statt. Das Hinspiel um den UEFA-Pokal in Düsseldorf zwischen der Borussia und Twente Enschede endete torlos. Das Rückspiel am 21. Mai 1975 gewann der VfL mit 5:1 (→ Spieldaten der Endspiele um den UEFA-Pokal 1975). Mit dem bis heute (Stand: Juli 2010) höchsten Auswärtssieg in einem Finale des UEFA-Pokals gewann die Borussia ihren ersten internationalen Titel.[25]

Udo Lattek, der vom Rivalen Bayern München kam, obwohl er schon bei Rot-Weiss Essen unterschrieben hatte, übernahm in der Saison 1975/76 den Verein. Im Gegensatz zu Weisweiler vertrat Lattek eher eine Sicherheitsphilosophie. Die Mannschaft übernahm am zwölften Spieltag der Saison mit einem Sieg über Werder Bremen von Eintracht Braunschweig die Tabellenführung und blieb bis zum Saisonende Spitzenreiter. Am 12. Juni 1976 gewann Mönchengladbach den vierten Meistertitel. Am 3. März 1976 (Aschermittwoch) kam es zum nächsten internationalen Auftritt Borussias. Im Europapokal der Landesmeister spielte Borussia Mönchengladbach gegen Real Madrid, wo mittlerweile Günter Netzer und Paul Breitner unter Vertrag standen, 2:2. Beim Rückspiel (17. März 1976), das 1:1 endete, erkannte der Schiedsrichter Leonardus van der Kroft zwei Mönchengladbacher Tore nicht an: In der 68. Minute einen Treffer von Henning Jensen und in der 83. Minute von Hans-Jürgen Wittkamp. Einmal soll ein Foul dem Tor vorausgegangen sein, einmal entschied der Schiedsrichter auf Abseits, obwohl es der Linienrichter nicht angezeigt hatte. Das Unentschieden reichte den Madrilenen zum Weiterkommen.[26]

In der Saison 1976/77 ging Lattek mit einer fast unveränderten Mannschaft an den Start. Da sich Wolfgang Kleff verletzte, verpflichtete der Verein einen neuen Torwart. Mit Wolfgang Kneib, der vom SV Wiesbaden kam, fand Lattek einen sicheren Ersatzmann. Am letzten Spieltag brauchte Borussia noch einen Punkt zur erneuten Titelverteidigung. Das Spiel fand auswärts gegen den FC Bayern München statt, den damaligen Sechsten der Tabellen und endete mit dem benötigten 2:2 durch ein Eigentor in der 90. Minute durch Hans-Jürgen Wittkamp. Borussia machten den Titel-Hattrick perfekt und gewann am 21. Mai 1977 zum dritten Mal hintereinander und zum fünften Mal insgesamt den Deutschen Meistertitel. Der Däne Allan Simonsen wurde nach dieser Saison als Europas Fußballer des Jahres mit dem Ballon d’Or ausgezeichnet.

Die Mannschaft verpasste in der Folgesaison 1977/78 den vierten Meistertitel hintereinander nur knapp. Punktgleich mit dem 1. FC Köln musste sich Mönchengladbach lediglich aufgrund der schlechteren Tordifferenz geschlagen geben. Die Borussia gewann am letzten Spieltag zwar mit 12:0 gegen Borussia Dortmund, was bis heute den höchsten Sieg in der Geschichte der Fußball-Bundesliga darstellt; da die Domstädter ihrerseits das letzte Spiel beim FC St. Pauli mit 5:0 gewannen, rettete ihnen eine um drei Tore bessere Tordifferenz die Meisterschaft. Erstmalig in der Bundesliga waren Erster und Zweiter nach Saisonende punktgleich. Die Borussia hätte durch einen Sieg im direkten Vergleich gegen den 1. FC Köln einige Wochen zuvor die Meisterschaft zu ihren Gunsten entscheiden können. Das Spiel endete jedoch unentschieden, dem Kölner Spieler Heinz Flohe gelang in der 83. Minute der Ausgleich. Das Endspiel im Europapokal der Landesmeister in Rom (25. Mai 1977) gegen den FC Liverpool ging 1:3 verloren (→ Spieldaten des Endspiels um den Europapokal der Landesmeister 1977).

Durch einen Verzicht des FC Liverpool konnte Borussia am Weltpokal teilnehmen, der zu dieser Zeit noch Interkontinental-Pokal hieß. Am 21. März 1978 fand im Stadion La Bombonera in Buenos Aires das Hinspiel gegen die Boca Juniors statt, welches unentschieden endete. Das Rückspiel am 1. August 1978 im Karlsruher Wildparkstadion verlor Borussia, der Weltpokal ging nach Argentinien.[27] Im erstmalig ausgetragenen Kirin-Cup spielte die Borussia am 28. Mai 1978 im Finale gegen SE Palmeras aus Brasilien 1:1, woraufhin beide Mannschaften zum Sieger erklärt wurden.

Die darauffolgende Saison 1978/79 war die letzte von Udo Lattek bei der Borussia. Viele Stammspieler wie der spätere Vize-Präsident Rainer Bonhof verließen den Verein oder verkündeten ihr Karriereende, etwa Jupp Heynckes und Berti Vogts. Lattek gelang es nicht, diese Abgänge durch geeignete Neuverpflichtungen zu kompensieren. Am 30. Spieltag lag die Mannschaft auf Platz 15 mit einer Torbilanz von 38:47 Toren, verbesserte sich allerdings mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen noch auf den zehnten Tabellenplatz. Es war die erste Saison seit langer Zeit, die der Verein mit einer negativen Torbilanz abschloss. Borussia verpflichtete Jupp Heynckes in dieser Saison als Assistenztrainer von Lattek. Der zweite internationale Titel bahnte sich am 9. Mai 1979 an. Das Hinspiel im UEFA-Pokal gegen Roter Stern Belgrad endete unentschieden. Im Rückspiel am 23. Mai 1979 reichte Borussia zu Hause ein 1:0 Sieg, um zum zweiten Mal den UEFA-Pokal zu gewinnen (→ Spieldaten der Endspiele um den UEFA-Pokal 1979).

Nach dem Weggang von Lattek in der Saison Saison 1979/80 ernannte der Verein Jupp Heynckes zum Cheftrainer. Die Saison war geprägt durch zwei Neuzugänge. Der Verein verpflichtete Harald Nickel von Eintracht Braunschweig und war der bis dahin teuerste Neueinkauf (1,15 Millionen DM) und aus Herzogenaurach kam Lothar Matthäus. Borussia beendete die Saison auf dem siebten Tabellenplatz, mit einem knapp positiven Torverhältnis. Am 7. Mai 1980 stand Borussia Mönchengladbach erneut in einem Endspiel um den UEFA-Cup. Zu Hause gewann die Mannschaft gegen Eintracht Frankfurt mit 3:2. Im Rückspiel am 21. Mai 1980 gewann Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach mit 1:0 und sicherte sich den Pokal aufgrund der größeren Anzahl an geschossenen Auswärtstoren (→ Spieldaten der Endspiele um den UEFA-Pokal 1980).

1980 bis 1996 – Spitzenmannschaft, Abstiegskampf und DFB-Pokalsieg

Uwe Kamps

In den 1980ern konnte Borussia nicht mehr an Titelreigen des vergangenen Jahrzehnts anknüpfen und verlor den Anschluss an den einstmaligen Rivalen aus München. Bedingt durch die fehlenden Zuschauereinnahmen aus dem kleinen Bökelbergstadion musste der Verein immer wieder Leistungsträger verkaufen. Trotzdem gelang es, sich häufig im oberen Tabellendrittel der Bundesliga festzusetzen und im Meisterschaftskampf mitzuspielen. In der Saison 1980/81 verließen viele langjährige Spieler und Leistungsträger den Verein, darunter Karl Del’Haye der als erster Spieler gilt, der durch den FC Bayern München in feindlicher Absicht verpflichtet wurde.[28] Borussia verpflichtete mit Wolfram Wuttke nur einen auffallenden Spieler. Im Tor wurde Wolfgang Kleff durch Uli Sude ersetzt. Die Mannschaft erreichte in dieser Saison den sechsten Tabellenplatz. Die sportliche Bilanz verbesserte sich in den folgenden zwei Spielzeiten nicht. Mit einem siebten Platz 1982 verpasste Borussia die Teilnahme an den internationalen Wettbewerben. Im darauffolgenden Jahr hütete Uwe Kamps erstmals das Tor, der lange Zeit Stammtorwart blieb.

In der Saison 1983/84 spielte Borussia lange um den Titel mit. Mit Bernd Krauss, Michael Frontzeck und Uli Borowka verpflichtete die Borussia Spieler, die lange Zeit erfolgreich für den Verein spielten. Am Ende landete sie punktgleich hinter dem VfB Stuttgart und dem Hamburger SV auf dem dritten Platz. Es war das erste Mal in der Geschichte der Bundesliga, dass drei Vereine punktgleich die Tabelle am letzten Spieltag anführten. In dieser Saison erreichte Borussia das DFB-Pokal-Finale. Im Spiel gegen den FC Bayern München kam es zum Elfmeterschießen, das Bayern München gewann (→ Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1984). Einen der Elfmeter verschoss Lothar Matthäus, der ab der darauffolgenden Saison für eine neue Rekordablösesumme von 2,25 Millionen DM beim FC Bayern München spielte. Die enttäuschten Mönchengladbacher Fans vermuteten, dass Matthäus den Elfmeter absichtlich verschoss. Noch etliche Jahre später beschimpften Borussias Anhänger Matthäus mit „Judas“-Rufen, wenn die Bayern zu Gast waren.[29]

In der Saison 1984/85 gelang Borussia mit einem 10:0 am achten Spieltag über Eintracht Braunschweig der bislang letzte zweistellige Sieg der Bundesligageschichte.[30] Im Halbfinale des DFB-Pokals traf der VfL abermals auf den FC Bayern München. Nachdem in der regulären Spielzeit im Münchener Olympiastadion keine Tore gefallen waren, verwandelte Søren Lerby in der 101. Minute einen Foulelfmeter gegen Borussias Torhüter Ulrich Sude. Dieses blieb das einzige Tor des Abends, so dass Borussia den Einzug ins Finale verpasste.

Die Spielzeit 1985/86 brachte in der Bundesliga sportlich keine Höhepunkte. Einen 5:1-Sieg vom 27. November 1985 in Düsseldorf gegen Real Madrid verschenkte Borussia Mönchengladbach im Rückspiel (11. Dezember 1985), als der Verein in Madrid mit 0:4 verlor und aus dem UEFA-Pokal ausschied.

In der Saison 1986/87 stand erneut ein Trainerwechsel an. Jupp Heynckes verkündete seinen Wechsel zum FC Bayern München. Der Verein nominierte Wolf Werner zum neuen Trainer. Zu Saisonende stand Borussia mit dem dritten Tabellenplatz letztmalig in dieser Dekade auf einem UEFA-Cup-Platz. Der Verband Deutscher Sportjournalisten wählte Uwe Rahn zum Spieler des Jahres. Wieder erreichte Borussia das Halbfinale des DFB-Pokals. Aber auch dieses Mal schied Borussia gegen den späteren DFB-Pokalsieger Hamburger SV aus. Am 22. April 1987 schied Borussia gegen den schottischen Vertreter Dundee United durch eine Niederlage auf dem heimischen Bökelberg im Halbfinale des UEFA-Pokals aus. Es war gleichzeitig die erste Niederlage in einem Europapokal-Spiel auf dem Bökelberg. Nach dem Weggang von Jupp Heynckes endete auch die Ära der langjährigen Engagements von Cheftrainern. In den ersten 23 Jahren von 1964 bis 1987 hatte die Borussia lediglich drei Übungsleiter; seit dem Weggang von Heynckes verpflichtete die Borussia bis einschließlich 2008 16 neue Trainer, Interimslösungen ausgenommen. Dabei war Werners Freistellung am 21. November 1989 die erste vorzeitige Entlassung eines Trainers bei der Borussia überhaupt. Nur zwei späteren Trainern gelang es, länger als drei Jahre in Mönchengladbach erfolgreich zu sein, Bernd Krauss (1992 bis 1996) und Hans Meyer (1999 bis 2003).

In der nächsten Saison verpflichtete Borussia mit Stefan Effenberg einen Spieler, der für den Verein lange und erfolgreich tätig war. Die Borussia beendete die Spielzeit auf den siebten Platz und verpasste damit die Teilnahme an internationalen Wettbewerben. In den frühen 1990ern Jahren folgte ein deutlicher Abwärtstrend. In Folge des sportlichen Niedergangs waren erstmals die Zuschauerzahlen am Bökelberg rückläufig. Bereits in der Saison 1989/90 spielte der Verein gegen den Abstieg. In den folgenden Jahren platzierte sich Borussia im Mittelfeld der Liga. In der Saison 1991/92 spielte Borussia wieder eine gute Pokalsaison. Im Pokal-Halbfinale hielt Torhüter Uwe Kamps im Elfmeterschießen alle vier Elfmeter der Spieler von Bayer 04 Leverkusen. Borussia erreichte damit das Finale. Das Finale am 23. Mai 1992 verloren die Mönchengladbacher gegen den damaligen Zweitligisten Hannover 96 mit 3:4 im Elfmeterschießen (→ Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1992).

Im Jahr 1993 verpflichtete der Verein die Spieler Heiko Herrlich und Patrik Andersson; 1994 kam Stefan Effenberg zurück, der bereits von 1987 bis 1990 für Borussia Mönchengladbach spielte. Unter Trainer Bernd Krauss gelang ein erneuter Anschluss an die Bundesliga-Spitze. In der Saison 1994/95 folgte der erste Titel für Borussia seit 1979. Am 24. Juni 1995 gewann Mönchengladbach durch einen 3:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg zum dritten Mal den DFB-Pokal. Das am 5. August 1995 im Düsseldorfer Rheinstadion ausgetragene Spiel um den Supercup gewann der Deutsche Meister Borussia Dortmund mit 1:0 (→ Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1995).

1996 bis 2004 – Niedergang, Abstieg, Wiederaufstieg

Nach der Hinrunde der Saison 1996/97 belegte die Borussia den 17. Tabellenplatz. Der Verein entließ Trainer Krauss aufgrund des sportlichen Misserfolgs. Am Saisonende standen die Mönchengladbacher auf Platz 11. Keiner der weiteren vier Trainer nach Krauss blieb länger als ein Jahr im Amt. Unter Friedel Rausch konnte die Borussia nach einem dramatischen Saisonfinale 1998 die Klasse halten. Vor dem letzten Spieltag standen die Borussen mit drei Punkten Rückstand auf einem Abstiegsplatz. Am letzten Spieltag der Saison gelang ein 2:0-Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg; der Karlsruher SC verlor bei Hansa Rostock und stieg aufgrund des schlechteren Torverhältnisses ab.

Die Nordkurve im Bökelbergstadion

Auf dem internationalen Parkett enttäuschte die Saison trotz zweier Siege in der ersten Runde des UEFA-Cups gegen den FC Arsenal. Borussia verlor in der zweiten Runde das Hinspiel mit 2:4 gegen den AS Monaco, den bislang letzten Sieg erreichte Borussia mit einem 1:0 in Monaco, schied jedoch aus dem Wettbewerb aus. In der Saison 1998/99 siegte die Borussia am ersten Spieltag mit 3:0 gegen den FC Schalke 04 und stand damit für 13 Jahre letztmalig für eine Woche an der Tabellenspitze. In der Folge verlor die Mannschaft sechs Begegnungen und holte zwei Unentschieden, so dass sie am neunten Spieltag am Tabellenende stand. Am zehnten und elften Spieltag folgten mit einem 2:8 gegen Bayer 04 Leverkusen und einem 1:7 beim Vfl Wolfsburg zwei hohe Niederlagen in Folge. Die Mannschaft verblieb bis zum Saisonende auf Tabellenplatz 18. Nach insgesamt 21 verlorenen Spielen war die Konsequenz der erstmalige Abstieg aus der Bundesliga. Als personelle Konsequenz des Abstiegs verließen mehrere Leistungsträger, darunter Torwart Robert Enke, Verteidiger Patrik Andersson sowie die Mittelfeldspieler Karlheinz Pflipsen und Sebastian Deisler den Verein.

Tafel am Borussia Park mit allen Spielern der Jahrhundertelf

Die erste Saison in der Zweite Bundesliga begann ähnlich, wie die vorherige beendet wurde. Im DFB-Pokal schied die Mannschaft frühzeitig nach einem verlorenen Elfmeterschießen gegen den Regionalligisten SC Verl aus. Die Zweitligasaison 1999/2000 beendete die Borussia trotz schlechter Hinrunde noch auf dem fünften Tabellenplatz. Zum direkten Wiederaufstieg fehlten vier Punkte. Am 1. August 2000 feierte Borussia Mönchengladbach das 100-jährige Vereinsjubiläum. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden neben Trainer Hennes Weisweiler die folgenden Spieler von Borussia-Anhängern in die sogenannte Jahrhundertelf gewählt: Als Torwart Wolfgang Kleff, in der Abwehr Berti Vogts, Hans-Günter Bruns, Wilfried Hannes und Patrik Andersson, im Mittelfeld Rainer Bonhof, Stefan Effenberg, Herbert Wimmer und Günter Netzer sowie im Angriff Jupp Heynckes und Allan Simonsen. Später wurden großformatige Plakate mit Bildern der Spieler an der Nord- und Ostseite an der stählernen Außenkonstruktion des Stadions im Borussia-Park angebracht.

In der Saison 2000/01 konnte die Mannschaft als Zweitplatzierter der Zweiten Bundesliga den Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga feiern und erreichte das Halbfinale des DFB-Pokals, schied jedoch wie im Vorjahr gegen einen Regionalligisten (1. FC Union Berlin) nach Elfmeterschießen aus. Als erstplatzierter der nationalen Fair-Play-Wertung stand die Borussia im Jahr 2002 in der Verlosung um einen Platz im UEFA-Cup, das Los wurde jedoch nicht gezogen.[31] Auch in der Saison 2003/04 verpasste die Borussia die Teilnahme am UEFA-Cup. Am 17. März 2004 schied die Borussia durch eine 0:1-Niederlage gegen den damaligen Zweitligisten Alemannia Aachen im Halbfinale des DFB-Pokals aus. Ein Sieg gegen die Alemannia hätte ausgereicht, da der Endspielgegner Werder Bremen aufgrund der Tabellenposition bereits für die Champions League qualifiziert war. Die Saison stand unter dem Motto Bye Bye Bökelberg, denn am 22. Mai 2004 fand das letzte Bundesligaspiel im Bökelbergstadion statt. Die Borussia besiegte dabei den TSV 1860 München mit 3:1; das letzte Tor auf dem Bökelberg köpfte Arie van Lent. Uwe Kamps wurde in der 82. Spielminute eingewechselt und kam zu seinem 457. Spiel in der Bundesliga.

2004 bis 2010 – Das neue Stadion

Dick Advocaat

Fünf Wochen später, am 30. Juli 2004, eröffnete Borussia feierlich das neue Stadion im Borussia Park. Das 54.067 Zuschauer fassende, neu errichtete Stadion entspricht den UEFA-Richtlinien, so dass bereits Länderspiele der deutschen Fußballnationalmannschaft ausgetragen wurden; Spiele gegen andere europäische Fußballvereine in internationalen Vereinswettbewerben können stattfinden. Durch den Umzug entwickelten sich die Zuschauerzahlen bei den Ligaspielen positiv. Im Bökelbergstadion bewegte sich der Zuschauerschnitt in den 1990er Jahren im Bereich von 26.000 bis 32.000 Zuschauern. In der ersten Saison schnellte der Zuschauerschnitt auf 49.168 Zuschauer hoch und war im Jahr 2004 der vierthöchste der Bundesliga. Seitdem sank der Schnitt und erreichte in der Saison 2010/11 mit rund 45.200 Zuschauern (Platz 8 unter den Erstligisten) seinen bisher niedrigsten Wert.[32]

Am 27. Oktober 2004 entließ der Verein Holger Fach wegen sportlichen Misserfolgs nach etwas mehr als einem Jahr als Cheftrainer. Als Interimstrainer verpflichtete der Verein Borussias U-23-Trainer Horst Köppel, dem nach einem Spieltag der Niederländer Dick Advocaat folgte. Borussia wollte mit dem neuen Stadion und dem renommierten Trainer ihre internationalen Ambitionen unterstreichen. Doch die Erwartungen erfüllten sich nicht. Am 18. April 2005 trat Dick Advocaat als Cheftrainer zurück. Kurz darauf stellte Borussia Sportdirektor Christian Hochstätter, der 23 Jahre als Spieler und Funktionär im Verein tätig war, von seinen Aufgaben frei. Er hatte in sechs Jahren als Sportdirektor vier Trainer engagiert. Peter Pander, der vorher beim VfL Wolfsburg tätig war, übernahm das Amt und unterzeichnete einen Vertrag über drei Jahre.

Einen Monat nach Advocaats Entlassung unterzeichnete Horst Köppel einen Zweijahresvertrag als Cheftrainer. Unter seiner Regie schaffte Borussia den vorzeitigen Klassenerhalt, verpasste aufgrund einer mäßigen Rückrunde jedoch einen einstelligen Tabellenplatz. Am 14. Mai 2006 trennte sich der Verein aufgrund der schlechten Rückrundenbilanz von Horst Köppel. Als Nachfolger stellte Borussia am 23. Mai 2006 Jupp Heynckes vor, der die Mannschaft bereits von 1979 bis 1987 trainiert hatte. Unter Heynckes gewann Borussia ihre ersten vier Heimspiele, verlor jedoch alle vier Auswärtsspiele. Zudem verlor Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokal beim Regionalligisten VfL Osnabrück und schied dadurch bereits in der zweiten Runde aus dem Wettbewerb aus. Ohne weiteren Sieg fand sich die Mannschaft nach einer enttäuschenden Hinrunde mit nur 15 Punkten auf einem Abstiegsplatz wieder. Heynckes trat am 31. Januar 2007 wegen sportlichen Misserfolges und Morddrohungen[33] zurück. Als Nachfolger verpflichtete der Verein den Co-Trainer Jos Luhukay. Mit nur zwei Siegen und vier Unentschieden aus den verbliebenen 15 Spielen stieg die Borussia als Tabellenletzter ab.

Zuvor hatte sich der Verein am 8. März 2007 nach knapp zwei Jahren Amtszeit von Sportdirektor Peter Pander getrennt, dem eine verfehlte Personalpolitik vorgeworfen worden war. Als sein Nachfolger unterzeichnete Ex-Fußballprofi Christian Ziege einen Vertrag bis Sommer 2009. Im Sommer 2007 veränderte der Verein den Kader grundlegend. Dreizehn Spieler verließen den Verein, darunter mit Marcell Jansen der Publikumsliebling und WM-Teilnehmer. Im Gegenzug verpflichtete Borussia elf neue, vornehmlich offensive Spieler. Nach einem mäßigen Zweitligastart (zwei Punkte aus den ersten drei Spielen) startete die Borussia eine Siegesserie und eroberte am neunten Spieltag den ersten Tabellenplatz, von dem sie bis zum letzten Spieltag nicht mehr verdrängt wurde. Durch insgesamt 33 Tore des Sturm-Duos Oliver Neuville und Rob Friend konnte die Borussia am 7. Mai 2008 durch ein 3:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden am 32. Spieltag vorzeitig den sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga sicherstellen.[34]

Das neue Trikot zur Aufstiegssaison 2008/09 gestaltete der Verein im Stil der erfolgreichen 1970er Jahre, sportlich jedoch missglückte der Borussia zunächst ein erfolgreiches Comeback. Im DFB-Pokal schied die Mannschaft in der zweiten Runde aus. Einen Tag nach dem verlorenen Rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln am siebten Spieltag entließ der Verein aufgrund des sportlichen Misserfolgs Jos Luhukay und Co-Trainer Markus Gellhaus. Hans Meyer trat die Nachfolge an und unterschrieb einen Kontrakt bis Juni 2010. Für Meyer war es bereits das zweite Engagement in Mönchengladbach. Neben Jürgen Raab übernahm Christian Ziege kurzzeitig den Posten des Co-Trainers, Max Eberl den Posten des Sportdirektors.[35] Mit elf Punkten belegte Borussia nach der Hinrunde der Saison 2008/09 den letzten Tabellenplatz. In der Winterpause verpflichtete der Verein in Logan Bailly, Dante, Tomáš Galásek und Paul Stalteri ausschließlich Spieler für die Defensive. Die Borussia konnte in der Rückrunde 20 Punkte sammeln und zum Saisonende den 15. Tabellenplatz erreichen und somit den Abstieg verhindern. Die 31 Punkte stellen dabei einen Rekord dar, denn es ist die niedrigste Punktzahl, mit der ein Verein seit Einführung der Dreipunkteregelung nicht abgestiegen ist. Trainer Hans Meyer trat nach Sicherung des Klassenerhalts am 28. Mai 2009 aus persönlichen Gründen zurück. Als neuen Trainer verpflichtete der Verein Michael Frontzeck, der einen Zweijahresvertrag erhielt. Mit dem Venezolaner Juan Arango und dem Argentinier Raúl Bobadilla wurden unter anderem zwei Spieler verpflichtet, die dem Offensivspiel der Borussia neue Impulse geben sollten. Für den zu Werder Bremen gewechselten Marko Marin wurde der von der Spielweise ähnliche Marco Reus verpflichtet, der bis dahin für Rot Weiss Ahlen in der Zweiten Bundesliga spielte. Das Spiel am 10. Spieltag gegen den 1. FC Köln in der Saison 2009/10 sorgte für ein Novum in der Bundesligageschichte. Nach den Übergriffen von rivalisierenden Fangruppen im Vorfeld der Begegnung zwischen der Borussia und dem FC am siebten Spieltag in der Saison 2008/09 sorgten ein massives Polizeiaufgebot mit 1200 Kräften und zwischen 9 und 15:30 Uhr ein Alkohol- bzw. Ausschankverbot in weiten Teilen der Mönchengladbacher Innenstadt sowie in den Sonderzügen, um den Rheydter Hauptbahnhof und um das Stadion herum für Sicherheit. Nach Aussage der Polizei hielt sich die Sachbeschädigung und erneute Übergriffe in Grenzen.[36][37]Nach dem 17. Spieltag der Saison 2009/10 stand die Borussia mit 21 Punkten auf dem elften Tabellenplatz. Hervorzuheben als Kuriosum ist das Spiel gegen Hannover 96 am 16. Spieltag: Beim 5:3 im Borussia-Park schossen die Gäste aus Hannover drei Eigentore, ein Rekord in einem Bundesligaspiel. Im DFB-Pokal scheiterte die Borussia im fünften Jahr hintereinander in der zweiten Hauptrunde, in diesem Jahr nach einem 0:1 gegen den Zweitligisten MSV Duisburg. In der Bundesliga konnte sich die Borussia im Vergleich zur Vorsaison verbessern. Der Verein belegte abschließend den zwölften Tabellenplatz und geriet nur im ersten Drittel der Saison in den direkten Abstiegskampf. Trainer Frontzeck wurde von der Vereinsführung gestützt, auch nach fünf Niederlagen in Folge vom fünften bis zum neunten Spieltag. Bereits am 32. Spieltag sicherte sich die Mannschaft durch ein 1:1 gegen den späteren Deutschen Meister FC Bayern München den Klassenerhalt. Marco Reus wurde für ein vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 ausgetragenes Testspiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft von Bundestrainer Joachim Löw als Perspektivspieler in den erweiterten Kader berufen; zu einem Einsatz im Spiel gegen Malta kam es aufgrund einer im letzten Bundesligaspiel der Saison 2009/10 gegen Bayer 04 Leverkusen zugezogenen Oberschenkelverletzung nicht.[38]

Seit 2010 – Gegenwart

Zum 110-jährigen Jubiläum brachte der Verein eine DVD heraus, auf der in einem 110-minütigen Film die Vereinsgeschichte erzählt wird. Am 28. Juli 2010 wurde er in einem Mönchengladbacher Kino uraufgeführt.[39] In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals bezwang die Borussia am 14. August 2010 in einem Auswärtsspiel den FC Erzgebirge Aue mit 3:1. Am 2. Spieltag der Bundesliga gewann Mönchengladbach in Leverkusen beeindruckend mit 6:3. Es war nach 16 Jahren der erste Sieg der Borussia gegen Bayer 04 Leverkusen. Auch im DFB-Pokal bezwang die Mannschaft Leverkusen, dieses Mal im Elfmeterschießen, wodurch zum ersten Mal nach fünf Jahren wieder das Achtelfinale des Wettbewerbs erreicht wurde. In der Bundesliga gelang jedoch lange kein Sieg mehr. Einer 0:4-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt folgte am 4. Spieltag mit einem 0:7 beim VfB Stuttgart Borussias höchste Bundesliga-Auswärtsniederlage aller Zeiten. Aufgrund der saisonübergreifend schlechten sportlichen Leistung gründete ein Zusammenschluss von Führungskräften aus der lokalen Wirtschaft die Initiative Borussia, die der Vereinsführung Missmanagement vorwarf. Nach Meinung der Initiative sollten die alten, verkrusteten Strukturen aufgelöst werden, um der Borussia eine Zukunft zu ermöglichen. So sollte das eingenommene Geld eher in den Sport als in den geplanten Museumskomplex mit angeschlossenem Hotel investiert werden.[40] Auf der Hauptversammlung im Jahr 2011 stimmten nur 335 der 4769 anwesenden Mitglieder für die Ziele der Initiative. Die notwendige Zweidrittelmehrheit wurde weit verfehlt.[41][42][43]

Beim Bundesliga-Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 schoss Marco Reus das 2500. Bundesligator im 1445. Spiel. Zum Ende der Hinrunde der Saison 2010/11 standen in der ewigen Bundesligatabelle 2503 Treffer bei 2166 Gegentoren auf dem Konto. Andere Jubiläumstorschützen waren Jupp Heynckes (500), Carsten Nielsen (1000), Uwe Rahn (1500) und Martin Dahlin (2000).[44] Die Hinrunde der Saison 2010/11 schloss die Borussia als Tabellenletzter ab. Erster Neuzugang zur Winterpause war der von Hannover 96 ablösefrei kommende Stürmer Mike Hanke.[45] In der Abwehr verstärkten Håvard Nordtveit und Martin Stranzl und als Leihe Michael Fink das Team. Am 13. Februar, einen Tag nach dem 22. Spieltag, wurde Michael Frontzeck aufgrund anhaltender Erfolglosigkeit seines Traineramtes enthoben. Ausschlaggebend waren die beiden Niederlagen gegen die direkten Abstiegskonkurrenten VfB Stuttgart und FC St. Pauli am 21. und 22. Spieltag.[46][47] Lucien Favre wurde am 14. Februar 2011 als neuer Cheftrainer bekanntgegeben.[48] Nachdem die Mannschaft bis zum 30. Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz stand, erreichte sie durch drei Siege in Folge zum Saisonabschluss noch den 16. Platz, der zur Teilnahme an zwei Relegationsspielen gegen den VfL Bochum berechtigte.[49] Hierbei verhinderte die Borussia durch ein 1:0 im Hinspiel und ein 1:1 in Bochum den Abstieg.[50]

Der schlechte Saisonverlauf schlug sich auch in den Besucherzahlen im Borussia-Park nieder. Zu den 17 Heimspielen kamen im Schnitt 45.189 Zuschauer,[51] was einer Auslastung des Stadions von 83,6 % und damit dem geringsten Zuschauerzuspruch aller Erstligisten entsprach. Nur die Begegnungen gegen Bayern München (11. Spieltag, 3:3) und Borussia Dortmund (31. Spieltag, 1:0) waren ausverkauft.

In die Saison 2011/12 startete die Borussia mit einem 3:1-Sieg bei SSV Jahn Regensburg in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokal und in der Liga mit einem prestigeträchtigen 1:0-Auswärtserfolg beim FC Bayern München. Am dritten Spieltag war die Borussia nach einem 4:1-Heimerfolg gegen den VfL Wolfsburg erstmals seit dem 1. Spieltag der Saison 1998/99 wieder Tabellenführer. Nach fünf Spieltagen lag der Verein auf dem dritten Tabellenplatz; mit 10 Punkten aus drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage hatte der VfL bereits soviele Punkte auf dem Konto wie nach der gesamten Hinrunde der Vorsaison. Nachdem am sechsten Spieltag mit einem 1:0-Auswärtserfolg beim Hamburger SV der vierte Saisonsieg eingefahren wurde, konnte die Borussia den besten Saisonstart seit 35 Jahren verbuchen.[52] Als erster Borusse nach Marko Marin im Jahr 2008 debütierte Marco Reus am 7. Oktober 2011 beim 3:1-Sieg gegen die Türkei in der Nationalmannschaft.

Präsidium und Management

Seit 19. Oktober 2008 Sportdirektor der Borussia: Max Eberl[35]
Übersicht der Vereinsstruktur

Seit 1948 wird das Amt eines Präsidenten besetzt. Erster Präsident wurde der ehemalige Spieler Edmund Pulheim, unter dessen Führung der Verein im Jahr 1949 der Gemeinschaft der Vertragsspieler-Klubs beitrat.[53] Erfolgreichster Präsident war Helmut Beyer, der ab 1962 30 Jahre lang den Verein führte. Von 1992 bis zu seinem Tod im Januar 2011 war er Ehrenpräsident des Vereins. Zusammen mit Manager Helmut Grashoff und Alfred Gerhards lenkte das Trio über viele Jahre die Geschicke des Vereins. Während dieser Zeit konnte die Borussia unter anderem fünf Meistertitel erringen. Im Jahr 1990 trat Rolf Rüssmann die Nachfolge von Grashoff als Manager an, 1992 nahm der ehemalige Konditionstrainer Karl-Heinz Drygalsky das Präsidentenamt an. In diesen Jahren entstanden die Pläne zum Bau eines neuen Stadions, die sich jedoch erst nach der Jahrtausendwende konkretisierten. Drygalsky trat nach mehreren Auseinandersetzungen mit Rüssmann 1997 zurück. Rüssmann selbst trat am 10. November 1998 nach den sich mehrenden sportlichen Misserfolgen zurück.

Der nächste Präsident war Wilfried Jacobs, der für zwei Jahre im Amt blieb.[54] Sein Nachfolger Adalbert Jordan brachte das Projekt Stadionneubau endgültig auf den Weg.[55] Er verstarb jedoch noch vor der Fertigstellung des Stadions am 27. März 2004 nach schwerer Krankheit im Alter von 66 Jahren. Jordan hatte das Präsidentenamt bei Borussia von September 1999 an inne. Er war zusammen mit Nachfolger Rolf Königs und dem damaligen Sportdirektor Christian Hochstätter wesentlich für die finanzielle Sanierung des Vereins verantwortlich. Königs ist seit 2004 Präsident des Vereins, die beiden Vize-Präsidenten sind Siegfried Söllner sowie seit 2009 Rainer Bonhof. Bonhof war in seiner aktiven Zeit als Spieler lange für Borussia Mönchengladbach aktiv, ebenso Max Eberl, der seit 2008 als Nachfolger von Christian Ziege die Funktion des Sportdirektors ausführt.

Am 15. Juni 2011 gab der Verein bekannt, dass Hans Meyer durch den Aufsichtsrat als viertes Präsidiumsmitglied in den Vorstand von Borussia Mönchengladbach gewählt wurde. Meyer soll die sportliche Komponente bei Borussia Mönchengladbach unterstützen.[56]

Spieler und Trainer

Aktueller Kader 2011/12

Stand August 2011[57]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
1 Marc-André ter Stegen DeutschlandDeutschland
21 Janis Blaswich DeutschlandDeutschland
33 Christofer Heimeroth DeutschlandDeutschland
02 Matthias Zimmermann DeutschlandDeutschland
03 Filip Daems Mannschaftskapitän BelgienBelgien
04 Roel Brouwers NiederlandeNiederlande
17 Oscar Wendt SchwedenSchweden
24 Tony Jantschke DeutschlandDeutschland
31 Dante BrasilienBrasilien
39 Martin Stranzl OsterreichÖsterreich
7 Patrick Herrmann DeutschlandDeutschland
8 Lukas Rupp DeutschlandDeutschland
11 Marco Reus DeutschlandDeutschland
13 Roman Neustädter DeutschlandDeutschland
14 Thorben Marx DeutschlandDeutschland
16 Håvard Nordtveit NorwegenNorwegen
18 Juan Arango VenezuelaVenezuela
23 Yuki Otsu JapanJapan
27 Julian Korb DeutschlandDeutschland
9 Raúl Bobadilla ArgentinienArgentinien
10 Igor de Camargo BrasilienBrasilien BelgienBelgien
15 Joshua King NorwegenNorwegen
19 Mike Hanke DeutschlandDeutschland
20 Mathew Leckie AustralienAustralien
28 Elias Kachunga DeutschlandDeutschland

Trainer- und Betreuerstab der Saison 2011/12

Trainerstab Medizinische Abteilung
Lucien Favre Chef-Trainer
Frank Geideck Co-Trainer
Manfred Stefes Co-Trainer
Uwe Kamps Torwart-Trainer
Christian Weigl Athletiktrainer
Dr. Heribert Ditzel Mannschaftsarzt
Dr. Stephan Hertl Mannschaftsarzt
Dr.Stefan Porten Mannschaftsarzt
Andreas Bluhm Physiotherapeut
Dirk Müller Physiotherapeut
Adam Szordykowski Physiotherapeut

Transfers zur Saison 2011/12

Zugänge Abgänge
Mathew Leckie AustralienAustralien Adelaide United
Raúl Bobadilla ArgentinienArgentinien Aris Thessaloniki1
Frederic Löhe DeutschlandDeutschland SV Sandhausen1
Oscar Wendt SchwedenSchweden FC Kopenhagen
Lukas Rupp DeutschlandDeutschland Karlsruher SC
Matthias Zimmermann DeutschlandDeutschland Karlsruher SC
Yūki Ōtsu JapanJapan Kashiwa Reysol
Joshua King NorwegenNorwegen Manchester United2
Fabian Bäcker DeutschlandDeutschland Alemannia Aachen
Paul Stalteri KanadaKanada vereinslos
Christian Dorda DeutschlandDeutschland SpVgg Greuther Fürth
Sebastian Schachten DeutschlandDeutschland FC St. Pauli
Jens Wissing DeutschlandDeutschland SC Paderborn 07
Jean-Sébastien Jaurès FrankreichFrankreich Karriereende
Michael Fink DeutschlandDeutschland Beşiktaş JK1
Logan Bailly BelgienBelgien Neuchâtel Xamax2
Karim Matmour AlgerienAlgerien Eintracht Frankfurt
Marcel Meeuwis NiederlandeNiederlande VVV-Venlo
Anderson BrasilienBrasilien Eintracht Frankfurt2
Tobias Levels DeutschlandDeutschland Fortuna Düsseldorf2
Michael Bradley Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AC Chievo Verona
Mohamadou Idrissou KamerunKamerun Eintracht Frankfurt
1 war ausgeliehen
2 ausgeliehen

Borussia Mönchengladbach II (U23)

Grenzlandstadion in Rheydt

Die U23-Mannschaft dient vor allem der Ausbildung junger Spieler, die später in den Profikader berufen werden können und im gewissen Umfang als Plattform für die Wiedereingliederung für Bundesliga-Profis mit Trainingsrückstand. Die U23 trainiert an vier Tagen der Woche im Borussia Park.

Nach dem Aufstieg in die Bundesliga im Jahr 1965 übernahm Gerd Schommen die Funktion des Chef-Trainers der gesamten Amateur-Abteilung. Bis 1978 hatte er diesen Job inne und führte die Amateure von der 1. Kreisklasse kontinuierlich in höhere Klassen. Ein weiterer bekannter Trainer war Horst Köppel, der die Mannschaft ab 2004 bis zu seinem Wechsel zur ersten Mannschaft trainierte. Die Amateure, die ihre Heimspiele im Grenzlandstadion austragen, werden derzeit von Sven Demandt trainiert.

Die Mannschaft spielte lange Jahre in der oberen Tabellenhälfte der Oberliga Nordrhein. Das bislang einzige DFB-Pokal-Spiel der Mannschaft wurde in der Saison 1997/98 im Bökelbergstadion ausgetragen. Gegen den VfB Stuttgart verlor man in der ersten Hauptrunde mit 0:1. Nach zwei 2. und einem 3. Platz in den vorhergehenden Spielzeiten gelang der U23 am 27. Mai 2006 zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte der Aufstieg in die Fußball-Regionalliga. Ein Jahr später folgte trotz einer guten Rückrunde der direkte Abstieg in die Fußball-Oberliga. Im April 2008 gelang der Aufstieg als Meister der Oberliga Nordrhein, weshalb die Nachwuchsmannschaft in der Saison 2008/09 wieder in der neu gegründeten Regionalliga West spielt. Dort belegte die U23 am Ende den sechsten Platz. In der Folgesaison belegte die U23 nach der Hinrunde ebenfalls den sechsten Platz, rutschte jedoch in der Rückrunde bis auf Platz 16 ab, wodurch man sportlich in die fünftklassige NRW-Liga abstieg. Da Rot-Weiss Essen, Waldhof Mannheim und der Bonner SC jedoch keine Regionalliga-Lizenz für die Saison 2010/11 erhielten, verbleibt die U23 in der Regionalliga West.

Die U23 nahm seit 2006 regelmäßig an der Internationalen Nachwuchsrunde teil, in der belgische, französische, deutsche Jugend-Mannschaften sowie die U21-Nationalmannschaft Luxemburgs aufeinander treffen. 2006 gewann die U23 der Pokal, 2007 die Punktspielrunde und 2008 sowohl die Punktspielrunde als auch den Pokal.[58]

Junioren

Der Juniorenbereich von Borussia Mönchengladbach umfasst im Basisbereich die Mannschaften von U9 bis U14 und im Leistungsbereich die Mannschaften von U15 bis U19. Die DFL zertifizierte das Jugendleistungszentrum mit drei Sternen, dem höchsten Gütesiegel, das die Deutsche Fußball-Liga vergibt.[59] Insbesondere das Jugendinternat, das direkt im Stadion im Borussia-Park untergebracht ist, ist für den Verein ein Erfolg in seinen Bemühungen, talentierte Nachwuchsspieler für Borussia zu gewinnen. So ist es möglich, Spieler aus ganz Deutschland und dem Ausland nach Mönchengladbach zu holen. Das Internat verfügt über insgesamt zwölf Einzelzimmer. Neben den Trainingseinheiten gehen die Internats-Bewohner in Mönchengladbach zur Schule. Internatsleiter und Jugendsportdirektor Roland Virkus, das Hausmeisterehepaar Lintjens sowie Nachhilfelehrer und Sonderpädagogen haben dabei immer ein Auge auf das schulische Vorankommen der jungen Talente.[60]

Weiterhin vereinbarte Borussia mit den Vereinen SC Kapellen, FC Germania Dürwiß, FC Wegberg-Beeck, SuS 09 Dinslaken und SC Union Nettetal eine gemeinsame Jugendarbeit. Borussia unterstützt die Vereine und bildet die Trainer aus. Damit erhalten junge Spieler die Chance zur optimalen Ausbildung im Heimatclub ohne den Verein wechseln zu müssen.[61]

U19

Die Mannschaft spielt in der Bundesliga West, der höchsten Liga in dieser Altersgruppe und wird von Horst Steffen trainiert. 2008 erreichte sie das Finale des DFB-Pokals. In den letzten Jahren spielte die Mannschaft in den mittleren Rängen der Liga. Ihre Heimspiele bestreitet die U19 im Grenzlandstadion im Mönchengladbacher Stadtteil Rheydt.[62] Im Jahr 2009 erreichte die Mannschaft den dritten Platz der A-Jugend Bundesliga-West.[63]

U17

Auch die U17 spielt in der höchsten Liga der Altersklasse, der Bundesliga West. In der Spielzeit 2006/07 gewann die Mannschaft den Westdeutschen Pokal, im Folgejahr die Vizemeisterschaft sowie den Niederrheinpokal. In der Saison 2008/09 gewann die U17 schon drei Spieltage vor Saisonende den Titel des Westdeutschen Meisters. In den nachfolgenden Halbfinalbegegnungen der Deutschen U17-Meisterschaft unterlag die Mannschaft dem späteren Meister VfB Stuttgart.[64] Trainiert wird der Nachwuchs seit dem 1. Juli 2010 von Thomas Flath.[65]

Spielstätten

Eintrittskarte vom letzten DFB-Pokalspiel auf dem Bökelberg am 3. Februar 2004
Stadion im Borussia-Park

In der Gründerzeit gab es verschiedene Spielplätze in Mönchengladbach. Der Marianischen Jünglings-Congregation gehörte ein Fußballplatz im Stadtteil Alsbroich. Nach dem Austritt aus der Congregation spielte Borussia auf einem Platz an der Quirinstraße, auf der Wimmerschen Wiese und auf den Krallschen Wiesen am Volksgarten. Ein gemietetes Gelände an der Reyerhütter Straße gab der Verein nach kurzer Zeit wieder auf. Ab 1907 nutzte der Verein das Gelände des Turnvereins TV 1848 an der Bökelstraße. Im Jahre 1914 kaufte der Verein eine Kiesgrube an der Eickener Höhe, auf dem später das Bökelbergstadion, im Volksmund dä Kull (Kuhle) genannt, entstand. Der Bau des Stadions verzögerte sich durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Erst nach Kriegsende baute der Verein die Kiesgrube zu einem Stadion aus. Das erste Spiel fand am 21. September 1919 gegen den FC Eintracht Mönchengladbach in der Kreisliga Rheinland statt.[7]

Bis in die 1960er Jahre hatte das Stadion keine befestigten Zuschauerränge. Erst 1962 baute der Verein das Stadion mit befestigten Stehplätzen aus. Mit einem Spiel gegen die Glasgow Rangers weihte die Borussia das umgebaute Stadion im Juli 1962 ein. Das Stadion erwies sich jedoch bereits in der erfolgreichen Zeit der siebziger Jahre als zu klein. So trug die Borussia viele Europapokal-Heimspiele nicht am Bökelberg, sondern in den wesentlich größeren benachbarten Stadien in Düsseldorf (Rheinstadion) und Köln (Müngersdorfer Stadion) aus. Am 22. Mai 2004 fand das letzte Bundesligaspiel im Bökelbergstadion gegen den TSV 1860 München statt.[66]

Nach der Jahrtausendwende fiel der Startschuss für den Neubau eines Stadions im Nordpark, einem ehemalig von der Rheinarmee genutzten Areals bei Rheindahlen, im Westen Mönchengladbachs. Am 30. Juli 2004 weihte Borussia das Stadion im Borussia Park mit einem Kurzturnier gegen den FC Bayern München und den AS Monaco ein. Das Stadion ist seitdem die Spielstätte der Borussia. Neben den Spielen der Borussia wird in den Stadien bereits seit 1962 im zweijährigen Rhythmus das Nato Musik Festival veranstaltet.[67] Das Stadion wird außerdem vielfältig für weitere Veranstaltungen außerhalb des Sports genutzt. Ein Höhepunkt war das Konzert von Herbert Grönemeyer im Juni 2008.[68]

Fankultur

Neben prominenten Fans wie Theo Zwanziger, Wolfgang Thierse, Sven Ottke, Kai Ebel, Mickie Krause und Peer Steinbrück gibt es in vielen Ländern Borussia Mönchengladbach Fan-Clubs bis nach Kalifornien, Südafrika und Neuseeland.[69] Bekannte Fans des Vereins waren „Steinwegs Mamm“, der mit seiner Trommel schon in 1960er Jahren die Mannschaft unterstütze und Ethem Özenrenler, bekannt unter seinem Spitznamen „Manolo“, der seit 1977 fast 25 Jahre in der Nordkurve des Bökelbergstadions die Trommel schlug.[70]

Freundschaften und Rivalitäten

Nach dem DFB-Pokalspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 25. Oktober 1994, welches mit 6:4 für Mönchengladbach sehr torreich ausfiel, entwickelte sich eine Fanfreundschaft zwischen Mainzern und Borussen, die inzwischen nur noch von wenigen Anhängern gepflegt wird.

Dagegen hat die lange Freundschaft zum FC Liverpool nach wie vor Bestand, die aus gemeinsamen Zeiten stammt, als beide Mannschaften regelmäßig in internationalen Spielen aufeinander trafen. So reisen Anhänger Borussias in zeitlichen Abständen nach Liverpool, um sich Spiele der „Reds“ vor Ort anzuschauen. Umgekehrt nutzen heute noch Anhänger aus Liverpool einen Besuch in Mönchengladbach, um die gemeinsame Fanfreundschaft beider Vereine zu symbolisieren.[71]Zum 110-jährigen Vereinsjubiläum von Borussia Mönchengladbach reiste am 1. August 2010 der FC Liverpool zu einem Freundschaftsspiel an. Die Partie vor 51.515 Zuschauern im Borussia-Park konnte Mönchengladbach mit 1:0 für sich entscheiden.[72] Eine starke sportliche Rivalität besteht dagegen zwischen Mönchengladbach und dem rheinischen Rivalen 1. FC Köln. Das „Rheinische Derby“ zwischen den „Fohlen“ und den „Geißböcken“ ist ein Klassiker in der Fußball-Bundesliga.

Fanprojekt

Im Jahre 1983 schlossen sich verschiedene Fanclubs von Borussia Mönchengladbach zu einer Interessengemeinschaft zusammen. Das Projekt entwickelte verschiedene Aktivitäten, wie eine „Deutsche Meisterschaft der Borussia Mönchengladbach Fanclubs“, sowie seit 1986 die Ausgabe des eines Fanzines Nordkurve. Das Fanprojekt organisierte den Fan-Umzug vom Bökelberg zum Borussia-Park im Jahr 2004. Im Jahre 2006 eröffnete das Projekt das Fan-Haus in der Nähe des neuen Stadions.[73] Seit 1997 ist das Fanprojekt Mönchengladbach ein eingetragener Verein und wird als gemeinnützig im Sinne der Jugendhilfe und Jugendpflege anerkannt. Die Zahl der Mitgliedsclubs stieg von 105 Clubs 1984 auf 348 Clubs im Jahre 1999, die Zahl der Mitglieder von anfangs 75 nahm auf über 2700 zu.

Lieder

Als offizielle Vereinshymne gilt das Lied Die Elf von Niederrhein,[74] die vor jedem Heimspiel gesungen wird. Das Lied nahm die Gruppe B.O. auf, der Gruppe des Fanprojekts.[75] Daneben haben die Lieder Wir sind Borussia und Die Seele brennt einen festen Platz bei den Fangesängen. Auch die ursprüngliche Liverpool-Hymne von Gerry & The Pacemakers, You’ll Never Walk Alone wird öfters angestimmt.

Die Torhymne, die nach jedem Heimspieltor der Borussia erklingt, ist der Refrain des Liedes Maria I Like it loud der Gruppe Scooter. Begleitet wird sie von der sonoren Ansage „Tor für die Borussia“, die von Rolf Göttel stammt, der jahrzehntelang als ehrenamtlicher Stadionsprecher der Borussia im Bökelbergstadion arbeitete.

Maskottchen

Oliver Neuville und Maskottchen Jünter

Das offizielle Maskottchen des Vereins ist das Fohlen Jünter, dessen Name sich an den aus Mönchengladbach stammenden und langjährigen Borussen-Spieler Günter Netzer anlehnt. Das Maskottchen trägt das Trikot des Vereins mit der Nummer 10. In der seit dem Jahre 1965 zu jedem Heimspiel erscheinenden Stadionzeitung FohlenEcho, ursprünglich von Günter Netzer herausgegeben, hat Jünter eine eigene Kolumne, in der er zu aktuellen Themen im Umfeld des Vereins humoristisch Stellung nimmt. Darüber hinaus erscheint zweimal im Jahr Jünters Welt – Das Magazin, welches an alle Vereinsmitglieder unter elf Jahren versendet wird. In kindgerechten Fotostories trifft sich Jünter mit Spielern Borussias und berichtet über ihren Alltag. Das Magazin bietet Einblicke in den Verein und enthält Bastelanleitungen und Malvorlagen. Außerdem gibt es einen Jünter-Tag, zu dem jüngere Mitglieder im Sommer zu einem Heimspiel am Borussia-Park eingeladen werden. An diesem Tag organisiert der Verein Mitmachaktionen für Kinder und Spieler und Vorstandsmitglieder des Vereins stellen sich vor. Abschließend führt das Maskottchen die Kinder zu Besuch eines Heimspiels.

Sponsoren und Ausrüster

Flaggen von Borussia und dem ehemaligen Sponsor Kyocera

→ siehe auch: Trikotsponsoren und Ausrüster seit 1976

In der Saison 1976/77 wurde der Energieversorger Ruhrgas erster Sponsor des Vereins. Der Schriftzug Erdgas erschien für vier Spielzeiten bis 1980 und einem Betrag von einer Million DM pro Saison auf den Trikots der Spieler. Es folgte 1980/81 der Einstieg von Datsun, die für drei Jahre Sponsor blieben. Danach stieg wieder Ruhrgas ein, die bis 1990 Hauptsponsor blieben. Mit Tuborg wurde danach für zwei Jahre die erste Brauerei Sponsor. Mit Trigema folgte ein Vertreter der Textilbranche. Im Jahr 1994 sponserte mit Diebels eine weitere Brauerei den Verein. Ab 1997 folgten zwei Vertreter der Computerbranche, Belinea und Maxdata, denen mit Jever wieder eine Brauerei folgte. Jever ist heute noch Co-Sponsor und liefert das im Borussia-Park ausgeschenkte Bier. Von 2005 bis 2009 war Kyocera, ein Hersteller von Druckern, Kopierern und Multifunktionsgeräten, der Hauptsponsor. Das Unternehmen zahlte rund 5 Millionen Euro pro Saison. Am 10. Juni 2009 gab die Vereinsführung mit der Postbank den Hauptsponsor für die nächsten zwei Jahre, mit einer Option bis 2013 bekannt.[76] Die Co-Sponsoren sind die Unternehmen Credit Life International, Santander Consumer Bank, Lotto und der vorherige Hauptsponsor Kyocera.[77]

Neben den Hauptsponsoren arbeitet Borussia seit 1976 mit festen Ausrüstern. Der erste langjährige Vertragspartner war bis 1992 die Firma Puma. Es folgten für drei Jahre die Firma Asics, dann für einen Zeitraum von acht Jahren Reebok. Der derzeit aktuelle Ausrüster ist seit 2003 Lotto.

Fohlen.TV

Seit dem 1. Juli 2008 betreibt Borussia Mönchengladbach einen eigenen Fernsehsender, der Fohlen.TV genannt wird und ausschließlich über das Internet zu empfangen ist. Das Programm umfasst tagesaktuelle Nachrichten aus dem Verein und der Welt des Fußballs, Vorstellung von Neuzugängen, Freundschaftsspielen, Reportagen und Porträts der Spieler. Die Beiträge werden zum Teil von der Vereinseigenen Presseabteilung selbst als auch von einer externen Produktionsfirma hergestellt. Die Spiele der Bundesliga-Mannschaft werden eine Stunde nach Spielende in voller Länge übertragen.[78]

Andere Abteilungen des Vereins

Neben der Herren-Fußballabteilung gibt es im Verein andere und sportlich nicht so erfolgreiche Abteilungen. Dazu zählen eine Handballabteilung, eine Tischtennis- und eine Frauenfußballabteilung.

Abteilung Frauen- und Mädchenfußball

Die Frauenfußball-Abteilung wurde 1995 mit Unterstützung des Managers Rolf Rüssmann gegründet. In der Saison 1995/96 meldete der Verein erstmals eine U16 7er- und eine Frauenfußballmannschaft für den Start in der Kreisklasse. Der Mannschaft gelang 1999 der Aufstieg in die Niederrheinliga und in der Saison 1999/00 der Aufstieg in die Verbandsliga.

In der Saison 2008/09 stieg die Mannschaft als Erster der Verbandsliga mit einem Torverhältnis von 132:14 in die Regionalliga auf.[79] Der Verein verpflichtete für die nachfolgende Saison Friedel Baumann, der bereits als Mitglied des Trainerteams des FCR 2001 Duisburg mit der dortigen Frauenmannschaft den UEFA- und den DFB-Pokal gewann. Ziel des Trainers ist es, die Frauenmannschaft in der Regionalliga zu etablieren. Als Co-Trainerin wurde die ehemalige Regionalligaspielerin Regina Weitz verpflichtet, die als Trainerin bereits mit dem DJK/VFL Giesenkirchen in die Landesliga aufgestiegen ist.[80] Sportlicher Leiter der Abteilung ist gebürtige US-Amerikaner Kyle Berger. Die Spiele der Frauen- und Mädchenfußballabteilung werden in der Sportanlage Am Haus Lütz im Mönchengladbacher Stadtteil Bettrath ausgetragen.[81]

Handballabteilung

Die Handballabteilung wurde 1924 gegründet, eine Neugründung erfolgte 1944. Die Spiele werden in der Jahnhalle im Mönchengladbacher Stadtteil Hardterbroich ausgetragen. Im Jahr 2009 spielt die Handballabteilung in der Oberliga Niederrhein.[82]

Tischtennisabteilung

Die Tischtennis-Abteilung wurde am 10. Juli 1956 durch eine Übernahme des TTC Rot-Weiß Mönchengladbach gegründet und in den Westdeutschen Tischtennis-Verband aufgenommen. Nach vielen sportlichen Rückschlägen fusionierte die Abteilung mit der Tischtennisabteilung des Post SV Mönchengladbach. Die erste Mannschaft stieg 1973 in die Bezirksklasse auf und gewann den Kreispokal und sowie den Bezirkspokal der Kreispokalsieger. Im Jahr 1995 fusionierte die Abteilung mit der Mannschaft des Post SV Mönchengladbach. Seit 1999 richtet die Abteilung die Tischtennis-Stadtmeisterschaften in Mönchengladbach aus.[83] Am 6. Juli 2006 feierte die Abteilung ihr 50-jähriges Bestehen. Für die Saison 2009/2010 hat die Abteilung insgesamt 18 Mannschaften in verschiedenen Spielklassen gemeldet. Die Abteilung besteht aus Herren,- und Damen-, sowie Jugend,- und Schülermannschaften, die in unterschiedlichen Staffeln spielberechtigt sind.

Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH

Am 1. Januar 2003 wurde die Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH gegründet. Die Gesellschaft hatte im Jahr 2010 187 Mitarbeiter, davon 30 Lizenzspieler. Im Jahr 2010 betrugen die Umsatzerlöse 65,2 Millionen Euro, der Jahresüberschuss betrug 402.712 Eur.

Der Aufsichtsrat besteht aus sieben Personen (Hermann Jansen, Norbert Bocks, Dr. Dirk W. Rosenbaum, Stefan Krebs, Prof. Dr. Reiner Körfer, Prof. Dr. Gunter Konrad, Dr. Karl-Theodor Herfs).

Borussia Mönchengladbach ist zu 51% an der medicoreha Borussia Mönchengladbach-Sportrehabilitation GmbH, Mönchengladbach, sowie zu 39,4% an der PPG-Nordpark GmbH, Mönchengladbach, beteiligt.

Erfolge und Statistiken

Meisterschaft

Bundesliga Logo 2010

DFB-Pokal

Logo des DFB-Pokal

Internationale Pokalspiele

Literatur

  • Holger Jenrich: Das Borussia Mönchengladbach Lexikon. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 3-89533-585-1.
  • Holger Jenrich, Markus Aretz: Die Elf vom Niederrhein. 40 Jahre Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 3-89533-503-7.
  • Werner Jakobs, Rainer Kalb, Markus Aretz: 100 Jahre Borussia Mönchengladbach – Die Borussen-Chronik. Verlag Rheinsport networking, Düsseldorf 1999, ISBN 3-934702-00-7.
  • Helmut Grashoff, Susanne Grashoff: Meine launische Diva: 30 Jahre mit Borussia Mönchengladbach. Radtke & Bahr GbR, Norderstedt 2005, ISBN 3-00-016918-0.
  • Markus Aretz, Ingo Rütten: Akte Aufstieg: Borussias Tagebuch der Saison 2007/08. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2008, ISBN 3-89533-626-2.
  • Frank Lemke: Fußballmythen in Medien und Literatur am Beispiel Borussia Mönchengladbach. (Volltext in der Google Buchsuche).
  • Markus Aretz, Stephan Giebeler, Elmar Kreuels: VfL Borussia Mönchengladbach: Die Chronik. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2010, ISBN 978-3-89533-748-2.

Weblinks

 Commons: Borussia Mönchengladbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Borussia – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. 110 Jahre Borussia. Die Geburt der Borussia. In: Rheinische Post. Mönchengladbach 20. Juni 2010, S. D3.
  2. O. E. Schütz (6. Dezember 2006): Die versetzte Raute. RP Online. Abgerufen am 17. Februar 2010.
  3. Wolfgang Löhr: Kleine Mönchengladbacher Stadtgeschichte. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2009, ISBN 978-3-7917-2226-9, S. 138.
  4. Frank Lemke: Fußballmythen in Medien und Literatur am Beispiel von Borussia. Grin Verlag, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-640-27103-0. (online in der Google Buchsuche)
  5. 110 Jahre Borussia. Borussias erster großer Erfolg. In: Rheinische Post. Mönchengladbach 21. Juni 2010, S. D3.
  6. Björn Goldmann: Gladbacher Groundhopper. In: DerWesten. 1. August 2008, abgerufen am 15. März 2009.
  7. a b Die Geschichte des Bökelbergs. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH, abgerufen am 26. März 2009.
  8. Matthias Kropp: Deutschlands große Fußballmannschaften. Band 5: Borussia Mönchengladbach, Agon Sportverlag, Fuldabrück 1994, S. 97.
  9. Von Gladebach bis Mönchengladbach. Stadt Mönchengladbach. Abgerufen am 17. Februar 2010.
  10. Helmut Grashoff und Susanne Grashoff: Meine launische Diva: 30 Jahre mit Borussia Mönchengladbach. Radtke & Bahr GbR, Norderstedt 2005, ISBN 3-00-016918-0, S. 27.
  11. Chronik des Rheydter Spielvereins. Rheydter Spielverein e. V. Fußballabteilung. Abgerufen am 5. Juli 2009.
  12. Die Fohlen-Elf und der Mythos Borussia Mönchengladbach. European Business Network. Abgerufen am 11. Juli 2009.
  13. Sport-Dienst-Agentur Merk: Die Aufstiegsrunde in die Bundesliga 1964/1965. Fußballdaten – Die Fußball-Datenbank. Abgerufen am 27. April 2009.
  14. Jürgen Bitter: Deutschlands Fußball. Das Lexikon. Sportverlag, 2000, ISBN 3-328-00857-8, S. 186.
  15. 18. Spieltag, Borussia Mönchengladbach – Schalke 04, 7. Januar 1967. In: Deutscher Fußball-Bund. 31. Oktober 2009, abgerufen am 16. März 2009.
  16. Erich Gottgetreu: Aus den Hauptstädten der Welt – Die neue Habimah in Tel Aviv. In: Die Zeit, Nr. 17/1970
  17. Stefan Hermanns: Jahrhundertteams: Fohlen im Rausch. In: Spiegel Online. 5. August 2005, abgerufen am 22. März 2009.
  18. Burkhard Weber (Hrsg.): Champions League, 40 Jahre Europapokal der Landesmeister. Sportverlag, Berlin 1995, ISBN 3-328-00648-6, S. 151.
  19. Jahrhundertteams: Fohlen im Rausch. In: Spiegel Online. Abgerufen am 22. März 2009.
  20. Real Madrid und die Deutschen – Eine ganz besondere Beziehung. In: Offizielle Website der FIFA. 19. Juli 2007, abgerufen am 16. März 2009.
  21. Matthias Weinrich, Hardy Grüne: Deutsche Pokalgeschichte seit 1935. Agon Sportverlag, 2000, ISBN 978-3-89784-146-8, S. 272.
  22. Gastspielreise nach Israel. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH (10. Dezember 2008). Abgerufen am 19. Dezember 2009.
  23. UEFA-Pokal-Finale 1973, Nach großem Regen unter die Räder. Abgerufen am 10. März 2009.
  24. Praktiker ohne Probleme? In: Die Zeit, Nr. 25/1975
  25. Titelträger des UEFA-Pokals. In: kicker online. Kicker-Sportmagazin, 14. Mai 2008, abgerufen am 12. Februar 2009.
  26. Harry Walstra: Drama in Madrid, Gladbachs gestohlenes Wunder. In: Spiegel Online. 29. September 2005, abgerufen am 12. Februar 2009.
  27. Interkontinental-Pokal 1977. In: Offizielle Website der FIFA. Abgerufen am 16.März 2009.
  28. Markus Lotter (17. Februar 2007): Sterne des Südens – Auch Schlaudraff wird sitzen statt flitzen. WELT ONLINE. WELT ONLINE. Abgerufen am 8. Juli 2007.
  29. 1984/85: Ein Wechsel sorgt für Wirbel. In: Offizielle Website der Fußball-Bundesliga. DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, abgerufen am 12. Februar 2009.
  30. Spielstatistik Borussia Mönchengladbach gegen Eintracht Braunschweig. Sport-Dienst-Agentur Merk. Abgerufen am 9. Juli 2009.
  31. Kein Glück bei der Auslosung, Borussia: Kein Platz im Uefa-Cup. RP ONLINE GmbH (28. Mai 2002). Abgerufen am 13. Mai 2010.
  32. Bundesliga 2010/2011 - Zuschauer. HEIM:SPIEL Medien GmbH & Co. KG. Abgerufen am 30. Mai 2011.
  33. Markus Tischler: Mönchengladbach: Morddrohungen trieben Heynckes zum Rücktritt. In: Spiegel Online. 1. Februar 2007, abgerufen am 24. März 2009.
  34. Mönchengladbach kehrt in die Bundesliga zurück. In: Offizielle Website der FIFA. 7. Mai 2008, abgerufen am 16. März 2009.
  35. a b Ziege wird Co-Trainer, Eberl Sportdirektor. SPIEGEL ONLINE GmbH (19. Oktober 2008). Abgerufen am 20. März 2010.
  36. Polizei: "Unser Konzept ist aufgegangen". RP Online. RP ONLINE GmbH (25. Oktober 2009). Abgerufen am 25. Oktober 2009.
  37. Gute Nacht!. RP Online. RP ONLINE GmbH (25. Oktober 2009). Abgerufen am 25. Oktober 2009.
  38. Deutsche Nationalelf, Reus sagt für Malta-Spiel ab. SPIEGEL ONLINE GmbH (11. Mai 2010). Abgerufen am 13. Mai 2010.
  39. Andreas Plum, Marc Schöne, Katharina Schöne (29. Juli 2010): Jubiläumsfilm der Borussia feierte Premiere. Online-Magazin Fohlen-hautnah.de. Abgerufen am 30. Juli 2010.
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  41. INITIATIVE BORUSSIA. für die Zukunft der Fohlenelf!. Norbert Kox, Dr. Friedhelm Plogmann, Martin Schmuck (10. Dezember 2010). Abgerufen am 11. Dezember 2010.
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  43. Effenberg scheitert mit geplanter Revolution
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  49. Saisonverlauf der Bundesliga 2010/2011. Fussballdaten Verlags GmbH. Abgerufen am 15. Mai 2011.
  50. Bernd Schneiders (25. Mai 2011): Borussias Happyend tief im Westen. Aachener Zeitung. Abgerufen am 25. Mai 2011.
  51. Zuschauerzahlen der 1. Fußball-Bundesliga in der Saison 2010/11. kicker.de. Abgerufen am 14. September 2011.
  52. „Sicher und selbstbewusst“. borussia.de. Abgerufen am 18. September 2011.
  53. Nachkriegszeit. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH. Abgerufen am 7. Juli 2009.
  54. Jakobs als Gladbach-Präsident zurückgetreten. In: Spiegel Online. 8. September 1999, abgerufen am 22. März 2009.
  55. Dr. Adalbert Jordan: Die Fohlen-Elf und der Mythos Borussia Mönchengladbach. European Business Network, abgerufen am 10. April 2009.
  56. Hans Meyer viertes Präsidiumsmitglied. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH. Abgerufen am 15. Juni 2011.
  57. Spielerkader 2011/12. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH (undatiert). Abgerufen am 20. Juli 2010.
  58. Internationale Nachwuchsrunde. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH, abgerufen am 18. März 2009.
  59. Lob von der DFL, Drei Sterne für die Fohlen-Talentschmiede. In: Express. 23. April 2008, abgerufen am 16. März 2009.
  60. Jugendinternat. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH, abgerufen am 10. März 2009.
  61. Partnervereine. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH, abgerufen am 28. März 2009.
  62. Borussia - U19. Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH, abgerufen am 2. März 2009.
  63. Fußball A-Jgd. BL West - Abschlusstabelle 2008/09. Deutscher Fussball Bund (26. Januar 2010). Abgerufen am 2. Februar 2010.
  64. Jochen Schmitz (21. Juni 2009): Borussia-Fußball / U 17: Aus der Traum vom Finale. Verlag W. Girardet KG. Abgerufen am 30. Juni 2009.
  65. Thomas Flath trainiert den Borussen-Nachwuchs. Verlag W. Girardet KG (1. Juli 2010). Abgerufen am 3. August 2010.
  66. Stefanie Bolzen: Bye-bye, Bökelberg. In: Die Welt. 21. Mai 2004, abgerufen am 15. März 2009.
  67. Geschichte des Nato-Musikfestes. Marketing Gesellschaft Mönchengladbach mbH, abgerufen am 15. März 2009.
  68. Herbert Grönemeyer live im Borussia-Park
  69. Borussia-Fanclubs. www.fanclubliste.de. Abgerufen am 5. Juli 2009.
  70. Thomas Grulke: Trommeln ist gute Tradition. Ob Manolo, Steinwegs Mamm oder das Fanfarenkorps Mönchengladbach-Poeth: Am Bökelberg oder im Borussia-Park wird schon jahrzehntelang getrommelt. Einige Instrumente kommen jetzt ins Borussia-Museum.. In: Rheinische Post. Nr. 22, Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Mönchengladbach 27. Januar 2011.
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