Bundesstraße 6

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Bundesstraße 6 in Deutschland
Bundesstraße 6
Karte
Verlauf der B 6
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: ca. 650 km [1]

Bundesland:

Ausbauzustand: verschieden
Die Bundesstraße 6 am Ende der Bautzner Straßeund Beginn der Bautzner Landstraße in Dresden
Die Bundesstraße 6 am Ende der Bautzner Straße
und Beginn der Bautzner Landstraße in Dresden
Die B 6 in Garbsen
Die B 6 in Garbsen
restaurierter Kilometerstein an der (alten) B 6 am östlichen Ortsausgang von Borsdorf.
Noch 91 Kilometer bis Dresden

Die Bundesstraße 6 (Abkürzung: B 6) führt von der Nordseeküste in südöstlicher Richtung durch die Bundesländer Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt und Sachsen zur polnischen Grenze.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die ehemalige Reichsstraße 6 (R 6) führte von Görlitz aus weiter über Hirschberg und Schweidnitz nach Breslau und von dort aus über Oels bis zur damaligen polnischen Grenze bei Groß Wartenberg.

Zwischen Leipzig und Görlitz folgt die Bundesstraße 6 weitgehend (mit Ausnahme des Bogens über Meißen, Dresden und Bischofswerda) dem historischen Verlauf der Via Regia.

Zu DDR-Zeiten hieß der auf DDR-Gebiet liegende Abschnitt Fernverkehrsstraße 6 (F 6). An dieser Straße lag innerhalb des Stadtgebietes Dresden das Betriebsgebäude des VEB Tabakkontor Dresden, das heute wieder als Yenidze bezeichnet wird. Daraus ist die allerdings unrichtige Legende entstanden, dass die Straße zugleich Namensgeber für die Zigarettenmarke „f6“ gewesen sein soll.

Durch die Eröffnung der A 27 Mitte bis Ende der 1970er Jahre zwischen Cuxhaven und Bremen-Nord (ehemals Bremen-Burglesum) wurde die B 6 durch die A 27 ersetzt. Bis dahin verknüpfte die B 6 die beiden Städte Bremen und Bremerhaven des Bundeslandes Bremen und stellte die Verbindung nach Cuxhaven her.

Der ehemalige Verlauf in Cuxhaven vom Beginn (Kreuzung Poststraße/Deichstraße) mit Ausnahme der Rohdestraße bis zum Abzweig des Autobahnzubringers der Anschlussstelle Altenwalde wurde in B 73 umgewidmet. Der weitere Verlauf bis Bremen wurde mit Ausnahme eines kurzen Stücks in Bremerhaven zur Landesstraße 135.

Verlauf

Bremerhaven

Die B 6 beginnt im Stadtgebiet von Bremerhaven an der Kreuzung Weserstraße/Seeborg. In diesem Abschnitt tangiert die B 6 auch den Beginn der B 71 und geht von dort aus zweispurig weiter bis zur Anschlussstelle Bremerhaven-Süd der A 27.

Bremen – Nienburg – Hannover

Nachdem der Abschnitt zwischen Bremerhaven und Bremen durch die A 27 ersetzt wurde, geht die B 6 erst an der AS Bremen-Überseestadt (ehemals Bremen-Freihäfen) weiter über den Autobahnzubringer Bremen-Freihäfen/-Überseestadt, Flyover Utbremer Kreisel, Utbremer Tunnel und Nordwestknoten Bremen Richtung Bremen-Mitte (ehemals als A 282 gedacht). Im Verlauf der Stephanibrücke (Weserquerung Bremen) ist die B 6 nach dem Mittleren Ring B 2 R in München die meist befahrene Bundesstraße Deutschlands, zirka 100.000 Fahrzeuge pro Tag (Straßenverkehrszählung von 2005). Im weiteren Verlauf zwischen dem Anschluss B 75 und Bremen-Kattenturm ist sie vierspurig ausgebaut. Da sie hier extrem stauanfällig ist, wird sie derzeit durch einen Neubau der A 281 (Ring Bremen) ersetzt.

Ab der Ausfahrt Bremen-Kattenturm teilt sie sich in die Bundesstraße 6 und die B 6n, die als autobahnähnlicher Ableger vierspurig und kreuzungsfrei bis zur A 1 (AS Bremen-Arsten) führt. Die B 6 führt zum südlichen Ortsrand von Bremen, wo sie jetzt als Umgehungsstraße um den Vorort Stuhr-Brinkum, der bis dahin von langen Staus geprägt war, herumgeht. Im weiteren Verlauf führt sie über Syke, wo ebenfalls eine Umgehungsstraße angedacht, ein Bau jedoch zurzeit nicht in Sicht ist.

Über Asendorf und Wietzen führt die B 6 dann nach Nienburg/Weser, wo sie die Weser zum zweiten Mal quert. Von Nienburg bis nach Hannover ist die B 6 seit Juni 2009 vierspurig ausgebaut. In Hannover verläuft die B 6 zunächst über den Westschnellweg (mit Kaisergabel), dann über den Südschnellweg, und schließlich über den Messeschnellweg, bevor sie die Stadt in Laatzen am Wiederbeginn der A 37 Richtung Süden nach Hildesheim verlässt.

Hannover – Goslar – Halle – Leipzig

Südlich von Hannover ist die B 6 weiterhin vierspurig ausgebaut und führt parallel zur A 7 über Sarstedt und Giesen nach Hildesheim – im Bereich der Ortsdurchfahrt Hasede wurde sie allerdings auf zwei Spuren zurückgebaut.

Hinter Hildesheim führt sie zweispurig weiter über Salzgitter nach Goslar, lediglich auf dem kurzen Verbindungsstück zwischen der A 7 (AS Derneburg/Salzgitter) und der A 39 (AS Baddeckenstedt) und bei Salzgitter ist die B 6 hier vierspurig ausgebaut.

Zwischen Goslar und der A 14 wird die B 6 zu einer gelben Autobahn ausgebaut und heißt in diesem Teil offiziell Bundesstraße 6n: Diese war ursprünglich als Nordharzautobahn (A 36) geplant. Der einzige Unterschied zu „blauen“ Autobahnen ist die gelb-schwarze Beschilderung. Die B 6n ist als B 6 beschildert, da die alte Trasse herabgestuft wurde. Für die Städte am Nordrand des Harzes (u. a. Bad Harzburg, Blankenburg, Ilsenburg, Thale, Wernigerode, Quedlinburg und Aschersleben) stellt dieser Neubau eine Entlastung des innerstädtischen Durchgangsverkehrs dar.

Dieser Abschnitt ist bisher bis Ilberstedt fertiggestellt, das Teilstück bis zur A 14 soll 2011 freigegeben werden. Geplant ist weiterhin, die B 6n weiter über Köthen, nördlich an Leipzig vorbei bis Torgau und weiter elbaufwärts zu führen bis sie in Meißen ihren bisherigen Verlauf wieder erreichen wird. Zwischen dem Dreieck Vienenburg und dem Bad Harzburger Dreieck wurde die A 395 zur B 6n herabgestuft.

Derzeit führt die B 6 noch ab Aschersleben über Halle weiter nach Leipzig. Hier ist sie zwischen der AS Großkugel der A 9 und Leipzig-Wahren (mit Neutrassierung – nördlich der Bahnlinie – in Schkeuditz) sowie zwischen Leipzig-Paunsdorf und der AS Leipzig-Ost der A 14 vierspurig ausgebaut. Eine zweispurige Verlegung aus den Ortschaften ist bis Gerichshain fertiggestellt und bis Wurzen in Planung.

Leipzig – Dresden – Görlitz

Von Leipzig kommend verläuft die Bundesstraße östlich über Wurzen und Oschatz, dann südlich von Riesa und schwenkt nördlich von Meißen bei der Ortschaft Zehren in das Elbtal ein. Von da an verläuft die B 6 immer parallel zur Elbe im Tal. In Meißen unterquert die Bundesstraße alle drei Elbebrücken und verlässt das Stadtgebiet in südöstlicher Richtung. Im Anschluss daran führt die Straße durch die Ortsteile der Gemeinde Klipphausen und stößt dann an die nordwestlichen Ortsteile von Dresden.

Von da an ist der Verlauf städtisch geprägt und durch eine Vielzahl von Ampeln gekennzeichnet. Ab der Autobahnanschlussstelle Dresden-Altstadt der A 4 wird der Verlauf vierspurig, quert mit der Hamburger Straße den Knoten Flügelwegbrücke und wird nach der Einmündung in die Bremer Straße wieder zweispurig. Die Bundesstraße führt nun am Dresdner Hafen und der Yenidze vorbei, unterquert erst die B 173 an der Marienbrücke und biegt dann auf die B 173 ein. Mit dieser verläuft sie auf der Marienbrücke über die Elbe, mündet in die Antonstraße, überquert nördlich den Albertplatz und verlässt dann als Bautzner Straße und später ab dem Weißen Hirsch als Bautzner Landstraße in nordöstlicher Richtung das Stadtgebiet von Dresden in Richtung Bischofswerda.

Im weiteren Verlauf führt sie parallel zur A 4 über Göda nach Bautzen. Ab Dreistern ist sie für den Lkw-Durchgangsverkehr von Bautzen gesperrt. Nachdem sie in Bautzen zusammen mit der B 96 über die Spree verläuft, führt sie weiter über Löbau. Von der nördlichen Umfahrung von Reichenbach/O.L. wurde im September 2005 das westliche Teilstück, zehn Jahre vorher das östliche freigegeben. In Görlitz endete sie bis in die 1990er Jahre im Stadtzentrum, seitdem an der letzten Anschlussstelle der A 4 in Deutschland.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Bundesstraße 6 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Vollständig nachgemessen über Google Maps!

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