2. Badisches Dragoner-Regiment Nr. 21
Trompeter des ursprünglichen 2. Dragoner-Regiments um 1830

Das 2. Badische Dragoner-Regiment Nr. 21 war ein seit 1850 bestehender Kavallerieverband der Großherzoglich-Badischen Armee welches nach 1866 als Kontingent der Preußischen Armee zugeteilt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Verbandszugehörigkeit 1914

XIV. Armee-Korps Karlsruhe – :Kommandierender General: General der Infanterie Freiherr von Hoiningen gen. Huene
28. Division KarlsruheKommandeur: Generalleutnant von der Goltz
28. Kavallerie-Brigade Karlsruhe - Kommandeur: Oberst von Selchow
Regimentskommandeur: Major Eschborn
Garnison: Bruchsal Schwetzingen
Chef des Regiments: Großherzogin Hilda von Baden

Stiftungstag des Regiments: 6. Januar 1850

Aufstellung

  • Am 6. Januar 1850 wurde die Errichtung eines 2. Reiter-Regiments befohlen. Es ersetzte das wegen Meuterei anlässlich der Revolution von 1848 aufgelöste 2. Dragoner-Regiment
  • Im Jahre 1855 wurde das Regiment in 2. Dragoner-Regiment umbenannt.
  • 1856 wurde die Einheit in 2. Dragoner-Regiment Markgraf Maximilian umbenannt.
  • Nach der Militärkonvention mit Preußen erhielt der Verband am 1. Juli 1871 die Bezeichnung 2. Badisches Dragoner-Regiment Nr. 21.

Feldzüge und Kampfhandlungen

Deutscher Krieg

Deutsch-Französischer Krieg

Erster Weltkrieg

  • 1914: Im August Grenzgefechte in Lothringen. Danach Vorstoß bis zum Rhein-Marne-Kanal. Nach dem Rückzugsbefehl im September nahm das Regiment am Wettlauf zum Meer teil und wurde bis Ende Oktober am rechten Flügel der 1. Armee und dann im Bereich der neuen 4. Armee eingesetzt.
  • Im November 1914 erfolgte die Verlegung an die Ostfront mit Kämpfen im Bereich Russisch-Polen, bei Lodz, bei Brzezyny in Nordpolen, in Kurland und Litauen.
  • Am 14. Januar 1919 traf das Regiment wieder in Bruchsal ein und wurde anschließend demobilisiert und aufgelöst.

Die 3. Eskadron des 18. Reiter-Regiments in Ludwigsburg führte die Tradition zunächst in der Reichswehr, später in der Wehrmacht fort.

Uniformierung

Die Dragoner trugen einen blauen Waffenrock und eine anthrazitfarbene Hose. Der Waffenrock war mit schwedischen Aufschlägen ausgestattet.

Die Abzeichenfarbe des Regiments war gelb. Von dieser Farbe waren die Ärmelaufschläge, der Stehkragen, die Epaulettenfelder und Passanten. Die Knöpfe und Beschläge waren aus Messing. Von der linken Schulter zur rechten Hüfte lief ein weißes Bandelier mit schwarzer Kartusche. Bandelier und Kartusche wurden zum Ausgehanzug und zum Gesellschaftsanzug nicht getragen. Der Helm war mit dem badischen Greif in Neusilber versehen. Schuppenketten und Helmspitze waren aus Messing. Zur Parade wurde anstelle der Spitze ein weißer (für die Musiker ein roter) Rosshaarbusch aufgesteckt. Die Landeskokarde war gelb-rot ebenso die Lanzenflagge der Mannschaften. Die Lanzenflagge der Unteroffiziere war gelb mit rotem, badischen Greif. Das Koppel war weiß und mit einer Dornschnalle versehen.

Gemäß A.O.K. vom 14. Februar 1907 wurde ab den Jahren 1909/10 für den Felddienst die feldgraue Uniform M 1910 eingeführt. Bei dieser Uniform war das Riemenzeug und die Stiefel naturbraun, der Helm wurde von einem schilffarbenen Überzug verdeckt. Bandelier und Kartusche wurden nicht mehr getragen.

Literatur

  • Hans-Joachim Harder: Militärgeschichtliches Handbuch Baden-Württemberg. Hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt. Kohlhammer, Stuttgart 1987, ISBN 3-17-009856-X
  • Jürgen Kraus: Die deutsche Armee im Ersten Weltkrieg: Uniformierung und Ausrüstung - 1914 bis 1918. Verlag Militaria, Wien 2004 (= Kataloge des Bayerischen Armeemuseums, 2), ISBN 3-9501642-5-1.
  • Hugo F. W. Schulz: Die Preußischen Kavallerie-Regimenter 1913/1914. Podzun-Pallas Verlag, Friedberg 1985; Lizenzausgabe Weltbild Verlag, Augsburg 1992, ISBN 3-89350-343-9.

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