James Bond

James Bond, auch bekannt als 007, ist ein Geheimagent des britischen Geheimdienstes MI6, der 1952 vom Schriftsteller Ian Fleming erfunden und vor allem durch die seit den 1960er-Jahren erfolgreiche Filmreihe weltbekannt wurde. Heute gilt die Figur des James Bond als popkulturelle Ikone.

007-Logo

Inhaltsverzeichnis

Buch

Ian Fleming, der während des Zweiten Weltkriegs selbst britischer Geheimdienstangehöriger war, entwickelte die Figur James Bond vermutlich nach dem Vorbild des britischen Marineoffiziers Patrick Dalzel-Job, der im Zweiten Weltkrieg erfolgreich hinter den feindlichen Linien spionierte und von Fleming in seinen Memoiren beschrieben wurde. Den Namen seiner Romanfigur wiederum übernahm Fleming (selber ein begeisterter Vogelbeobachter) von dem Ornithologen James Bond, auf dessen Buch Birds of the West Indies (deutsch: Vögel der Antillen) er gestoßen war. Im Film Stirb an einem anderen Tag (2002) nutzt Bond (Pierce Brosnan) dieses Buch, um sich gegenüber Jinx (Halle Berry) als Ornithologe auszugeben. Ein weiteres Vorbild war der Vogelkundler Richard Meinertzhagen.

Fleming schrieb zwölf Romane und zwei Kurzgeschichten-Bände mit James Bond als Titelhelden, die schon vor der Filmserie sehr erfolgreich waren. Nach seinem Tod 1964 setzten andere Autoren – siehe weiter unten – die Romanreihe fort. Seit John Gardners Lizenz zum Töten wurden die Romane anhand der Filme konzipiert, nicht mehr umgekehrt.

2004 hat Ian Fleming Publications (Glidrose) eine neue Buchreihe angekündigt, die das Leben Bonds als 13-Jährigen am Eton College thematisiert. Charlie Higson hat die ersten Young Bond-Romane dieser Serie veröffentlicht. Bereits Ende der 1960er-Jahre verfasste Arthur Calder-Marshall einen Roman, der in der Jugendzeit von James Bonds Neffen James spielt. Diese Idee wurde Anfang der 90er von John Peel mit sechs Romanen weitergeführt.

Einige Filme der 1960er- und 1970er-Jahre orientierten sich noch relativ eng an Flemings Romanen, während in den 1980er-Jahren zunächst noch die Kurzgeschichten herangezogen wurden. Von 1989 bis 2002 wurden die Filme gänzlich ohne literarisches Vorbild konzipiert. Lediglich der Bond-Film Casino Royale aus dem Jahre 2006 basiert wieder auf einem Werk Ian Flemings, seinem gleichnamigen Erstling, wogegen der ebenfalls Casino Royale betitelte Film von 1967 nicht zur offiziellen Bond-Reihe zählt.

Die Romanfigur James Bond

Fleming gibt bis auf eine Ausnahme in You Only Live Twice in seinen Romanen kaum Aufschluss über den Lebenslauf seiner Hauptfigur. Diese Lücke hat John Pearson mit dem 1973 erschienenen Buch James Bond: The Authorized Biography geschlossen, indem er die knappen Angaben aus Flemings Roman ausbaute:

Demnach erblickte James Bond am 11. November 1920 als Sohn des schottischen Ingenieurs Andrew Bond und einer Schweizer Bergsteigerin, der Waadtländerin[1] Monique Bond, geborene Delacroix, in Wattenscheid im Ruhrgebiet das Licht der Welt. Nachdem die Eltern 1931 bei einem Ski-Unfall in Chamonix ums Leben kamen, wuchs Bond zusammen mit seinem älteren Bruder Henry bei seiner Tante Charmaine Bond in Pett Bottom bei Canterbury auf. Mit 13 kam er zum Elite-Internat Eton College, von dem er mit 15 aufgrund eines Zwischenfalls mit einem Zimmermädchen verwiesen wurde. Er wurde daraufhin auf das Fettes College in Edinburgh geschickt, wo auch sein Vater zur Schule gegangen war. Nach seiner Ausbildung ging er zur freiwilligen Reserve der Königlichen Marine, um zu Beginn des Zweiten Weltkriegs im Marine-Nachrichtendienst die Bewegungen der deutschen U-Boot-Flotte zu beobachten. Dazu wurde er auf der militärisch schwer befestigten Insel Wangerooge von einem britischen U-Boot abgesetzt. Im Inselsand eingegraben sollte er die Schifffahrtsrinne vor Wangerooge observieren, durch die U-Boote in den Reichskriegshafen Wilhelmshaven ein- und ausliefen. Bald erreichte er den Rang eines Commanders, worauf ihm der Weg in die Doppel-Null-Abteilung offen stand. Die Doppel-Null seiner Agentennummer steht dabei für die Erlaubnis, seine Gegner zu töten.[2][3] Die Trilogie von Samantha Weinberg ergibt weiteren Aufschluss über Bonds Karriere. In den Romanen wird in Form von Tagebucheinträgen aus der Sicht der Sekretärin Miss Moneypenny über Erlebnisse mit James Bond berichtet, die in keinem der Bond-Romane vorkommen. Bei dieser Gelegenheit wird auch Moneypennys Vergangenheit näher beschrieben und ihr Vorname verraten: Jane.

In den Romanen ist James Bond von durchschnittlicher Statur und ähnelt Hoagy Carmichael. Er hat schwarze Haare, eine Locke fällt immer unbändig in die Stirn. Seine Augen sind blau-grau. Sein schmales Gesicht und seine hohen Wangenknochen geben ihm zusammen mit seinen Augen einen kühlen Ausdruck. Besonderes: Er hat eine schmale Narbe auf der Wange. Außerdem hatte er eine Hauttransplantation an der rechten Hand, nachdem ihm ein sowjetischer Spion ein Erkennungsmerkmal in diese ritzte.

Ein Brief Flemings gibt weiteren Aufschluss über Bonds Aussehen: 183 cm groß, 76 kg schwer, schmale Hüften, Mitte 30, trägt mit zwei Knöpfen zu schließenden, einreihigen Anzug aus dunkelblauem Kammgarn, schwarzen Ledergürtel und eine Rolex-Oyster-Perpetual-Armbanduhr.

Nicht erwähnt in der Biografie der Times ist das Privatleben: eine Verlobte (Vesper Lynd in Casino Royale), einmal verheiratet für 24 Stunden (Teresa „Tracy“ Draco-Bond in Im Dienst Ihrer Majestät), vermutlich ein Nachkomme (Kissy Suzuki ist schwanger in Man lebt nur zweimal).

Bibliografie der Bond-Romane

In Klammern stehen das Erscheinungsjahr und, falls übersetzt, der deutsche Titel (bei mehreren Auflagen auch verschiedene).

Erzählte Zeit der Bond-Romane

Romane von Ian Fleming Erzählte Zeit
Casino Royale Ende Mai bis Mitte Juli 1951
Leben und sterben lassen Januar bis Mitte Februar 1952
Moonraker Ende Mai 1953
Diamantenfieber Mitte Juli bis Mitte August 1953
Liebesgrüße aus Moskau Anfang Juni bis Mitte August 1954
James Bond jagt Dr. No Februar bis Mitte März 1956
Goldfinger Ende April bis Anfang Juni 1957
Riskante Geschäfte (aus 007 James Bond greift ein) Oktober 1957
Ein Minimum an Trost (aus 007 James Bond greift ein) Februar 1958
Die Hildebrand-Rarität (aus 007 James Bond greift ein) April 1958
Tod im Rückspiegel (aus 007 James Bond greift ein) Mai 1958
Für Sie persönlich (aus 007 James Bond greift ein) September bis Oktober 1958
Feuerball Mai bis Anfang Juni 1959
Octopussy (aus Octopussy (and the Living Daylights)) Juli 1960
Der Hauch des Todes (aus Octopussy (and the Living Daylights)) Ende September bis Anfang Oktober 1960
Globus – meistbietend zu versteigern (aus Octopussy (and the Living Daylights)) Juni 1961
Im Dienst Ihrer Majestät September 1961 (erster Teil)
Der Spion, der mich liebte Oktober 1961 (ab dem Kapitel, in dem James Bond auftaucht)
Im Dienst Ihrer Majestät November 1961 bis 1. Januar 1962 (zweiter Teil)
Man lebt nur zweimal Ende August 1962 bis April 1963
Der Mann mit dem goldenen Colt November 1963 bis Ende Februar 1964

Schauplätze der James-Bond-Romane

Roman Schauplätze (fiktive Orte in Anführungszeichen)
Casino Royale „Royale-les-Eaux“ (fiktiver Ort in Frankreich)
Leben und sterben lassen Jamaika, Florida, New York City
Moonraker London, Grafschaft Kent
Diamantenfieber Guinea (Französisch-Westafrika), London, New York City, Saratoga (New York), Las Vegas, „Spectreville“ (fiktive Geisterstadt in Nevada), Los Angeles
Liebesgrüße aus Moskau Sowjetunion, London, Istanbul, Balkanhalbinsel, Paris
James Bond jagt Dr. No London, Jamaika, „Crab Key“ (fiktive jamaikanische Insel zwischen Jamaika und Kuba)
Goldfinger Miami, London, Grafschaft Kent, Frankreich, Schweiz, New York City, Kentucky
Feuerball Grafschaft Sussex, Paris, London, Bahamas
Der Spion, der mich liebte Adirondack Mountains
Im Dienst Ihrer Majestät „Royale-les-Eaux“, London, Schweiz, München
Man lebt nur zweimal London, Tokio, Fukuoka, Kuroshima (Taketomi), Kyōto
Der Mann mit dem goldenen Colt London, Jamaika, Thailand

Bonds Fahrzeuge

Roman Fahrzeuge
Casino Royale Bonds erstes Fahrzeug wird in dem Roman Casino Royale eingeführt: Ein schlachtschiffgrauer Bentley 4½ Liter mit Marchal-Frontscheinwerfern, Amherst-Villiers-Kompressor (Blower) und Vanden-Plas-Karosserie. In einem Versteck unter dem Armaturenbrett befindet sich ein .45 ACP Colt mit langem Lauf. James Bonds Blower-Bentley hat das Baujahr 1930.
Moonraker Nachdem der Blower-Bentley in Moonraker ein jähes Ende findet, kauft sich Bond für circa £ 5000 einen neuen Bentley: Einen ebenfalls schlachtschiffgrauen Mark VI mit 2-door-drophead-Karosserie und einem in dunkelblauem Leder gestalteten Innenraum. Nach Moonraker kommt er in keinem Flemingschen Roman mehr vor.
Goldfinger Ein kurzes Gastspiel hat in dem Roman Goldfinger ein Dienstwagen des Secret Intelligence Service, nämlich ein Aston Martin DB Mark III, der von Ian Fleming fälschlicherweise als „DB III“ bezeichnet wird. Es ist der einzige Wagen in den James-Bond-Romanen, der mit „Spezialausstattung“ versehen ist: Schalter, um Form und Farbe der Front- und Rückleuchten zu verändern, verstärkte Stoßstangen, ein .45 ACP Colt mit langem Lauf unter dem Fahrersitz, ein Empfangsgerät, das auf eine Sendeanlage namens „Homer“ abgestimmt ist und eingebauter Hohlraum zum verdeckten Transport. In der Verfilmung von 1964 wird der Original-Prototyp des DB V eingesetzt.
Feuerball In dem Roman Feuerball wird von Ian Fleming das letzte Bondauto eingeführt. Als Basis dient ein Bentley R Continental Coupé, mit dem ein „reicher Idiot“ auf der Great West Road gegen einen Telegraphenmast gerast ist. Bond kauft das Unfallfahrzeug für £ 1500, lässt es reparieren und den im Mai 1954 eingeführten 4,8 l Reihensechszylinder Ottomotor einbauen. Danach lässt er sich von H. J. Mulliner & Co. für £ 3000 eine neue Cabrio-Karosserie (zweitürig, zweisitzig) mit zwei Schalensitzen in schwarzem Leder anfertigen. Lackiert wird der Bentley, den Bond liebevoll „Lokomotive“ getauft hat, in schlachtschiffgrau. Des Klangs wegen lässt Bond Zwei-Inch-Doppelendrohre anbringen und, um die Leistung zu steigern, einen Arnott-Kompressor einbauen. Anstatt des „Winged B“ von Bentley ziert den Kühlergrill eine achteckige silberne Schraube.

Filme

1961 erwarben die Produzenten Harry Saltzman und Albert R. „Cubby“ Broccoli die Filmrechte für die Bücher Flemings und gründeten die Produktionsgesellschaft Eon Productions Ltd. Gemeinsam mit der Filmgesellschaft United Artists brachten sie 1962 den ersten Bond-Film mit dem Titel Dr. No heraus. Seitdem erscheint spätestens alle vier Jahre ein neuer „Bond“ – einzig nach dem Zusammenbruch des Ostblocks 1989 gab es eine sechsjährige Unterbrechung zwischen den Filmen Lizenz zum Töten (1989) und GoldenEye (1995). Damit ist die 007-Saga eine der längsten bestehenden und eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Filmreihen in der Filmgeschichte.

Seit dem Tod von Albert R. Broccoli im Jahre 1996 führen sein Stiefsohn Michael G. Wilson und seine Tochter Barbara Broccoli die Geschäfte weiter.

Die Rechte an den von Eon Productions Ltd. produzierten James-Bond-Filmen lagen bis 1975 allein bei Danjaq S. A. und werden seit dem Verkauf des 50%igen Anteil Saltzmans an United Artists von Danjaq S. A. und United Artists kontrolliert. Seit 1981 kontrolliert Metro-Goldwyn-Mayer als Mutterunternehmen von United Artists den Verleih der Filmreihe und besitzt Anteil am Copyright aller Filme. Seit der vollzogenen Übernahme von Metro-Goldwyn-Mayer (und der Tochtergesellschaft United Artists) durch ein von Sony (und dessen Tochterunternehmen, die Sony Pictures Entertainment) geführtes Konsortium wird über den Vertrieb der bisher produzierten und der zukünftigen James-Bond-Filme verhandelt.

Nach anfänglicher Ungewissheit über die Zukunft von MGM begannen die Dreharbeiten des 23. James-Bond-Films mit dem offiziellen Titel „James Bond: Skyfall“ am 3. November 2011 in Whitehall (London), des Weiteren wird auf Schauplätzen in Istanbul, Shanghai und Schottland gefilmt werden. „James Bond: Skyfall“ soll am 1. November 2012 in die deutschen Kinos kommen.[4]

Alle bisherigen Bond-Filme wurden in den Pinewood Studios bei London produziert, wo für die teilweise sehr aufwändigen Sets eigene Hallen errichtet wurden.

Filmografie

EON-Filme
Nr. Premiere Deutscher Titel Originaltitel Bond-Darsteller Regisseur Einspiel-
ergebnis
(Mio. US-$)
Budget
(Mio. US-$)
Einspielergebnis
(Mio. US-$;
inflationsbereinigt 2011)
01 05. Okt. 1962 James Bond jagt Dr. No Dr. No Connery, SeanSean Connery Young, TerenceTerence Young 59,6 1,2 447,1
02 10. Okt. 1963 Liebesgrüße aus Moskau From Russia With Love Connery, SeanSean Connery Terence Young 78,9 2,5 584,1
03 17. Sep. 1964 Goldfinger Goldfinger Connery, SeanSean Connery Hamilton, GuyGuy Hamilton 124,9 3,5 912,8
04 09. Dez. 1965 Feuerball Thunderball Connery, SeanSean Connery Terence Young 141,2 11,0 1015,5
05 12. Juni 1967 Man lebt nur zweimal You Only Live Twice Connery, SeanSean Connery Gilbert, LewisLewis Gilbert 111,6 9,5 757,0
06 12. Dez. 1969 Im Geheimdienst Ihrer Majestät On Her Majesty’s Secret Service Lazenby, GeorgeGeorge Lazenby Hunt, Peter R.Peter R. Hunt 87,4 7,0 539,5
07 14. Dez. 1971 Diamantenfieber Diamonds Are Forever Connery, SeanSean Connery Guy Hamilton 116,0 7,2 648,9
08 27. Juni 1973 Leben und sterben lassen Live and Let Die Moore, RogerRoger Moore Guy Hamilton 161,8 12,0 825,6
09 18. Dez. 1974 Der Mann mit dem goldenen Colt The Man with the Golden Gun Moore, RogerRoger Moore Guy Hamilton 97,6 13,0 448,5
10 07. Juli 1977 Der Spion, der mich liebte The Spy Who Loved Me Moore, RogerRoger Moore Lewis Gilbert 187,3 28,0 700,2
11 26. Juni 1979 Moonraker – Streng geheim Moonraker Moore, RogerRoger Moore Lewis Gilbert 210,3 34,0 656,2
12 24. Juni 1981 In tödlicher Mission For Your Eyes Only Moore, RogerRoger Moore Glen, JohnJohn Glen 202,8 28,0 505,4
13 06. Juni 1983 Octopussy Octopussy Moore, RogerRoger Moore John Glen 187,5 27,5 426,5
14 22. Mai 1985 Im Angesicht des Todes A View to a Kill Moore, RogerRoger Moore John Glen 157,8 30,0 332,2
15 29. Juni 1987 Der Hauch des Todes The Living Daylights Dalton, TimothyTimothy Dalton John Glen 191,2 40,0 383,2
16 13. Juni 1989 Lizenz zum Töten Licence to Kill Dalton, TimothyTimothy Dalton John Glen 156,2 32,0 285,4
17 13. Nov. 1995 GoldenEye GoldenEye Brosnan, PiercePierce Brosnan Campbell, MartinMartin Campbell 353,4 60,0 525,3
18 12. Dez. 1997 Der Morgen stirbt nie Tomorrow Never Dies Brosnan, PiercePierce Brosnan Spottiswoode, RogerRoger Spottiswoode 346,6 110,0 489,2
19 08. Nov. 1999 Die Welt ist nicht genug The World Is Not Enough Brosnan, PiercePierce Brosnan Apted, MichaelMichael Apted 390,0 135,0 530,3
20 18. Nov. 2002 Stirb an einem anderen Tag Die Another Day Brosnan, PiercePierce Brosnan Tamahori, LeeLee Tamahori 456,0 142,0 574,2
21 14. Nov. 2006 Casino Royale Casino Royale Craig, DanielDaniel Craig Martin Campbell 599,2 150,0 673,3
22 29. Okt. 2008 Ein Quantum Trost Quantum of Solace Craig, DanielDaniel Craig Forster, MarcMarc Forster 586,1 230,0 616,7
23 09. Nov. 2012 Skyfall Craig, DanielDaniel Craig Mendes, SamSam Mendes - - -
Summe 4.809,1 1.123,0 12.877,1
Sonstige Filme
Premiere Deutscher Titel Originaltitel Bond-Darsteller Regisseur Einspiel-
ergebnis
(Mio. US-$)
Budget
(Mio. US-$)
21. Okt. 1954 Casino Royale Casino Royale Nelson, BarryBarry Nelson Brown, William H.William H. Brown 0,025
13. Apr. 1967 Casino Royale Casino Royale Niven, DavidDavid Niven Huston, JohnJohn Huston, Val Guest, Robert Parrish 44,4 12,000
06. Okt. 1983 Sag niemals nie Never Say Never Again Connery, SeanSean Connery Kershner, IrvinIrvin Kershner 160,0 36,000

Infaltionsbereinigt (s. Tabelle oben) ist Sean Connery mit einem durchschnittlichen Bruttoerlös (Einspielergebnis inflationsbereinigt abzüglich Produktionskosten inflationsbereinigt) von derzeit 629 Mio. Euro pro Film der beliebteste Bond-Darsteller. Ihm folgen George Lazenby mit 496 Mio € (ein Film), Roger Moore mit 479 Mio. Euro, Daniel Craig mit umgerechnet 439 Mio. Euro, Pierce Brosnan mit 380 Mio. Euro und als Schlusslicht Timothy Dalton mit 227 Mio. Euro pro Film.

In der Internet Movie Database erfahren die Filme eine durchweg gute Bewertung, so schneidet Casino Royale mit einer Bewertung von 8,0 am besten ab und verfehlt damit nur knapp die Aufführung in der IMDb-Bestenliste, aber selbst Stirb an einem anderen Tag, der am schlechtesten bewertete Film, schneidet mit einer Bewertung von 6,0 noch passabel ab. Interessanter Weise ist Casino Royale genau der Nachfolger von Stirb an einem anderen Tag, so folgte auf den „schlechtesten“ Film direkt der „beste“.

Merkmale

Aston Martin DB5 fast wie in Goldfinger verwendet.
Daniel Craig, aktueller Bond-Darsteller

Die James-Bond-Filme haben ein eigenes Subgenre des Agententhrillers geschaffen. Typisch sind folgende Merkmale:

  • In den früheren Filmen Superschurken, die versuchen, den Kalten Krieg für ihre Zwecke zu instrumentalisieren;[5]
  • Schnelle Fahrzeuge sowie die in der Regel von Q entwickelten technischen Spielereien („Gadgets“), beispielsweise
  • Stunts bzw. Spezialeffekte, welche oft die Gesetze der Physik missachten;
  • Verfolgungsjagden auf Skiern oder mit anderen Wintersportgeräten, mit Motorrädern, luxuriösen Limousinen oder Luftfahrzeugen;
  • Zweikämpfe, häufig an ungewöhnlichen Orten, wie etwa unter Wasser, auf einer Weltraumstation oder in einer Parabolantenne;
  • Von einem exotischen Schauplatz zum anderen springende Haupthandlung;
  • Schöne Frauen (Bond-Girls) als Bonds Gespielinnen; beginnend mit Der Hauch des Todes hält Bond eine gewisse Treue zu seinen jeweiligen Partnerinnen;
  • Der ewige (und ewig erfolglose) Flirt der Chefsekretärin Miss Moneypenny mit Bond;
  • Wiederkehrende Bond-Zitate wie seine Bestellung „Wodka Martini – geschüttelt, nicht gerührt“ (engl.: „Shaken, not stirred“) und die berühmt gewordene Vorstellung „My name is Bond. James Bond“. Letzteres hat Ian Fleming von Honoré de Balzac übernommen, in dessen Roman Maestro Guarnerio sich die Hauptfigur mit „My name is Fox. Sir Vincent Fox“ vorstellt. Bond stellt sich in jedem Film mindestens einmal so vor, mit Ausnahme von Liebesgrüße aus Moskau, Feuerball und Man lebt nur zweimal. Roger Moore verzichtet gänzlich auf das Martini-Zitat, was anfangs zur Abgrenzung seines Vorgängers Sean Connery dienen sollte. Auch in Casino Royale wird auf dieses Zitat verzichtet; dort wird Bond von einem Kellner gefragt: „Geschüttelt oder gerührt?“, worauf er entgegnet: „Sehe ich aus, als ob mich das interessiert?“.
  • Typisch ist auch, dass Bond, in vielen Fällen zusammen mit dem jeweiligen Bond-Girl, von seinem Gegenüber immer wieder durch besonders raffinierte, aufwendige und zeitintensive Methoden getötet/gefoltert werden soll und es ihm immer wieder gelingt, in letzter Sekunde zu entkommen. Meistens wurde er zuvor mit Schusswaffen bedroht und ein einfacher Schuss hätte jeweils sein Ende bedeutet.

Bond selbst wird einerseits als ein galanter, andererseits ironischer (vor allem bei Roger Moore) bis zynischer (Sean Connery) Macho skizziert, der von einer Aura der Unverwundbarkeit umgeben ist. Das Rauchen wurde Bond in den neueren Filmen abgewöhnt. Seine Waffe, eine Beretta 418, musste Bond gleich im ersten Film gegen eine Walther PPK eintauschen, die er bis Der Morgen stirbt nie verwendete. Seitdem schießt Bond aus einer Walther P99, in Ein Quantum Trost benutzt er allerdings wieder eine PPK. Die Handlung hat nicht viel mit tatsächlicher Geheimdienstarbeit zu tun. Lediglich Details wie die Bezeichnung der Führungspositionen mit Buchstaben wie „M“ und „Q“ hat Fleming vom britischen Geheimdienst MI6 übernommen.

Charakteristisch für jeden Bond-Film ist seit Liebesgrüße aus Moskau die kurze Szene mit dem Pistolenlauf am Anfang (Gun Barrel Sequence – Im Film Stirb an einem anderen Tag fliegt dabei erstmalig eine Kugel auf den Zuschauer zu). Zu Beginn ertönt das von Monty Norman geschriebene und durch John Barrys Arrangement berühmt gewordene Thema aus Dr. No, das James Bond Theme. Darauf folgt eine Sequenz (Teaser), die entweder ein vom Hauptfilm unabhängiges Kurzabenteuer oder einen Prolog im üblichen Sinne zeigt. Nun erst folgt der meist sehr aufwendig gestaltete Vorspann, in dem die Credits erscheinen und der mit einem eigens komponierten Filmsong unterlegt ist. Bis Lizenz zum Töten war Maurice Binder Schöpfer dieser kunstvollen Sequenzen. Nach dessen Tod im Jahr 1991 übernahm Daniel Kleinman und führte seither Binders Tradition bis einschließlich Casino Royale fort. Die Titelsequenz zu Ein Quantum Trost wurde jedoch von der Firma MK12 erstellt.

Spielszenen

Typisch für die Welt der James-Bond-Filme und -Romane sind die vielen Spielszenen; so wird die Figur Bonds literarisch auch beim Glücksspiel eingeführt:

  • Baccara: Bond duelliert sich im Roman Casino Royale mit seinem Widersacher Le Chiffre beim Baccara, und ebenso mit Emilio Largo in Feuerball. Baccara, genauer die Variante Chemin de fer, ist offenbar Bonds Lieblingsspiel: James Bond jagt Dr. No, Im Geheimdienst Ihrer Majestät, In tödlicher Mission und GoldenEye enthalten ebenfalls Szenen, in denen Bond dieser Leidenschaft frönt.
  • Backgammon: Im Film Octopussy betrügt Kamal Khan beim Backgammon, Bond durchschaut den Betrug und schlägt Kamal Khan mit dessen eigenen „Glückswürfeln“.
  • Black Jack kommt im Roman Diamantenfieber und in den Filmen Lizenz zum Töten und Die Welt ist nicht genug vor.
  • Bridge: Im Roman Moonraker überführt Bond Sir Hugo Drax als Falschspieler beim Bridge; Bond betrügt besser und gewinnt die Partie (vgl. Duke of Cumberland Hand). Im Film gibt es nur einen kurzen Hinweis von Sir Frederick Gray, dass er mit Sir Hugo einmal Bridge gespielt habe. Hinweise auf Bridge finden sich auch in Dr. No und Feuerball.
  • Calcutta-Auktion: Im Roman Diamantenfieber versuchen die Killer Wint und Kidd eine Meilenwette auf der RMS Queen Elizabeth zu manipulieren.
  • Canasta und Gin Rummy: Im Film betrügt Auric Goldfinger einen Herrn Simmons beim Gin Rummy. Goldfingers Sekretärin (dargestellt von Shirley Eaton) sieht aus einem Hotelzimmer mithilfe eines Teleskops Herrn Simmons in die Karten und teilt Goldfinger, der ein Hörgerät zu tragen scheint, die Werte per Funk mit. Bond entdeckt den Betrug und verführt die Sekretärin, die dann in einer der berühmtesten Filmszenen als goldüberzogene Leiche in Bonds Bett endet. Im Roman spielt Goldfinger mit einem Herrn Du Pont Canasta, was insofern weniger gut passt, als Canasta zwar auch zu zweit gespielt werden kann, aber eigentlich ein Spiel für vier Personen ist. Bei einer Bahnfahrt in Leben und sterben lassen vertreibt sich Bond die Zeit mit Solitaire u.a. bei einer Partie Gin Rummy.
  • Computerspiel: In Sag niemals nie misst sich Bond mit Largo bei Domination, einem von Largo selbst erfundenen Computerspiel, dessen Ziel die Weltherrschaft ist. Bond verliert mehrere Spiele um einzelne Länder, siegt aber im Kampf um die gesamte Welt und gewinnt das Spiel.
  • Craps: Im Film Diamantenfieber gewinnt Bond beim Craps mehrere tausend Dollar und die Bewunderung von Plenty O'Toole.
  • Golf: Ian Fleming war ein begeisterter Golf-Spieler (er starb an einem Herzinfarkt, der ihn am Golfplatz traf) und so hat er auch dieses Spiel mit der Figur James Bonds verbunden: Auric Goldfinger betrügt beim Golf, doch Bond vertauscht Goldfingers Golfball mit einem anderen und gewinnt so die Partie.
  • (Manipulierte) Pferderennen und -wetten spielen im Roman Diamantenfieber und im Film Im Angesicht des Todes eine wichtige Rolle.
  • Poker: Im Film Casino Royale spielen Bond und Le Chiffre Texas Hold’em anstelle von Baccara wie im Roman.
  • Roulette: Im Roman Diamantenfieber spielt Bond in Las Vegas Roulette und gewinnt.
  • Schere, Stein, Papier: Im Roman Man lebt nur zweimal schildert Fleming in einem Kapitel ein Schere-Stein-Papier-Match zwischen James Bond und Tiger Tanaka.
  • Sic Bo (Dai Siu): Um auf die Spur von Francisco Scaramanga, dem Mann mit dem goldenen Colt, zu kommen, begibt sich Bond im Film in ein Casino in Macao, wo er beim Sic Bo auf Miss Anders trifft.

Schauplätze der James-Bond-Filme

  • Dreh- und Spielorte der Bond-Filme
  • nur Spielorte
  • reine Drehorte
Filmtitel Schauplätze (fiktive Orte in Anführungszeichen) Drehorte
James Bond jagt Dr. No Kingston, London, Jamaika, „Crab Key“ (Dr. Nos Insel) Pinewood Studios, London, Kingston, Jamaika
Liebesgrüße aus Moskau „Spectre Island“ (Trainingscamp von SPECTRE), Fluss in England, London, Istanbul, mit dem Orient-Express über Belgrad und Zagreb zur jugoslaw.-italienischen Grenze, Venedig Pinewood Studios, London, England, Schottland, Istanbul, Türkei, Italien
Goldfinger ungenannter mittelamerikanischer Staat, Miami Beach, London, Golfplatz in England, Genf, Andermatt, Furkapass, „Auric Enterprises“ (Goldfingers Fabrik in der Schweiz), „Goldfingers Gestüt“ in Kentucky, Fort Knox, über dem Nordatlantik Pinewood Studios, England, Andermatt, Furkapass, Pilatus Flugzeugwerke in Stans (Schweiz), Miami, Kentucky
Feuerball Herrenhaus in Frankreich, Paris, „Shrublands“ (ein Sanatorium bei London), England, Bahamas, Nassau Pinewood Studios, England, Paris, Schloss Anet in Frankreich, Nassau, Bahamas, Miami
Man lebt nur zweimal Erdumlaufbahn, amerikan. Raketenkontrollzentrum, sowjet. Radarstation, Hongkong, Tokio, Kobe, Kyūshū, „Spectres Raketenbasis“ in einem Vulkankrater Pinewood Studios, England, Tokio, Japan, Mågerø (Norwegen), Gibraltar, Bahamas, Bermudas
Im Geheimdienst Ihrer Majestät Estoril, Lissabon, Bern, England, London, Lauterbrunnen, „Bleuchamps medizinisches Institut für Allergien“ im Piz Gloria auf dem Schilthorn im Berner Oberland, Vorarlberg, Grindelwald, Portugal Pinewood Studios, England, Bern, Lauterbrunnen, „Piz Gloria“ auf dem Schilthorn, Grindelwald, Winteregg, Mürren, Lissabon, Portugal
Diamantenfieber Tokio, Kairo, Cannes, London, Diamantenmine in Südafrika, Amsterdam, Los Angeles, Las Vegas, Ölplattform vor der Küste Kaliforniens Pinewood Studios, England, Amsterdam, Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt am Main, Los Angeles, Las Vegas, Nevada, Bohrplattform vor Südkalifornien
Leben und sterben lassen „Bonds Wohnung“ in London, New York, New Orleans, „San Monique“ (ein Inselstaat in der Karibik) Pinewood Studios, England, New Orleans, Louisiana, New York
Der Mann mit dem goldenen Colt London, Beirut, Macao, Hongkong, Bangkok, „Scaramangas Insel“ im Südchinesischen Meer, Halong-Bucht Pinewood Studios, England, Macao, Hongkong, Bangkok, Khao Phing Kan in der Phang Nga-Bucht
Der Spion, der mich liebte „Berngarten“ in Österreich, Moskau, Schottland, Ägypten, Kairo, Gizeh, Luxor-Tempel, Abu Simbel, Sardinien, „Atlantis“ (Strombergs Plattform im Mittelmeer) Pinewood Studios, England, Kairo, Gizeh, Luxor, Abu Simbel, Sardinien, Bahamas, Malta, Okinawa, Mount Asgard in Kanada, Graubünden
Moonraker – Streng geheim über dem Nordatlantik, auf dem Rückflug aus Afrika, London, Los Angeles, „Drax' Schloss“ in Kalifornien, Venedig, Rio de Janeiro, Urwald von Brasilien, Maya-Stadt Tikal in Guatemala, „Drax' Raumstation“ im Weltraum Pinewood Studios, England, Paris, Schloss Vaux-le-Vicomte bei Melun, Billancourt Studios, Boulogne Studios, Frankreich, Venedig, Rio de Janeiro, Iguazú-Wasserfälle, Los Angeles, Kalifornien, Florida
In tödlicher Mission Friedhof bei London, London, Ionisches Meer, Gegend von Madrid, Cortina d’Ampezzo, Korfu, „irgendwo“ an der alban. Küste, Kloster „St. Cyril's“ in Griechenland Pinewood Studios, England, London, Cortina d’Ampezzo, Korfu, Meteora-Kloster Agia Triada in Griechenland, Bahamas, Nordsee
Octopussy ungenannter lateinamerikanischer Staat, Ost-Berlin, Berliner Mauer, Residenz des brit. Botschafters in West-Berlin, Sotheby’s in London, Udaipur, „Octopussys Palast“ in Indien, Karl-Marx-Stadt in der DDR, Zugfahrt über die deutsch-deutsche Grenze, „Feldstadt“ (eine US Air Base in Bayern) Pinewood Studios, England, London, Berlin, Udaipur, Taj Mahal, Indien, Utah
Sag niemals nie ungenannter mittelamerikanischer Staat, „Shrublands“ (ein Sanatorium bei London), England, Bahamas, Monaco, Frankreich, Nordafrika Elstree Studios, England, Nizza, Studios la Victorine, Antibes, Nassau, Bahamas
Im Angesicht des Todes Sibirien, London, Ascot, Paris, „Zorins Schloss“ in Frankreich, San Francisco, „Zorins Silbermine“ bei der San-Andreas-Spalte, Golden-Gate-Brücke Pinewood Studios, England, Ascot, Paris, Schloss Chantilly in Frankreich, San Francisco, Vatnajökull (Gletscher in Island), Vedretta di Scerscen Inferiore (Gletscher in Italien)
Der Hauch des Todes Gibraltar, Bratislava, London, England, Wien, „Eiserner Vorhang“ zwischen der CSSR und Österreich, Tanger, Afghanistan, Marokko England, Wien, Österreich, Tanger, Marokko, Mojave-Wüste, Gibraltar
Lizenz zum Töten Bahamas, Key West, „Isthmus City“ (eine Stadt in Mittelamerika) Churubusco Studios, Key West, Mexiko-Stadt, Mexiko
GoldenEye Archangelsk (im Film noch UdSSR), Monaco, Sewernaja Semlja, Sankt Petersburg, Kuba, Guantanamo Bay Leavesden Studios, London, England, Monaco, Puerto Rico, Lago di Vogorno-Staudamm in der Schweiz
Der Morgen stirbt nie Khyber-Pass im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan, Südchinesisches Meer, Oxford, Hamburg, Okinawa, Vietnam, Ho-Chi-Minh-Stadt, Courchevel Pinewood Studios, London, Oxford, England, Hamburg, Bangkok, Thailand, Florida, Mexiko
Die Welt ist nicht genug Bilbao, London, Schottland, Baku, Ölfelder in Aserbaidschan, Atomwaffen-Forschungszentrum in Kasachstan, Istanbul Pinewood Studios, London, England, Istanbul, Türkei, Baku, Bilbao, Schottland, Frankreich, Spanien
Stirb an einem anderen Tag Nordkorea, Demilitarisierte Zone zw. Nord- und Südkorea, Hongkong, Kuba, London, Island, „Graves Eispalast“ Pinewood Studios, London, England, Cádiz als Kuba, Hawaii, Jökulsárlón-Eissee in Island
Casino Royale Prager Büro des MI6 und eine Herrentoilette (in schwarzweiß!), Uganda, Madagaskar, Bahamas, Miami, Montenegro, Comer See, Venedig Pinewood Studios, Grandhotel Pupp in Karlsbad, Burg Loket nahe Karlsbad, Kloster Strahov in Prag, Villa del Balbianello in Lenno am Comer See, Venedig, Bahamas, Nationalmuseum in Prag
Ein Quantum Trost Gardasee, Siena, London, Seebühne in Bregenz, Haiti, Bolivien, Talamone Pinewood Studios, England, Siena, Gardasee, Feldkirch, Bregenz, Panama-Stadt, Panama, Atacamawüste in Chile, Mexiko, Talamone

Bonds Fahrzeuge

Filmtitel Fahrzeuge
James Bond jagt Dr. No Sunbeam Alpine Series II
Liebesgrüße aus Moskau Bentley Mark IV
Goldfinger Aston Martin DB5
Feuerball Aston Martin DB5
Man lebt nur zweimal Toyota 2000 GT
Im Geheimdienst Ihrer Majestät Mercury Cougar 1969 Convertible, Aston Martin DBS
Diamantenfieber Ford Mustang Mach 1
Leben und sterben lassen
Der Mann mit dem Goldenen Colt AMC Hornet
Der Spion, der mich liebte Lotus Esprit Type 79
Moonraker Space Shuttle Moonraker
In tödlicher Mission Lotus Esprit, Citroën 2CV
Octopussy Alfa Romeo GTV6, Mercedes-Benz 250 SE (W 108)
Sag niemals nie Yamaha XJ 650 Turbo, Peugeot 505, Renault 5 Turbo
Im Angesicht des Todes Rolls-Royce Silver Cloud II, Renault R11, Chevrolet Corvette, American LaFrance Drehleiter
Der Hauch des Todes Aston Martin V8 Volante, Aston Martin V8 Vantage, Audi 200 Quattro, Audi 100 Avant Quattro
Lizenz zum Töten Kenworth W500B
GoldenEye Aston Martin DB5, BMW Z3
Der Morgen stirbt nie BMW 750iL, BMW R1200C
Die Welt ist nicht genug BMW Z8
Stirb an einem anderen Tag Aston Martin V12 Vanquish
Casino Royale Aston Martin DBS, Ford Mondeo, Aston Martin DB5
Ein Quantum Trost Aston Martin DBS, Volvo S40, Alfa Romeo 159, Ford Ka, Ford Edge, Range Rover Sport, Land Rover Defender

James Bonds Verbündete

Desmond Llewelyn ist vor allem durch seine Rolle als Q in 17 James-Bond-Filmen bekannt geworden

Siehe auch: Figuren aus James-Bond-Filmen

  • Q – Der Codename für den Erfinder der genialen Geräte (Gadgets), abgeleitet von „Quartermaster“ (Quartiermeister).
  • R – Im Film Die Welt ist nicht genug der Schüler von Q, gespielt von John Cleese.
  • M – James Bonds Vorgesetzte(r)
  • Miss Moneypenny - Sekretärin von M
  • Felix LeiterCIA-Agent, später bei der DEA, James Bonds bester Freund
  • Valentin Dimitrewisz Zukovsky – ein ehemaliger KGB-Agent. Bond und Zukovsky haben nach vorheriger Feindschaft eine Zweckfreundschaft geschlossen.
  • Jack Wade – CIA-Verbindungsagent
  • Charles Robinson – MI6-Agent und James Bonds Freund.
  • General Anatol Gogol – Als KGB-Chef eigentlich Bonds Gegenspieler, doch bringen sich er und Bond durch das beidseitige Fair Play große Hochachtung entgegen. In Der Spion, der mich liebte arbeiten sie sogar zusammen.
  • René Mathis – MI6-Agent, der in Montenegro stationiert ist, als Bond ihn kennenlernt. Er wird von 007 des Verrates beschuldigt, was sich jedoch später als Irrtum entpuppt.
  • Jinx – NSA-Agentin in „Stirb an einem anderen Tag“

Musik

Siehe auch Liste der James-Bond-Titellieder

John Barry galt bis zum Verlassen der Filmserie im Jahr 1987 als Hauskomponist der Bondfilme. Versuche, ihn später zurückzuholen, scheiterten. Beim ersten Bondfilm, James Bond jagt Dr. No (1962), arrangierte und dirigierte er Monty Normans berühmt gewordenes James-Bond-Thema. Insgesamt komponierte Barry elf Bond-Soundtracks, in Ausnahmefällen sprangen andere Komponisten für ihn ein: George Martin (Leben und sterben lassen, 1973), Marvin Hamlisch (Der Spion, der mich liebte, 1977), Bill Conti (In tödlicher Mission, 1981), Michael Kamen (Lizenz zum Töten, 1989) und Eric Serra (GoldenEye, 1995). Seit 1997 ist David Arnold für die Filmmusik verantwortlich.

Gemäß einer allgemein verbreiteten Soundtrack-Konvention werden auch in den Bond-Film-Musiken die Haupt-Themen, insbesondere das Bond-Thema und die Melodien der Titellieder, variationsreich eingearbeitet, um dem Film neben der dramaturgischen Funktion eine musikalische Identität zu verleihen.

Das James Bond Theme von Monty Norman eröffnet seit Liebesgrüße aus Moskau jeden Bond-Film bis zu Stirb an einem anderen Tag mit der typischen Pistolenlaufeinstellung. In der Neuverfilmung von Casino Royale (2006) wurde der Film offenbar aus dramaturgischen Gründen ohne dieses Thema eröffnet. Der Film beginnt nach den Firmenlogos gleich mit dem Teaser (in Schwarz-Weiß), danach erst ist die logoähnliche Szene mit dem Pistolenlauf zu sehen (in Farbe). Sie leitet direkt über in den Titel-Vorspann, unterlegt aber mit der Einleitung des Titellieds. Erst gegen Filmende erklingt das Bond-Thema vollständig ausgearbeitet, wenn Bond als gereifter Agent 007 ins Bild tritt, und das Thema leitet nahtlos über in den Abspann. In Ein Quantum Trost schließt das Bond-Thema mit der ikonenhaften Pistolenlaufeinstellung den Film ab und leitet über zum Abspann.

Zwei Bond-Abenteuer, die gelegentlich auch als ‚nicht offiziell‘ bezeichneten Produktionen von Casino Royale (1967) und Sag niemals nie (1983), bilden gerade auch aus musikalischer Sicht eine Art Ausnahme von der Regel. Beide Filme wurden unabhängig von Eon Productions Ltd. produziert. Zu ersterem Film komponierte Burt Bacharach die Musik, zu letzterem Michel Legrand. Beide Filme haben zwar ihre musikalische Identität; doch diese ist mit dem von John Barry maßgeblich entwickelten Bond-Sound der ‚offiziellen‘ Serie kaum zu vergleichen. Die Verwendung des Bond-Themas oder der Pistolenlaufsequenz war allein schon aus rechtlichen Gründen in diesen zwei Filmen ausgeschlossen.

Bis heute werden für die Titellieder weltbekannte Solisten und Gruppen verpflichtet – mit teils unterschiedlichen Erfolgen beziehungsweise Hitparadenplatzierungen. Dazu gehören beispielsweise Tom Jones, Nancy Sinatra, Louis Armstrong, Paul McCartney, A-ha, Tina Turner und Madonna. Gleich drei Titellieder interpretierte Shirley Bassey für die Bond-Serie: Goldfinger (1964), Diamonds Are Forever (1971) und Moonraker (1979). Während des Titelvorspanns von In tödlicher Mission (1981) war Sheena Easton mit ihrem Titelsong als erste und einzige Bond-Sängerin auch auf der Leinwand zu sehen (Madonnas Kurzrolle in Stirb an einem anderen Tag nicht eingerechnet). Den ersten Platz der US-Charts belegte die Gruppe Duran Duran mit A View To A Kill (1985), was sowohl davor als auch danach keinem anderen Bond-Song-Interpreten gelang.

Product-Placement

Product-Placement wird seit dem ersten James-Bond-Film gezielt eingesetzt.[6] Beispiele für gezielt platzierte Marken sind: Smirnoff Wodka in James Bond jagt Dr. No, Dom Pérignon in James Bond jagt Dr. No, Goldfinger, Der Mann mit dem Goldenen Colt und Der Spion, der mich liebte, Champagne Bollinger in jedem James-Bond-Film seit 1983 (Octopussy), vorher seit Leben und Sterben lassen (1973) sporadisch, Rolex in James Bond jagt Dr. No, Omega in GoldenEye und Die Welt ist nicht genug und Casino Royale, Caterpillar in Die Welt ist nicht genug, British Airways in GoldenEye und Stirb an einem anderen Tag, Philips in Der Hauch des Todes, Seiko in Octopussy, Sony in Man lebt nur zweimal, Octopussy, Stirb an einem anderen Tag und Casino Royale, Aston Martin in verschiedenen Filmen seit Goldfinger und BMW in GoldenEye, Der Morgen stirbt nie und Die Welt ist nicht genug, KUKA Roboter in Stirb an einem anderen Tag. Neben der klassischen Form des Product-Placement im Sinne von visueller Produktdarstellung wurden auch explizite verbale Placements in James-Bond Filmen eingebaut, z. B. für Whiskas in Im Angesicht des Todes oder für Omega in Casino Royale.[7]

Kontinuität

Die Romane von Fleming bauen aufeinander auf, und auch deshalb erfreuen sich Fankreise der Diskussion, ob der James Bond der verschiedenen Filme ein und dieselbe Person sei. Das Äußere von Bond ändert sich bedingt durch den Wechsel der Schauspieler, zumeist ohne dass in den Filmen darauf eingegangen wird. Die Idee, dies durch eine Gesichtsoperation zu erklären, wurde für den ersten Wechsel (Im Geheimdienst Ihrer Majestät) überdacht, jedoch fallen gelassen.

In Casino Royale (2006) wird mit der Kontinuität endgültig gebrochen und ähnlich wie bei anderen Filmreihen (zum Beispiel bei den Batman- oder Star Trek-Filmen) die Geschichte nochmals neu und von vorne erzählt. Der Film handelt von Bonds erstem Einsatz, spielt aber in der Gegenwart. Außerdem spielt Judi Dench, Bonds Vorgesetzte M, eine Rolle, die sie erst seit GoldenEye innehat. Der 22. Bond-Film, Ein Quantum Trost knüpft direkt an den Vorgänger Casino Royale an.

Weitere Verfilmungen

Als Harry Saltzman und Albert R. Broccoli die Verfilmungsrechte für Ian Flemings Bond-Romane erstanden, konnten sie zwei Titel nicht sichern: Casino Royale und Feuerball.

Casino Royale (1954/1967)

Hauptartikel: Casino Royale (1954) und Casino Royale (1967)

Casino Royale wurde bereits 1954 an Gregory Ratoff verkauft, dessen Agentur diese an CBS für die Produktion einer Fernsehshow vermitteln konnte. Erster Bond-Darsteller war damit der amerikanische Schauspieler Barry Nelson in einer vom Sender CBS produzierten Live-Adaption von Flemings Debüt-Roman Casino Royale. Den Gegenpart Le Chiffre spielte damals Peter Lorre. Mit dem vertrauten Bild des Kino-Bonds, wie wir ihn heute kennen, hatte die Theatershow aus dem Jahr 1954 nur sehr wenig gemein, zudem hieß „James“ Bond in diesem Film „Jimmy“ und arbeitete für die CIA.

Als Ratoff starb, verkaufte seine Frau die Rechte an Charles K. Feldman weiter. Feldman strebte zunächst — erfolglos — eine Partnerschaft mit Eon Productions Ltd. an und produzierte schließlich auf eigene Faust die Bond-Parodie Casino Royale, welche 1967 erschien. Diese Persiflage auf den James-Bond-Mythos ist mit den späteren Austin-Powers-Filmen vergleichbar. In der Rolle des James Bond 007 sind unter anderem David Niven, Peter Sellers und Terence Cooper zu sehen. Woody Allen spielt den Bösewicht und Neffen von James Bond – Jimmy Bond/Dr. Noah. Beteiligt war auch Ursula Andress (auch als James Bond 007, bzw. als Vesper Lynd), Darstellerin des ersten Bond-Girls in James Bond jagt Dr. No. Den Bösewicht „Le Chiffre“, gegen den James Bond am Baccara-Tisch antreten muss, verkörperte Orson Welles. Des Weiteren traten noch diverse international bekannte Schauspieler in (mehr oder weniger) kleinen Cameorollen auf. (Barbara Bouchet, William Holden, John Huston, Deborah Kerr, Daliah Lavi, George Raft, Charles Boyer, Peter O’Toole, Jean-Paul Belmondo).

Nach Feldmans Tod kaufte United Artists seine Produktionsgesellschaft, an der auch Columbia Pictures Anteile durch die von CBS gesendete Fernsehshow besaß. Dies war der Grund für einen jahrzehntelangen Streit um den Status von Casino Royale. 1989 wurde Columbia Pictures von Sony aufgekauft. Die 1991 umbenannte Sony Pictures Entertainment versuchte nun, unter anderem auch durch eine Kooperation mit McClory, in das Bond-Filmgeschäft einzusteigen, was wiederum EON mit gerichtlichen Mitteln zu stoppen trachtete. Die Auseinandersetzung endete 1999 mit dem Aufkauf der restlichen Filmrechtanteile an Casino Royale durch EON. Ironischerweise kaufte Sony 2004 die MGM Studios (die 1981 mit United Artists fusionierte) auf, so dass die neuesten Bond-Filme doch unter Sonys Flagge erfolgen.

Sag niemals nie (1983)

1983 kam Sag niemals nie als letzter Auftritt von Sean Connery in der Rolle von Bond in die Kinos. Der Titel Never Say Never Again stammt von einer Anspielung Connerys Frau auf eine Aussage von Sean Connery, nie wieder James Bond spielen zu wollen. Der Skript basiert auf Whittingham und McClory. EON versuchte vergeblich die Verfilmung zu stoppen, um eine Schmälerung des Erfolgs von Octopussy aus demselben Jahr zu verhindern, was dann wahrscheinlich auch der Fall war. Der früher veröffentlichte Octopussy (ca. 187 Mio. Dollar) übertrumpfte das Konkurrenzprodukt Sag Niemals Nie (ca. 160 Mio. Dollar) finanziell nur geringfügig. Die US-amerikanischen Kinoverleihrechte lagen bei der Erstaufführung von Warner Bros.

Sag niemals nie hat mit Connery als Bond den gleichen Handlungsaufbau wie der 1965 gedrehte Film Feuerball und kann daher als Remake angesehen werden. Als Bösewicht Maximilian Largo ist Klaus Maria Brandauer und als Bondgirl Domino Kim Basinger zu sehen. Die Romanvorlage von Feuerball geht auf ein geplantes Drehbuch für einen Film James Bond Secret Agent von Anfang der 60er Jahre zurück, an welchem auch Fleming mitschrieb. Das Vorhaben zog sich damals in die Länge und Fleming verlor die Lust an der Verfilmung. Die bis dahin erarbeiteten Elemente verwendete Fleming 1960 für das Buch Thunderball, was die anderen Beteiligten veranlasste, Fleming der Verletzung des Urheberrechts anzuklagen. Dessen wurde er später für schuldig befunden.

Parodien

  • Die Bond-Filme wurden immer wieder parodiert: Zum ersten Mal wohl vom Carry-On-Team in Ist ja irre – Agenten auf dem Pulverfaß (1964) und in der US-Zeichentrickserie Siegfried Sqirrel (The Secret Squirrel Show), die von 1965 bis 1968 produziert wurde.
  • 1965 Zwei Trottel gegen Goldfinger (Due mafiosi contro Goldginger) mit dem Komikerduo Franco & Ciccio. In diesem Film wird 007 von George Hilton dargestellt.
  • 1966 entstand Leise flüstern die Pistolen mit Dean Martin als „Matt Helm“. Es folgten vier Filme und 27 Romane von Donald Hamilton.
  • Casino Royale aus dem Jahr 1967, eine Persiflage. Sie wird trotz aller Unterschiede zuweilen zu den Bond-Filmen gezählt, da sie auf Ian Flemings gleichnamigem Roman basiert. Zahlreiche Schauspieler (Peter Sellers, David Niven und Woody Allen) agieren als James Bond. Der Film ist eine Art Vorläufer von Austin Powers.
  • Die TV/Filmreihe „Solo für O.N.K.E.L.“ (1964-1968, 1983), welche im weitesten Sinne eine Parodie des Agentenfilmgenres ist. Gespielt wurden die Agenten im Wesentlichen von Napoleon Solo und Illya Kuryakin für O.N.K.E.L. bzw. U.N.C.L.E. George Lazenby hatte als „JB“ einen Gastauftritt, ebenso einige Bösewichte aus den offiziellen Filmen. Ian Fleming half beim Entwurf der Fernsehserie. Die 105 Episoden wurden mit zusätzlichen Szenen zu acht Kino- bzw. Fernsehfilmen zusammengefasst.
  • 1967 Unternehmen Kleiner Bruder (Operation Kid Brother) mit Sean Connerys Bruder Neil in der Hauptrolle. In der Besetzung zahlreiche Schauspieler mit Bond-Bezug (etwa Adolfo Celi, Daniela Bianchi, Bernard Lee, Lois Maxwell und Anthony Dawson).
  • Maxwell Smart, gespielt von Don Adams als Agent 86 für die Organisation CONTROL gegen die Gruppe KAOS in der Fernsehserie Mini-Max. Qs Erfindungen gehen hier, bei Maxwell, in der Regel in die Hose.
  • Harry Palmer, gespielt von Michael Caine, als Geheimagent wider Willen auf dem falschen Fuß; 3 Kinofilme in den 1960er Jahren und 3 Fernsehfilme um 1995.
  • Derek Flint, gespielt von James Coburn in zwei Filmen von 1966 und 1967, als übersmarter Geheimagent, der immer wieder aus seinem Ruhestand reaktiviert wird.
  • David Jason 1974 als Geheimagent 0014 in der Fernsehserie Edgar Briggs – Das As der Abwehr (The Top Secret Life of Edgar Briggs), mit Noel Coleman als The Commander.
  • Die Disney-Actionkomödie Condorman (1981) mit Michael Crawford und Oliver Reed parodiert nicht nur zahlreiche Bond-Klischees, sondern auch die beliebten Gadgets.
  • Mike MyersAustin-Powers-Filme (1997 – 2002),
  • Rowan Atkinson mit seiner Figur Johnny English in den gleichnamigen Filmen. Zuvor trat er schon in der Nebenrolle Nigel Small-Fawcett in Sag niemals nie auf.
  • Agent 00 – Mit der Lizenz zum Totlachen mit Leslie Nielsen und Agent 00 Nix – In hirnloser Mission mit Bill Murray.
  • Die Jugendkrimi-Komödie 003 1/2 sowie die Figur „Jimmy Bondy“ in dem Dudu-Film Ein Käfer gibt Vollgas.
  • Agent 327, eine Comicserie des niederländischen Zeichners Martin Lodewijk.
  • In der Neuverfilmung von Der rosarote Panther hat Clive Owen einen Gastauftritt als 006, worauf Steve Martin süffisant meint „Ah, zur Superzahl hat es nicht gereicht“. Clive Owen galt damals als heißer Kandidat für die Neuverfilmung „Casino Royale“.
  • Der Actionfilm True Lies mit Arnold Schwarzenegger.
  • Derek Bunt, ein alternder Geheimagent in der Disney Zeichentrickserie Darkwing Duck in der Folge „Superagent-Derrik Bunt“ (In Like Blunt).
  • Die Komödie The Tuxedo – Gefahr im Anzug mit Jackie Chan.
  • Die Episode Man liebt nur zweimal der 5. Staffel von Das A-Team parodiert insbesondere die James-Bond-Filme von Sean Connery.
  • Die Serie Chuck greift immer wieder auf typische Elemente der Bond-Filme zurück, wie zum Beispiel diverse Gadgets oder das Klischee des Geheimagenten, der einen Anzug trägt und Martini trinkt.
  • In der Zeichentrickserie Die Simpsons erscheinen häufig Anspielungen auf die Filmreihe. Unter anderem eine Figur mit dem Namen James Bont, die äußerlich Sean Connery nachempfunden ist.
  • In der Folge Unser Mann Bashir der Fernsehserie Deep Space Nine erlebt der Arzt der Raumstation Dr. Bashir im Holodeck zusammen mit anderen Mitgliedern der Crew ein an James Bond angelehntes Abenteuer.
  • Im Asterix-Comic Die Odyssee kommt ein gallischer Druide mit dem Namen Nullnullsix vor. Diese Figur ist eine Anspielung auf Bond und ist äußerlich Sean Connery nachempfunden.
  • Die Videospielserie James Pond und ihr gleichnamiger Protagonist sind Parodien auf Bond.
  • In den Lustigen Taschenbüchern tauchte immer wieder die Figur „Doppel-Duck“ auf, in der Donald als Agent verschiedene Missionen bestreitet. Die einzelnen Figuren tragen dort, wie in den Filmen, Codenamen, und die Gadgets werden dort auch zur Genüge parodiert.
  • In der sowjetischen Zeichentrickserie „Abenteuer des Kapitän Vrungel“ / "Приключения капитана Врунгеля" muss ein Agent 00X einen gestohlenen Kunstgegenstand aus dem Royal Museum of Arts wieder beschaffen und bedient sich dabei diverser Gadgets.

007-Logo im Wandel der Zeit
Britisches Ursprungslogo 1962/63

Das bekannte 007-Pistolen-Logo wurde 1962 von Joseph Caroff entworfen. Das Ur-Logo war während der 1960er Jahre nur auf US-amerikanischen Plakaten und Werbetafeln präsent und fand nach und nach in vielen Staaten Nachahmungen. Das ursprünglich gedachte Logo in Großbritannien war eine Pistole (schwarz), die auf den Zahlen 007 (rot) lag. Erst 1964 und 1967 war es auch auf deutschen Plakatentwürfen zu sehen. Es setzte sich aber nicht durch und wurde 1969 durch eine neuere Version ersetzt, die etwas moderner und detailarmer war. Dieses Symbol aber war bis in die 1980er hinein die letzte kompakte Version mit Wiedererkennungswert und fand sich auf vielen Werbeprodukten (z. B. CORGI Modellautos) wieder. Seitdem war das Logo aber international auf fast allen Plakaten präsent. Im asiatischen Raum wurden weiterhin eigene Logovarianten entwickelt, wovon hier das Japanische durch sein Detailreichtum heraustrat. Als Roger Moore seinen Dienst als James Bond 1973 antrat entwickelte man ein etwas höheres und kantigeres Modell, das auch auf dem Plakat mit den O's in seinem Namen verlinkt wurde. Ab 1974 traten nur noch der Pistolenlauf und Abzug des 1973er Logos in den verschiedenenartigen Schriftarten der Stabangaben in Erscheinung. Beim Film Moonraker fiel man wieder auf Teile des 1969er Logo-Version zurück bzw. man kreierte eine zur Weltraumszenerie passende Version. Ab 1981 wurde Bond wieder bodenständig und bekam auf seinen Plakaten Teile der 1974er Version mit längeren Lauf, die auch besser zur serifen Schriftart passte. Als im Jahre 1984 die Pinewood 007 Halle neu errichtet wurde, trat auf dessen Frontbeschilderung eine neue Fassung des 007 Logos in Erscheinung. Sie war mit einem noch mehrkantigen Korn auf dem Lauf gestaltet als das Symbol, das ab 1987 mit Timothy Daltons Eintritt als Bond einen einheitlichen Markencharakter haben sollte. Das zum 25. Jubiläum eingeführte Logo wurde bis 1997 genutzt. Paradox war in Deutschland, dass das 1987er Logo in den Stabangaben von Der Morgen stirbt nie auftauchte, während das neue Logo den Hintergrund des Schriftzugs zierte. Bereits zum Film GoldenEye mit Pierce Brosnan präsentierte man eine neue verschlankte Version, die bis heute als offizielles 007 Symbol gilt. Zum Film Die Welt ist nicht genug (1999) entwickelte man eine noch schrägere Variante, die zur Schriftart Steadfast von Todd Masui unterhalb passen musste.

Sonstiges

  • Auch in den EON-Filmen ist es nicht Connery, der als Erster als Bond zu sehen ist: Der Stuntman Bob Simmons absolviert die so genannte Gunbarrel-Sequenz, mit der jeder (offizielle) Bond-Film bis auf Casino Royale (2006) und Ein Quantum Trost startet. Erst seit Feuerball ist es der jeweils amtierende Bond-Darsteller, der in der Eingangssequenz tatsächlich schießt. In Casino Royale (2006) ist die Sequenz dem Titel vorangestellt und ist als Ende der Intro sogar in die Handlung integriert. In Ein Quantum Trost befindet sie sich am Ende des Films vor dem Abspann.
  • Sean Connery war nicht Flemings Wunschkandidat. Er hätte am liebsten jemanden wie Cary Grant in der Rolle gesehen, da dieser seiner Ansicht nach die eleganten Seiten des Agenten glaubhafter hätte verkörpern können. Wunschkandidat war eigentlich Richard Todd. Connery als Schotte war dem Schriftsteller zu wenig feinsinnig, zu grobschlächtig und zu „behaart“. Später änderte Fleming seine Meinung, nachdem Connery beim Vorsprechen für die Bond-Rolle durch seine überaus hervorstechende und männliche Gangart überzeugte. Cary Grant lehnte die Rolle ab, da er sich nicht für mehrere Bond-Filme verpflichten lassen wollte.
  • Die Sets der Filmreihe wurden von den Szenebildnern Ken Adam und Peter Lamont geschaffen. Ken Adam verließ James Bond nach der Produktion von Moonraker, sein Nachfolger wurde Lamont, der zuvor schon in anderen Funktionen an der Reihe mitwirkte.
  • Eigens für den Film Man lebt nur zweimal produzierte Toyota zwei Wagen des Typs 2000 GT in einer Cabrio-Variante.
  • Am Ende des Romanes und des Films Im Geheimdienst Ihrer Majestät wird 007 durch einen Anschlag zum Witwer: auf der Hochzeitsreise verliert er seine Frau Theresa. Dieses tragische Ereignis wird auch in einigen Szenen erwähnt. So erinnert ihn Anya Amasova in dem Film Der Spion der mich liebte an den Tod seiner Frau. Zu Beginn von In tödlicher Mission legt 007 an ihrem Grab Blumen nieder. In Lizenz zum Töten sagt sein amerikanischer Freund Felix Leiter: „Er war einmal verheiratet, aber das ist lange her.“ In den nachfolgenden Filmen wurde das Thema ignoriert.
  • Der Schauspieler, der wohl an den meisten Filmen beteiligt ist, war Desmond Llewelyn in der Rolle des „Q“. Obwohl Llewelyn in mehr als 17 Bond-Filmen über den Zeitraum von 36 Jahren mitwirkte, ist er insgesamt nur ca. 30 Minuten zu sehen.[8]
  • Der Asteroid (9007) James Bond wurde nach dem Agenten benannt.

Videospiele

1983 erschien das erste James-Bond-Videospiel mit dem Titel James Bond 007, damals noch für Konsolen wie Atari 2600, den Heimcomputer Atari 800XL und den Heimcomputer Commodore 64. Zusätzlich erschien James Bond 007 – Der Hauch des Todes für die Atari 800XL/130XE Heimcomputer. Das Spiel setzte sich aus den Genres Text-Adventure und Side-Scroller zusammen. Nach zwei Spielen zu Im Angesicht des Todes im Jahr 1985 und vier weiteren in den Folgejahren erschien 1990 mit James Bond: The Stealth Affair ein Grafik-Adventure in Point-and-Click-Manier. Das Action/Adventure-Spiel James Bond Jr. aus dem Jahr 1992 basiert inhaltlich auf einer Comicbuch-Serie des Verlags Marvel Comics. 1988 und 1990 brachte Domark zwei Filmumsetzung älterer James-Bond-Filme, Leben und sterben lassen und Der Spion, der mich liebte, heraus. Das erste war eine Bootssimulation im Stil der Lotus-Spiele und das zweite eine Kombination aus Fahrsimulation und Shoot ’em up, wie es auch in Lizenz zum Töten-Spiel (1989) umgesetzt wurde. 1993 programmierte das Kremlin-Team für Domark ein Sega-Spiel namens James Bond 007 – The Duel, das im damaliger populärer Jump-’n’-Run-Manier gespielt wurde.

Im September 1997 erschien mit dem Spiel GoldenEye 007 der erste Ego-Shooter im James-Bond-Universum. Das Spiel etablierte sich aufgrund von Grafik, Spielbarkeit und Mehrspieler-Modus als Videospiel-Klassiker. Das Spiel erschien nie in Deutschland, da es kurze Zeit nach der Veröffentlichung von der BPjM indiziert wurde.

Von 1999 bis 2007 besaß Electronic Arts die Exklusiv-Rechte an den James-Bond-Romanen und -Filmen. Im November 1999 erschien der Third-Person-Shooter Tomorrow Never Dies exklusiv für die PlayStation sowie im Jahr 2000 Die Welt ist nicht genug u.a. wieder ähnlich wie GoldenEye 007 auf Nintendo 64, Game Boy und PlayStation. Es sollte auch auf der neuen PlayStation 2 veröffentlicht werden, wurde dann aber als Agent im Kreuzfeuer veröffentlicht. Bis ins Jahr 2004 erschienen sechs weitere Spiele für mehrere Konsolen. Das Spiel 007 Racing (2000) von den Entwicklern Eutechnyx stellt als Rennspiel eine Ausnahme dar. Dem Spieler stehen 19 lizenzierte Fahrzeuge aus allen Bond-Filmen zur Auswahl.

Agent Under Fire (Dt. Titel Agent im Kreuzfeuer, 2001) ist das erste James-Bond-Spiel, welches weder auf einem Roman von Ian Fleming noch auf einem der Filme basiert.

Das 2004 erschienene Everything or Nothing ist eine inhaltliche Fortsetzung des Filmes „A View to a Kill“ mit neuen, nach Schauspielern (z. B. Willem Dafoe) modellierten Charakteren, originalen Synchronisationen und eigenständigem Titelsong (von Sängerin Mýa). Ende 2004 erschien GoldenEye: Rogue Agent, in welchem man einen Schläger Goldfingers spielt. Es treten offiziellen Gegenspieler (sogar Dr. No) auf. 2005 erschien der Third-Person-Shooter Liebesgrüße aus Moskau.

2008 erschien Quantum Of Solace für alle gängigen Konsolen, Handhelds und PC. Es greift Schauplätze aus Casino Royale und Ein Quantum Trost mit Daniel Craig auf und ist ein First-Person-Shooter. Die Engine ist eine modifizierte Engine von Call of Duty 4: Modern Warfare. Das Spiel ist gleichzeitig mit dem Wechsel des Lizenzinhabers von Electronic Arts zu Activision in Entwicklung gegangen und stellt die erste Veröffentlichung unter neuem Lizenzinhaber dar.

Der amerikanische Spieleentwickler Activision erhielt ab September 2007 die offizielle Lizenz zur alleinigen Vermarktung von James-Bond-Spielen. Am 22. August 2007 verkündete Activision auf der Games Convention in Leipzig, dass bereits mit Hochdruck in Zusammenarbeit mit diversen Spieleentwicklungsunternehmen an einem neuen James-Bond-Titel gearbeitet wird. Dieser Titel ist unter dem Namen James Bond 007: Blood Stone am 5. November 2010 veröffentlicht worden und für alle aktuellen Spielkonsolen sowie für PC erhältlich.[9] Zusätzlich wird es eine Version des Spiels für den Nintendo DS geben.[10] Die Lizenz gilt bis 2014.

Siehe auch

Literatur

  • Kingsley Amis: Geheimakte 007 James Bond. Ullstein, Frankfurt/M.-Berlin 1965 (auch: Geheimakte 007. Die Welt des James Bond, ebenda, 1986) (The James Bond Dossier, 1965), ISBN 3-548-36526-4
  • Inga Brunckhorst: Gentleman's Girls and Guns. James Bond und die Frauen. Tectum Verlag, Marburg/Lahn 2009, ISBN 978-3-8288-9995-7
  • Hans Christoph Buch: James Bond oder Der Kleinbürger in Waffen. in Jochen Vogt (Hrsg.): Der Kriminalroman. Poetik – Theorie – Geschichte. UTB für Wissenschaft, Band 8147, Fink, München 1998, 581 S., ISBN 3-8252-8147-7 (UTB), ISBN 3-7705-3226-0 (Fink)
  • Oreste del Buono, Umberto Eco (Hrsg.): Der Fall James Bond. dtv, München 1966 (Il caso Bond. Le origini, la natura, gli effetti del fenomeno)
  • John Cork, Bruce Scivally: James Bond, Die Legende von 007. Scherz, ISBN 3-502-15340-X
  • Alastair Dougall: James Bond.Geheimagent 007. Dorling Kindersley Verlag, München 2009, ISBN 978-3-8310-9078-5
  • Manfred Knorr, Peter Osterried: Moviestar Sonderband: James Bond 007. Mpw, ISBN 3-931608-67-0
  • Erich Kocian: Die James-Bond-Filme. Heyne Filmbibliothek Nr. 44, München 2002. ISBN 3453860446
  • Michael Marti, Peter Wälty: James Bond und die Schweiz. Basel 2008. ISBN 978-3-905800-20-3
  • Danny Morgenstern, Manfred Hobsch: James Bond XXL. Schwarzkopf & Schwarzkopf, ISBN 3-89602-545-7
  • Bodo Mrozek, Im Geheimdienst Seiner Majestät, des Kapitalismus. Helden der Popkultur: Spione und Agenten im Kalten Krieg, in: Karl-Heinz Bohrer u. Kurt Scheel (Hrsg.): Heldengedenken. Über das heroische Phantasma, (Merkur Sonderband 724/725) Klett-Cotta, Stuttgart 2009, S. 982-988. ISBN 978-3608971170
  • Garth Pearce: GoldenEye – Das Buch zum Film. (Doku), ISBN 3-89365-477-1
  • John Pearson: The Life of Ian Fleming. London 1966
  • Michael Petzel, Manfred Hobsch: Die Akte James Bond. Schwarzkopf & Schwarzkopf, ISBN 3-89602-415-9
  • Andreas Rauscher, Bernd Zywietz, Georg Mannsperger u. Cord Krüger (Hg.): Mythos 007 - Die James Bond-Filme im Fokus der Popkultur. Mainz 2007. ISBN 978-3-936497-13-7
  • Graham Rye: Die James Bond Girls. ISBN 3-89365-478-X
  • Michael Scheingraber: Die James Bond-Filme, Wilhelm Goldmann Verlag, München 1980. ASIN B00357OJGG
  • Roger Steward (Illustrationen), Allastair Dougall (Text): James Bond – Geheimagent 007. ISBN 3-8310-0069-7
  • Siegfried Tesche: Das große James-Bond-Buch. Henschel Verlag, ISBN 3-89487-440-6
  • Siegfried Tesche: Der große James Bond-Atlas. Wissen Media Verlag, Gütersloh/München 2008, ISBN 978-3-577-07305-9
  • Siegfried Tesche: James Bond – Top Secrets. Leipzig 2006, ISBN 978-3-86189-765-1
  • Siegfried Tesche: Mr. Kiss Kiss Bang Bang. Die Geschichte der James-Bond-Filmmusiken. ISBN 3-7957-0567-3
  • Klaus-Peter Walter: Das James-Bond Buch. Ullstein, Frankfurt/M.-Berlin 1995, ISBN 3-548-23712-6
  • Glenn Riedel u.a.: Der große James-Bond-Atlas. Wissen Media Verlag, Gütersloh/München 2008, ISBN 978-3-577-07305-9

Weblinks

 Wikiquote: James Bond – Zitate
 Commons: James Bond – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. mi6.co.uk James Bond's Obituary
  2. FAQ auf www.jamesbond.de (abgerufen am 6. November 2011).
  3. In James Bond – 007 jagt Dr. No erinnert Bonds Vorgesetzter M an diesen Umstand (etwa bei Minute 24).
  4. http://www.filmstarts.de/nachrichten/18472154.html
  5. James Bond und der Kalte Krieg auf Q History, 15. Oktober 2010
  6. Nadja Tata: „Product Placement in James-Bond-Filmen“. Saarbrücken 2006 – ISBN 3-86550-440-X
  7. http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:James-Bond-PR-Agent-007-/576959.html
  8. http://www.3sat.de/page/?source=/ard/sendung/123152/index.html
  9. http://www.pcgames.de/James-Bond-007-Blood-Stone-PC-235372/News/James-Bond-007-Blood-Stone-Erste-Screenshots-zum-Spiel-der-Blur-Macher-764394/
  10. Artikel auf Junge-Technik.de

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