Solingen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Solingen Deutschlandkarte, Position der Stadt Solingen hervorgehoben
51.1713888888897.0833333333333221
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Höhe: 221 m ü. NN
Fläche: 89,48 km²
Einwohner:

159.927 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 1787 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 42651–42719
Vorwahl: 0212
Kfz-Kennzeichen: SG
Gemeindeschlüssel: 05 1 22 000
Stadtgliederung: 5 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Cronenberger Str. 59–61 u. Rathausplatz 1

42651 Solingen

Webpräsenz: www.solingen.de
Oberbürgermeister: Norbert Feith (CDU)
Lage von Solingen in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen Mülheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann Düsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis Düren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna Märkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln Städteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Kreis Euskirchen Münster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis Gütersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke BielefeldKarte
Über dieses Bild

Solingen ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Sie ist nach dem nordöstlich angrenzenden Wuppertal und vor Remscheid und Bergisch Gladbach die zweitgrößte Stadt der vier bergischen Großstädte und ein Mittelzentrum des Landes. Solingen ist Mitglied im Landschaftsverband Rheinland.

Die Einwohnerzahl Solingens überschritt 1929 nach einer kommunalen Gebietsreform und der damit einhergehenden Neustrukturierung und Erweiterung des Stadtgebietes die Grenze von 100.000 Einwohnern, wodurch Solingen zur Großstadt wurde.

Solingen ist zudem die einzige Stadt der Welt, deren Name durch eine Verordnung markenrechtlich geschützt ist (siehe Hauptartikel Solingenverordnung).

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Solingen liegt südwestlich von Wuppertal im Bergischen Land. Das Stadtgebiet hat eine Größe von 89,45 km², davon rund 50 % landwirtschaftlich, gärtnerisch oder forstwirtschaftlich genutzt. Die Länge der Stadtgrenze beträgt 62 km, die größte Ost-West-Ausdehnung 15,6 km und die größte Nord-Süd-Ausdehnung 11,7 km. Die Länge des Hauptflusses Wupper im Stadtgebiet beträgt 26 km. Mit 276 m über NN liegt der höchste Punkt im Stadtgebiet am ehemaligen Gräfrather Wasserturm, dem heutigen Lichtturm. Der tiefste Punkt befindet sich westlich von Götsche und südlich von Verlach und liegt 53 m über NN.

Nachbargemeinden und Städte

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Solingen, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:

Wuppertal und Remscheid (beides kreisfreie Städte), Wermelskirchen, Burscheid und Leichlingen (Rheinland) (alle Rheinisch-Bergischer Kreis) sowie Langenfeld (Rheinland), Hilden und Haan (alle Kreis Mettmann).

Stadtgliederung

Solingen Mitte: Clemens-Kirche und Clemensgalerie

Das Stadtgebiet Solingens besteht heute aus fünf Stadtbezirken. Jeder Stadtbezirk hat eine eigene Bezirksvertretung, die aus 15 bzw. 13 Mitgliedern besteht. Die Mitglieder dieser Vertretung nennt man Bezirksvertreter. Sie werden von der Bevölkerung des Stadtbezirks auf fünf Jahre gewählt. Der Vorsitzende der Bezirksvertretung ist der Bezirksvorsteher. Die Bezirksvertretungen sind für bestimmte Aufgaben des Bezirks zuständig bzw. sind zu allen wichtigen Angelegenheiten des Stadtbezirks zu hören.

Die 5 Stadtbezirke sind:

  1. Solingen-Mitte
  2. Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid (Stadtteile Ohligs, Aufderhöhe und Merscheid)
  3. Burg/Höhscheid (Stadtteile Burg und Höhscheid)
  4. Wald
  5. Gräfrath

In den einzelnen Stadtbezirken gibt es teilweise noch Stadtteile, Wohnplätze oder Wohngebiete (so genannte Hofschaften) mit eigenem Namen, deren Grenzen aber oftmals nicht genau festgelegt sind. Hierzu gehören beispielsweise: Aufderhöhe, Balkhausen, Brabant, Broßhaus, Bünkenberg, Burg, Central, Dahl, Demmeltrath, Dorperhof, Eigen, Flachsberg, Fürk, Fürkeltrath, Fuhr, Glüder, Gönrath, Gosse, Haasenmühle, Hackhausen, Hästen, Hasseldelle, Höhrath, Höhscheid, Ittertal, Kannenhof, Katternberg, Ketzberg, Keusenhof, Kohlfurth, Kohlsberg, Kotzert, Krahenhöhe, Külf, Landwehr, Löhdorf, Mangenberg, Mankhaus, Maubes, Meigen, Müngsten, Nacken, Nümmen, Papiermühle, Pfaffenberg, Piepersberg, Pilghausen, Rathland, Rölscheid, Rüden, Rupelrath, Schaberg, Schieten, Schlagbaum, Schnittert, Schrodtberg, Theegarten, Unnersberg, Unterland, Weyer, Widdert, Wilzhaus, Zum Holz und noch viele mehr.

Geschichte

Siehe Hauptartikel Geschichte der Stadt Solingen

Der Name der späteren Stadt soll angeblich erstmals 1067 von einem westfälischen Schreiber in Form von Solonchon benutzt worden sein. Ab diesem Zeitpunkt sollen zwei Abwandlungen belegt sein:

  • Solagon (965) – Möglich ist die Ableitung von „Sulen“, aufgrund der Erdbeschaffenheit, die sehr matschig und schlammig war.
  • Solonchon – Solengen (1168, 1172) – Soileggen (1363, 1366, 1377) oder Soleggen (1365) – Solingen (1174)
  • (Solungun) – Solonchon (1067) – Solungen (1356, 1382) – Solingen.

Seit dem Mittelalter ist Solingen das Zentrum der deutschen Klingen-, Messer- und Schneidwarenindustrie und verfügt noch heute über einen geltenden Ruf für Markenqualität. Durch die Solingenverordnung aus dem Jahr 1994 ist der Name Solingen gesetzlich geschützt.

1993 geriet Solingen durch einen Brandanschlag, bei dem fünf türkische Mädchen und Frauen getötet wurden, weltweit in die Schlagzeilen, siehe Brandanschlag von Solingen.

Mundart

Die in Solingen gesprochene Mundart wird Solinger Platt genannt. Sie zählt zu den (west-)bergischen oder auch niederbergischen Mundarten, die zur Südniederfränkischen Dialektgruppe gehören, welche wiederum Teil der Limburgischen Dialektgruppe ist.

Das Solinger Platt gehört zum Ost-Limburgisch/Ripuarischen Übergangsgebiet. Damit gehört es weder eindeutig zur niederdeutschen, noch zur mitteldeutschen Sprachgruppe, sondern teilt sich Spracheigenschaften beider Gruppen. So wird in Solingen das Wort „ich“ als „iech“ bzw. als hochdeutsches „ich“ ausgesprochen, was auf die mitteldeutsche Sprachgruppe hindeutet. Das Wort „machen“ wird jedoch „maken“ ausgesprochen wie bei den niederdeutschen Dialekten.

Religionen

Geschichte

Die Stadt Solingen gehörte schon von Anfang an zum Gebiet des Erzbistums Köln beziehungsweise zu dessen Archidiakonat des Propstes von St. Kunibert, Dekanat Deutz. Obwohl in Solingen unter den Grafen von Berg nach und nach die Reformation Einzug hielt, gab es in der Stadt auch weiterhin Katholiken, deren Gemeinde ab 1658 vom Landesherrn neu dotiert wurde. 1701 erhielten sie auch wieder eine eigene Kirche. 1827 wurde Solingen Sitz eines eigenen Dekanats (heute Stadtdekanat Solingen) innerhalb des neu umschriebenen Erzbistums Köln, zu dem heute alle zwölf Pfarrgemeinden in der Stadt gehören.

Wie oben erwähnt fasste die Reformation in Solingen nur Zug um Zug Fuß. 1590 entstand eine reformierte Gemeinde, die der Bergischen Synode angeschlossen wurde. Erst 1649 wurde die Pfarrkirche der Stadt den Reformierten übergeben. Lutherische Gemeindeglieder gab es seit Anfang des 17. Jahrhunderts, 1635 wurde eine lutherische Gemeinde gegründet. 1672 wurden die religiösen Verhältnisse in einem Religionsvergleich geregelt. In Gräfrath wurde 1590 ebenfalls die Reformation eingeführt. 1629 ist dort ein Konsistorium nachgewiesen und ab 1716 gab es auch einige Lutheraner. Beide Konfessionen vereinigten sich ab 1838 zu einer unierten Gemeinde. In ganz Preußen war bereits 1817 die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden eingeführt worden.

Gehörten die protestantischen Gemeindeglieder Solingens anfangs zur Kreissynode Lennep (heute ein Stadtteil von Remscheid), so wurde in Solingen 1843 eine eigene Synode eingerichtet und die Stadt Sitz eines eigenen Superintendenten. Hieraus entstand der heutige Kirchenkreis Solingen innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland, zu dem die meisten Gemeinden Solingens gehören, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt. Lediglich die Gemeinde Burg an der Wupper gehört noch zum Kirchenkreis Lennep.

Christliche Religionsgemeinschaften

Heute gehören etwa 34 % der Bevölkerung der Stadt Solingen zur evangelischen Kirche und etwa 26 % zur römisch-katholischen Kirche. Außerdem gibt es in Solingen eine griechisch-orthodoxe Kirche.

Ferner sind verschiedene Freikirchen in Solingen ansässig, darunter mehrere Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden, (Baptisten- und Brüdergemeinden), eine Evangelisch-methodistische Kirche, die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, eine Gemeinde der Christen Ecclesia, mehrere Freie evangelische Gemeinden (FeG) und die Heilsarmee.

Weitere Religionsgemeinschaften in Solingen sind die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die Zeugen Jehovas und die Neuapostolische Kirche.

Islamische Religionsgemeinschaften

In Solingen gibt es sieben Moscheen[2]: Masjid ar-Rahma (Freie Moschee ohne Dachverband, Predigten in Arabisch und Deutsch), Mesjid Nur, Islamische Gemeinde Milli Görüs (IGMG), Islamisches Kulturzentrum, Solingen Camii und Ohligsen Camii (VIKZ) sowie Türkisch-Islamische Union (DITIB).

Eingemeindungen

1889 wurde die Stadt Dorp (Stadtrechte seit 1856) eingegliedert. 1896 wurde Solingen eine kreisfreie Stadt, blieb aber weiterhin Sitz des Kreises Solingen. Auf Grund des „Gesetzes über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebietes“, das am 1. August 1929 in Kraft trat, wurde die Stadt Solingen mit den Städten Gräfrath, Höhscheid, Ohligs (bis 1891 Merscheid) und Wald, die alle seit 1856 die Stadtrechte besaßen und zum Kreis Solingen gehörten, zu einer (neuen) kreisfreien Stadt mit dem Namen Solingen vereinigt. Schließlich erfolgte am 1. Januar 1975 die Eingliederung der Stadt Burg an der Wupper und des Ortsteils Höhrath, der bis dahin zur Stadt Wermelskirchen gehörte. Beide Orte gehörten bis dahin zum Rhein-Wupper-Kreis.[3]

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung

Zwischen 1880 und 1885 verdoppelte sich die Bevölkerung Solingens durch die Eingemeindung der Stadt Dorp (11.999 Einwohner 1880) im Jahre 1889 von 18.000 auf 36.000. Im Jahre 1910 hatte die Stadt mehr als 50.000 Einwohner.

Am 1. August 1929 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Solingen (52.002 Einwohner 1925) durch den Zusammenschluss mit den Städten Ohligs (29.768 Einwohner 1925), Wald (27.443 Einwohner 1925), Höhscheid (15.854 Einwohner 1925) und Gräfrath (10.582 Einwohner 1925) die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. 1972 erreichte die Bevölkerungszahl der Stadt mit 177.899 ihren historischen Höchststand. Ende Juni 2006 lebten in Solingen nach amtlicher Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 163.263 Menschen mit Hauptwohnsitz.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1747 2.000
1804 2.871
1818 4.000
3. Dezember 1846 ¹ 6.127
3. Dezember 1861 ¹ 10.100
3. Dezember 1864 ¹ 11.800
3. Dezember 1867 ¹ 13.000
1. Dezember 1871 ¹ 14.040
1. Dezember 1875 ¹ 15.142
1. Dezember 1880 ¹ 16.900
1. Dezember 1885 ¹ 18.641
1. Dezember 1890 ¹ 36.540
2. Dezember 1895 ¹ 40.843
Jahr Einwohner
1. Dezember 1900 ¹ 45.260
1. Dezember 1905 ¹ 49.018
1. Dezember 1910 ¹ 50.536
1. Dezember 1916 ¹ 45.720
5. Dezember 1917 ¹ 47.459
8. Oktober 1919 ¹ 48.912
16. Juni 1925 ¹ 52.002
16. Juni 1933 ¹ 140.162
17. Mai 1939 ¹ 140.466
31. Dezember 1945 129.440
29. Oktober 1946 ¹ 133.001
13. September 1950 ¹ 147.845
25. September 1956 ¹ 161.353
Jahr Einwohner
6. Juni 1961 ¹ 169.930
31. Dezember 1965 175.634
27. Mai 1970 ¹ 176.420
31. Dezember 1975 171.810
31. Dezember 1980 166.085
31. Dezember 1985 157.923
25. Mai 1987 ¹ 159.103
31. Dezember 1990 165.401
31. Dezember 1995 165.735
31. Dezember 2000 164.973
31. Dezember 2005 163.581
31. Dezember 2006 162.948
31. Dezember 2007 162.575
Jahr Einwohner
31. Dezember 2008 161.779
30. April 2009 160.242
31. Dezember 2010 159.927

¹ Volkszählungsergebnis

Politik

Die Bürger der Stadt Solingen konnten bereits seit 1374 einen Rat und einen Bürgermeister wählen. Der Bürgermeister wechselte jährlich am 24. Juni. Nach dem Übergang an Preußen wurde Solingen 1816 Sitz eines Kreises, der sich im Laufe der Zeit mehrmals veränderte und schließlich im Rhein-Wupper-Kreis aufging. 1856 wurde in Solingen die preußische Städteordnung eingeführt; 1896 wurde Solingen kreisfrei. An der Spitze der Stadt stand nun ein Oberbürgermeister, der während der Zeit der Nationalsozialisten von der NSDAP eingesetzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein, 1946 gefolgt von der Kommunalverfassung nach britischem Vorbild. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1997 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gewählt.

Der Rat der Stadt Solingen hat gegenwärtig (Stand: 31. August 2009) 72 Sitze, die sich auf die einzelnen Parteien wie folgt verteilen:

CDU SPD Bündnis 90/Die Grünen Bürgergemeinschaft
für Solingen
FDP LINKE Freie Bürger Union Solingen Aktiv Gesamt
2009 24 17 10 8 8 3 1 1 72

Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Solingen

Oberbürgermeister seit 1894

  • 1894–1896: Friedrich Haumann
  • 1896–1928: August Dicke
  • 1928–1930: Hermann Schmidhäußler (geschäftsf.)
  • 1930–1933: Joseph Brisch
  • 1933–1937: Helmut Otto, NSDAP
  • 1937–1945: Rudolf Brückmann
  • 1945: Oskar Rieß
  • 1945–1946: Josef Brisch
  • 1946: Albert Müller, KPD
  • 1946–1948: Gerhard Hebborn
  • 1948–1955: Eugen Maurer
  • 1955–1961: Karl Haberland, SPD
  • 1961–1964: Otto Voos
  • 1964–1972: Heinz Dunkel, SPD
  • 1973–1975: Elisabeth Roock, SPD
  • 1975–1976: Otto Voos (zweite Amtszeit)
  • 1976–1984: Georg Schlößer
  • 1984–1997: Gerd Kaimer, SPD
  • 1997–1999: Ulrich Uibel, SPD
  • 1999–2009: Franz Haug, CDU
  • 2009–heute: Norbert Feith, CDU

Oberstadtdirektoren 1946–1997

  • 1946–1963: Gerhard Berting
  • 1964–1976: Willi Fischer
  • 1976–1981: Friedhelm Schmitz-Herscheid
  • 1981–1991: Peter Hölz, CDU
  • 1991–1997: Ingolf Deubel, SPD

Jugendstadtrat

Zusätzlich zum Stadtrat besitzt die Stadt ein Vertretungsgremium für Jugendliche. Der Jugendstadtrat besteht aus 21 Jugendstadträten und wird alle zwei Jahre von den Jugendlichen gewählt. Er soll Probleme der Jugend aufgreifen und zu ihrer Lösung beitragen. Mit Hilfe des Stadtrates gelang es dem Jugendstadtrat zum Beispiel die Skaterhalle „Rollhaus“ zu verwirklichen, ein Integrationsprogramm für Migranten zu entwickeln, eine Nachtexpresslinie zur Diskothek „Getaway“ einzurichten und ein Jugendkulturfestival zu etablieren.

Wappen

Stadtwappen

Das Wappen der Stadt Solingen zeigt in Blau zwei silberne, schräg gekreuzte, gestürzte Schwerter mit goldenen Griffen, mit denen ein goldener Anker verschränkt ist. Dabei steht der Anker als Symbol für den Schutzheiligen der Stadt, Clemens, der den Märtyrertod durch Ertränken fand. Über dem Schild ist eine goldene Mauerkrone mit fünf Zinnentürmen, je mit Durchlass und zwei Zinnen. Die fünf Türmchen symbolisieren nicht – wie oft fälschlicherweise angenommen – die fünf Städte, aus denen 1929 Solingen gebildet wurde, sondern geben nur an, dass Solingen eine Großstadt ist, also mehr als 100.000 Einwohner hat. Am 17. Juli 1935 erhielt die Stadt Solingen das Recht zum Führen dieses Wappens. Der Entwurf des Wappens stammt vom Kunstmaler und Heraldiker Wolfgang Pagenstecher.

Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften

Solingen unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:

Flag of Poland.svg Złotoryja (Goldberg) in Polen seit 1955
Flag of the Netherlands.svg Gouda in den Niederlanden seit 1957
Flag of France.svg Chalon-sur-Saône in Frankreich seit 1960
Flag of the United Kingdom.svg Blyth in Großbritannien seit 1962
Flag of Israel.svg Ness Ziona in Israel seit 1986
Flag of Saxony.svg Aue in Sachsen seit 1990

Solingen unterhält zudem Städtefreundschaften mit den folgenden zwei Städten:

Flag of Nicaragua.svg Jinotega in Nicaragua seit 1985
Flag of Senegal.svg Thiès in Senegal seit 1990

Wirtschaft und Infrastruktur

Schon seit dem Mittelalter bildet Solingen, erkennbar schon am Beinamen „Klingenstadt“, das Herz der deutschen Schneidwarenindustrie. Auch heute noch dominiert sie die Wirtschaft in Solingen. Allerdings sind im Laufe der Jahrzehnte weitere Zweige der metall- und kunststoffverarbeitenden Industrie hinzugekommen. So haben in Solingen auch viele Zulieferer der Automobilindustrie, zum Beispiel die Kronprinz AG, ihren Firmensitz.

Verkehr

Solingen Hauptbahnhof (ehemals Bahnhof Ohligs)
Obus am Graf-Wilhelm-Platz
Bahn

Dreh- und Angelpunkt ist der ICE-Halt in Solingen-Ohligs, der seit dem 10. Dezember 2006 den Namen Solingen Hauptbahnhof trägt. Der frühere Hauptbahnhof nahe der Innenstadt ist stillgelegt und wurde durch zwei neue Haltepunkte ersetzt, Solingen-Grünewald und Solingen-Mitte. Ferner gibt es die Stationen Solingen-Schaberg in unmittelbarer Nähe der Müngstener Brücke und Solingen Vogelpark im Westen der Stadt.

Oberleitungsbus

Neben Esslingen am Neckar und Eberswalde verfügt Solingen mit dem Oberleitungsbus Solingen als dritte deutsche Stadt über ein umfangreiches Obus-Netz. Es umfasst die sechs Linien 681 bis 686 und ist zugleich das mit Abstand größte in Deutschland. Der Obus bedient das gesamte Stadtgebiet bis in die Randbezirke. Endpunkt der Linie 683 ist Wuppertal-Vohwinkel an der Schwebebahnendhaltestelle Vohwinkel. Einzigartig ist die Drehscheibe für Busse bei der Endhaltestelle 'Burg Brücke' (Drehscheibe Unterburg), welche jedoch verkehrslogistisch bedingt stillgelegt und durch eine Wendeschleife an der Eschbachstraße im Oktober 2009 ersetzt wurde. Die Drehscheibe selbst soll jedoch vorerst für den Museumsbetrieb bei Sonderfahrten erhalten bleiben und gelegentlich zum Einsatz kommen, zumal sie erst Mitte 2004 saniert wurde. Aus Platzmangel wurde diese, eher aus dem Bahnbetrieb bekannte Lösung, auf Kraftfahrzeuge übertragen und verwirklicht. Die Stadtwerke Solingen verfügen derzeit (2010) über 52 einsatzfähige Obusse: 15 des Schweizer Unternehmens Hess (2008/09), 15 des Unternehmens Berkhof (2001/02), 20 des Unternehmens Van Hool (2002/03), sowie 1 Solo- (1986/87) und einen Gelenk-Obus (1984) von MAN, wobei die beiden MAN dem Obus-Museum Solingen e. V. (gegründet 1999) gehören und an die Stadtwerke Solingen nur ausgeliehen sind.

Den öffentlichen Personennahverkehr bedienen neben den Obuslinien mehrere normale Buslinien der Stadtwerke Solingen GmbH. Solingen ist darüber hinaus auch an das S-Bahn-Netz Rhein-Ruhr (siehe S-Bahn Rhein-Ruhr) angeschlossen. Von Solingen Hbf verkehrt die Linie S 1 über Düsseldorf in Richtung Dortmund. Alle Verkehrsmittel in Solingen sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zu benutzen. Bei Fahrten in Richtung Süden (Leichlingen, Wermelskirchen, Köln) gilt seit 1. Februar 2005 einheitlich der Tarif des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg.

Straße

Solingen ist erreichbar über die A 3 KölnOberhausen (Anschlussstelle 20, Solingen), A 46 DüsseldorfWuppertal (Anschlussstelle 30, Haan-Ost) und A 1 Köln—Dortmund (Anschlussstelle 96, Wermelskirchen). Des Weiteren führen die Bundesstraßen 229 und 224 und die Landesstraßen 67, 74, 85, 141n, 157, 288, 407 und 427 durch das Solinger Stadtgebiet.

Die Anschlussstellen liegen außerhalb des Stadtgebiets, was Solingen unter den deutschen Großstädten beinahe einzigartig macht; lediglich in Reutlingen herrscht dieselbe Situation. Die in den 1970er Jahre geplante A 54 durch das Stadtgebiet wurde nur als vierspurige Schnellstraße L 141n (Viehbachtalstraße) zwischen Schlagbaum und der Ohligser Heide realisiert und besitzt keinen direkten Anschluss an das übrige Fernstraßennetz. Eine Weiterführung der L 141n nach Westen zur A 542 und nach Osten über Remscheid, Radevormwald und Halver nach Lüdenscheid als A 54 ist derzeit nicht mehr geplant.
Die Planung aus dem gleichen Zeitraum für den südlichen Abschnitt der A 31 von Bottrop über Gräfrath, Oberketzberg, Stöcken, Hassedelle und Müngsten weiter zur A 1 ist ebenfalls verworfen worden.

Medien

Die älteste Solinger Tageszeitung, zugleich die mit der größten Verbreitung am Ort, ist das im Verlag B. Boll erscheinende Solinger Tageblatt; als weitere Tageszeitung erscheint die Solinger Morgenpost, eine Lokalausgabe der Rheinischen Post. Ableger des Solinger Tageblatts ist das wöchentlich erscheinende kostenlose Anzeigenblatt Das Solinger. Zudem erscheint einmal in der Woche die Solinger Wochenpost. Ende 2005 wurde erstmals der Solinger Stadtanzeiger veröffentlicht, der sich als unabhängiges Stadtmagazin versteht und einmal im Monat erscheint. 15 Jahre lang erschien die Obdachlosenzeitung DIE STRASSE. Aufgrund fehlender Subventionierung musste das Projekt seinen Betrieb Ende Mai 2011 einstellen. Derzeit versuchen Solinger Medienmacher, dieses Projekt durch eine übergreifende Zusammenarbeit zu erhalten. Das Web-Log Solinger-Bote bietet in Form einer kommunalen Onlinezeitung ein weiteres Informationsmedium. Das Projekt wird von einer Gruppe ehrenamtlich arbeitender Redakteure betreut und existiert seit dem 1. Dezember 2010.

Aktuelle Nachrichten für Solingen und die Nachbarstadt Remscheid sendet der Lokalsender Radio RSG auf den Frequenzen 94,3, 107,9 und 92,2 MHz.

Die größten Arbeitgeber

(mit mindestens 100 Mitarbeitern; alphabetisch)

  • BIA Kunststoff & Galvanotechnik (rd. 700 Mitarbeiter)[4]
  • Bögra Technologie GmbH (Bronzegießerei) (etwa 120 Mitarbeiter)
  • Borbet Solingen GmbH (Aluräder)
  • Brangs + Heinrich GmbH (Großhandel für industrielle Verpackungen)
  • CCL-Design GmbH (Automobilzulieferer / Folie- + Aluminiumteile)
  • Evertz Gruppe (Dienstleister für die Stahlindustrie) (etwa 500 Mitarbeiter)
  • Forst Technologie GmbH & Co. KG (Räummaschinen und -werkzeuge) (etwa 140 Mitarbeiter)
  • Forsthoff GmbH (Heißluftschweißgeräte)
  • General Electric Healthcare (Medizintechnische Geräte)
  • Göddert A.+ W., Produktionsges.mbH (Manikür- und Pedikürinstrumente)
  • C. Grossmann Stahlguss GmbH (rd. 200 Mitarbeiter)
  • C. Rob. Hammerstein GmbH & Co. KG (Automobilzulieferer)(etwa 600 Mitarbeiter)
  • Haribo GmbH (Süßwaren) (rd. 700 Mitarbeiter)
  • FLIR Radiation GmbH (Messgeräte für Gammaspektroskopie)
  • IPS Industrie- und Personalservice GmbH (Arbeitnehmerüberlassung und On-Site-Management)
  • item Industrietechnik und Maschinenbau GmbH (etwa 400 Mitarbeiter)
  • Junkerwerk Linder GmbH & Co.KG (Schaumstoffverarbeitung)
  • Konica Minolta (Lager und Montage)
  • Kretzer Scheren GmbH (Scheren)
  • Eduard Kronenberg GmbH (Stanz- und Kunststofftechnik)
  • Kronprinz GmbH (Stahlräder) (etwa 440 Mitarbeiter)
  • Lebenshilfe, Ortsverband Solingen e. V. (Werkstätten für Behinderte) (rd. 970 Mitarbeiter)
  • Karl Limbach & Cie. Metallwarenfabrik (Anschweiß- und Einschlagmuttern)
  • Martor KG (Sicherheitsmesser, Universalmesser)
  • Mozart AG (Industrieklingen)
  • Richartz GmbH (Taschenmesser, Sommeliermesser, Maniküreprodukte)
  • Saltus-Werk Max Forst GmbH (Werkzeugfabrik) (etwa 100 Mitarbeiter)
  • Stadt-Sparkasse Solingen (rd. 660 Mitarbeiter)[5]
  • Stadtwerke Solingen GmbH (etwa 670 Mitarbeiter)[6]
  • Städtisches Klinikum Solingen gGmbH (etwa 1.600 Mitarbeiter)
  • St.-Lukas-Klinik GmbH, Solingen-Ohligs (etwa 700 Mitarbeiter)
  • VS Guss AG (Autozulieferer) (etwa 180 Mitarbeiter)
  • Walbusch Walter Busch GmbH & Co. KG (Versandhandel) (über 800 Mitarbeiter)
  • Wilkinson Sword (Nassrasierer)
  • Ed. Wüsthof Dreizackwerk KG (Kochmesser, Maniküreprodukte) (etwa 300 Mitarbeiter)
  • Zwilling J. A. Henckels AG (Kochmesser, Maniküreprodukte, Bestecke)
Ehemalige Unternehmen

Die „Rheinische Türschließerfabrik“ wurde 1903 von dem Werkmeister Adolf Boge und dem Schlosser Fritz Kasten in Solingen gegründet. Es wurde zu einem europäischen Marktführer von Türschlössern. Nach der Übernahme durch ein US-amerikanisches Unternehmen und dem Zusammenschluss mit Unternehmen aus Velbert zur BKS GmbH wurde es in den 1920er Jahren nach Velbert verlegt.

Öffentliche Einrichtungen

Amtsgericht Solingen

Solingen ist Sitz eines Amts- und eines Arbeitsgerichts. Ferner befindet sich die Polizeiinspektion Solingen des Polizeipräsidiums Wuppertal im neuen Dienstgebäude an der Kölner Straße.

Bildungseinrichtungen

Neben 24 Grundschulen und 6 Förderschulen finden sich in Solingen auch alle weiterführenden Schulformen: vier Hauptschulen, drei Realschulen, drei Gesamtschulen, vier Gymnasien und drei Berufskollegs.

Darüber hinaus sind in Solingen die Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft und das Walter-Bremer-Institut beheimatet.

Des Weiteren ist seit 1977 das Städtische Klinikum Solingen als Lehrkrankenhaus der Universität Köln zu nennen.

Städtische Gesamtschule Solingen

Die Städtische Gesamtschule Solingen wurde 1982 gegründet und war somit die erste Solinger Gesamtschule. Zunächst war die Schule im Gebäude an der Elsa-Brändström-Straße untergebracht, bis die Gesamtschule zum jetzigen Standort Wupperstraße verlegt wurde. Dort startete der Unterricht am 22. August 1983 mit zwölf Klassen.

Seit 1983 ist die Schule stetig gewachsen. Den etwa 1300 Schülern und etwa 100 Lehrkräften stehen unter anderem eine Mensa, zwei moderne Sporthallen, eine Mediathek, sowie ein eigener Bereich nur für die neuen Fünftklässler zur Verfügung.

Geschwister-Scholl-Gesamtschule Ohligs

Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule im Stadtteil Ohligs ist an zwei Standorten in der Uhlandstraße (Kl. 5–7) und der Querstraße (Kl. 8–10 und Oberstufe) untergebracht. Sie ging aus dem gleichnamigen Gymnasium hervor, das im Zuge der Errichtung der Gesamtschule aufgelöst wurde. Die Schule hat etwa 1300 Schüler (einschließlich der gymnasialen Oberstufe) und hat im Schuljahr 2009/2010 den Ganztagsbetrieb aufgenommen.
Die „Scholle“ bietet als einzige weiterführende Schule in Solingen Italienisch als zweite oder dritte Fremdsprache ab Klasse 8 an.

Friedrich-Albert-Lange-Schule

Die Friedrich-Albert-Lange-Schule ist eine städtische Gesamtschule in Solingen-Wald.

Die nach Friedrich Albert Lange benannte Schule wurde 1990 gegründet und bekam vier Jahre später ihr erstes Erweiterungsgebäude. Ein weiteres Nebengebäude entstand 1995/96 für die Schüler der Klassen 5 und 6. Ende 2001 wurde eine zweite (größere) Turnhalle eingeweiht.

Ein Highlight im Schuljahr sind die überregional bekannten Walder Theatertage.

Im Jahr 2007 wurde die Friedrich-Albert-Lange-Schule zu einer von fünf NRW-Sportschulen ernannt.

Gymnasium Schwertstraße

Das städtische Gymnasium Schwertstraße (GSS) liegt im Zentrum Solingens. Es wurde am 15. Oktober 1841 unter dem Namen „Höhere Handelsschule“ gegründet und ist damit das älteste Solinger Gymnasium. Das während des Zweiten Weltkriegs fast komplett zerstörte Schulgebäude wurde nach dem Krieg an alter Stelle wieder aufgebaut. Heute hat das Gymnasium etwa 1.000 Schüler. Die Schule bietet einen bilingualen Zweig für Englisch und seit neuestem eine „Streicherklasse“ an, in der die Schüler in Kooperation mit der Solinger Musikschule Unterricht an Streichinstrumenten erhalten. Bekannte ehemalige Schüler sind unter anderem Rudolf Cronau, Walter Scheel, Michael Lesch, Johannes Schuy, Richard David Precht und Veronica Ferres.

Gymnasium August-Dicke-Schule

August-Dicke-Schule

Die August-Dicke-Schule ist ein städtisches Gymnasium mit etwa 1000 Schülern und 74 Lehrern. Das Gebäude liegt nahe dem Stadtkern an der Schützenstraße und grenzt an die Theodor-Heuss-Schule (Städt. Realschule) an. Die Genehmigung der Regierung für die Gründung der heutigen August-Dicke-Schule wurde am 15. August 1873 erteilt. Den Namen verdankt die Schule dem Oberbürgermeister der Stadt Solingen in den Jahren 1896–1928, August Dicke, einem Ehrenbürger der Stadt Solingen, der die Entwicklung Solingens am Beginn des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt hat.

Anlässlich der Einweihung wurde das Schulgebäude in der Presse als „schönste Schule Westdeutschlands“ bezeichnet. Die Architektur ist Ausdruck ihrer Zeit: massiv, viergeschossig im symmetrischen und gesteigerten Aufbau mit horizontaler und rhythmischer Gliederung. Es ist einfach, sachlich und funktional, mit einer imposanten Wirkung.

1984 wurde das Schulgebäude unter Denkmalschutz gestellt.

Mit Beginn des Schuljahres 2003/2004 ist an der August-Dicke-Schule eine Klasse mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Profil eingerichtet worden. Zusätzlich zum Unterricht erhalten die Schülerinnen und Schüler dieses Kurses ein zusätzliches naturwissenschaftliches Unterrichtsangebot in Form einer Arbeitsgemeinschaft, das ursprünglich für die Klassen 5 bis 8 verpflichtend war. Im Rahmen der Schulzeitverkürzung (G8) wurde auch der naturwissenschaftliche Zusatzunterricht verkürzt und endet inzwischen bereits nach der 6. Klasse. Er ist für die Profilschüler nach wie vor verpflichtend, aber nicht versetzungsentscheidend. In den Klassen 8 und 9 besteht im Wahlpflichtbereich die Möglichkeit der naturwissenschaftlichen Schwerpunktbildung. Mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 ist an der August-Dicke-Schule ein weiterer Profilkurs mit künstlerisch-musischem Schwerpunkt eingerichtet worden.

Humboldtgymnasium

Das Humboldtgymnasium, benannt nach den Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt, besteht seit 1903 und liegt in Solingen-Wald an der Stadtteilgrenze zu Ohligs. Das in der Sekundarstufe I 5-zügige Gymnasium hat über 1.200 Schüler und etwa 80 Lehrer. Das Schulgebäude wurde 1978 eingeweiht und 2002 um einen Neubau erweitert. Zudem verfügt die Schule über eine eigene separate Sporthalle.

Schulzentrum Vogelsang

Im Schulzentrum Vogelsang sind das Gymnasium Vogelsang und die Realschule Vogelsang untergebracht. Es liegt im Norden Solingens an der Grenze der Bezirke Gräfrath und Wald. Das 1979 fertiggestellte Gebäude ist mit etwa 1700 Schülern (etwa 1000 am Gymnasium, etwa 700 an der Realschule) der größte Schulkomplex Solingens. 1982 setzte sich der Verbund aus Realschule und Gymnasium mittels einer breiten Bürgerbewegung erfolgreich gegen die Umwandlung in eine Gesamtschule zur Wehr. Im Schuljahr 2009/10 haben die beiden Schulen, beginnend mit Klasse 5, als jeweils erste Schulen ihrer Schulform in Solingen den Ganztagsbetrieb aufgenommen.

Gymnasium Vogelsang

Das Gymnasium Vogelsang wurde 1972 gegründet und ist damit das jüngste der vier Solinger Gymnasien. Zunächst im so genannten „Roten Esel“, dem Gebäude einer ehemaligen Volksschule aus roten Ziegelsteinen im Stadtteil Wald, und einigen anderen Dependancen untergebracht, zog die Schule 1979/80 an ihren heutigen Standort, das neugebaute Schulzentrum Vogelsang auf der namensgebenden Anhöhe.

Als einziges Solinger Gymnasium bot es seit Mitte der 1980er Jahre in Klasse 5–7 einen Montessori-Zweig mit mehreren Wochenstunden Freiarbeit an. Ein weiterer pädagogischer Schwerpunkt ist der musisch-künstlerische Bereich mit Musik, Theater und bildender Kunst, zum Beispiel Streicherklassenunterricht (Erlernen eines Streichinstruments im Musikunterricht) in Klasse 5 und 6 und Leistungskurse im Fach Kunst in der gymnasialen Oberstufe.

Realschule Vogelsang

Die Realschule Vogelsang bietet, als einzige Realschule in Solingen, einen Montessori-Zweig (Klasse 5–10) an. Ein weiterer Schwerpunkt der Schule liegt in der Berufswahlorientierung. So unterhält die Realschule Vogelsang zahlreiche Kontakte zu weiterführenden Schulen und lokalen Unternehmern verschiedener Branchen.

Fachschule Solingen

Die Fachschule Solingen geht in ihrem Ursprung auf eine Planung des Großherzogtums Berg von 1807 zurück. Die Umsetzung der Planung dauerte, wie vieles in Solingen, fast 100 Jahre. Die Schule wurde 1904 feierlich eingeweiht und war ein wirtschaftliches Instrument der Solinger Schneidwarenindustrie mit dem Bildungsauftrag, die Konkurrenzsituation zum Erzrivalen Sheffield auf dem Schneidwarenmarkt zu verbessern. Im Laufe der Zeit sind beachtliche Besteckentwürfe (Pott), Klingenentwürfe und flächige Gestaltungen erstellt worden. Gegenwärtig bildet die Fachschule Solingen staatlich geprüfte Techniker für Industriedesign sowie Maschinen- und Galvanotechnik aus.

Technisches Berufskolleg Solingen

Das Technische Berufskolleg Solingen liegt im Zentrum der Stadt und wurde 1823 als Sonntagsschule der damaligen unabhängigen Stadt Höhscheid gegründet. Es hat gegenwärtig 2000 Schüler, die in den Schulformen Berufsschule, Berufsfachschule und Technisches Gymnasium Solingen beschult werden. Das Technische Berufskolleg ist als Ausbildungsstätte für Galvaniseure (Oberflächenbeschichter) und Graveure bundesweit bekannt. Zudem befindet sich auf dem Gelände die überbetriebliche Ausbildungsstätte der Solinger Malerinnung.

Friedrich-List-Berufskolleg

Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater und Museen

  • Theater- und Konzerthaus mit Theater, Kammermusik- und Konzertsaal.
Museum Baden
  • Deutsches Klingenmuseum – neben Blankwaffen aus Solinger Produktion eine der größten Bestecksammlungen weltweit
  • Bergisches Museum in der Burg (siehe auch Bauwerk Schloss Burg) – führt durch das mittelalterliche Leben der Ritter und des Adels, so sind unter anderem Ritterrüstungen und Schwerter ausgestellt.
  • Museum Baden – Kunstmuseum mit der Städtischen Kunstsammlung, Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, der Sammlung Gerhard Schneider (Verfemte Kunst), der Exil-Literatur-„Sammlung Jürgen Serke“ und mit der Sammlung Arthur Dorp
  • Gesenkschmiede Hendrichs des Rheinischen Industriemuseums – hundert Jahre alte Scherenschlägerei und Gesenkschmiede in ursprünglicher Form.
  • Laurel & Hardy-Museum – Dick und Doof im Walder Kotten
  • Loos'n Maschinn, als die Solinger Schleifer von der Wasserkraft auf Dampfkraft umstellten, nannten sie ihre neuen Schleifkotten „Maschinnen“. 1895 gab es 107 davon – einer dieser Bauten wurde mustergültig erneuert, ein Raum und ein Treppenhaus sind erhalten und werden vom „Förderverein Industriemuseum Solingen e. V.“ als Ausstellungsraum betrieben.
  • Museum Plagiarius – das wohl weltweit erste Museum gegen Produktpiraterie, eröffnet am 1. April 2007
  • Schleifermuseum Balkhauser Kotten – bewahrt und wiedergegeben werden die für Solingen typischen und bedeutsamen historischen Schleifmethoden. Das Kuratorium Balkhauser Kotten e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Balkhauser Kotten als heimatgeschichtliches Museum zu erhalten.

Bauwerke

Müngstener Brücke

Die St.-Clemens-Kirche mit ihren beiden Sichtbeton-Turmspitzen von Dominikus Böhm ist ein markantes Wahrzeichen der Solinger Innenstadt. Die sonstigen bedeutenden Bauwerke liegen jedoch außerhalb der City.

Das Schloss Burg ist eine wieder aufgebaute mittelalterliche Burganlage aus dem 12. Jahrhundert, die ihre historische Gründung den Grafen von Berg verdankt und lange Zeit deren Residenz war, bevor diese nach Düsseldorf übersiedelten. Seit der Zugehörigkeit zu Solingen 1975 ist sie das meist besuchte Wahrzeichen der heutigen Stadt Solingen. (Siehe auch: Liste der Burgen und Schlösser in Solingen)

Überregional bekannt ist auch die Müngstener Brücke. Mit einer Höhe von 107 Metern ist sie Deutschlands höchste Stahleisenbahnbrücke. Sie verbindet Solingen mit Remscheid und überspannt dabei das Tal der Wupper. Ein weiteres Wahrzeichen der Gesamtstadt ist der historische Marktplatz des Stadtteils Gräfrath.

Trotz schwerer Zerstörungen insbesondere der innerstädtischen Bereiche Solingens während des Zweiten Weltkriegs hat in der Stadt eine Fülle historischer Bausubstanz überlebt. Besonders Bauten aus der Zeit zwischen 1860 und dem Ersten Weltkrieg sind erhalten. Aufgrund der Kriegszerstörungen, Abrisse und baulicher Verdichtung in der Nachkriegszeit sind sie allerdings seltener in geschlossenen Ensembles anzutreffen, sondern über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Sie sind Zeugnisse der großen wirtschaftlichen Bedeutung Solingens und des gesamten bergischen Raumes als Industriestandort im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Typisch für Solingen sind große und aufwändige Fabrikantenvillen, die schon seit der Frühindustrialisierung im beginnenden 19. Jahrhundert häufig direkt neben den Betrieben entstanden sind. Sie liegen vorzugsweise an den heute innerstädtischen Verbindungsstraßen zwischen den ehemals selbstständigen Städten und an den Ausfallstraßen. Eine große Zahl dieser Villen ist bis heute erhalten.

In Solingen stehen noch viele mehrstöckige gründerzeitliche Mietshäuser, der größte Teil in den innerstädtischen Bereichen. Viele sind durch beträchtliche bauliche Veränderungen aus der Nachkriegszeit (neue Türen und Fenster, entfernte Ornamentik, neue Anstriche) nicht mehr im ursprünglichen Zustand erhalten. Die historische Bausubstanz kann so vom Passanten häufig nicht erkannt und „erlebt“ werden, die Aussagekraft vieler Denkmale ist so gemindert. Behutsame Rekonstruktionen führten beispielhaft zu einer Wiederherstellung des intendierten Erscheinungsbildes.

Vor allem in den Solinger Hofschaften finden sich zum Teil jahrhundertealte bergische Fachwerkhäuser, die aber in den meisten Fällen vielfache bauliche Veränderungen durchgemacht haben. Eines der selteneren Beispiele für eine Fabrikantenvilla des 18. Jahrhunderts ist das heute als Standesamt genutzte Haus Kirschheide.

Balkhauser Kotten – Solinger Schleifkotten an der Wupper

Sonstige Sehenswürdigkeiten sind der Wipperkotten, der letzte original erhaltene (Doppel-)Schleifkotten an der Wupper (Schleiferei, Museum, Denkmal und Designerwerkstätte), der Balkhauser Kotten, ein altes Zeugnis der handwerklichen Geschichte Solingens (heute ein so genanntes Arbeitsdenkmal) und die Sengbachtalsperre, eine Trinkwassertalsperre im Südosten von Solingen. Die Sternwarte Solingen bietet regelmäßig öffentliche Führungen und Vorträge an.

Das älteste Gebäude Solingens ist der mittelalterliche Turm der Walder Kirche. Der romanische Westturm aus dem 12. Jahrhundert ist Mittelpunkt und Wahrzeichen des Stadtteils Wald. Über 600 Jahre alt und damit das zweitälteste Gebäude ist die Kapelle St. Reinoldi in Rupelrath.

Regionale 2006

Die Regionale 2006 ist ein vom Land Nordrhein-Westfalen gefördertes Gemeinschaftsprojekt der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal für die Entwicklung des Bergischen Städtedreiecks. Im Rahmen der Regionale haben die drei Städte seit 2001 gemeinsame und eigene Projekte entwickelt, die städtebauliche, kulturelle und wirtschaftliche Akzente für den Strukturwandel in der Region setzen. Ziel ist, die Region zu profilieren und zukunftsfähig zu machen. Ein großes Netzwerk von Sachverständigen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Institutionen der Region ist für die Arbeit an der Regionale entstanden. Von der Regionale 2006 gehen für Solingen die stärksten städtebaulichen Impulse seit Eröffnung der Clemens-Galerien aus.

Forum Produktdesign: Der ehemalige denkmalgeschützte Hauptbahnhof wurde behutsam restauriert und beherbergt dieses Institut im neuen Südpark.

Im Jahr 2006 wurden zum Abschluss des Programms auf der Bergischen Expo '06 die Ergebnisse der Kooperation sowie die Leistungen und Qualitäten der Region präsentiert.

In Solingen wurden folgende Projekte verwirklicht:

  • Graf-Wilhelm-Platz/Neumarkt – Umgestaltung des zentralen Platzensembles der Innenstadt mit neuem Busbahnhof
  • Korkenziehertrasse – Umwandlung einer stillgelegten Bahnstrecke in einen Rad- und Wanderweg durch die Innenstadt
  • Südpark – Schaffung eines neuen städtischen Quartiers mit Künstlerateliers, Wohnungen und Gastronomie auf einem ehemaligen Bahngelände
  • Neuer innerstädtischer Bahnhaltepunkt „Grünewald“ und neuer Bahnhof „Solingen-Mitte“ an der Regionalstrecke Solingen-Remscheid–Wuppertal (RB 47) als Ersatz für den früheren „Hauptbahnhof Solingen“. Dieser war trotz des Namens nur ein Nebenbahnhof. Stattdessen erhielt der bisherige „Bahnhof Ohligs“ den Namen „Solingen Hauptbahnhof“.
  • Einrichtung des „Forums Produktdesign“ im alten Hauptbahnhofsgebäude mit dem Bergischen Institut für Produktentwicklung und Innovationsmanagement, einem An-Institut der Bergischen Universität Wuppertal
  • Erneuerungsmaßnahmen im Bereich Kölner Straße/Flurstraße/Elisenstraße (unter anderem Badeanstalt „Birkerbad“, Eissporthalle, Nutzung ehemaliger Industriebauten für die Städtische Musikschule)
  • Brückenpark Müngsten – Landschaftspark unter der Müngstener Brücke (Gemeinschaftsprojekt der drei bergischen Städte Solingen, Remscheid und Wuppertal)

Regelmäßige Veranstaltungen

Impression vom 38. Solinger Zöppkesmarkt
  • März: Autoschau der Kfz-Innung Solingen im Theater- und Konzerthaus
  • Mai: Messer-Macher-Messe im Deutschen Klingenmuseum
  • Mai: Walpurgisfest auf Schloss Burg – um die Nacht zum 1. Mai seit 6 Jahren
  • Mai: Dürpelfest, Straßenfest in Solingen-Ohligs
  • Mai: Marktfest, Straßenfest auf dem historischen Marktplatz in Solingen-Gräfrath
  • Mai: Heimatfest, Straßenfest in der Hofschaft Nümmen (bei Gräfrath)
  • Mai/Juni: Walder Theatertage in Solingen-Wald
  • Juni: Diverse Hahneköpperfeste in vielen Kleinteilen Solingens
  • Juni: Jugendkulturfestival
  • Juni: Historische Mittelaltermärkte auf Schloss Burg zu Sommerbeginn
  • Juli: Bergische Kunstausstellung im Museum Baden
  • August: „Echt.Scharf.Solingen.“ Sommerparty in der gesamten Innenstadt mit Bühnenprogramm auf dem Neumarkt, verkaufsoffenem Sonntag, Winzerfest auf dem Fronhof und vielen Aktionen und Ständen
  • September: „Echt.Scharf.Solingen.“ Lichternacht mit Lichtinstallationen, internationales Aktionstheater und Akrobatik, Live-Musik und Mitternachtsshopping in der Innenstadt, von den Clemens-Galerien bis zum Südpark
  • September: Zöppkesmarkt, traditioneller Trödelmarkt (am zweiten Wochenende des Monats) im Innenstadtbereich
  • September: Solingen Messe, Leistungsschau der Solinger Industrie auf dem Gelände des Gründer- und Technologiezentrums (zweijährlich)
  • September: 'Fete am Denkmol', Stadtteile-Straßenfest auf dem Peter-Höfer-Platz (am Denkmal) in Solingen-Höhscheid
  • September: Schleiferfest am Wipperkotten
  • Oktober: Brückenfest, festliche Aktivitäten um die Müngstener Brücke und darüber hinaus

Ungenannt die zahlreichen, teilweise seit Jahrzehnten regelmäßig stattfinden Veranstaltungen diverser Vereine aus den Bereichen Hahnenköpper, Stadtteile, Hofschaften, Siedler, Heimat und Kleingarten sowie lebendes Getier.

Sonstiges

Der Cow Club ist ein Verein, der sich für die Förderung von Jugendkultur und Rockmusik einsetzt.

Solingen beherbergt auch zwei Tierparks: Den Tierpark Fauna in Solingen-Gräfrath und den Solinger Vogel- und Tierpark in Solingen-Ohligs.

Des Weiteren gibt es auch einen Rotaract Club in Solingen.

Seit September 2011 ist das vom City Spiel Verlag produzierte Brettspiel "Das Solingen Quiz" erhältlich, welches Wissenswertes über die Sehenswürdigkeiten, die Geschichte und die Ortsteile von Solingen vermittelt.[7] Durch Sponsoren und Förderern wurden alle Solinger Grundschulen mit Klassensätzen des Spiels ausgestattet, damit es im dritten Schuljahr, wo das Thema "Ich entdecke meine Stadt" auf dem Lehrplan steht, als Ergänzung zum Unterricht genutzt werden kann.

Sport

Sportvereine

  • American Football: AFC Solingen Paladins e. V. (seit 2006), Verbandsligameister 2009, ab 2010 Oberliga NRW; Solingen Steelers U19 (NRW Oberliga) und U16 (NRW Regionalliga)
  • Automobilsport: Motorsportverein Streetgeneration NRW e. V. mit Sitz in Solingen
  • Baseball: Solingen Alligators, 1. Bundesliga, Deutscher Meister 2006, Deutscher Vizemeister 2005, Vize-Europapokalsieger 2004 und 2006
  • Badminton: BSC/DJK Solingen e. V.; STC Blau-Weiß Solingen e. V., Regionalliga, zweitältester Badmintonverein Deutschlands; Wald-Merscheider Turnverein 1861 e. V. Solingen; BSG-Kiesering Solingen 1956 e. V.
  • Basketball: BG TSG/DJK Solingen (2. Regionalliga NRW)
  • Billard: SBC Solinger Billard Club 1920 e. V.
  • Boule: Boule Club Solinger 1992 e. V.
  • Eishockey: EC Bergisch Land, Regionalliga
  • Fechten: Wald-Merscheider Turnverein 1861 e. V. Solingen; Germania Solingen; Solinger Turnerbund 1880 e. V.
  • Fußball: SV Eintracht Solingen Damenfußball, Niederrheinliga, 2. Mannschaft Bezirksliga, 3. Mannschaft Kreisliga; VfB Solingen, Landesliga; Sportring Höhscheid-Widdert, Bezirksliga
  • Handball: Bergischer Handball-Club 06 (Fusion 2005 aus LTV Wuppertal und SG Solingen), 1. Bundesliga; Ohligser Turnverein 1888 e. V; Solinger Turnerbund 1880 e. V.; Wald-Merscheider Turnverein 1861 e. V. Solingen
  • Kanu: Ohligser Turnverein 1888 e. V.
  • Leichtathletik: Solinger Leichtathletik Club 1951 e. V.; Solinger Turnerbund 1880 e. V.; Wald-Merscheider Turnverein 1861 e. V. Solingen
  • Petanque: Boule Club Solinger 1992 e. V.
  • Pool Billard: BC Solinger Niner's e. V.
  • Radsport: Velo Solingen e. V.; RC Schwalbe 03 e. V. (mit Radrennbahn Dorperhof)
  • Rugby: Wald-Merscheider Turnverein 1861 e. V. Solingen
  • Schach: Solinger SG 1868, 1. Bundesliga, vielfacher Deutscher Meister, Europapokalsieger
  • Schwimmen: TSV Solingen 1877 – Aufderhöhe, Schwimmverein Sv Solingen Süd 1909 e. V; SC Solingen; Ohligser Turnverein 1888 e. V.
  • Segeln: Segel-Club Solingen e. V.
  • Sportschützen: Höhscheider Schützenverein 1882 e. V.; St. Sebastianus Schützenbruderschaft Solingen Weeg 1951 e. V; Sportschützen Solingen Mangenberg 1903 e. V.; Schützenverein 1885 e. V. Solingen-Aufderhöhe; Merscheider Schützenverein 1891 e. V.; Tontauben und Gebrauchswaffenschießverein Solingen TUG; SSC Magnum Solingen e. V.
  • Tauchen: Schwimmverein Sv Solingen Süd 1909 e. V; Waspo
  • Tennis: STC '02, 1. Bundesliga, Ohligser Turnverein 1888 e. V.; Wald-Merscheider Turnverein 1861 e. V. Solingen
  • Turnen: Ohligser Turnverein 1888 e. V.; Solinger Turnerbund 1880 e. V.; Wald-Merscheider Turnverein 1861 e. V. Solingen
  • Volleyball: TSV Solingen 1877 Aufderhöhe; Ohligser Turnverein 1888 e. V.; Wald-Merscheider Turnverein 1861 e. V. Solingen

Sportveranstaltungen

Am 26. Februar 2005 fand auf einer Kunstschneerampe am historischen Marktplatz in Solingen-Gräfrath unter dem Namen „Ride the Stairway“ die erste Snowboard- und Mountainbike-Meisterschaft statt.

Das 1. Länderspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft der U-15-Juniorinnen fand am 6. Mai 2003 in Solingen statt. Die deutsche Auswahl besiegte die Niederlande mit einem 1:0 im Walder Stadion.

Persönlichkeiten

Vor 1900 in Solingen geboren

Nach 1900 in Solingen geboren

Mit Solingen verbunden

Ehrenbürger

August Dicke wurde am 1. April 1928 zum Ehrenbürger ernannt. Die Stadt Solingen hat seit der Städtevereinigung im Jahre 1929 bislang nur einer Persönlichkeit die Ehrenbürgerwürde verliehen. Es handelt sich um den ehemaligen Bundespräsidenten und gebürtigen Solinger Walter Scheel, dem diese Auszeichnung 1976 zuteil wurde.

Die Stadt Solingen vergibt jedoch weitere Auszeichnungen an Persönlichkeiten, die sich um das Wohl der Stadt verdient gemacht haben. Dabei handelt es sich um den Kulturpreis der Bürgerstiftung Solingen 600, den Ehrenring der Stadt Solingen und den Ehrenpreis der Stadt Solingen „Die schärfste Klinge“. Diese Auszeichnungen werden in unregelmäßigen Abständen vergeben.

Einzelnachweise

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. moscheensuche.de. Eintragungen teilweise nicht bestätigt
  3. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  4. Bia-Kunststoff.de
  5. Sparkasse-solingen.de (Link nicht mehr abrufbar)
  6. Geschäftsbericht 2008/09 http://www.stadtwerke-solingen.de/ocx2.exe
  7. Offizielle Webseite von "Das Solingen Quiz"

Literatur

  • Preußens Städte – Denkschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Städteordnung vom 19. November 1808; hrsg. im Auftrag des Vorstandes des Preußischen Städtetages von Prof. Dr. Heinrich Silbergleit, Berlin, 1908
  • Rheinisches Städtebuch; Band III 3. Teilband aus „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte“ – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1956
  • Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945, hrsg. von Walther Hubatsch, Band 7: Rheinland. Marburg an der Lahn, 1978
  • Gottlieb Heinrich – Lebenserinnerungen, Bürgermeister von Sonnborn, Vohwinkel, Wald, hrsg.von H.-J.Momberger,ISBN 978-3-940439-11-6, Wuppertal 2009
  • Cornelia Konejung, Hans Kadereit: Solinger Profile. Verlag Zinke, Schwerin 2009, ISBN 3-932746-97-X
  • Literatur von Solingen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Siehe auch

 Portal:Bergisches Land – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Bergisches Land

Weblinks

 Commons: Solingen – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
 Wikisource: Solingen – Quellen und Volltexte

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