Rom (Geschichte von den ältesten bis auf die neuesten Zeiten)

Rom (Geschichte von den ältesten bis auf die neuesten Zeiten). Gleich einem Focus, der zugleich Strahlen aufnimmt und aussendet, ging von R. die Gestaltung der Weltereignisse aus und wirkte eben so mächtig wieder auf dessen innere Verhältnisse ein, so daß im gegenseitigen Wechsel Jahrhunderte hindurch, die Ursachen wie die Folgen alles Geschehenen sich in seiner inneren Geschichte am Mächtigsten offenbarten. Sein Ursprung gehört der Sage an, wie der Ursprung alles fern liegenden Großartigen. Romulus und Remus, Zwillingsbrüder, aus königlichem Stamme, ausgesetzt und, wie die Mythe erzählt, von einer Wölfin, die sich der hilflosen Findlinge erbarmte, gesäugt, später aber von den Ihrigen anerkannt, hatten die Stadt gemeinschaftlich gegründet, sich aber während dessen entzweit. Remus war von seinem Bruder erschlagen und dieser darauf der erste König von R. geworden (754 v. Chr.), das er, um es zu bevölkern, zu einer Freistatt machte. – Die kühnen Abenteurer, die sich zu ihm gesellten, bedurften aber weiblicher Genossen, und da sie in Güte dieselben nicht erhalten konnten, so nahmen sie zur List und zur Gewalt ihre Zuflucht. – Es wurden öffentliche Spiele angestellt und die benachbarten Völker gastfrei dazu geladen; diese stellten sich arglos in Menge ein, und auf ein gegebenes Zeichen wurden ihnen, den Unbewehrten, ihre Gattinnen, Töchter und Schwestern geraubt und als gute Beute in die Wohnungen der Räuber geschleppt. (Raub der Sabinerinnen.) Ein Krieg mit den beraubten Männern war die natürliche Folge; er ward jedoch durch die Vereinigung der Feinde (Sabiner unter dem Könige Tatius) mit den Römern und der heimischen Niederlassung derselben in der neuen Kolonie beigelegt; auch Etrusker, unter ihrem Häuptlinge Lucumo, hatten sich bereits früher dazu gesellt und der junge Staat erfreute sich bald eines günstigen Gedeihens, da er siegreich die Waffen gegen äußere Feinde, namentlich Fidenaten und Vejenter, zu führen verstand. Nach 48 jähriger Herrschaft schied Romulus von seinem Volke (der Sage nach von den empörten Unterthanen erschlagen und von den Göttern in den Himmel entrückt). Sein Nachfolger nach einjährigem Interregnum ward Numa Pompilius, der Liebling der Nymphe Egeria (715 v. Chr.), ein weiser und umsichtiger Fürst, der durch gute Gesetze der Staatsverfassung und dem Religionsdienste eine geordnete Gestaltung gab; ihm folgte Tullus Hostilius, glücklich im Kriege (670 v. Chr.), und diesem, der R. mit Alba longa, dem Mutterstaate, verbunden, dann aber die Albaner R. selbst einverleibt hatte, Ancus Martius (638 v. Chr.), unter dem Rom wenigstens keine Rückschritte machte. – Als auch er geschieden, ward ein reicher und ausgezeichneter Ansiedler aus Korinth, Lucius Tarquinius Priscus (616 v. Chr.), vom Senate zum Könige erwählt. Er ward durch weise Anordnungen der eigentliche Gründer von Rom's Größe, da er es zum Haupte des lateinischen Städtebundes zu erheben sich bemühte. – Nach seinem Tode folgte ihm durch eine List seiner Gemahlin, Tanaquil, sein Pflegesohn, Servius Tullius (576 v. Chr.), in der Königswürde nach. Dieser brachte noch größere Ordnung in die Staatsverhältnisse und vollendete die Befestigung der Stadt. Nach 44 jähriger ruhmvoller Regierung ward er von seinem Schwiegersohn, Tarquinius Superbus (532 v. Chr.), ermordet. Dieser bestieg den Thron und bewährte sich, obgleich eben nicht bei dem Volke beliebt, als ein kräftiger und umsichtiger Regent. Die Schändung einer edlen Römerin, Lucretia (s. d.), durch einen seiner Söhne hatte den freiwilligen Tod dieses hochgesinnten Weibes, doch auch zu gleicher Zeit eine Empörung zur Folge, an deren Spitze sich zwei vornehme Römer, Brutus und Collatinus, gestellt hatten. Die Königswürde ward aufgehoben und R. zu einer von zwei Consuln verwalteten Republik umgewandelt. Tarquinius, in einem Feldzuge gegen die Rutuler begriffen, fand bei seiner Rückkehr die Thore verschlossen und sich mit den Seinen verbannt. Umsonst waren der Tarquinier Bestrebungen, sich mit Hilfe anderer Verbündeten der Herrschaft wieder zu bemächtigen. Heldenthaten geschahen von Seiten der Römer, und die Republik ging siegreich aus diesem Kampfe hervor. Schlimmer gestaltete es sich im Inneren, die Bedrückungen der Patricier veranlaßten einen Aufstand dos Volkes, dem nach mißlungenen Sühneversuchen ein Auszug desselben auf den heiligen Berg jenseits des Anio folgte; jetzt mußten die erschreckten Patricier den Plebejern den größten Theil ihrer Forderungen gewähren, worauf die Letzteren wieder zu ihnen zurückkehrten und vereinigt nun die Kriege gegen äußere Feinde (Volsker, Aequer und Latiner) fortsetzten und zum Vortheile des Staates beendigten. – Die Kämpfe der Plebejer mit den Patriciern erneuten sich oft, nur durch Kriege gegen äußere Feinde unterbrochen, nach Beendigung derselben aber desto hartnäckiger wieder aufgenommen, bis die Ersteren endlich nach heftigem Drängen des Volkstribuns Terentillus Arsa (461 v. Chr.) die Gleichheit der Rechte anerkennen mußten..– Zehn rechtserfahrene Patricier, an ihrer Spitze Appius Claudius, wurden jetzt mit der Feststellung der Gesetze beauftragt (der berühmten 12 Tafeln), während welcher Zeit alle anderen Aemter suspendirt blieben. Neue Kriege und der schändliche Uebermuth der Patricier, besonders die von Appius Claudius selbst an der Tochter des Virginius verübte Gewaltthat, führten einen neuen Auszug der Plebejer herbei; doch wurde dieser Zwiespalt im Inneren, wie immer, durch gegenseitige Nachgiebigkeit ausgeglichen, und R. wuchs fortwährend an Starke und Kraft. Der 20 jährige Waffenstillstand mit den Vejentern ging zu Ende; es entspann sich ein neuer Kampf, zu dessen Führung man zum ersten Mal eine Soldzahlung des Heeres bewilligte, wie man auch während desselben zum ersten Mal eine regelmäßige Belagerung einer Stadt (Veji) wagte, welche nach großen Anstrengungen mit rühmlichem Erfolge gekrönt wurde (395 v. Chr.). Der Friede aber und die Theilung der Beute brachten neue Spaltung im Innern; Camillus, der ruhmbedeckte Feldherr, ward des Unterschleifes beschuldigt und verbannt; er erflehte scheidend die Rache der Götter auf R.; sie blieb nicht aus. – Gallische Völkerschaften drangen in Italien ein, forderten der Römer Bündniß vergeblich, schlugen diese selbst an der Allia und eroberten und verbrannten R. – Da eilte Camillus, an der Spitze der Geflüchteten, herbei und verjagte die das Capitol belagernden Feinde. Die Stadt ward wieder aufgebaut und ihre Macht durch Gründung von Kolonien in Italien von Neuem befestigt. Wiedererwachte Streitigkeiten zwischen den Plebejern und Patriciern wurden endlich durch gegenseitige Nachgiebigkeit geschlichtet. – Jetzt folgten hinter einander bedeutende Kriege, zuerst die samnitischen, welche fast ein Jahrhundert dauerten (bis 312 v. Chr.), dann der hetrurische, in welchem die Eroberung von Tarent Statt fand (272 v. Chr.), und endlich die drei punischen Kriege (der erste von 264–237 v. Chr., der zweite von 218–201, der dritte von 152–146 v. Chr.), zwischen denen noch andere Kämpfe, wie der Krieg mit den cisalpinischen Galliern (226–220 v. Chr.) und mit Philipp von Macedonien (197 v. Chr., Schlacht bei Kynoskephalä) und mit dessen Sohn, Perseus (172–168 v. Chr.), Statt fanden. – Aus allen gingen die Römer als Sieger hervor und endeten sie meist mit der gänzlichen Niederlage und Vernichtung ihrer Feinde. Große Thaten geschahen auf beiden Seiten, und Helden, wie Attilius Regulus, Duilius, der das erste römische Seetreffen lieferte, Fabius Maximus, Quintius Flaminius, Aemilius Paulus, die beiden Scipionen u. A. m. bei den Römern, Hanno und Hamilkar, Perseus und vor Allen der herrliche Hannibal (s. d.) bei ihren Gegnern, gruben für immer ihre unsterblichen Namen und ihres nie erlöschenden Ruhmes Angedenken in die Tafeln der Geschichte ein. – Mit Karthago war Rom's mächtigste Feindin vernichtet und es war jetzt Herrscherin über die damals bekannten drei Theile der Erde; aber seine Größe nach Außen verringerte und schwächte seine sittliche Kraft im Innern. Glänzend endete es zwar die nun sich ereignenden hispanischen Kriege, doch nahte mit deren Schlusse auch die Zeit, in welcher R. die zerstörende Kraft gegen sich selbst zu wenden begann. Die Vornehmen hatten sehr bedeutende Schätze gesammelt, dagegen wuchs die Verarmung des niederen Volkes ungeheuer, und Bestechlichkeit und Ungerechtigkeit waren an der Tagesordnung. Zwar versuchten zwei treffliche Männer, die Brüder Tiberius Gracchus und Cajus Sempronius Gracchus, die Enkel des Scipio und Söhne der hochsinnigen Cornelia (s. d.), sich dem Verderben entgegen zu stemmen und durch weise Einrichtungen und Gesetze, so wie durch die Befestigung der Tribunatsgewalt, die Noth zu heben, aber sie unterlagen im Kampfe und mußten ihren Edelmuth mit dem Leben bezahlen. Dennoch blieb das alte Kriegsglück den Römern treu; aus dem heftigen Kriege mit Jugurtha, dem Herrscher von Numidien, so wie aus den Kämpfen mit den Cimbern gingen sie, die List zur Bundesgenossin erhebend, doch auch keinesweges von der alten Tapferkeit lassend, siegreich hervor. Zwei Männer aber, die sich als Feldherren ausgezeichnet, Marius und Sulla (Ersterer hatte sich aus niederem Geschlechte zu den höchsten Würden emporgeschwungen), begannen jetzt eine Zeit des Verderbens über die »feile Stadt,« wie sie Jugurtha genannt hatte, herbeizuführen. Der Bundesgenossenkrieg, eine Folge der fortwährenden Zwistigkeiten der Aristokratie mit der Demokratie (101–89), in welchem die größten Feldherren der damaligen Zeit wirkten, endete nach hartnäckigem Ringen nur mit der Aufnahme der früher verbündeten Staaten unter den römischen Bürgern, so daß R. von nun an nicht mehr alleiniges und ausschließendes Oberhaupt des Staates blieb. Marius und Sulla befehdeten sich während des ersten pontischen Krieges mit größter Erbitterung; ein neuer Aufstand des Pöbels brach in Folge dessen in R. aus, noch verstärkt durch Marius Untergang, und es entwickelte sich zuletzt ein furchtbarer Bürgerkrieg, der erst 81 durch Sulla's Erhebung zur Dictatur ein Ende fand. Die demokratische Partei ward jetzt auf das Heftigste verfolgt und unterdrückt, so sehr diese auch dagegen anstrebte und in Spanien einen Kampf anzettelte, welcher jedoch 72 v. Chr. mit der Ermordung des Demokraten Sertorius ein Ende fand. Noch gefährlicher gestaltete sich der Krieg mit den Sclaven und Gladiatoren in Italien, so wie gleichzeitig mit Mithridates in Asien; obendrein beunruhigten Seeräuber die Meere, und R. selbst ward von allen Schrecken einer Hungersnoth heimgesucht. Pompejus (s. d.) rettete die Republik aus diesen Bedrängnissen; eine Verschwörung vornehmer Römer, unter Leitung des Catilina, ward durch Cicero's (s. d.) Beredsamkeit und Vaterlandsliebe zerstört. – Jetzt aber kehrte Pompejus siegreich heim und verband sich mit dem seines Reichthums und seiner Freigebigkeit wegen beliebten Crassus und dem wegen seiner tapferen Thaten in Spanien gepriesenen Cäsar (s. d.) gegen die Freiheit R's. Sie gelangten zur Herrschaft und bildeten das erste Triumvirat (60 v. Chr.). Cicero wurde verbannt, Cato, der strenge Vaterlandsfreund, durch List entfernt; der Erstere jedoch ein Jahr später wieder zurückgerufen. Nach Crassus Tode standen sich Pompejus und Cäsar bald feindlich gegenüber; es begann der zweite Bürgerkrieg, in welchem sich Cäsar Rom's bemächtigte und den Pompejus bei Pharsalus (48 v. Chr.) auf das Haupt schlug. – Der Letztere floh und ward meuchlerisch ermordet! Cäsar eilte von Sieg zu Siegen und suchte dann, nach R. zurückgekehrt, die Staatsverhältnisse zu ordnen. Eine Verschwörung erzeugte sich gegen ihn, er fiel am 15. März 44 v. Chr. unter den Dolchen der Verschwornen, deren Anführer Junius Brutus (s. d.) und L. Cassius waren. Diese mußten aber selbst flüchten und unterliegen, und es bildete sich ein neues Triumphirat, durch die Verbindung des Octavianus (s. Augustus), Antonius (s. d.) und Lepidus. Ihre Gegner büßten mit dem Tode, Brutus und Cassius stürzten sich nach der verlornen Schlacht bei Philippi in ihr Schwert, Cicero wurde ermordet, die noch in Rom befindlichen Republikaner geächtet und hingerichtet; Antonius erhielt den Orient, Lepidus Afrika, Octavianus den Occident. Bald aber entzweiten auch sie sich. und die Schlacht von Actium 31 v. Chr. machte den Octavianus zum alleinigen Oberhaupt. R. hörte jetzt auf, Republik zu sein und ward in ein Kaiserthum (Imperium), oder richtiger in eine Monarchie verwandelt (29 v. Chr.). Octavianus stand fortan unter dem Namen Augustus an der Spitze des Staates, und beherrschte ihn 43 Jahre lang mild und klug, die äußeren republikanischen Formen beibehaltend. Das Reich erstreckte sich unter ihm von dem atlantischen Meere bis zum Euphrat, und von dem Atlas und den Nilfällen bis zum deutschen Meere, dem Rhein und der Donau; es zerfiel in 26 Provinzen. Augustus war in allen Kriegen glücklich, nur nicht gegen die Germanen, welche seinen Feldherrn Varus mit dessen Heere im Teutoburger Walde vernichteten. Augustus starb, nachdem er den ihm vom Senat übertragenen Titel angenommen hatte, allgemein betrauert 14 n. Chr. – Ihm folgte sein von seiner zweiten Gemahlin Livia (s. d.) vorzüglich begünstigter zweiter Stiefsohn, der finstere, tyrannische Tiberius, der Gründer der Majestätsgerichte (einer Art von Cabinetsjustiz) und in jeder Hinsicht, obwohl R. unter ihm vielfach siegreich war, der Unterdrücker der Freiheit und des Rechtes; seine Ermordung war daher dem Volke willkommen und es empfing jubelnd seinen Nachfolger, den im Lager aufgewachsenen Caligula (s. d. von 37–41 n. Chr.), mußte aber bald sich auf das Bitterste getäuscht sehen, denn Grausamkeit und schändliche Ausschweifungen bezeichneten seine Regierung, bis auch er gewaltsam fortgeschafft, und an seiner Stelle, gegen den Willen des Senats, sein Oheim, der schwache, aber dennoch grausame, Claudius, zum Kaiser erwählt wurde (41–53 n. Chr.). Dieser herrschte nur durch seine Weiber, Messalina (s. d.) und Agrippina (s. d.), und ward endlich, nachdem er seinen Sohn Britannicus entfernt, von seinem Adoptivsohn Nero (s. d.), der nach ihm den Thron bestieg (53–68 n. Chr.), ermordet. – Unter der elenden Regierung dieses Scheusals war R. doch nach Außen siegreich; der größte Theil Britanniens wurde unterjocht, und der Krieg in Armenien und gegen die Juden mit Glück geführt. Endlich zwang ihn die Empörung des Galba, welche der Senat unterstützte, sich selbst zu entleiben, um der gerechten Strafe seiner Schandthaten zu entgehen. Er war der letzte römische Kaiser aus Augustus Hause. Nach seinem Tode gestalteten sich große Verwirrungen und Kämpfe, und binnen zwei Jahren wechselten drei Herrscher auf dem römischen Thron: Galba, Otho und Vitellius. Nach des Letzteren Sturze ergriff Vespasianus (69–79 n. Chr.) die Zügel der Regierung, nicht ohne Segen für das Reich, und noch mehr leistete sein vortrefflicher Sohn Titus, der leider nur zu bald (81 n. Chr.) dem grausamen und argwöhnischen Domitianus (81–96 n. Chr.), seinem Bruder, den Platz räumen mußte. Dieser stellte die von seinem Vater aufgehobenen Majestätsgerichte wieder her, begünstigte die Ankläger, erkaufte den Frieden mit Geld und hielt dennoch einen Triumphzug, kurz zeigte sich eben so feig als schlecht, bis endlich sein gewaltsamer Tod bessere Zeiten R. heraufführte. Eine Reihe trefflicher Männer, obwohl Ausländer, folgte jetzt auf dem römischen Thron: Nerva (96–98 n. Chr.), der mild regierte und den Gewerbfleiß neu belebte; Trajan (98–117 n. Chr.), glücklich in den Kriegen gegen die Dacier, und wohlthätig den Römern; Hadrian, der die Verhältnisse im Innern durch weise Einrichtungen besserte (117–138); Antoninus Pius (138–161), Marc Aurel (161–180), Beide weise Fürsten, siegreich und gerecht; mit ihnen endete die Blüthezeit R's. Mit dem Sohne des Letzteren, Commodus (180–192), einem erbärmlichen Wollüstlinge, der die Kriege mit Geld endete, und auf Anstiften seiner Buhlerin Marcia erwürgt wurde, beginnt R's Verfall. Gleich nach seinem Tode traten große Erschütterungen ein, es herrschten drei Kaiser fast zu gleicher Zeit: Pertinax, Julianus und Septimius Severus, die beiden Ersteren kaum ein Vierteljahr, der Letztere wußte sich zu behaupten (193–211) und kämpfte mit Glück gegen Parther und Britannier. Ihm folgte sein Sohn Caracalla, der seinen Bruder und Mitregenten ermordete, und das Volk furchtbar bedrückte (211–217), bis ihn endlich Macrinus aus dem Wege räumte, und als Severus den Thron bestieg, aber nur kurz regierte. Heliogabalus, statt seiner zur Herrschaft berufen, wälzte sich drei Jahre schamlos in Wollüsten (218–222), bis auch ihn die prätorianische Cohorte (die Leibwache der Kaiser, die mit dem Throne Handel trieb) aus dem Wege schaffte und Alexander Severus zum Kaiser ausrief; – dieser treffliche Fürst (222–235), herrschte weise, siegreich und gerecht, aber seine Strenge gegen die zügellosen Prätorianer veranlaßte seinen Untergang und sein Mörder Maximinus (235–238), ein militairischer Despot. herrschte nach ihm. Während er mit Erfolg in Deutschland Krieg führte, rief das afrikanische Heer den Gordianus, der Senat den Pupienus und Balbinuszu Kaisern aus. Alle drei wurden aber durch die Legionen bald aus dem Wege geschafft, und auch Maximinus fiel in Folge einer Empörung. Der Herrscherwechsel ward jetzt immer häufiger und schneller: auf den jüngeren Gordian (bis 241) folgte Julius Philippus; (244–249); diesem Decius, der 251, im Kampfe mit den Gothen, von seinen eignen Leuten erschlagen wurde Nach ihm herrschte Gallus nur bis 253: dann Aemilianus kaum drei Monate; Licinius Valexianus, der jetzt erwählt wurde, ein redlicher, aber schwacher Mann, starb in parthischer Gefangenschaft 259; sein Sohn Gallienus (259–268) fröhnte der Ueppigkeit, ließ die Römer von den Persern und Deutschen besiegen und kümmerte sich nicht um das Reich, so daß fast jede Legion der verschiedenen Provinzen einen eigenen Kaiser ausrief; unter diesen zeichneten sich Postumius, Tetricus, Aureolus und Odenatus durch Waffenthaten aus. – Der Letzteren nahm Gallienus zum Mitregenten an, der gegen die Feinde im Orient kämpfte; er selbst zog gegen Aureolus, der in Italien eingedrungen war, und ward auf diesem Zuge von seinen eigenen Truppen erschlagen; ihm folgte der treffliche Claudius, der den Aureolus unterdrückte und die Alemannen und Gothen schlug, aber 270 einer verheerenden Seuche unterlag. Siegreich und glücklich daheim wie draußen, war nach ihm der kräftige Aurelianus (270–275), der alles Verlorene wieder errang, die berühmte Zenobia gefangen nahm, R. durch eine Mauer befestigte, aber nach nur vierjähriger Regierung als Opfer einer Verschwörung fiel. – Tacitus, sein Nachfolger, der Bezwinger der Alanen, herrschte nur sieben Monate; Flavianus, dessen Bruder, ward bald nach seiner Anerkennung von den Legionen erschlagen, und ordnungsliebenden, strengen Probus, der als Herrscher sich auszeichnete, traf 282 ein gleiches Schicksal. – Sein Nachfolger Carus, mit Glück gegen die Sarmaten und Perser kämpfend, starb schon 283; Numerianus und Cerinus, seine Söhne, wurden getödtet, und Diocletian bestieg den Thron. Dieser, der ausgezeichnetste Regent der späteren Zeit (284–305) beschloß das Reich zu retten, nahm den Valerius Maximianus zum Mitkaiser und außerdem noch zwei Gehülfen an, vernichtete den Senat, und befestigte und erweiterte die Herrschaft, stieg aber 305 freiwillig vom Throne, und endete bald darauf sein Leben durch Selbstmord. Galerius herrschte nun im Orient, Constantius im Occident; es folgten aber neue Zerrüttungen und Kämpfe bis endlich 323 des Constantius Sohn, Constantinus, durch List und Treulosigkeit sich der Alleinherrschaft bemächtigte. – Mit ihm kam das Christenthum auf den Thron; R. aber hörte auf der Sitz der Kaiser zu sein, da Constantin seine Residenz nach Byzanz (Constantinopel) verlegte. Er starb nach 31 jähriger ruhmgekrönter Herrschaft. Seine drei Söhne Constantin, Constantius und Constans theilten sich in das Reich, zogen aber thöricht gegen einander zu Felde, bis endlich nach zwölfjährigen blutigen Kriegen und der Brüder Untergang Constantius das Ganze an sich riß, und zuerst gemeinschaftlich, mit Gallus, dann mit dessen Bruder Julianus fortwährend die Barbaren bekämpfend, regierte. Er starb 361. – Julianus (der Apostat genannt, weil er zum Heidenthum zurückkehrte), ein kräftiger, talentvoller Fürst, folgte ihm; er fiel 363 im Kampfe gegen die Perser. Nach ihm herrschten Jovianus bis 364, Valentinian I. im Occident bis 375, Valens im Orient bis 378. Unter dem Letzteren drangen die Hunnen nach Europa vor. Des Valentinianus Söhne und Nachfolger, Valentinian II. und Gratian, vermochten nicht, sich den Fluthen der hereinbrechenden Völkerwanderung entgegenzustemmen. Besser gelang dieß dem von Valentinian II. zum Mitregenten angenommenen Theodosius, der die Gothen in vierjährigem Kriege vernichtete, und den Rest derselben, 40,000 Mann, als Bundesgenossen seinem Heere einverleibte. Gratianus fiel 383, im Kampfe mit dem zum Kaiser ausgerufenen Statthalter in Britannien, Maximus. Anfänglich ließ Theodosius diesen als Mitregenten gelten, schlug ihn aber, weil er den jungen Valentinian II. seines Erbes beraubt hatte, 388 bei Aquileja, und ließ ihn hinrichten. Der wieder eingesetzte Valentinian II. ward von Arbogast 392 ermordet; auch den Letzteren besiegte Theodosius im Kampfe, und wurde nun 394 Alleinherrscher des ganzen Reiches. – Er war ein weiser und kräftiger Regent, starb aber leider bereits 395. Seine Söhne, Arkadius und Honorius, theilten nun das Reich, jener erhielt den Orient, dieser den Occident. Sein Erbe blieb nun das eigentliche römische (weströmische, abendländische) Reich. Jung und schwach überließ er die Herrschaft anfangs seinem kräftigen Vormunde, Stilicho, opferte ihn jedoch zuletzt seinem Argwohn. – Unter ihm fielen die Gothen, von Alarich angeführt, 410 in R. ein und hausten dort fürchterlich. Nach Honorius Tode bestieg Valentinian III., noch minderjährig, den Thron (423); innere Streitigkeiten schwächten das Reich; 429 fielen Vandalen in dasselbe ein, 454 die Hunnen unter Attila. Valentinian III. ward 455 ermordet; dies veranlaßte die Vandalen unter Genserich, von neuem in R. einzudringen und es 14 Tage lang zu verheeren. Neben einander beherrschten und plünderten nun Barbaren und Römer das Reich, bis endlich der Statthalter Orestes seinen schwächlichen Sohn, der wie zum Schimpf nach den beiden Gründern Romulus Augustus hieß, auf den Thron berief; dieser ward aber 476 von dem Herulerfürsten Odoaker abgesetzt und mit ihm endete das weströmische Reich auf immer. Rom war jetzt in den Händen der Barbaren zerstört, verwüstet, ein trauriger Schatten vergangener Größe; seine Tempel und Paläste Trümmer, seine Bewohner Bettler; dennoch selbst im Schutte den rohen Siegern Ehrfurcht einflößend, ward es von diesen wenigstens der Form nach als Haupt von Italien und als Sitz des obersten Bischofs der Christenheit anerkannt. Traurige Zeiten folgten jetzt; Pest und Feinde hatten gräßlich gewüthet: endlich ließ es sich der jetzige Oberherr, Theoderich der Große, König der Ostgothen und Besieger des Odoaker (475–526), angelegen sein, die alte Herrlichkeit von Neuem herzustellen. Ihm lag daran die Römer zu gewinnen, diese aber, die Gothen hassend, hielten sich offen zu den Byzantinern und warfen sich sogar 536 dem Belisar in die Arme. Eine harte Belagerung war die Folge; es ward zwar entsetzt, jedoch von dem griechischen Statthalter selbst schwer bedrückt. – Hartnäckig hielt es dennoch zu Byzanz, da eroberte der aufgebrachte Gothenherrscher Totilas es 545 von Neuem und wüthete furchtbar daselbst. Belisar nahm sich 546 der unglücklichen Stadt zwar an und stellte ihre Mauern her, Totilas besetzte sie jedoch ebenfalls von Neuem; 549 entriß sie ihm jedoch Jener und lud nun die Geflüchteten zur Rückkehr ein. Unter Narses kehrten sie zurück, um bald von gräßlichen Plagen heimgesucht zu werden. 566 und 589 wüthete die Pest, 593 entstand durch Belagerung von Seiten der Longobarden eine gräßliche Hungersnoth, der 604 die Schrecken eines Erdbebens folgten, kurz es war, als wenn die Stadt der Städte während dieses Zeitraums für alle von ihren früheren Bewohnern begangenen Sünden büßen sollte. Besser ward es in jeder Hinsicht nach der Zertrümmerung des Gothenreiches, als R. wieder den Griechen anheimfiel, und diese ihre Verfassung einzuführen begannen. – Es ward jetzt ein aus an dem Tiber liegenden Theilen von Tuscien, Campanien, Umbrien u. s. w. bestehendes Herzogthum unter dem Exarchen Longinus, welcher indessen die Verwaltung mehr dem Präfecten und dem Senate, so wie den an Macht und Ansehen steigenden Päpsten überließ. Unter diesen Letzteren geschah so manches Segensreiche für die Stadt selbst, namentlich waren Gregor der Große, Bonifacius IV. und Honorius eifrig dafür bemüht, und es würde noch weit mehr geschehen sein, wenn man nicht beständig gegen die byzantinischen Bedrückungen anzukämpfen wäre gezwungen worden. Dazu kamen die Bedrängungen der Longobarden, gegen welche endlich Papst Stephan II. 752 die Franken zu Hilfe rief. Diese eilten unter ihrem Herrscher Pipin herbei, verjagten die Belagerer und überließen dem Papste das ganze griechische Exarchat. Karl der Große bestätigte später diese Schenkung und züchtigte den Longobardenkönig Desiderius wegen der Eroberung des Gebietes. Oberster Landesherr war indessen der Papst durch dieselbe noch nicht geworden; die Römer huldigten dem König der Franken, und Papst Leo III. erkannte bei der Krönung Karl's des Großen zum römischen Kaiser dessen Oberherrlichkeit an. – Nicht so dachten indeß die Nachfolger des ersten Bischofs der Christenheit, und es erhob sich seit dieser Zeit ein fortwährendes Ringen um dieselbe zwischen den Kaisern und den Päpsten, welche zuletzt mit der weltlichen Herrschaft des Papstes (1198) endigte. Während dieser Periode suchten die Italiener immer mehr ausländischen Fürsten die Kaiserkrone zu verweigern, und sie auch selbst nur wenig mächtigen italienischen Großen zu verleihen; dadurch bildete sich der römische Adel immer kräftiger aus und herrschte eine Zeit lang ohne Beschränkung in R., nach Gefallen die Päpste wählend und absetzend. Endlich griff Otto der Große ein, reinigte die Kirche und stellte die kaiserliche Würde wieder her. – Die Römer empörten sich nach seiner Entfernung und zerstörten, was er aufgebaut; da kehrte er zurück, bestrafte den Aufruhr unerbittlich und demüthigte die Römer auf lange Zeit. Dennoch wiederholten sie solche Aufstände unter Otto II. und Otto III., obwohl sie stets zum Schaden der Römer endeten; dazwischen gestalteten sich die innern italienischen Fehden, welche wiederholt großes Verderben über die Stadt brachten. Als endlich, nach vielen Kämpfen und Demüthigungen, die Römer ihren Staat als Republik ausgerufen und vielfach mit den Päpsten gekämpft hatten, bis zuletzt das Recht der Papstwahl auf die Kardinäle übergegangen war, verglich sich der Senat mit dem Papst und dieser erhielt 1188 Hoheitsrechte, ja bald nachher sogar den Eid der Treue vom Präfecten der Stadt, so daß die kaiserliche Gewalt über R. gänzlich erlosch. – Von nun an war es das Bestreben des Papstes, seine weltliche Macht in möglichster Ausdehnung zu erweitern und seine Besitzungen zu vergrößern, namentlich gelang dies dem schlauen Innocenz III. Bald jedoch gestalteten sich von Neuem Kämpfe, namentlich mit den deutschen Kaisern, und eine lange Zeit der Unruhen und des Blutvergießens erfolgte, genährt durch die Zwiste der Guelfen und Ghibellinen, in welchen die Päpste so gut wie alle übrigen italienischen Edeln und Fürsten, je nach ihrer Sinnesart, Theil nahmen, sich abwechselnd der geistlichen wie der weltlichen Waffen zu ihrem Vortheil bedienend. Gregor's X. Uebereinkunft mit Kaiser Rudolph (1274) sicherte endlich dem Papste alle Besitzungen, auf die er Ansprüche machte, neben vielen kaiserlichen Rechten und der unbestrittenen weltlichen Herrschaft; mehrere bisher kaiserliche Städte wurden selbst vier Jahre später unter die Hoheit des römischen Stuhles gestellt, namentlich Bologna, das sich freiwillig unterwarf, und die Städte der Romagna, die theils durch List, theils durch Gewalt gezwungen wurden. Besonders behülflich war hierzu das römische edle Geschlecht der Colonna, das von Nicolaus III. dankbar mit Ehren und Würden überhäuft wurde, dagegen aber in Bonifaz VIII. einen heftigen Gegner fand, der durch den Versuch, es zu unterdrücken, dem Kirchenstaate wesentlichen Schaden zufügte, noch größern aber sich selbst durch seine Feindschaft mit Frankreich, die mit seiner Gefangennehmung und in Folge derselben durch seinen Tod endigte. Sein Nachfolger Clemens V. ward von Philipp dem Schönen von Frankreich zur Verlegung des päpstlichen Stuhls nach Avignon gezwungen, wodurch sowohl seine landesherrliche Macht wie der Wohlstand R's eine heftige Erschütterung erlitten. Die Kampfe der Adligen erneuten sich, fortwährend genährt durch den anhaltenden Streit der Guelfen und Ghibellinen; die Statthalter wechselten häufig und R. sank immer tiefer, so viel auch einzelne Päpste, wie z. B. Benedict XII., sich aus der Ferne die Wiederherstellung der Ordnung und des Wohlstandes angelegen sein ließen. Am heftigsten litt es, als der kühne Rienzi die Republik und Herrschaft des Volkes ausrief, und es dadurch in neue Verwirrung stürzte, um so mehr, als sich Erdbeben und Pest zu den Schrecken des Bürgerkrieges gesellten. Zwar endete seine Ermordung und die Einführung einer neuen Constitution zu Gunsten Innocenz VI. die Noth. Die wahre Ruhe und Ordnung wollte sich aber noch immer nicht gestalten, obwohl Gregor XI. sich 1377 wieder in R. niederließ. Neue Empörungen, neue Leiden plagten auch unter seinen Nachfolgern die von Pest und Ueberschwemmungen zu wiederholten Malen heimgesuchte Stadt, und die Streitigkeiten in der Kirche trugen eben nicht dazu bei, die Ruhe einzuführen und aufrecht zu erhalten. Endlich ebneten sich die stürmischen Wellen, mit Nicolaus V. Erhebung auf den päpstlichen Stuhl (1450) trat ein fortan nur seltener unterbrochener Friede ein, und die folgenden Päpste, durch Erreichung der höchsten geistlichen auch im Besitz der höchsten weltlichen Macht, ließen es sich jetzt eifrig angelegen sein, das verödete R. zu beleben und zu schmücken und seine verwilderten Einwohner zur Ruhe und Ordnung zurückzuführen. Künste und Wissenschaften wurden von nun an auf das Herrlichste unter Julius II. und Leo X. gepflegt und R. begann wieder die schönste und blühendste Stadt der Welt zu werden. Zwar wurde diese Blüthe unter Hadrian VI. durch schreckliche Verheerungen der Pest, unter Clemens VII. durch eine Eroberung und Plünderung R's unter dem Herzoge von Bourbon (1527), so wie durch den Aufstand der Caraffa (1559), jedoch nur vorübergehend, gestört, und es gelang dem strengen, aber weisen Sixtus V. (1589) durch gute Gesetze und Anordnungen die Ruhe wieder herzustellen und den erloschenen Sinn für Kunst und Wissenschaft von Neuem zu wecken. Während dieser Zeit hatte aber ein mächtiger Feind von Außen an dem päpstlichen Thron gerüttelt; der kühne Augustinermönch Luther erschütterte zuerst mit mächtiger Faust die Grundvesten desselben und fand bald in der Reformation, deren Urheber er war, eine mächtige Stütze; ein bedeutender Theil der Gläubigen wandte sich gänzlich von der römischen Curie ab; mit dem Abfall derselben sank aber natürlich immer mehr und mehr das Ansehen des Papstes und mit diesem wiederum die Blüthe R's. Binnen nicht mehr als zwei Jahrhunderten war die einstige wirkliche Größe nur zu einer Scheingröße erniedrigt; einzelne Päpste hatten die nachtheiligsten und demüthigsten Vergleiche schließen müssen, und nichts schien die gänzliche Zertrümmerung des Staates mehr hemmen zu können, als nun noch zu Ende des 18 ten Jahrhunderts die französische Revolution mit all' ihren Schrecken über die Stadt hereinbrach, und, wenn auch nur vorübergehend, R. in eine Republik umwandelte, und in Folge der dadurch entstandenen Kämpfe dasselbe seiner Kunstschätze und Reichthümer beraubte. Zwar stellte Pius VII. durch ein Concordat mit Napoleon (1800) den päpstlichen Staat wieder her und suchte durch eine weise und wohlwollende Regierung die demselben geschlagenen Wunden zu heilen, da er sich aber weigerte die französischen Truppen zu verpflegen, so wurde R. von Neuem besetzt, Pius VII. selbst gefangen nach Fontainebleau geführt, seine treuen Diener verjagt und das größere römische Staatsgebiet dem französischen Reiche einverleibt. R. erhielt nun eine neue Staatsverfassung und obwohl Alles geschah, um ihm aufzuhelfen, so war doch die vorherrschende Noth zu groß. Nach Napoleon's gänzlichem Fall erhielt endlich Pius VII. die verlornen Provinzen, so wie R. die geraubten Kunstschätze wieder, und die Nachfolger des würdigen Greises auf dem päpstlichen Stuhl waren und sind eifrig bemüht, durch gute Gesetze und Anordnungen es von Neuem zu heben, doch traten auch ihren Bestrebungen leider die neuesten unglücklichen Verhältnisse in Italien störend entgegen, und es werden Jahrhunderte vergehen können, ehe sich R. von der Last befreit, welche schwer drückend auf ihm liegt. W.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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